1. Hauptrunde im DFB-Pokal 1991/92
FC BERLIN - SC FREIBURG 0:2 (0:2)

FC BERLIN: Oskar Kosche - Andreas Belka - Sven Manke, Jörg Buder (65. Jens Reckmann) - Jörg Fügner, Christian Backs, Ralf Rambow, Mario Tolkmitt, Michael Hennig - Jens Uwe Zöphel (60. Leif Poßling), Michail Pronischew - Trainer: Jürgen Bogs

SC FREIBURG: Gerd Sachs - Thomas Schmidt - Ralf Kohl, Rolf Maier - Martin Braun, Andree Fincke, Andreas Zeyer, Jens Todt (85. Christian Simon), Michael Pfahler - Uwe Spies, Michael Renner (57. Oliver Müller) - Trainer: Volker Finke

Tore: 0:1 Jens Todt (16.), 0:2 Andree Fincke (37.)
Schiedsrichter:
Hartmut Strampe (Handorf) Schiedsrichter-Assistenten: ???, ???
Zuschauer: 675 (am 27.07.1991 um 15:30 Uhr im Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark)
Gelbe Karten: - / -
NUR KOSCHE BESTAND DIE PROBE! Freiburg ohne große Probleme im Jahn-Park. Wie erwartet kam für den FC Berlin das frühzeitige Pokal-Aus. Die neu for- mierten Hohenschönhausener konnten ihre zahlreichen Abgänge noch nicht kompensieren. Freiburg riß vor einer Geisterkulisse im Jahnsportpark aller- dings auch keine Bäume aus und tat nur das Allernötigste. Man fühlte sich an ein Europapokalspiel unter Ausschluß der Öffentlichkeit erinnert. Auf der Haupttribüne hielt sich das Gros der Besucher auf, im weiten Rund des Jahnsportpark verlor sich allenfalls ein Dutzend Zuschauer. Die Akteure auf dem sonnenüberfluteten Rasen trugen ihren Anteil an der Trostlosen Atomsphäre bei. Der Vorjahresneunte der 2. Liga aus Freiburg, der ebenfalls mehrere herbe Verluste in seinem Kader zu verschmerzen hat, übernahm zwar von Beginn an die Initiative, wirkte aber noch nicht eingespielt. Dreh- und Angel- punkt bei den Schwarzwäldern war über weite Strecken Andreas Zeyer, dessen guter Leistung im Mittelfeld der frühere Haveiser Todt noch am näch- sten kam. Stark in der Abwehr präsentierte sich Manndecker Maier, der Zöphel abmeldete und noch den einen oder anderen gescheiten Paß nach vorne riskierte. Vor allem im Zweikampfverhalten offenbarten sich die Unterschiede beider Teams: Berliner waren einfach nicht clever genug. Dazu gesellten sich vor der Pause eine Vielzahl von Fehlpässen im Spielaufbau, die es den Breisgauern immer wieder leicht machten. Routinier Backs bildete da nicht unbedingt eine Ausnahme. Die einzige Chance vor der Pause erarbeitete sich der von Bergmann-Borsig zurückgekehrte Tolkmitt, dessen Schuß nach schönem Antritt jedoch am Kasten vorbeistrich (25.). Vor dem von Kosche gut gehüteten Berliner Tor tat sich mit Ausnahme der beiden Treffer ebenfalls kaum etwas. Das Bild änderte sich etwas nach dem Wechsel, als die FCB sich mehr in die Offensive wagte und endlich zu Chancen kam: Pronichev köpfte vorbei (48.), Hennig und Tolkmitt scheiterten innerhalb von 60 Sek. An Sachs (64./65.), und der Ex-Eisenhüttenstädter Rambow traf nach Pronichevs Rück- paß das Leder nicht richtig (81.). Trotz der Möglichkeiten blieb das Spiel der Berliner zu fahrig. Trainer Bogs bleibt noch viel Arbeit in der Feinabstimmung. Gegen die entblößte Abwehr des einstigen DDR-Serienmeisters ergaben sich zwangsläufig große Konterräume für die Süddeutschen, doch ein halbes Dutzend guter Gelegenheiten blieb ungenutzt. Zum einen parierten Kosche mehrfach glänzend, zum anderen kam eine Portion Unvermögen hinzu. Vom Ergebnis her waren die Berliner gut bedient, doch bis zum Oberligastart müssen noch Mängel im Aufbau und im Abschluß abgestellt werden. Vom Potential her braucht sich der FCB im Amateurbereich aber trotz des Aderlasses nicht zu verstecken.
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2. Hauptrunde im DFB-Pokal 1999/00
BFC DYNAMO - DSC ARMINIA BIELEFELD 0:2 (0:1)

