FC ZÜRICH - BFC DYNAMO 3:1 (2:0)

FC ZÜRICH: Karl Grob - Gianpietro Zappa - Fritz Baur, Rudolf Landolt (62. Walter Iselin), Heinz Lüdi - Alfred Scheiwiler (71. Daniel Jeandupeux), Jurica Jerkovic, Roger Kundert -  Hans-Peter Zwickler, Walter Seiler, Rudolf Elsener - Trainer: Daniel Jeandupeux

BFC DYNAMO: Bodo Rudwaleit - Norbert Trieloff - Artur Ullrich, Rainer Troppa, Michael Noack - Frank Terletzki, Bernd Brillat (89. Rainer Ernst), Ralf Sträßer - Hans-Jürgen Riediger, Bernd Schulz, Wolf-Rüdiger Netz - Trainer: Jürgen Bogs

Tore: 1:0 Jurica Jerkovic (2.),  2:0 Jurica Jerkovic (22.),  2:1 Artur Ullrich (47.),  3:1 Jurica Jerkovic (87.)
Schiedsrichter: Cesar da Luz Correira (Portugal), Linienrichter: ??? Ferreira, ??? Concalves (Portugal)
Zuschauer: 7.800 (am 30.09.81 im Letzigrund von Zürich)
Gelbe Karten: ???
1.Runde im EC der Landesmeister 1981/82 (Hinspiel)
SPIELBERICHT: Ein drittes Tor hätte fallen müssen! Jürgen Bogs, der BFC-Trainer, sagte es, die Spieler unseres Meisters ebenso, und auch auf den Rängen verband sich mit der Diskussion über die Höhe des Berliner Sieges die Mutmaßung, ob das 2:0 eine solide Empfehlung für den sicherlich heißen Belgrader Abend ist oder nicht. Der BFC spielt die erste Halbzeit voll konzentriert und kommt schon in der 1. Minute durch Götz zur Führung. Netz glänzt mit gekonnten Dribblings. Eines davon leitet das 2:0 ein. Ernst war in der 38. Minute der Torschütze. Kritisch muß sich der BFC selbst anmerken, daß er nach der Pause den Kräfte- und Konzentrationsschwund der Gäste nicht mit spielerisch abgeklärten Aktionen zu bestrafen verstand. Etliche Flanken von Götz, Backs, Terletzki kamen zu hastig und ungenau zumeist in den Rücken der vor dem Tor Lauernden. Das Dynamo-Spiel lebte vor allem von Troppas gleichermaßen sicheren wie angriffsvorbereitenden Partie, vom fußballlerischen Gespür Ernsts. Vom Siegeswillen und beispielhafter Einsatzbereitschaft war niemand im weinroten Dreß ausgenommen, wohl aber wechselten bei manchen Aktiven Licht und Schatten. Das betraf die Zuspielpräzision sowie das Nutzen der Chancen. Mindestens dreimal versagt Götz aus Nahdistanz in relativ unkomplizierten Situationen. Das aber, was schwer war, nach Terletzkis Freistoß mit Direktschuss zu treffen, meisterte der junge Stürmer nach 57 Sekunden gekonnt. Aus dem erhofften Drei-Tor-Vorsprung wurde nichts, doch Trainer Milutin Soskic bekennt anderseits: “Ist ein 2:0 im Europapokal ein sowohl für den Gewinner gutes als auch für den Verlierer ungünstiges Resultat.” Jürgen Bogs: "Vom Ergebnis her kann ich mit meiner Mannschaft zufrieden sein, obwohl wir es natürlich versäumten, für noch klarere Fronten zu sorgen. Um in das Viertelfinale zu kommen, müssen wir aber in Belgrad auf jeden Fall noch einmal voll konzentrierte neunzig Minuten bieten. Jedem von uns ist klar, es wird ein schweres Rückspiel."
SPIELBERICHT: Zu viele Torchancen blieben von den Berlinern ungenutzt / Morlay zweifacher Torschütze / Ullrich schoß Foulstrafstoß nur an den Pfosten Ralf Sträßer raufte sich die Haare, als sein Kopfball in der 45. Minute vom Pfosten gestoppt wurde. Erneut war eine von vielen Möglichkeiten für den BFC ungenutzt geblieben. Die Berliner waren schnell zum Sturmlauf gezwungen, als Morlay bereits nach sechs Minuten mit einem Fernschuß die Führung des englischen Meisters erzielte. Er nutzte sofort eine kurze Verwirrung in der Abwehr der Berliner, als der Linienrichter Bogendorfer die Fahne zum Zeichen einer Abseitsstellung erhoben hatte, aber später nicht mehr auf seiner Beobachtung bestand. Die Berliner schienen durch den schnellen Rückstand nicht beeindruckt, trugen Angriff auf Angriff vor, schossen aus allen Lagen, doch der Ausgleich fiel in der ersten Hälfte nicht. Vier Bälle kamen direkt auf das Tor von Rimmer, zwölf gingen daneben. Ernst, Noack, Trieloff, Ullrich und Riediger schossen, wann immer sich die Möglichkeit dazu bot. Einziges Manko, die Bälle waren zwar scharf, aber nicht platziert genug. Dann fanden die Bemühungen des DDR-Meisters ihren Lohn: Sträßer gab von links eine hohe Eingabe vor das Villa-Tor, in die Riediger hineinlief. Er verwandelte ins lange Eck zum Ausgleich. Das war in der 50. Minute, und die Frage war, ob die Dynamo-Elf gegen einen nun mehr und mehr die Offensive suchenden Gegner ihren schwungvollen und laufaufwendigen Angriffsstil beibehalten würde. Die Birminghamer demonstrierten jetzt nämlich ihre taktische Reife und Cleverness, denn sie erwehrten sich des BFC Dynamo durch ein nun mehr nach vorn orientiertes Spiel. Offensichtlich sahen sie darin die beste Methode, das für sie wertvolle Remis über die Zeit zu bringen oder gar noch in einen Sieg umzumünzen. Aston Villa deutete nun an, warum die Mannschaft in der letzten Saison die beste englische war. Zweikampfstark, am Ball sehr sicher und konditionell voll auf der Höhe setzten sie dem Gastgeber mehr zu, als diesem lieb war. Die größte Chance für die Berliner hatte dann zehn Minuten vor dem Abpfiff Artur Ullrich. Er schoß einen Foulstrafstoß, den Linton an Netz verwirkt hatte, nur an den Pfosten und brachte auch danach den vom Torwart gespielten Ball nicht über die Linie. Die Strafe folgte bald. Linksaußen Morlay wurde steil angespielt, behielt den Ball dicht am Fuß und zog so ungestört dem Rudwaleit-Gehäuse entgegen. Der Berliner Schlußmann konnte dann auch nichts mehr retten: 1:2.
SPIELBERICHT: Nach dem Ausgleich zuviel Respekt gezeigt Die Berliner vertreten unsere Republik bereits zum vierten Mal hintereinander im Cup der Landesmeister. In den drei vorangegangenen Konkurrenzen sind sie jeweils zu Hause gescheitert, konnten die guten Auswärtsergebnisse (Nottingham Forest 1:0, Banik Ostrava 0:0, Aston Villa 1:0) auf eigenem Terrain nicht zum Weiterkommen genutzt werden (1:3, 1:1, 1:2). Diese Bilanz soll nun diesmal positiver gestaltet werden. Dafür war eine bessere Ausgangsposition durchaus möglich. Die Gastgeber haben sie auch angestrebt. Aber eben nicht über die gesamten neunzig Minuten. Sie begannen in einer imponierend selbstbewußten, erfolgversprechenden Art. An der Seite von Kapitän Terletzki, der alle 35 EC-Spiele des BFC mitbestritten hat, knüpften der fleißige, spielverständige Backs und der unermüdlich die Bälle schleppende Rohde die Fäden, strahlten im Angriff vor allem Riediger, auch Schulz einige Wirkung aus. Der Nationalspieler kündigte seinen 10. EC-Treffer, mit dem er mit Netz gleichzog, förmlich an: Erst setzte er einen Schuß ans Außennetz (9.), dann an den Pfosten (12.) und schließlich zum 1:0 in die Maschen (17.). Und das alles nach gut einer Viertelstunde, der sich weitere Möglichkeiten für Backs (20.) und Netz (24.) anschlossen. Nun erst kamen die Gäste, bei denen WM-Teilnehmer Hrubesch wegen Verletzung fehlte, zu ihren ersten Entlastungsangriffen über Bastrup (25.) und Milewski (27.), bei denen die beiden Angreifer sofort ihre Stärken andeuteten (Schnelligkeit bzw. Kopfballspiel). "Bis dahin haben wir eine schwere Zeit gehabt, standen wir stark unter Druck", gestand HSV-Trainer Ernst Happel. In dieser Phase zeigte sich der BRD-Titelträger und Bundesliga-Spitzenreiter sichtlich beeindruckt, der ja auch mit deutlich erkennbarem Respekt an die Spree gekommen war und seinen dritten Stürmer lange Zeit auf der Bank ließ. Das änderte sich fast alles schlagartig mit dem Ausgleichstreffer, als Ullrich beim Bau einer Abseitsfalle nicht schnell genug reagierte, so daß Milewski völlig freie Bahn hatte und sich diese Chance nicht entgehen ließ. Das hatte bei den Gastgebern nahezu panische Auswirkungen. "Jetzt zog bei uns etwas Zurückhaltung ein", formulierte es Trainer Jürgen Bogs sehr vorsichtig. Zwar boten sich Netz (43.) und Riediger (44.) Einschußmöglichkeiten, hatte Troppa die größte Gelegenheit zum 2:1, als er mit einem herrlichen Sturmlauf in den Strafraum eindrang, aber mit dem Schuß zögerte, sich nach rechts abdrängen ließ und das Leder am entlegenen Pfosten vorbeizog (47.). Was aber in der Folgezeit geboten wurde, das war zu wenig, um in solch einem bedeutsamen Spiel Siegeshoffnungen hegen zu können. "Jetzt war die Lockerheit weg, die Angst zu spüren, zu verlieren - ein Ausdruck der vorangegangenen EC-Heimniederlagen", betonte Trainer Joachim Hall. Nun operierte unser Meister viel zu zaghaft, konnte bis auf eine Eingabe von Schulz (77.) keine Wirkung mehr erzielt werden. In den zweiten 45 Minuten gestalteten die Gäste das Geschehen mehr und mehr nach ihren Vorstellungen. Mit einer großen Bewegungsfreude nutzten sie die im Mittelfeld großzügig angebotenen Räume. Dabei tat sich besonders Groh hervor, der anfangs und später auch noch gelegentlich von Kaltz in die Verteidigerrolle gedrängt wurde, sich aber nicht daran gebunden fühlte und häufig am rechten Flügel auftauchte. Schließlich streifte auch noch Trainier Happel mit der Einwechslung van Heesens als drittem Stürmer seinen Respekt ab. Van Heesen mit einem Kopfball aus Nahdistanz (87.) und Groh mit zwei kapitalen Schüssen (88., 89.) stellten Rudwaleit auf die Probe, der jeweils großartig reagierte. So blieb es beim 1:1, "einem guten Ergebnis, mit dem sich das ohnehin schon große Interesse für das Rückspiel noch weiter erhöht hat, so daß sicherlich 50.000 bis 60.000 Zuschauer in das Volksparkstadion kommen werden", warf Manager Günter Netzer (auch schon mit den Gedanken bei den Einnahmen) einen Blick voraus. Der BFC muß nun seine gute Auswärtstradition fortsetzen. Schließlich hat er noch einen Nimbus zu wahren: Er ist noch nie in der ersten Runde des EC I ausgeschieden!
