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Finale im Berliner-Pilsner-Pokal 2010/2011
STEGLITZER FC STERN 1900 gegen BFC DYNAMO 0:2 (0:0)

STEGLITZER FC STERN 1900:
Erkan Türkoglu - Ferit Erkul, Tino Kerber, Lars Krell, Mustafa Sacli (80. Dennis Freyer) - Christoph Hampel, Denis Rüdel (71. Hassan Ayad), Patrick Mattern - Nidal Swaidan, Ibrahim El-Asmer Andreas Thurau - Trainer: Rainer Liedtke

BFC DYNAMO: Daniel Rothe - Martin Lange, Martin Neubert, Amadeus Wallschläger, Gökhan Ahmetcik - David Schimmelpfennig, Nico Paepke (60. Firat Karaduman) - Alexander Rahmig, Kevin Gutsche (75. Emerson da Silva Santos), Matthias Steinborn - Norbert Lemcke (81. Stefan Malchow) - Trainer: Heiko Bonan

Tore:
0:1 Alexander Rahmig (56.), 0:2 Matthias Steinborn (66.)
Schiedsrichter: Robert Edgar Wessel (SV Stern Britz 89) Schiedsrichter-Assistenten: Thomas Gindler (SV Stern Britz 89), Sebastian Lesener (VfB Hermsdorf)
Zuschauer: 5.100 (am Mittwoch, den 08.06.2011 um 19:10 Uhr im Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark)
Gelbe Karten: Mustafa Sacli (12.), Hassan Ayad (72.) / Martin Neubert (53. - 3. GK)
SPIELBERICHT: GLÜCKLICHE SIEGER UND STOLZE VERLIERER! BFC Dynamo gewinnt den Berliner Pilsner-Pokal nach zähem Kampf gegen Stern 1900 mit 2:0. Der Routinier handelte in guter Absicht. Tino Kerber, 40 Jahre alt und kein bisschen fußballmüde, wollte den Ball ein- fach nur aus der Gefahrenzone bringen. Doch seine Rettungstat, unter dem Druck des Gegners vielleicht etwas überhastet, schlug fehl. Der Ab- wehrspieler legte den Ball unfreiwillig für Alexander Rahmig auf. Der Mann vom BFC Dynamo fackelte nicht lange, er verwandelte die Vorlage un- haltbar zum 1:0 für seine Mannschaft. "Der Bann war mit diesem Tor gebrochen", bedauerte Kerber hinterher. Stern 1900, der krasse Außensei- ter, verlor am Ende das Finale um den Berliner Pilsner-Pokal 2011 gegen den Oberligisten BFC Dynamo mit 0:2. Dynamos Kapitän Amadeus Wallschläger nahm aus den Händen Bernd Schultz den Pokal in Empfang. Derweil trugen die Verlierer aus Steglitz mit berechtigtem Stolz ihre Silbermedaillen aus dem Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark. Sie hatten vor der eindrucksvollen Kulisse von 5100 Zuschauern dem Favoriten uner- wartet viel abverlangt. Der Berlin-Ligist trieb den Kontrahenten über weite Phasen gar in die Einfallslosigkeit. Stern 1900 investierte einfach mehr: läuferisch, kämpferisch und auch vom Emotionalen her. Aber es war wie in manchen lange währenden Eheleben: Irgendwann lässt die Leiden- schaft nach. Knapp eine Stunde lang hielten die Sterne das Tempo, glichen technische Defizite durch Eifer aus, dann kam das Gegentor - und der Glaube, eine Sensation schaffen zu können, schwand dahin. Sterns scheidender Trainer Rainer Liedtke ärgerte sich nachher gründlich da- rüber, dass kurz vor dem 0:1 der enorm agile Andreas Thurau die Chance zur Führung versiebte. "Da hat er diesen Riesen und kriegt aus drei Metern den Ball nicht rein", haderte Liedtke. Schon vor der Pause war Christoph Hampel, allerdings aus erkannter Abseitsstellung, am Pfosten des Dynamo-Tores gescheitert. Zwei Szenen, die belegen, dass Stern 1900 durchaus seine Feldanteile hatte. Die Abwehr um den Innenvertei- diger Kerber und Lars Krell, anfangs noch wacklig, stabilisierte sich schnell, ließ kaum Chancen zu. Im Mittelfeld schuf Nidal Swaidan immer wieder Entlastung, vorne ging Alleinunterhalter Ibrahim El-Asmer keinem noch so rüden Zweikampf aus dem Weg. Die Dynamo-Fans hatten in ihrem Übermut auf der Gegengerade ein Transparent enthüllt, auf dem stand: "Europa, wir kommen!" Nur ein Relikt aus den 70er- Jahren? Schon beim letzten Schritt in den DFB-Pokal ließ der BFC Dynamo über weite Strecken die Souveränität vermissen. Trainer Heiko Bonan ver- wies zwar zu Recht darauf, dass seine Mannschaft in allen Berliner Pokalrunden nur ein Gegentor hatte hinnehmen müssen, aber das Endspiel zeigte auch, warum der Verein in der Oberliga als Siebenter eher enttäuschend abgeschnitten hat. Der Spielaufbau gegen Stern 1900 geriet zu statisch, zu schwerfällig. Die Überraschungsmomente, ein geschicktes Variieren des Tempos fehlten völlig. Die Spieler zeigten sich vielmehr beeindruckt von der Kampfeswucht des Kontrahenten. Erst nach einer knappen Stunde löste sich bei Dynamo die spürbare Verkrampfung. Und nachdem die 1:0 Führung gelungen war, zeigte die Mannschaft die Dominanz, die ihr von Beginn an zugetraut worden war. Das zweite Tor von Matthias Steinborn war eine fast logische Konsequenz. Nach dem Sieg suchte Trainer Bonan nach Erklärungen für den schlappen Beginn seiner Elf. Er meinte: Favorit zu sein und das dann im Spiel auch umzusetzen, das sind zwei paar Schuhe." Aber mit den beiden Toren hatte der BFC Dynamo dann immerhin noch die richtige Schuhgröße für sich gefunden.