BFC DYNAMO: Nico Thomaschewski - Jörn Lenz - Mario Kallnik, Robert Majchrzak (72. Mario Maek) - Martino Gatti, Jens Reckmann, Dirk Rehbein, Heiko Brestrich (33. Thomas Petzold), Norman Struck (67. Marcel Salomo) - Marcel Riediger, Falk Jarling - Trainer: Klaus Goldbach

DSC ARMINIA BIELEFELD : Zdenko Miletic - Thomas Stratos - Jacky Peters, Marcio Borges - René Rydlewicz (58. Jörg Bode), Silvio Meißner,  André Hofschneider, Markus Weissenberger (76. Alexander Klitzpera), Ronald Maul - Dirk van der Veen (61. Berkant Göktan), Bruno Labbadia - Trainer: Hermann Gerland

Tore: 0:1 Silvio Meißner (21.), 0:2 Silvio Meißner (78.)
Schiedsrichter: Uwe Kemmling (Burgwedel) Schiedsrichter-Assistenten: Thomas Borchert (Einbeck), Sönke Glindemann (Erftstadt)
Zuschauer: 2.399 (am 07.08.1999 um 15:30 Uhr im Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark)
Gelbe Karten: - / -
MEISSNERS DOPPEL-LUPFER! Die richtige Pokal-Atmosphäre wollte während der gesamten Partie nicht aufkommen, obwohl für den Regionalligisten bis zwölf Minuten vor Schluß zumindest vom Resultat her noch alles drin war. Dann allerdings beendete Meißner mit seinem zweiten Treffer - wie schon der erste ein eleganter Lupfer über den herausstürzenden Thomaschewski - die letzten Zweifel am standesgemäßen Sieg des Favoriten. Die hatten zuvor allerdings auch nur in eingeschränktem Maße bestanden. Nicht etwa, daß Bielefeld turmhoch überlegen gewesen wäre. Aber der BFC war einfach zu zag- haft und letztlich zu schwach, um den Gästen wirklich gefährlich zu werden. "Vor allem in der Anfangsphase haben wir regelrecht ängstlich gespielt", sah auch BFC-Trainer Klaus Goldbach den übergroßen Respekt seiner Mannschaft, die erst Ende der ersten Hälfte etwas mehr Mut faßte. Lange dauerte es bis zur ersten Ecke (39.), noch länger bis zum ersten platzierten Schuß aufs Tor der Gäste (45./Lenz). Nach der Pause wurde die Partie zwar ausgeglich- ener, doch außer zwei Distanzschüssen von Gatti (50.) und Rehbein (66.) brachten die Berliner einfach keine Torgefahr zustande. "Der Gegner war zwar optisch gleichwertig, ohne uns aber bedrohen zu können", stellte Gäste-Trainer Hermann Gerland nüchtern fest. Irgendwie hatte man den Eindruck, der Bundesliga-Aufsteiger hätte bei Bedarf immer noch einen Zahn zulegen können. In der ersten Halbzeit hatte er mit einigen gelungenen Kombinationen, deren Ausgangspunkt oft der agile Weissenberger war, sein Potential angedeutet und in seiner stärksten Phase durch Labbadia (25.), Peters (27.) und Rydlewicz (33.) weitere gute Chancen. Später beschränkten sich die Bielefelder immer mehr auf das Nötigste - nämlich den Gegner vom eigenen Tor wegzuhalten. Doch der BFC konnte aus dieser Lethargie kein Kapital schlagen, weil "wir insgesamt unter unseren Möglichkeiten blieben", wie Goldbach fand. Die Ausnahmen waren Manndecker Kallnik, der sich gegen Labbadia gut aus der Affäre zog, der fleißige Gatti sowie im Sturm der junge Riediger, der wenigstens mal was versuchte - zu wenig für eine Sensation. 
1. Hauptrunde im DFB-Pokal 2011/12
BFC DYNAMO - 1.FC KAISERSLAUTERN 0:3 (0:2)