SPIELBERICHT: Nach gutem Spiel verdienter Sieg bei englischem Meister / Terletzkis Treffer hielt die Hoffnungen auf das Weiterkommen lange wach Die Ausgangsposition war für den BFC Dynamo alles andere als günstig, zumal er auf den verletzten Verteidiger Noack verzichten mußte. Für ihn spielte Schlegel, der mit der Bewachung des zweifachen Torschützen von Berlin, Morlay, vor einer komplizierten Aufgabe stand. Das erste Schulterklopfen erhielt Schlegel von seinen Mannschaftskameraden in der 18. Minute, als er für den schon geschlagenen Rudwaleit auf der Linie rettete. Da stand es aber schon 1:0 für den DDR-Meister, der nach seiner dritten Angriffsaktion über die Stationen Riediger und Schulz durch Terletzki erfolgreich war. Der Kapitän überwand Rimmer mit plaziertem Flachschuß. Nun kamen die Gastgeber, die respektvoll begonnen hatten, mit drangvollen Kombinationen. Nach Schlegels Rettungstat bewies Rudwaleit im Tor seine Klasse. Er parierte mit der Fußspitze gegen den alleindurchgebrochenen Morlay (25.), hielt Schüsse von Cowans (27.) und Mortimer in großem Stil und war schließlich in einer hektischen Situation (39.) Sieger, als erst Ullrich, dann Trieloff auf der Linie klärten und er den dritten Schuß aus Nahdistanz parierte. Aston Villa bestach mit schnellen Kontern aus der Abwehr, mit überlegten Ballablagen in die freien Räume und spielte seine Vorteile in der Zweikampfführung und bei Kopfballduellen aus. Der BFC Dynamo hielt aber sein Gehäuse mit seiner gut gestaffelten Deckung sauber und konnte durch das 1:0 auf ein Weiterkommen hoffen, wenn noch einzweites Tor gelingen würde. Die Gäste kämpften unverdrossen um dieses zweite Tor und erspielten sich auch zahlreiche gute Möglichkeiten. So hatten Terletzki in der 54. Minute und Netz eine Minute später zwingende Chancen. Mit zunehmender Spielzeit wurden die Aktionen des englischen Meisters nervöser. Bei Schüssen von Riediger (69.) und Terletzki (72.) mußte Torwart Rimmer sein ganzes Können aufbieten. In der 75. Minute prallte ein Schuß Riedigers an den Pfosten, dann, nach einem BFC-Eckball, überlief Shaw die Gäste-Abwehr, steuerte allein auf das Rudwaleit-Tor zu, aber sein Schuß landete nur am Außennetz. Auf der Gegenseite hatte Riediger die wohl größte Chance zum 2:0, als er, von Sträßer und Trieloff freigespielt, aus knapp zehn Metern nicht plaziert genug schoß. So wechselten die spannenden Szenen vor beiden Toren bis zum Schlußpfiff. Nach einem großen Spiel auf Gegners Platz gewann der BFC mit 1:0 gegen die beste englische Mannschaft der vorigen Saison und verdiente sich viel Anerkennung. Die Ursache für das Ausscheiden ist in diesem zweiten Spiel kaum zu suchen.
SPIELBERICHT: Nur die Abwehr bot ihre gewohnte Leistungsnorm Der Trainer einer Mannschaft, die gewonnen hat, in die nächste Runde des Europapokals einzieht, kann sich bei der sich dem Spiel anschließenden Pressekonferenz kurz fassen. HSV-Chef Ernst Happel machte da keine Ausnahme: "Wir haben 2:0 gewonnen, meine Mannschaft, die voll auf Angriff programmiert war, hat ihr Bestes über die 90 Minuten gegeben. Insgesamt war es aus meiner Sicht ein sehr unterhaltendes und schnelles Spiel." BFC-Trainer Jürgen Bogs mußte da schon ein wenig weiter ausholen. Er kam als erstes auf die Taktik seiner Mannschaft zu sprechen, "die in der ersten Halbzeit gar nicht aufgegangen ist". Das Problem, das Jürgen Bogs am meisten berührte, war mit den Vorstößen von Außenverteidiger Kaltz verbunden. Der Auswahlspieler der BRD nutzte die ihm angebotenen Räume auf dem rechten Flügel zu pausenlosen Sturmläufen mit anschließenden Flanken in Richtung Mittelstürmer Hrubesch. Ernst, der sich Kaltz zumeist entgegenwarf, sah da nicht nur einmal schlecht aus. Man muß dem jungen Mann aber auch zugute halten, daß dieser taktische Fehler auf BFC-Seite eigentlich gar nicht hätte passieren dürfen, zumindest aber schon vor dem Wechsel hätte behoben werden müssen. Gerade Kaltz und Hrubesch zwangen in Gemeinschaftsarbeit Rudwaleit zu mancher Parade und nur dem "Langen" im BFC-Tor war es zu danken, daß diese Begegnung eigentlich bis zur 87. Minute vom Ergebnis her offengehalten werden konnte. Daß der Gast von den Spielanteilen klare Nachteile hatte, lag auch daran, daß einigen seiner jungen Akteure doch die internationale Erfahrung fehlte. Von Ernst war schon die Rede, auch Schulz und Backs fanden sich nicht wie gewohnt zurecht. "Der Gegner spielte abgeklärter als wir", kommentierte beispielsweise Backs, "ließ sich weit weniger beeindrucken". Eine halbe Stunde lang gelang das dem BFC zumindest phasenweise. Dann nämlich, wenn die Räume, die den Berlinern auf Grund des fast permanenten Anrennens des HSV geboten wurden, auch energisch und zielstrebig zum Aufbau eigener Sturmläufe genutzt wurden. Daß sich hier einmal mehr Riediger in den Vordergrund schob, liegt in der Natur der Sache. Sein Sprintvermögen lobte der ehemalige BRD-Auswahlspieler Willy Schulz schon in der Pause. "Wenn der Rechtsaußen mit Schwung aus der Tiefe kommt, möchte ich auch nicht gegen ihn abwehren." Die HSV-Deckung sah so gerade in den ersten 30 Minuten nicht immer sattelfest aus. Da hatte der BFC seine Chance, nicht nur ein gutes Resultat zu machen, sondern möglicherweise auch für eine Überraschung in der Gesamtabrechnung zu sorgen. Später wurde das immer schwieriger, weil der HSV spielsicher und energiegeladen angriff, die Berliner fast nur noch in der Deckung band. Hier agierten Trieloff, Troppa und später Ullrich recht zuverlässig, fanden aber unter dem Dauerdruck des Gastgebers kaum Möglichkeiten, sich einmal in die Offensive zu schieben. Der Raum zwischen der Abwehr des BFC und seiner Spitze Riediger - Schulz konnte diese Funktion eigentlich niemals während des ganzen Spiels ausfüllen - wurde immer größer, Entlastungsangriffe immer seltener. Die Chancen des HSV häuften sich. In der 52. Minute rettete Rudwaleit gegen den allein vor ihm auftauchenden Hartwig. Vier Minuten später lief Magath am rechten Flügel durch, Hrubesch sprintete in die Eingabe, verpaßte allerdings um Sekundenbruchteile. Dann war Kaltz in der 61. Minute wieder einmal am rechten Flügel aufgetaucht, seine Eingabe wuchtete Hrubesch auf das BFC-Tor, mit stoischer Ruhe war aber Rudwaleit einmal mehr zur Stelle. "In dieser Phase wollten wir unbedingt das zweite Tor machen", so Milewski später. Man spürte förmlich, daß der HSV, eine Verlängerung fürchtend, etwa 15 Minuten vor dem Abpfiff dann nicht mehr so ungestüm zu Werke ging, hier und da doch einen Sicherheitsfaktor einbaute. Das erkannte der BFC. Er versuchte in der Schlußphase mit den frischen Netz und Schlegel noch einmal für Druck zu sorgen, und selbst Trieloff tauchte da im HSV-Strafraum auf. Aber es reichte am Ende weder zum Remis noch zum Einzug in die nächste Runde.
SPIELBERICHT: Den klaren Erfolg, erst in der Schlußphase gesichert / Gäste fast nur auf Abwehr bedacht / Vier Bälle am Holz / Gute Ausgangsposition So kann Fußball sein. 35 Minuten versuchte der BFC Dynamo, von den Außenpositionen fast nur mit hohen Eingaben Wirkung zu erzielen, doch stand die Abwehr des Gegners bis zu diesem Zeitpunkt souverän. Dann landete eine Eingabe von Rohde auf dem Kopf von Götz, und das erste BFC-Tor war gefallen. Vier Minuten später hatte die Angriffsmethode der Berliner erneut Erfolg, als fast die gleiche Situation zum zweiten Tor führte. Diesmal hatte Troppa geflankt, Schulz sich am höchsten geschraubt und ebenfalls per Kopf vollendet. Damit war die Führung für den BFC erreicht, denn die Gäste waren überraschend bei einem ihrer wenigen Angriffe in der 17. Minute in Führung gegangen. Verteidiger Ullrich konnte Hoscheid an der rechten Strafraumecke nicht stellen, und dessen Eingabe spitzelte Scuto unter Bedrängnis ins Tor. Als beide Mannschaften nach der Pause bei Dauerregen wieder auf den glatten Rasen kamen, setzte der DDR-Meister die Gäste ständig unter Druck. Diese verzichteten auch fast völlig auf eigene Angriffe und bauten vor ihrem Tor nun einen noch dichteren Abwehrriegel auf. Wie meist in solchen Situationen hat es da die angreifende Mannschaft schwerer als die abwehrende. So gab es zwar viele Strafraumszenen und insgesamt vier Schüsse an das Torgebälk der Luxemburger, doch diese konnten lange erfolgreich ihren nur knappen Rückstand verteidigen. Ernst setzte dann mit einem Seitfallzieher (77.), gegen den Eschs Torwart Roques nichts ausrichten konnte, das Signal für eine stürmische Schlußoffensive. Die konditionell nachlassenden Gäste kamen nun kaum noch bis zur Mittellinie. Aber bei dem ständigen Anrennen des BFC fehlte es doch an Übersicht und an Doppelpaßversuchen, um die kompakte Abwehr des Kontrahenten zu durchbrechen. Dem eingewechselten Netz gelang dann aber noch das jederzeit verdiente 4:1, das für die Berliner eine gute Ausgangsposition für das zweite Spiel darstellt. BFC-Trainer Jürgen Bogs lobte nach dem Abpfiff das Wollen seiner Spieler, den Platz als klarer Sieger zu verlassen, schränkte aber auch ein, daß es seiner Elf derzeit schwerfällt, selbst das Spiel bei Dauerangriffen zu bestimmen. Wie in allen anderen Stadien wurde mit einer Schweigeminute das Andenken des tödlich verunglückten UEFA-Präsidenten Dr. Artemio Franchi (Italien) geehrt.
BFC DYNAMO - FC ZÜRICH 2:0 (0:0)