Finale im Berliner-Pilsner-Pokal 2012/2013
BFC DYNAMO gegen SV LICHTENBERG 47 1:0 (1:0)

BFC DYNAMO: Carsten Busch - Tom Butzmann, Maciej Kwiatkowski, Patrick Brendel, Christof Köhne - Philip Saalbach, Ibrahim Keser (90. + 5.. Philipp-Maximilian Werner) - Christian Preiß, Tobias Scharlau (89. Richard Max Ohlow) - Kevin Gutsche - Björn Brunnemann (86. Nico Paepke) - Trainer: Volkan Uluc

SV LICHTENBERG 47: Danny Kempter - Geoffrey Borchardt, Patrick Töpfer, Sebastian Reiniger, Christian Jacobeit (67. Lukas Rehbein) - Uwe Lehmann, Kadir Erdil - Marinko Becke (80. Moussa Doumbia), Christian Gawe - Björn Bandermann - Kai Druschky (60. Johannes Ebert) - Trainer: Daniel Volbert

Tore: 1:0 Kevin Gutsche (5.)
Schiedsrichter: Lasse Koslowski (Frohnauer SC 1946) Schiedsrichter-Assistenten: Kerem Gül (FC Internationale Berlin 1980), Raphael Gieseler (1. FC Lübars Berlin)
Zuschauer: 6.381(am Mittwoch, den 12.06.2013 um 19:15 Uhr im Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark)
Gelbe Karten: Tobias Scharlau (12. - 2. GK), Ibrahim Keser (68. - 2. GK), Björn Brunnemann (71. - 2. GK), Christof Köhne (90. - 1. GK) / Björn Bandermann (32.), Kadir Erdil (45. + 1.)
SPIELBERICHT: FRÜHES GUTSCHE-TOR ENTSCHEIDET SPANNENDES FINALE! BFC Dynamo gewinnt den Berliner Pilsner-Pokal und freut sich auf den VfB Stuttgart - Lichtenberg 47 mehrfach dem Ausgleich ganz nahe. Pfostentreffer, Glanzparaden, T-Shirt-Wetter, ein paar Bengalos und eine Riesen-Kulisse: Fußballherz, was willst du mehr? Das Finale um den Berliner Pilsner-Pokal hat am Mittwoch die Erwartungen mehr als erfüllt. Die beiden Oberligisten BFC Dynamo und Lichtenberg 47 lieferten sich in die 5. Minute der Nachspielzeit eine an Spannung nicht mehr zu überbietende Partie. Am Ende feierten gut 5000 BFC-Fans ihre Dynamos, die mit 1:0 gewannen und damit nach 1999 und 2011 zum dritten Mal Berliner Pokalsieger wurden. Jetzt erwartet der BFC in der 1. DFB-Pokal-Hauptrunde den VfB Stuttgart. Gespielt wird am ersten August-Wochenende. BFC-Trainer Volkan Uluc wusste, bei wem er sich "in einem nervenaufreibenden Finale" zu bedanken hatte. Torwart Carsten Busch war es, der in der Schlussphase die drohende Verlängerung mehrfach verhinderte. Und hätte Lichtenberg 47 die Extra-Time erreicht, wer weiß, ob der BFC am Ende den Pokal in die Höhehätte stemmen dürfen. Den Dynamos schien nämlich, je länger das Spiel andauerte, mehr und mehr der Strom auszugehen. "Wir hatten auch das nötige Quäntchen