BFC DYNAMO:
Daniel Rothe - Amadeus Wallschläger, Martin Neubert (82. Martin Lange), Maciej Kwiatkowski, Gökhan Ahmetcik - David Schimmelpfennig (59. Firat Karaduman), Özgür Özvatan - Alexander Rahmig (59. Sven Marten), Norbert Lemcke, Dennis Rehausen - Richard Steiner - Trainer: Heiko Bonan

1. FC KAISERSLAUTERN: Kevin Trapp - Florian Dick, Mathias Abel, Rodnei, Leon Jessen - Christian Tiffert - Thanos Petsos, Pierre de Wit (73. Oliver Kirch) - Olcay Sahan, Ivo Ilicevic (78. Richard Sukuta Pasu) - Itay Shechter (61. Dorge Rostand Kouemaha) - Trainer: Marco Kurz

Tore: 0:1 Ivo Ilicevic (18.), 0:2 Christian Tiffert (23.), 0:3 Thanos Petsos (50.)
Schiedsrichter: Babak Rafati (Hannover) Schiedsrichter-Assistenten: Holger Henschel (Braunschweig), Tim Skorczyk (Salzgitter)
Zuschauer: 10.104 (Samstag, den 30.07.2011 um 15:30 Uhr im Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark)
Gelbe Karten: Norbert Lemcke (63. - 1. GK), Özgür Özvatan (63. - 1. GK) / Leon Jessen (63.)
BFC DYNAMO NOCH GUT BEDIENT! Pokal-Aus gegen Kaiserslautern wird von Fan-Krawallen überschattet. Am Ende war der BFC Dynamo mit dem 0:3 in der 1. Runde des DFB-Pokal noch gut bedient. Hätte der 1.FC Kaiserslautern in der zweiten Hälfte nicht einen Gang zurückgeschaltet, der Sieg der Pfälzer wäre deutlich höher ausgefallen. "Man hat die Unterschiede gesehen", sagte BFC-Coach Heiko Bonan, "obwohl ich meiner Mannschaft auch ein Kompliment aussprechen muss: Sie hat sich nie aufgegeben." Der BFC bemühte sich vom Anstoß weg um Schadensbegrenzung. Trainer Bonan ließ mit zwei dichten Viererketten (was die Fuwo wieder gesehen hat!) vor dem eigenen Strafraum agieren. Steiner bildete die einzige Spitze. Der hochkarätigste BFC-Neuzu- gang, Stürmer Shergo Biran blieb dagegen draußen. "Ich brauchte im Sturm einen kopfballstarken Spieler, weshalb Steiner den Vorzug bekam", begrün- dete Bonan seine Entscheidung. Gäste-Coach Marco Kurz vertraute im Tor Kevin Trapp an Stelle von Tobias Sippel, der aus disziplinarischen Gründen kurzfristig aus dem Kader flog. In der Abwehr bekam Abel den Vorzug vor Amedick.  Der israelische Zugang Itay Shechter, von Hapoel Tel Aviv gekom- men, bildete die einzige Spitze, wobei die beiden Außen Ilicevic und Sahan oftmals mit nach vorne stießen. Kaiserslautern bestimmte vom Anstoß weg die Partie und ließ den Ball vor über 10.000 Zuschauern gekonnt in den eigenen Reihen zirkulieren. Der BFC wollte mit Einsatz dagegenhalten, kam aber überhaupt nicht in die Zweikämpfe. Bereits früh hätten die Gäste in Führung gehen können, als Petsos eine Hereingabe von de Wit nur knapp verpasste. Vor allem über die rechte BFC-Abwehrseite rollten die Angriffe der Lauterer im Minutentakt, wobei Rahmig und Wallschläger permant von Ilicevic und Jessen gefordert wurden. Die schnelle 2:0 Gästeführung war nur die logische Konsequenz aus der spielerischen Überlegenheit der Anfangsphase. Fak- tisch war die Partie damit nach 23 Minuten entschieden. Dynamo verzeichnete auch im weiteren Verlauf kaum nennenswerte Offensivaktionen. Zu stark war die Defensive der Gäste mit dem ehemaligen Herthaner Rodnei sowie mit Abel. Zudem bekam Stürmer Richard Steiner zu wenig Unterstützung von seinen Nebenleuten. Bester BFC-Stürmer war noch Gökhan Ahmetic, der über seine linke Abwehrseite wenig zuließ und zudem mit einem satten Schuss vom rechten Strafraumeck die einzig nennenswerte Dynamo-Chance fabrizieren konnte (62.). Lauterns Coach Marco Kurz war dementsprechend zufrie- den mit seinem Team: "Es ist nicht selbstverständlich, die erste Runde so souverän zu überstehen. Die ersten 35 Minuten waren von meiner Mannschaft hervorragend." Eigentlich hätten alle Beteiligten mit dem Ergebnis zufrieden sein können. Oberligist BFC Dynamo war ergebnismäßig nicht untergegan- gen, der Favorit aus der Bundesliga souverän eine Runde weitergekommen. Doch die unrühmlichen Vorkommnisse auf den Rängen nach Spielende, legten zum großen Leidwesen von Heiko Bonan und Marco Kurz dann doch einen dunklen Schatten über diese Partie.
1. Hauptrunde im DFB-Pokal 2013/14
BFC DYNAMO - VfB STUTTGART 1893 0:2 (0:1)