BFC DYNAMO: Bodo Rudwaleit - Norbert Trieloff - Artur Ullrich, Rainer Troppa, Michael Noack - Frank Terletzki, Bernd Brillat, Ralf Sträßer - Hans-Jürgen Riediger, Bernd Schulz, Wolf-Rüdiger Netz - Trainer: Jürgen Bogs

FC ZÜRICH: Karl Grob - Heinz Lüdi - Fritz Baur, Rudolf Landolt, Urs Schönenberger (78. Walter Iselin) - Alfred  Scheiwiler, Jurica Jerkovic, Gianpietro Zappa - Hans-Peter Zwicker, Walter Seiler (87. Roger Kundert), Rudolf Elsener - Trainer: Daniel Jeandupeux

Tore: 1:0 Bernd Schulz (53.),  2:0 Hans-Jürgen Riediger (60.)
Schiedsrichter: Enzo Barbaresco (Italien), Linienrichter: Arnaldo Prati, Mario Facchin (Italien)
Zuschauer: 28.000 (am 16.09.81 im Friedrich-Ludwig-Jahn Sportpark)
Gelbe Karten: ???
1.Runde im Cup der Landesmeister 1981/82 (Rückspiel)
SPIELBERICHT: Aufopferndes kämpferisches Spiel unseres Titelträgers / Artur Ullrich brachte den DDR-Meister in die nächste Pokalrunde In der Schweizer Öffentlichkeit gab man sich hoffnungsvoll. Trotz der 0:2-Niederlage in Berlin war der Pressetenor der Mittwoch-Zeitungen eindeutig: "Ein schweres Spiel, das noch zu meistern ist. In Berlin ohne Mut und Offensive, verängstigt und mit zuviel Respekt vor dem Gegner, wird der FC Zürich in der Heimpartie unter veränderten Vorzeichen antreten", hieß es in der "Neuen Züricher Zeitung". Ein Boulevard-Blatt forderte vom Gastgeber in dicken Lettern: "Hinten dicht und vorne Tore". Daß dann die Züricher diese Prognosen und Wünsche mit Vehemenz zu verwirklichen suchten, überraschte die achttausend im Letziggrund. Gleich in der Anfangsminute kamen Jerkovic und Zappa in Schußpositionen. Kurz danach das so sehr herbeigesehnte 1:0, als Rechtsaußen Zwicker flankte und der völlig frei stehende Jerkovic mühelos einköpfte. Der BFC Dynamo rang um Sicherheit in der Abwehr, wurde aber immer wieder von den vor allem über die Flügel angreifenden Gastgebern gefordert. Das erste Mal mußte Zürichs Torwart Grob bei einem Terletzki-Schuß wachsam sein (8.). Das Spiel wurde nun offener, wenngleich die zwingenden Konter des DDR-Meisters doch zu wenig zu sehen waren. Die verheißungsvollste Chance besaß Riediger (16.). Sträßer hatte ihn vor dem Tor in Ballbesitz gebracht, doch sein Schuß verfehlte knapp das Gehäuse. Großer Jubel war im Stadion, als der Jugoslawe Jerkovic einen Freistoß mit Effet über die Mauer direkt in den Dreiangel zirkelte. Rudwaleit, der wiederholt mit guten Paraden gefiel, konnte den Ball nicht mehr unter Kontrolle bringen. Mit diesem Tor hatte der Schweizer Meister schon den Rückstand des ersten Spiels wettgemacht, und die Frage war, ob der BFC nach dem Wechsel zu sicheren Aktionen finden und durch ein Auswärtstor seine Chance wahren könnte. Unser Meister beantwortete sie positiv. Das so wichtige Auswärtstor fiel kurz nach Wiederbeginn. Die Züricher Abwehr bekam den Ball nicht unter Kontrolle. Ullrich erkannte sofort seine Chance und vollendete mit scharfem Schuß. Nun mußte Zürich zwei Tore schießen, um weiterzukommen. Die BFC-Abwehr wußte natürlich ebenso, was die Stunde geschlagen hat. Sie konnte den Gastgeber kommen lassen, steigerte sich im Zweikampf enorm und orientierte sich mehr und mehr auf Konterzüge. Die BFC-Mannschaft mobilisierte nun all ihre kämpferischen Tugenden und sorgte zunehmend auch für Sicherheit in den eigenen Reihen. Auch des Züricher Trainers Jeandupeux angekündigte eigene Einwechslung stellte den BFC vor keine allzu ernsthaften Probleme mehr. Die Berliner mußten zwar drei Minuten vor Abpfiff noch ein Tor hinnehmen, bewahrten aber dennoch kühlen Kopf bei den stürmischen Schlußattacken. Ihnen gebührt das Kompliment, nach dem schnellen 2:0 nicht die Übersicht verloren zu haben.
Achtelfinale im Cup der Landesmeister 1981/82 (Hinspiel)
BFC DYNAMO - ASTON VILLA 1:2 (0:1)