Glück", wusste Uluc. Wie wahr. Vor allem in der 84. Minute, als zu- nächst der gerade eingewechselte Moussa Doumbia nach einem beherzten Solo am bärenstarken Busch scheiterte und Sekunden später Se- bastian Reiniger den Innenpfosten traf. Auch in der Nachspielzeit stockte so manchen Dynamo-Fan der Atem. Wieder war es Reiniger, der sich im BFC-Strafraum behauptete. Statt selbst den Abschluss zu suchen, wählte er einen Querpass, den der heranfliegende Doumbia aber um Zentimeter verpasste. Wenig später pfiff der ausgezeichnet leitende Lasse Koslowski den Pokalfight ab. Dass die Spieler von Lichtenberg 47 am Ende enttäuscht den Platz verlassen mussten, hatten sie sich größtenteils selbst zuzuschreiben. Beeindruckt von der großen Kulisse gelang den 47ern in den ersten 40 Minuten rein gar nichts. Ideenlos wurden die Bälle nach vorne geschlagen. Die BFC-Defensive hatte leichtes Spiel und profitierte dabei von der frühen Führung durch Kevin Gutsche (5.). Unmittelbar zuvor hatte Schiri Koslowski durch Foul an Björn Brunnemann klug auf Vorteil entschieden - der BFC nutze dies konsequent aus. Erst kurz vor der Pause wurden die Lichtenberger mutiger. Prompt hatte Kai Druschky eine gute Chance, doch Marciej Kwiatkowski rettete auf der Linie (43.). Fortan waren die 47er im Spiel und nach dem Wechsel "klar überlegen", wie Trainer Daniel Volbert meinte. Bei einem Kopfball an den Pfosten (48., Patrick Brendel) und der wohl besten Chance des gesam- ten Spiels (62., Preiß schießt freistehend aus kurzer Distanz über das leere Tor) hätte sich der BFC indes die zittrige Schlussphase ersparen können. "Glückwunsch an den BFC. Die haben das eine Tor geschossen. Wir nicht", gratulierte Volbert seinen Kollegen Uluc, um hinzuzufügen: "Wir dürfen gehobenen Hauptes nach Hause gehen." In der Tat.
Finale im Berliner-Pilsner-Pokal 2014/2015
BFC DYNAMO gegen SV TASMANIA GROPIUSSTADT 1973 1:0 (0:0)

BFC DYNAMO: Stephan Flauder - Robin Mannsfeld, Patrick Brendel, Philipp Haastrup, Martin Zurawsky - Joshua Putze, Lukas Rehbein (78. Rico Steinhauer) - Christian Preiß, Kevin Gutsche (68. Tobias Scharlau), Djibril N`Diaye - Andis Shala (62. Zlatko Muhovic) - Trainer: Thomas Stratos

SV TASMANIA GROPIUSSTADT 1973: Robert Schelenz - Okan Isik, Leonard Tseke, Ronny Ermel, Faruk Numan Sentürk -  Emre Demir, Zvonimir Penava, Mehmet Okan Kirli (80. Julian Sauer), Salvatore Rogoli (76. Jerome Maaß) - Kevin Lentz (70. Tibault Bethke) - Kevin Gempf - Trainer: Miroslav Jagatic