BFC DYNAMO:
Stephan Flauder – Philip Saalbach, Patrick Brendel, Philipp Haastrup, Christoph Köhne - Björn Brunnemann, Denis Novacic - Tobias Scharlau, Lukas Rehbein (55. Jörn-Andreas Wemmer) - Kevin Gutsche (64. Christian Preiß), Djibril N'Diaye (76. Daniel Wolkiewicz) - Trainer: Volkan Uluc

VfB STUTTGART 1893: Sven Ulreich - Daniel Schwaab, Serdar Tasci, Georg Niedermeier, Gotoku Sakai - Christian Gentner, Moritz Leitner - Cacau (68. Martin Harnik), Alexan- dru Maxim, Ibrahima Traore 80. Timo Werner) – Vedat Ibisevic (80. Mohammed Abdellaoue) - Trainer: Bruno Labbadia

Tore: 0:1 Vedat Ibisevic (40.), 0:2 Vedat Ibisevic (76. FE)
Schiedsrichter:  Guido Winkmann (Kerken) Schiedsrichter-Assistenten: Marco Achmüller (Bad Füssing), Thomas Färber (Augsburg)
Zuschauer: 9.227 zahlende Zuschauer (Sonntag, den 04.08.2013 um 16:00 Uhr im Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark)
Gelbe Karten: Denis Novacic (70. - 1. GK) / Daniel Schwaab (51.), Moritz Leitner (68.)
KEIN VIER-KLASSEN-UNTERSCHIED! Es lief die 90. Minute, die Partie war längst entschieden, als die Fans des BFC Dynamo einen alten Klassiker intonierten. "Hoch soll´n sie leben" schallte es durch das gut gefüllte Stadionrund im Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark. Diese Lobeshymne hatten sich die Berliner redlich verdient. Über weite Strecken hatten sie das Erstrundenspiel im DFB-Pokal gegen den Bundesligisten offen gestaltet, von einem Vier-Klassen-Un- terschied konnte jedenfalls keine Rede sein. So erhielt der BFC nach der Partie Lob von allen Seiten. "Dynamo hat  aufopferungsvoll gekämpft und war taktisch sehr stark" sagte etwa Stuttgarts Trainer Bruno Labbadia, dessen Elf sich lange Zeit schwer tat. Abgesehen von dem Lattenkopfball Georg Niedermeiers in der Anfangsphase (3.) brachten die Gäste das Gehäuse des aufmerksamen BFC-Torhüters Stephan Flauder in den ersten 40 Minuten nicht in Gefahr. VfB-Stürmer Cacau beteuerte zwar, den Oberligisten nicht unterschätzt zu haben. Stuttgarts Auftritt erweckte jedoch eher einen gegenteiligen Eindruck. Und so witterte der Außenseiter seine Chance. "Wir müssen lange ein 0:0 halten und dann unsere erste Möglichkeit nutzen", hatte Dynamos Kapitän Björn Brunnemann im Vorfeld als Marschroute ausgegeben. Dieser Plan wäre in der 31. Minute beinahe sogar aufgegangen. Einwurf