BFC DYNAMO: Bodo Rudwaleit - Norbert Trieloff - Artur Ullrich, Rainer Troppa - Michael Noack, Rainer Ernst, Frank Terletzki, Ralf Sträßer (78. Roland Jüngling) - Hans-Jürgen Riediger, Bernd Schulz, Wolf-Rüdiger Netz - Trainer: Jürgen Bogs

ASTON VILLA: Jimmy Rimmer - Garry Wiliams (68. Ivor Linton), Allan Evans, Brendan Ormsby, Colin Gibson - Des Bremner, Dennis Mortimer, Gordon Cowans, Tony Morley - Peter White, Gary Shaw - Trainer: Ron Saunders

Tore: 0:1 Tony Morley (5.),  1:1 Hans-Jürgen Riediger (50.),  1:2 Tony Morley (85.)
Schiedsrichter: Franz Wöhrer (Österreich), Linienrichter: Franz Bogendorfer, Gerhard Benedek (Österreich)
Zuschauer: 28.000 (am 21.10.81 im Friedrich-Ludwig-Jahn Sportpark)
Gelbe Karten: ???
Achtelfinale im Cup der Landesmeister 1981/82 (Rückspiel)
ASTON VILLA - BFC DYNAMO 0:1 (0:1)

ASTON VILLA: Jimmy Rimmer - Kenny Swain - Allan Evans, Garry Williams, Colin Gibson - Des Bremner, Dennis Mortimer, Gordon Cowans - Gary Shaw, Peter White, Tony Morley - Trainer: Ron Saunders

BFC DYNAMO: Bodo Rudwaleit - Norbert Trieloff - Dirk Schlegel, Rainer Troppa, Artur Ullrich - Frank Terletzki, Rainer Ernst, Christian Backs - Hans-Jürgen Riediger, Bernd Schulz (63. Ralf Sträßer), Wolf-Rüdiger Netz - Trainer: Jürgen Bogs

Tor: 0:1 Frank Terletzki (15.)
Schiedsrichter: Jan Keizer (Niederlande), Linienrichter: Piet Bosman, Bouke Draaisma (Niederlande)
Zuschauer: 30.000 (am 04.11.81 im Villa Park von Birmingham)
Gelbe Karten: ???
1.Runde im Cup der Landesmeister 1982/83 (Hinspiel)
BFC DYNAMO - HAMBURGER SV 1:1 (1:1)

BFC DYNAMO: Bodo Rudwaleit - Norbert Trieloff - Rainer Troppa, Artur Ullrich - Michael Noack, Frank Terletzki, Frank Rohde, Christian Backs - Hans-Jürgen Riediger, Bernd Schulz, Wolf-Rüdiger Netz (83. Rainer Ernst) - Trainer: Jürgen Bogs

HAMBURGER SV: Ulrich Stein - Holger Hieronymus - Manfred Kaltz, Ditmar Jakobs, Bernd Wehmeyer - Jürgen Groh, William Hartwig, Wolfgang Rolff (67. Thomas von Heesen), Felix Magath - Lars Bastrup, Jürgen Milewski - Trainer: Ernst Happel

Tore: 1:0 Hans-Jürgen Riediger (17.),  1:1 Jürgen Milewski (37.)
Schiedsrichter: Jan Keizer (Niederlande), Linienrichter: Bouke Draaisma, George Oetelmans (Niederlande)
Zuschauer: 22.000 (am 15.09.82 im Friedrich-Ludwig-Jahn Sportpark)
Gelbe Karten: ???
1.Runde im Cup der Landesmeister 1982/83 (Rückspiel)
HAMBURGER SV - BFC DYNAMO 2:0 (1:0)

HAMBURGER SV: Ulrich Stein - Holger Hieronymus - Ditmar Jakobs, Bernd Wehmeyer - Manfred Kaltz, Thomas von Heesen (65. Jürgen Groh), William Hartwig, Felix Magath - Jürgen Milewski, Lars Bastrup, Horst Hrubesch - Trainer: Ernst Happel

BFC DYNAMO: Bodo Rudwaleit - Norbert Trieloff - Michael Noack, Rainer Troppa, Artur Ullrich - Frank Terletzki, Frank Rohde, Christian Backs, Rainer Ernst (65. Wolf-Rüdiger Netz) - Bernd Schulz (78. Dirk Schlegel), Hans-Jürgen Riediger - Trainer: Jürgen Bogs

Tore: 1:0 William Hartwig (33.),  2:0 Horst Hrubesch (87.)
Schiedsrichter: Keith Hackett (England), Linienrichter: John Moules, ??? Leaver (England)
Zuschauer: 35.000 (am 29.09.82 im Volksparkstadion von Hamburg)
Gelbe Karten: ???
1.Runde im Cup der Landesmeister 1983/84 (Hinspiel)
BFC DYNAMO - JEUNESSE ESCH 4:1 (2:1)

BFC DYNAMO: Bodo Rudwaleit - Norbert Trieloff - Michael Noack, Rainer Troppa, Artur Ullrich - Frank Terletzki, Frank Rohde, Christian Backs - Bernd Schulz, Rainer Ernst, Falko Götz (65. Wolf-Rüdiger Netz) - Trainer: Jürgen Bogs

JEUNESSE ESCH: Serge Roques - Jean Mond - Hubert Meunier, Gianni di Pentima, Jean-Louis Chapelot, Adrien Koster - Pierre Hoscheid, Jeff Simon, Pierre Barboni, Denis Scuto - Andre Zwally - Trainer: Jeannot Kremer