Tore: 1:0 Martin Zurawsky (51.)
Schiedsrichter: Max Burda (SC Staaken 1919) Schiedsrichter-Assistenten: Dominic Kobudzinski (Sportfreunde Kladow), Eike-Robert Albig (SC Staaken 1919)
Zuschauer: 6.914 zahlende Zuschauer (Mittwoch, den 20.05.2015 um 19:05 Uhr im Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark)
Gelbe Karten: Martin Zurawsky (65. - 4. GK), Lukas Rehbein (68. - 3. GK) / Mehmet Okan Kirli (10.), Zvonimir Penava (53.), Emre Demir (79.), Leonard Tseke (88.), Faruk Nu- man Sentürk  (89.)
SPIELBERICHT: GOLDKÖPFCHEN ZURAWSKY KNACKT JACKPOT! BFC Dynamo neuer Berliner Pokalsieger - Ängstliche Tasmanen im Fi- nale ohne Chance. Nur noch wenige Minuten waren zu spielen, als sich die deutlich in der Unterzahl befindlichen Tasmania-Fans im mit fast 7000 Zuschauern gut gefüllten Jahn-Sportpark noch einmal bemerkbar machten. "Rarara, Tasmania" - aber der Schlachtruf kam eher zaghaft denn mit voller Inbrunst rüber. Die Fans ahnten wohl auch, dass da nicht mehr viel zu löten ist. Am Ende war es wie im Vorjahr, als der Berlin-Ligist dem Regionalligisten Viktoria mit 1:2 unterlegen war. Nach (inklusive Nachspielzeit) 93 Minuten reckte der Regionalligist den Pokal in den Abendhimmel, diesmal der BFC Dynamo. Während die Weinroten mit ihren Fans den vierten Cupsieg nach 1999, 2011 und 2013 und den mit 140.000 Euro dotierten Einzug in die 1. Runde des DFB-Pokals feierten, standen die Tasmanen mit der Silbermedaille um den Hals wieder ent- täuscht daneben. Martin Zurawsky erzielte das Tor des Tages, als er eine Flanke von Kevin Gutsche beinahe unbedrängt einköpfte. Neben dem Schützen rutschte Emre Demir weg, kurz zuvor hatte Tas fast schon geklärt, aber Preiß setzte gegen Kirli nach und Gutsche brachte den Ball nach innen. "Schade, dass durch unsere Fehler das entscheidende Tor fällt", sagte Tas-Coach Miroslav Jagatic. "Aber Glückwunsch an Dyna- mo, die haben den Ball zirkulieren lassen und super Fußball gespielt." Im einstigen Wohnzimmer des DDR-Serienmeisters zeigte der BFC, dass er im Jahn-Sportpark immer noch Herr im Hause ist. Von Beginn an ließ der Regionalligist auch ohne den verletzten Kapitän Björn Brunne- mann den Tasmanen kaum Luft zum Atmen. Der Underdog zog sich weit zurück, lauerte auf Konter. Die gab es auch: Nach einem langen Ball von Demir und einem Missverständnis zwischen Haastrup und Torwart Flauder konnte Gempf die Chance aber nicht nutzen (7.). Haastrup leis- tete sich noch eine weitere Unsicherheit, bekam aber den Fuß noch vor Demir an den Ball (24.). "Ich bin heute früh schon um 5 Uhr aufgewacht, und das wird bei einigen Spielern nicht anders gewesen sein. Ein Pokalfinale ist einfach etwas anders als ein Punktspiel", warb Dynamo-Coach Thomas Stratos später um Verständnis für die Nervosität in einigen Situationen. Aber die ängstlichen Neuköllner konnten die Leistung des Vor- jahres als man Viktoria alles abverlangt hatte, nicht wiederholen. In der Defensive stand man zwar gut, wenn auch Isik seine Probleme mit dem schnellen N´Diaye hatte, aber im Spiel nach vorn ging fast nichts. Nach Eroberung des Balles war das Spielgerät meist sofort wieder weg, und der gelernte Innenverteidiger Lentz zeigte, dass er als zweite Sturmspitze gegen einen solchen Gegner eine glatte Fehlbesetzung ist. Dynamo hatte gefühlte 80 Prozent Ballbesitz, auffälligster Spieler in der ersten halben Stunde war Putze auf der Sechs, der viel für den Aufbau tat und zweimal gefährlich zum Schuss kam, zudem Rehbein das BFC-Spiel unermüdlich an. Die beste Chance der ersten Halbzeit hatte aber Shala, dessen Kopfball nach einer Ecke knapp über die Latte strich (8.). Nach dem Seitenwechsel rückte N´Diaye neben Shala in die Spitze, Gutsche auf links und Preiß auf rechts stürmten munter mit. "Das war fast ein 4-2-4-System", so Stratos. Die Offensivpower wurde schnell belohnt. Tas- mania brachte nach dem Gegentreffer im Spiel nach vorn weiter nichts Brauchbares zustande, Dynamo blieb dominant und erarbeitete sich wei- tere Chancen. Die besten vergab N´Diaye, der erst an Schelenz scheiterte und nach einer Ablage von Preiß fast vom Elfmeterpunkt weit über das Tor schoss. Am verdienten Sieg des BFC Dynamo änderte das aber nichts.