Brunnemanns traf Linksverteidiger Christof Köhne jedoch nur den Pfosten. "Dass wir eine solche Chance zulassen, darf uns eigentlich nicht passieren", sagte VfB-Kapitän Serdar Tasci, der darüber hinaus von einem "typischen Drecksspiel" sprach. Neun Minuten nach dieser Szene wurde der Klassenunterschied dann aber doch sichtbar. Ihre erst zweite Torchance nutzte die Labbadia-Elf eiskalt zur Führung. Wer nun dachte, Dynamo würde nach dem Rückstand in der zweiten Hälfte einbrechen, sah sich eines Besseren belehrt. Zwar kontrollierten die Stuttgarter fortan das Geschehen, entschieden wurde die Begegnung aber erst mit dem 0:2 in der 76. Minute. Nach ihrem beherzten Auftritt gab es auf Seiten der Berliner kaum enttäuschte Gesichter. "Das hat Spaß gemacht gegen solch einen Gegner vor dieser Kulisse", sagte Neuzugang Lukas Rehbein, der im ersten Durchgang so manche Impulse gesetzt hatte, ehe er kurz nach der Pause entkräftet ausgewechselt wurde. Zufrieden war auch BFC-Trainer Volkan Uluc, der seiner Elf "ein großes Kompliment" aussprach. "Wichtiger als das Ergebnis ist jedoch, dass es ruhig geblieben ist." Das war vor zwei Jahren im Pokalspiel gegen den 1.FC Kaiserslautern nicht der Fall gewesen. Damals hatten Dynamos-Krawallmacher die gegnerischen Fans angegriffen und den Klub in negatives Licht gerückt. "Wir wollten nach den Vorkommnissen gegen Kaiserslautern den heutigen Tag unbedingt positiv gestalten und für ein Fußballfest in Berlin sorgen", sagte Uluc. Dies ist zweifelsohne gelungen. Der BFC nutzte die große Bühne, um sich als Verein ansprechend zu präsentieren. Und so durfte man am Ende zurecht hochleben lassen.
klingeltöne
1. Hauptrunde im DFB-Pokal 2015/16
BFC DYNAMO - FSV FRANKFURT 1899 0:2 (0:2)


BFC DYNAMO:
Bernhard Hendl - Robin Mannsfeld, Patrick Brendel, Philipp Haastrup, Martin Zurawsky - Andreas Güntner (46. Kai Pröger), Joshua Putze - Thiago Rockenbach da Silva (69. Lukas Rehbein) - Kevin-Okyere Weidlich, Christian Preiß - Djibril N'Diaye (46. Zlatko Muhovic) - Trainer: Thomas Stratos

FSV FRANKFURT 1899: André Weis - Alexander Huber, Lukas Josef Gugganig, Joan Oumari, Alexander Bittroff - Fanol Perdeda,, Manuel Konrad - Timm Golley (89. Besar Hali- mi), Denis Epstein - Edmond Kapllani (88. Inhyeok Park), Zlatko Dedic (66. Mark André Kruska) - Trainer: Tomas Oral