Tore: 0:1 Denis Scuto (17.),  1:1 Falko Götz (35.),  2:1 Bernd Schulz (39.),  3:1 Rainer Ernst (77.),  4:1 Wolf-Rüdiger Netz (86.)
Schiedsrichter: ??? Tuominen (Finnland), Linienrichter: Osmo Orakangas, ??? Sahlstroem (Finnland)
Zuschauer: 16.500 (am 14.09.83 im Friedrich-Ludwig-Jahn Sportpark)
Gelbe Karten: ???
SPIELBERICHT: Berliner Elf meisterte die Auswärtshürde sehr sicher / Ullrich und Noack erzielten Tore / Gästeabwehr kaum geprüft / Höherer Sieg möglich Die Zeitung "Vum Letzebuerger Vollek" machte vor dem Anpfiff noch einmal eine kleine positive Rechnung auf, als sie auf die 6 Siege und 5 Unentschieden hinwies, die Jeunesse im bisherigen Europacupgeschehen auf der "Grenz" erreichte. Darunter jenes bemerkenswerte 1:1 gegen den FC Liverpool. Und auch die Formsteigerung im Meisterschaftsspiel gegen Differdingen ließ ein wenig Optimismus aufkommen. Doch unser Meister tat das einzig Richtige. Er übernahm sofort die Initiative, schnürte den Gastgeber förmlich in seiner Hälfte ein, schuf durch läuferische Beweglichkeit eine Vielzahl von Anspielpunkten. Daß die Chancenverwertung bei den Berlinern aber momentan nicht die beste ist, zeigte sich auch vor dem Gehäuse von Esch. Denn vor der Führung - Ullrich erzielte sie mit einem Foulstrafstoß, nachdem Libero Rohmann Außenstürmer Götz gefoult hatte - besaßen die Gäste bereits eine Vielzahl von Möglichkeiten, um deutlich in Führung gehen zu können. Doch weder Netz (9.), Schulz (14.), Backs (17.) noch Ernst (23.) trafen aus besten Positionen. Die Schüsse von Terletzki, der sein 38. EC-Spiel bestritt, gingen vorbei (20., 22.). Zudem bot der Escher . Schlußmann Roques wie schon beim Hinspiel in Berlin glanzvolle Paraden. Dagegen kam die Abwehr unseres Meisters, in der Rohde als Libero den angeschlagenen Trieloff vertrat, kaum einmal in größere Bedrängnis. Troppa und Ullrich verurteilten die in Luxemburg gefürchtete Doppelspitze Zwally-Seheitler fast zur Wirkungslosigkeit. Erst in der 40. Minute mußte Rudwaleit das erste Mal ernsthaft eingreifen, doch Scheitler konnte ihn mit seinem 20-Meter-Schuß nicht überraschen. Das Bild des Spieles änderte sich auch nach der Pause nicht. Bei den Berlinern waren inzwischen für die Verletzten Backs und Götz Rath und Schlegel gekommen, die sich jedoch nahtlos in die Mannschaft einfügten. Klug herausgespielt wurde das zweite Tor. Einen Schrägschuß von Schulz konnte Roques nicht festhalten, Netz legte den Ball auf den heranstürmenden Noack ab, und der Verteidiger schlenzte den Ball überlegt ins leere Gehäuse. Erst danach ließen die Berliner ein wenig die Zügel schleifen, so daß Jeunesse zu einigen wirkungsvollen Entlastungsangriffen kam. Aber Scheitler traf das Leder aus der Drehung am Elfmeterpunkt nicht (58.), und zwei Minuten später rettete Troppa reaktionsschnell mit dem Kopf. So erreichte unser Meister ungefährdet die nächste Runde. So, wie es von vornherein erwartet wurde. Trotz der kämpferischen Bereitschaft und eines deutlichen Aufbegehrens des Gastgebers nach dem Wiederanpfiff kontrollierten die Berliner stets das Spiel.
SPIELBERICHT: Der Damm des BFC hielt nur eine Stunde Die Fluten des römischen Tiber sind schon lange gebändigt. Auch sintflutartiger Regen kann den Dämmen und Mauern des Flusses nichts anhaben. Aber im Stadio Olimpico ist schon manche Mannschaft von der Angriffsflut der "Roma" hinweggespült worden. Wie und ob der Damm der Dynamos halten würde? - das war die in allen Zeitungen immer wieder gestellte Frage. Der täglich erscheinende "Corriere dello Sport" drückte die Prognosen über das Weiterkommen in Prozenten aus. Während die einstigen Auswahlspieler Trapattoni mit 60 und de Sisti mit 70 Prozent Roms Chancen bezifferten, legte sich der frühere Nationalmannschaftstrainer Fabbri auf 65 Prozent fest. Liedholm, der schwedische Trainer von AS, prophezeite diplomatisch 50 Prozent, um sicherlich die Schwere der Aufgabe zu demonstrieren. Nun, nach den neunzig Minuten, dürften sich die Zahlen sicherlich der Hunderter-Grenze genähert haben. Denn der Damm des BFC Dynamo hielt leider nur eine gute Stunde. Die Gäste konnten vor der Pause das Spiel des Gastgebers eindämmen, verleiteten die Falcao, Cerezo, di Bartolomei zum Quergespiele. Größere Gefahr drohte dem Gehäuse der Berliner lediglich bei einem Kopfball von Graziani nach Flanke von Cerezo (29.), den Rudwaleit mit einer Reflexreaktion abwehrte, und einer Schußchance für Libero Righetti (30.), der das Leder jedoch in den azurblauen Himmel setzte. Fast hatte es den Anschein, daß der italienische Champion erst einmal Sicherheit vorzog, sich auf kein großes Tempo einließ, um Kräfte zu sparen für den Schlußspurt. Den läutete Kapitän di Bartolomei mit einem knallharten Pfostenschuß ein - er gilt ohnehin als der Italiener mit dem härtesten Schuß; mit dem Führungstor von Graziani, der das gegenseitige Stören von Troppa und Grether zum Schuß nutzte, begann die eigentliche Angriffsflut der Römer. Jetzt mit vier Spitzen operierend - Liedholm hatte den Wirbelwind Chierico aufs Feld beordert - bot AS besten Angriffsfußball. "Unsere beste Leistung in den letzten Monaten überhaupt", konnte der wegen mangelnder Titelverteidigungschancen umstrittene Liedholm aufatmen. Wohl entscheidend für die Niederlage unseres Meisters, die in dieser Höhe nicht erwartet werden konnte, allerdings bei allen Abstrichen auch unnötig war (1. und 3. Tor), war sein zu zurückhaltendes Agieren nach vorn. Das 0:0 im Hinterkopf bremste die eigenen Angriffsbemühungen, hinzu kam die taktische Unbeweglichkeit nach der Einwechslung von Chierico, die natürlich eine neue Konstellation bedeutete. Ein Deckungswechsel von Rohde und Grether, um die nun entstandene Doppelspitze Pruzzo-Graziani zu entschärfen, wäre sicherlich ratsamer gewesen. So aber konnte gerade Graziani all seine Raffinesse und Wucht gegen den "grünen" Grether im Zentrum ausspielen, wie überhaupt die Berliner in der Cleverness unterlegen blieben. Was bestes Fußball-Alter anbelangt, AS bietet dafür eine Musterstudie. Nationalspieler Righetti ist mit 22 Jahren der "Youngster" in der Elf! Die Verwundbarkeit der Gastgeber in der eigenen Abwehr offenbarte sich deutlich, als unser Meister nach dem Rückstand wohl oder übel mehr riskieren mußte, "um wenigstens ein Tor zu schießen", wie Routinier Frank Terletzki hoffte. Thom mit Solo und Schuß, den Tancredi gerade noch zur Ecke abwehren konnte (66.), Ernsts Schuß am langen Pfosten vorbei (77.), Backs Versuch (89.), die Notbremse von Righetti als letztem Mann gegen den davoneilenden Ernst (78.) demonstrierten, was bei mehr Mut auch im Stadio Olimpico möglich gewesen wäre. Doch dazu hätte es auch mehr spielerischer Ausstrahlung des Mittelfeldes bedurft. Rohde mit dem Ausschalten von Falcao blieb die einzige gute Karte. Vor allem Schulz und Backs fanden nie den richtigen Rhythmus, wodurch das Spiel des BFC stets mit Ungenauigkeiten versehen war. Und daß bei der zu geringen Entlastung und der ständig steigenden Gefährlichkeit der "Roma" der Abwehrdamm der Dynamos doch löchrig würde, diese Befürchtung bestätigte sich.