Tore: 0:1 Edmond Kapllani (3. FE), 0:2 Zlatko Dedic (42.)
Schiedsrichter:  Matthias Jöllenbeck (Freiburg) Schiedsrichter-Assistenten: Philipp Lehmann (Seitingen-Oberflach), Gaetano Falcicchio (Konstanz)
Zuschauer: 6.198 zahlende Zuschauer (Freitag, den 07.08.2015 um 19:00 Uhr im Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark)
Gelbe Karten: Christian Preiß (35. - 1. GK), Kevin-Okyere Weidlich (52. - 1. GK), Zlatko Muhovic (66. - 1. GK) / Zlatko Dedic (37.), André Weis (62.)
Besonderheit: Thiago Rockenbach da Silva setzt einen Foulelfmeter an den Außenpfosten (63.)
HOFFNUNG ZERSCHELLT AM PFOSTEN! Der BFC Dynamo hält gut mit, vergibt Elfer und bleibt erneut torlos. Thiago Rockenbach da Silva konnte es nicht fas- sen. Ganz langsam trottete Dynamos  Neuzugang auf das Tor zu und schaute in den Abendhimmel. Es lief die 63. Minute, als sich dem Brasilianer, die gro- ße Chance bot, das DFB-Pokalspiel gegen den FSV Frankfurt noch einmal spannend zu machen. Im Strafraum wurde Rockenbach von Torwart Weis gelegt. Der Gefoulte trat selbst an - und traf nur den linken Außenpfosten. So blieb es beim 0:2 und die Luft war raus beim Berliner Pokalsieger. "Dynamo hat den Elfmeter glücklicherweise nicht verwandelt, sonst hätten sie uns das Leben richtig zur Hölle gemacht", sagte FSV-Trainer Tomas Oral. Insgesamt war es ein verdienter Sieg für den Zweitligisten, der besonders in der ersten Halbzeit reifer wirkte. Die Hausherren agierten nervös und wurden schon früh eis- kalt bestraft. Ein plumpes Foul von Zurawsky im Strafraum war die Pläne von Thomas Stratos schnell über den Haufen. "Wir hatten uns viel vorgenom- men, der frühe Elfmeter hat uns richtig wehgetan", resümierte der BFC-Trainer. Auch danach eröffneten die Berliner den Gästen durch Fehler im Spielauf- bau hochkarätige Chancen und nur dem sensationell reagierenden Torwart Hendl war es zu verdanken, das Kapllani (15., 34.) und Dedic (22.) nicht schon früh das 2:0 erzielten. Nach einer halben Stunde kam Dynamo zwar besser ins Spiel, mehr als zwei Halbchancen waren aber nicht zu verzeichnen. Kurz vor der Pause kassierten die Berliner dann das zweite Gegentor nach einer Standardsituation. Dabei war es ausgerechnet Torwart Hendl, der bei einer Frei- stoßvariante des FSV patzte. In der Halbzeitpause stellte Stratos auf 4-1-4-1 und läutete die beste Phase des BFC ein. Besonders Joker Pröger sorgte mit seinen schnellen Antritten für Gefahr. In Strafraumnähe fehlte aber immer wieder die nötige Entschlossenheit. Aussichtsreiche Chancen werden durch zu langes Zögern und Quergeschiebe vergeben. Am Ende reichte es für Dynamo trotz ordentlicher Leistung wieder nicht zum ersten Torerfolg im DFB Pokal. "Nächstes Jahr versuchen wir es erneut", blickte Stratos kurz nach dem Spiel schon wieder nach vorne. Während sich die Mannschaft gut präsen- tierte, konnten es einige "Fans" wieder einmal nicht lassen. Beim Gang in die Kabine musste das Schiedsrichtergespann von einem Dutzend Polizisten in schwerer Montur eskortiert werden. Von Haupt- und Ehrentribüne flogen volle Bierbecher und es gab wüste Beschimpfungen. Einige Idioten werden es wohl nie lernen.