SPIELBERICHT: Sie sprangen in die Höhe und stöhnten im nächsten Moment auf - die 55 000 Partizananhänger. Sie warfen sich enttäuscht auf den Boden und schlugen die Hände vors Gesicht - die Partizanspieler. Nur ein einziges Mal fand Partizan einen Durchschlupf. Rudwaleit bekommt den von sich wegdrehenden Freistoßball von Prekazi nicht zu fassen (27.), doch dann gibt der “Lange” seiner Mannschaft den nötigen Rückhalt. “Nur bei einem Flatterball von Mance geriet ich in Schwierigkeiten.” Das war in der 74. Minute, als Mivkovic kurz vor dem Tor zum Nachschuss kommt. Mit Rohde - Troppa operierte vor Rudwaleit ein Stoppergespann, das dem "Langen" schon ein gehöriges Stück Arbeit abnahm. Und das mit wohltuender, ansteckender Ruhe, von der insbesondere die jungen Thom und Rath profitierten. Ein Raunen ging durch die Zuschauer, wenn die Berliner zum Konterspiel ansetzten, geschickt die Seite verlagerten, Ullrich, der leider im ständigen Gerangel mit Mance für Sekunden die Nerven verlor, urplötzlich auf der Rechtaußenposition auftauchte. Was dem Spiel unseres Meisters allerdings als letzter, entscheidender "Pfiff" fehlte, war die Konsequenz beim Ausspielen der Konter, das Durchsetzungsvermögen im Torraum. Ein unwahrscheinliches Pensum leistete Ernst, so dass “Bobra” zu dem Schluß kommt: “Einen solchen Mittelstürmer besaßen wir nicht. Er beschäftigte ganz Partizan.” Jürgen Bogs: "Mit einer großen kämpferischen Leistung hat die Mannschaft das Weiterkommen erreicht. Rudwaleit, Rohde und Troppa waren dabei der große Rückhalt des Kollektivs. Wir müssen es nur noch besser verstehen, unsere Kontermöglichkeiten zielstrebiger und entschlossener auszuspielen. Erfreulich, daß junge Leute wie Rath oder der gerade 18 Jahre gewordene Thom ihre Bewährungsprobe bestanden. Wir demonstrierten unsere gewachsene spielerische Reife gegen einen starken Kontrahenten."
SPIELBERICHT: Drei Stürmer - drei Treffer! Der erfolgreiche Auftritt unseres Meisters, der sich nach einer Pause von 14 Jahren (2:0 Atvidaberg FF) wieder im EC in Schweden vorstellte, löste in der heimischen Presse ein positives Echo aus. "Ein leidenschaftliches, aber fair und ritterlich geführtes Match. Im Dauerregen beeindruckte der Schlußspurt der Dynamos", schrieb "Göteborgs Posten". Und "Svenska Dagbladet" schrieb: "Örgryte reagierte zwar im Mittelfeld, aber die bessere Abwehr und die giftigeren, torgefährlicheren Stürmer besaßen die Berliner." Keine Frage, eine verdiente Anerkennung für die Dynamos, deren Auswärtserfolg - Beleg ihrer Moral, ihrer Zähigkeit und Willensstärke - durchaus Gewicht besitzt. "Unsere Mannschaft nähert sich jetzt immer mehr ihrer Bestform vom Vorjahr." Die Prognose von Trainer Agne Simonsson, dessen Arbeit im Frühjahr durch permanente Verletzungsausfälle problemgeladen war, bestätigte Schwedens Titelträger, der so gar nicht schwedisch, also kantig, trocken, kühl zu Werke ging, nachdrücklich. Vor der lange Zeit sehr kompakt wirkenden Abwehr, in der durchweg Recken mit Gardemaß standen, spielten die beweglichen, antrittsschnellen Samuelsson, Limpar, McIlroy und Hellström fast mit südländischem Temperament auf. Dank des umsichtig-aufopferungsvollen Abwehrverhaltens der Berliner, die nur in den 30 Minuten nach der Pause einen "Hänger" hatten, "ungeordnet und überhastet reagierten, aber nicht agierten", so Trainerassistent Joachim Hall, blieb ihre Wirkung in Grenzen. Sowohl nach Toren wie Chancen, "von denen wir uns die weitaus klareren erarbeiteten", meinte Andreas Thom, eingedenk der Möglichkeiten von Ernst (42.) und Pastor (85.), besaßen die Gäste Vorteile. Unübersehbar jedoch die Unruhe, ja Verkrampfung bei manchem (Backs, B. Schulz), die auf Kosten der Ballsicherheit ging, in eine überstürzte Zweikampfführung mündete. Problematisch auch das Unterzahlverhältnis von zwei (Backs, Ernst) zu vier im Mittelfeld, "in dem wir phasenweise nicht variabel und beweglich genug operierten, auch zu spät mit den Außendeckern heraustraten", merkte Jürgen Bogs an. Imponierend, in welcher Manier die Dynamos ihre kritischste Phase, die nach dem 1:2, meisterten, energisch und leidenschaftlich noch das Spiel in ihre Richtung beeinflußten. "Der BFC schockte uns zweimal im richtigen Moment", gestand danach Sammy McIlroy, der seine riesige Auswahl- (88mal für Nordirland) wie EC-Erfahrung (10 Jahre bei Manchester United) nicht wie erhofft ausspielen konnte. Er meinte damit den 25-m-Knaller von Pastor, der nicht nur den 1,93-Hünen Andersson überraschte, sowie das 2:2 nach der großartigen Stafette über Ksienzyk-Pastor-Ernst-Doll-Thom. Einen Zug zuvor nämlich hatte der herausragende Limpar, allein durchlaufend, das 3:1 auf dem Fuß. Aber auch er scheiterte an Rudwaleit, neben dem fehlerlos agierenden Rohde eine weitere Stütze beim Sieger, in dessen Reihen nicht zuletzt die EC-Neulinge Akzente zu setzen wußten. Frappierend die besonnene Partie von Reich. Fügner legte bald seine Nervosität ab, und Doll, später wie Thom kaum noch zu stellen, bedankte sich für die Maßflanke von M. Schulz mit einem prachtvollen Siegestor. Damit schloß sich der Reigen, wurde der Mut, die Risikobereitschaft mit drei Stürmern antretend, mit drei Toren belohnt. Bleibt nur die Hoffnung, über das nun anstehende EC-Jubiläum, über das 50., für das ein sichres Fundament gelegt wurde, geht es noch weiter hinaus. keiner hätte wohl in unseren Breiten etwas dagegen, es ginge soweit wie nach den Partien gegen Atvidaberg vor 14 Jahren. damals wurden die Dynamos erst im Halbfinale vom Moskauer Namensvetter gestoppt!
SPIELBERICHT: Trotz Ausscheidens verdient der BFC-Erfolg Anerkennung Die treuen Anhänger unseres Meisters verloren nie ihren Humor, auch wenn er mir ein wenig schwarz gefärbt schien. "Nur noch vier!", riefen sie lautstark, nachdem der kecke Thom eine Ecke Terletzkis nutzte und den Ball per Kopf zum Ausgleich in die Maschen gesetzt hatte. Der BFC tat und gab sein Bestes, mühte sich redlich, bewies auch nach dem 0:1 Moral, zeigte durchweg einen bemerkenswerten Kampfgeist, Einsatzstärke, riß damit nach einem Rückstand noch einen anerkennenswerten Erfolg aus dem Feuer - allein: Ein 0:3, später gar ein 0:4 wettzumachen, das überstieg seine derzeit begrenzten spielerischen Möglichkeiten bei weitem. Am Willen und Wollen hat es keinesfalls gefehlt, wohl aber an der fußballerischen Ausstrahlung schon im Hinspiel. War es die Freude über den Einzug ins Halbfinale, die "ausgezeichnete Gastfreundschaft", die er ausdrücklich hervorhob, "die schöne Stadt mit ihren freundlichen Menschen" - der römische Trainer schwedischer Abstammung zeigte sich nach dem Abpfiff in Gebelaune; Nils Liedholm sprach von einem "großen Spiel", davon, daß der BFC Dynamo zu den besten Mannschaften Europas zu zählen sei. Und er führte an, daß Rom gegen englische Mannschaften, gegen Benfica, Feyenoord, Ajax, Köln und andere gespielt habe, kurz: gegen die Spitze des Kontinents, und er eben deshalb ein gediegenes Urteil fällen könne. Nun, wir tun gut daran, dieses Urteil zu relativieren, es auf seinen rationellen Kern zurückzuführen, um uns selbst nichts vorzumachen. Jürgen Bogs jedenfalls hielt es so, als er seiner Mannschaft ein Kompliment für ihr engagiertes Spiel machte, die zwar nicht so druckvoll begonnen, doch später ihre Möglichkeiten genutzt und einen verdienten Sieg errungen habe. Denn das war offensichtlich: Man hatte nie das Gefühl, daß den Römern etwas anbrennen könne, um es einmal salopp zu formulieren. Sie hatten zumindest dreierlei Vorzüge ins Feld zu führen, die ihr Weiterkommen rechtfertigten. Da war zum einen die individuelle technische Klasse der Falcao, Pruzzo, Conti u. a.; da fiel das risikolose Vorgehen der zentralen Abwehr mit Righetti und Bonetti auf, wenn es die Situation erforderte; und da war schließlich die Tatsache, daß sie das Tempo zu forcieren in der Lage waren, wenn sie in die Tornähe des BFC kamen, sie die Möglichkeit hatten, in den Strafraum einzudringen, und diese Beschleunigung verbanden sie mit einer Beweglichkeit, die nicht von ungefähr kommen kann. Tatsächlich, wer sich einmal der Mühe unterzog, sie beim Aufwärmen zu beobachten, der fand zumindest eine Ursache dafür heraus. Sie taten das auf dem Parkplatz, brauchten wenig Raum und kaum einen Ball. Dafür absolvierten sie eine intensive Gymnastik, Dehn- und Lockerungsübungen, die alle unsere Trainer hätten ansehen sollen, weil unser oberligaübliches Warmmachen in der Regel nur ein Gewöhnen an Platz und Ball ist. Unser Meister versuchte es zunächst mit Weitschüssen. Zwar mußte sich Tancredi bei Versuchen von Backs (6.), Grether (7.) und Troppa (14.) mächtig strecken, und auch Prange prüfte den Torwart in der Schlußphase noch einmal ernsthaft. Doch sein Spiel erwies sich lange Zeit als zu statisch. Ernst, "auf den wir uns besonders konzentrierten, weil er ein Klassemann ist" (so Liedholm), mußte erst immer den Ball halten, ehe sich Anspielpunkte anboten, die anderen nachrückten. Dem 0:1 gingen zwei glasklare Chancen der Gaste voraus - erst rettete Rudwaleit großartig nach Trieloff-Fehler gegen Graziani (47.), dann parierte er gegen Pruzzo (54.) -, ehe Oddi nach Conti-Paß, Falcao-Eingabe und einem Täuschungsmanöver Cerezos traf. Wie dann der BFC in dieser Schlußphase, in der Conti noch einmal an die Latte schoß (85.), alle Reserven mobilisierte, jeder einzelne ein beträchtliches Laufpensum absolvierte, das gefiel, obschon das Geschehen zuvor für einige (Terletzki) zu schnell schien. Thoms Kopfballtor folgte der Siegtreffer durch Ernst nach einem Flügelwechsel von rechts nach links und einer zu kurzen Abwehr Righettis. Ein verdienter Erfolg, der jedoch richtig eingeordnet werden muß. Wer gegen eine Elf von Klasse anzutreten hat, in der, wie auch immer, die besten Spieler des Landes und über die Grenzen von Kontinenten hinweg konzentriert sind, der kann sich eben nur Außenseiterchancen ausrechnen, wenn er dem nicht Rechnung trägt. Das ist keine Kritik am BFC, keine an unseren Mannschaften überhaupt; wohl aber ein Fingerzeig für uns, was wir auch tun müssen, wollen wir entscheidend im Klubfußball weiterkommen...
SPIELBERICHT: Am Ende stieg die Hoffnung wieder Wohl noch nie zuvor hatten BFC-Cupergebnisse vergangener Jahre solchen Einfluß auf das Denken und Handeln des aktuellen Kontrahenten wie in diesen Tagen. In den Vorschau-Kommentaren der schottischen Medien wurde immer wieder auf die 1:0-Auswärtserfolge der Berliner bei Nottingham Forest (1979/80) und Aston Villa (1981/82) hingewiesen. Auch in der Meinung von Aberdeen-Manager Alex Ferguson, seit zwei Wochen auch Co-Trainer der Nationalmannschaft, widerspiegelten sich diese Gedanken. "Wenn wir nicht mit der gebotenen Vorsicht operieren, können wir gegen Dynamo sehr leicht in große Schwierigkeiten kommen", lautete sein Kommentar gegenüber dem Radio-Reporter von BBC Aberdeen am Tag vor dem Match. In den ersten 20 Minuten, als der Vorjahrs-Europapokalsieger nicht gleich entfesselt stürmte, sondern überlegt und mit höchstem Respekt zu Werke ging, war diese Mahnung am deutlichsten zu spüren. Natürlich suchten die "Dons" im vollbesetzten Pittodrie-Stadion schwungvoll die Offensive, hatte die BFC-Abwehr gerade in der ersten halben Stunde manch heikle Situation zu überstehen, eingeschnürt im eigenen Strafraum aber wurde der DDR-Meister keinesfalls. Zu groß war die Angst der Schotten vor einem schnellen Konter á la Riediger im City-Ground von Nottingham. Daß der Gegentreffer während des später einsetzenden Dauerdrucks dennoch "kam", spricht ganz für die Dynamos, für ihre intakte Kampfmoral und von ihrem festen Willen, das so wichtige Auswärtstor gegen einen so renommierten Spielpartner unbedingt zu markieren. "Ich war unbedrängt und zielte auf die lange Ecke. Leighton war da ohne Chance", schilderte der glückliche Bernd Schulz nach dem 1:2 die Szene, die plötzlich alle Hoffnungen auf ein Weiterkommen erneut aufkeimen ließen. Mit Schweigen und Staunen nahm der Aberdeener Anhang, der in 27 Cup-Heimpartien erst 18 Gegentreffer (zwölfmal "zu Null"-Ergebnisse) gesehen hat, das Schulz-Kopfballtor zur Kenntnis. So groß der Jubel im Dynamo-Lager über dieses wichtige Tor war und auch die Zufriedenheit, sich trotz der blitzsauberen Kopfball-Gegentreffer von Black (EC-Debütant Maek hatte es schwer gegen ihn) annehmbar aus der Affäre gezogen zu haben, die Kritik von Trainer Jürgen Bogs war deutlich. Um wieviel schwerer hätte man es dem dreifachen schottischen Titelträger nämlich machen können, wären Ruhe und Übersicht, Ballkontrolle und -sicherheit vor allem in der spielgestaltenden Zone stärker zum Tragen gekommen. Abspielfehler über das normale Maß hinaus (Ernst, Schulz, zuweilen auch Rohde), klare Nachteile im Zweikampfverhalten (vor allem Pastor) erleichterten dem Widersacher immer wieder den schnellen Vorwärtsdrang mit präzisen Paßfolgen und gefährlichen Eingaben, eröffneten Räume und Möglichkeiten. Schon in der zweiten Minute hatte der imponierende Stark (enormer Aktionsradius) ein Blitztor vor den Füßen: Hewitts Schuß prallte vom linken Pfosten ins Feld zurück (10.), Sekunden später rettete Kapitän Rudwaleit "im Nachfassen". Kurz vor dem Gang in die Kabinen setzte wiederum Black einen weiteren Kopfball an die Latte! Zum Glück für die Dynamos änderte auch der vehemente Schlußspurt der Schotten (Kopfbälle McLeish/86. und Falconer/90.) nichts mehr am Resultat. Vor ihrem starken Finish aber lag die Phase, in der der BFC seine Potenzen andeutete. Troppa (verständlicherweise fast ausschließlich in der Abwehr gebunden) mit einem 20-m-Gewaltschuß, den Leighton mit Mühe um den Pfosten lenkte (65.), auch Backs (79.), Rohde (80.) und Grether - ihm wäre beinahe ein Abstauber-Tor gelungen - hatten die besten Gelegenheiten. Insgesamt aber lief im BFC-Angriff zu wenig zusammen, um das exzellente Stopper-Tandem Miller/McLeish in größere Verlegenheit zu bringen. Einzig der junge Thom bot vorn eine beherzte Partie, weil er aus der schnellen Bewegung spielte, was auch die besondere Anerkennung von Alex Ferguson fand. Doch blieb der Außenstürmer zu oft auf sich allein gestellt.
SPIELBERICHT: Bravo, BFC - das war großartiger Kampfgeist War das ein Jubel! Libero Trieloff trat als sechster Elfmeterschütze an und traf so sicher, als würde er jeden Tag "vom Punkt" vollenden. "Ich weiß beim besten Willen nicht mehr, was danach um mich herum passierte", meinte der glückliche Schütze, der das Weiterkommen des BFC perfekt machte. Und Trieloff weiter: "Aufgeregt? Nein, das war ich nicht. Ich dachte nur eins: der Ball muß rein." Und Bodo Rudwaleit konnte seine beiden Paraden in der Kabine immer noch nicht richtig kommentieren. "Was soll ich sagen? Zwei Bälle im richtigen Moment gehalten. Bei solchen Situationen gehört auch ein wenig Glück dazu." Wie auch immer, der Kapitän hatte den richtigen Riecher und das Können, als er den alles entscheidenden Elfmeter von Miller parierte und dadurch überhaupt die Verlängerung des dramatischen Elfmeterschießens ermöglichte. Als danach auch Aberdeens Vollstrecker Black an Rudwaleit scheiterte und Trieloff anschließend traf, stand der großartige Gesamterfolg für den DDR-Meister fest. Die so spektakuläre Entscheidung kam zustande, weil der BFC nach 90 Minuten und der folgenden Verlängerung 2:1 vorn lag und damit das 1:2 aus dem Hinspiel wettgemacht hatte. Auswahltrainer Bernd Stange sah den Sieger so: "Ein absolut kontrolliertes Spiel mit heißem Herzen, das unser Meister verdient für sich entschied." Es war eine sehr gute Leistung der Berliner, die in der Abwehr sicher standen, im Mittelfeld viele Impulse setzten und mit Thom und Ernst zwei sichere Vollstrecker hatten. Der BFC bestand diese Prüfung mit hoher Moral, großem Kampfeswillen und spielerisch vielen geschickten Aktionen. Die Elf war taktisch bestens eingestellt. Sie ließ vor allem durch aufopferungsvolles Abwehrspiel den starken Schotten nur wenig Chancen. Und als diese in der 68. Minute das 1:1 erzielt hatten, bewies der DDR-Meister mit seinem temperamentvollen Endspurt, einer enormen Steigerung und dem dann folgenden 2:1 durch Ernst seine Nervenstärke und Cleverneß. Die Schotten waren ob dieser Leistung konsterniert. Ein großes Spiel sah den BFC als verdienten Gesamtsieger.
SPIELBERICHT: Chance(n) leider nicht genutzt Nach dem Scheitern von Linz (1:5 Dundee United) und Rapid (0:3 Celtic Glasgow) wurden die "Veilchen", nun der einzige EC-Vertreter Österreichs, dementsprechend von der Wiener Presse gefeiert. "Die Austria ist so stark wie 1977/78, als sie im EC-Finale stand", lobte die "Kronenzeitung", und der "Kurier" schrieb: "Die Violetten, oft als launische Diva verschrien, straften in diesem hochdramatischen Fight, der von ihnen das Letzte auch an Kampfgeist forderte, alle Kritiker lügen." Trainer Thomas Parits, der 38jährige, seit Beginn der Serie erst im Amt, bezeichnete diesen Erfolg als "den bisher wertvollsten in meiner Trainerlaufbahn. Die Mannschaft aber übertraf sich diesmal in kämpferischer Hinsicht beinahe selbst." Keine Frage, hinter dieser Feststellung steckt auch viel Achtung vor der Leistung des BFC Dynamo, "der enorme moralische Qualitäten bewies", bekannte Kapitän Herbert Prohaska. Trotz zweimaligen Rückstandes, jeweils in den ungünstigsten Augenblicken, kämpften die Berliner bis zum Schluß mit Zähigkeit und großer Entschlossenheit um ihre Chance. Zuerst steckte der BFC den mehr als zweifelhaften Strafstoß weg, "der vorentscheidenden Charakter trug, sofort unser Konzept veränderte", urteilte der Vorsitzende Manfred Kirste. Dabei fiel Keizer auf einen spektakulären "Faller" von Polster herein, während er später das Einsteigen von Koncilia gegen Pastor (57.) völlig negierte! Beim zweiten Rückschlag aber stand die Dynamo-Abwehr, die sich nach anfänglichen Problemen sichtlich stabilisiert hatte, eindeutig Pate. Der Freistoß, den Obermayer aus der eigenen Hälfte in den Berliner Strafraum wuchtete, hätte aufgrund der Überzahl "entschärft" werden müssen. Statt dessen servierte Rath durch eine mißglückte Abwehr Nyilasi das Leder maßgerecht auf den Fuß: 2:1. Das war bitter für unseren Meister, der, aufgepulvert durch das prächtige Trieloff-Tor, gerade in dieser Phase das Geschehen in den Griff zu bekommen schien, mit präzisen, weiträumigen Aktionen endlich auch mehr Wirkung erzielte. Unübersehbar jedoch auch in dieser, wohl der besten Zeit: die Dynamos kannten zwar keine kämpferisch-moralischen Probleme, wohl aber mannschaftlich-spielerische. Dabei wirkte sich der Zug von Jürgen Bogs mit Rohde als Libero auf Anhieb und Trieloff als Mittelfeldakteur nach Anlaufschwierigkeiten positiv aus. Außerdem erwies sich Kapitän Rudwaleit als echter Rückhalt. Glänzend seine Reaktion bei den Schüssen von Polster (23.) und Zore (57.), die er noch ans Holz lenkte. Aber: Beide Außenverteidiger (Rath, Ullrich), die dann Polster und Steinkogler erstaunlich gut in den Griff bekamen, setzten nach vorn kaum Akzente. Im Mittelfeld wiederum konnten sich eben nur Thom, "der von Beginn an pfiffig auftrumpfte", lobte Trainerassistent Joachim Hall, und Trieloff lösen, für Impulse und überraschende Züge sorgen. Vorn jedoch, wo Pastor später merklich auftauchte, unerhört zog, konnte sich Ernst kaum einmal von Türmer lösen, erzielte über eine Stunde lang viel zuwenig Torgefährlichkeit. "Dennoch hätten wir das Spiel noch drehen können." Auch Jürgen Bogs erklärte das unumwunden nach der von Einsatzhärte, Dynamik und Dramatik geprägten Partie, "die im zweiten Abschnitt enorm an Tempo und Qualität gewann", bemerkte Österreichs Auswahlchef Erich Hof. Das war in der Tat so! Denn trotz spielerischer Vorteile, trotz aller Tricks und Kniffe der ausgefuchsten Prohaska, Nyilasi, Obermayer oder Koncilia, "der uns von einer noch stärkeren Zuspitzung bewahrte", lobte Josef Degeorgi, erarbeiteten sich nämlich die Berliner die weitaus klareren Möglichkeiten. So hatte Pastor kurz vor der Pause eine große Chance, ließ jedoch den Ball zu weit von der Brust fallen, und schließlich wußte Ernst seine Chancen (73./81.) nicht zu nutzen. Zweimal stand er völlig frei vor Koncilia und bewahrte - wie schon beim 3:3 in Berlin - nicht kaltes Blut. Bedauerlich, denn diese Austria-Elf wäre bei entsprechender Konzentration (Form) wohl leichter als Aberdeen zu eliminieren gewesen!
SPIELBERICHT: Drei große Schwächen unseres Meisters Nach dem 23. Heimspiel in der nunmehr 13jährigen EC-Geschichte unseres sechsfachen Meisters mußte Jürgen Bogs enttäuscht wie wohl selten zuvor ein Trainer feststellen, daß lediglich ein einziger Spieler (von 13 aufgebotenen) seine normale Form erreicht hat. Das war obendrein der Benjamin, der gerade 19-jährige Andreas Thom, der nach seinen beiden Treffern im sechsten Spiel nun schon gemeinsam mit Terletzki, Ernst und Schulz der erfolgreichste aktive Europapokaltorschütze seines Klubs ist (je vier). Das sagt wohl schon einiges über die nicht sehr gelungene Vorstellung der Berliner aus. Sie scheiterten an diesem Tage vornehmlich an drei augenfälligen Schwächen: 1.) an ihrer nicht sattelfesten Abwehr Wie in den beiden vorangegangenen Punktspielen in Erfurt (5:4) und beim 1. FC Lok (2:3) mußten wiederum drei Gegentore hingenommen werden. Ksienzyk hatte mit dem schnellen Steinkogler ebenso erhebliche Schwierigkeiten wie Maek, der meniskusverletzt ausschied, mit Polster, die jeder einen Treffer erzielten und den dritten gemeinsam vorbereiteten. Und aus Nyilasi, der Troppa anfangs weit ins Mittelfeld zog, mehr und mehr in die Spitze ging, war auch er schwer zu stellen. Erst legte er einen Prohaska-Eckball mit dem Kopf auf Steinkogler ab, der das 1:0 besorgte, dann nahm der Ungar nach einem weiten Diagonalpaß von Polster auf Steinkogler dessen Flanke im Strafraum seelenruhig an und schoß überlegt zum 3:2 ein. Und Rudwaleit strahlte alles andere als Ruhe aus. Bei Polsters Heber aus 25 m stand er zu weit vor dem Gehäuse, mit einem verunglückten Abwurf verschaffte er Prohaska freie Bahn zum Tor (56.). 2.) an der mangelnden Spielgestaltung im Mittelfeld Trotz einer Auswahlspieleranhäufung in der spielgestaltenden Zone (Troppa 15 X A, Ernst 13, Rohde 3, Backs 5, Terletzki 4) hatte keiner die Fäden fest in der Hand, so daß der anfängliche Druck nicht fortgesetzt werden konnte. Er wäre aber unbedingt notwendig gewesen, um die Österreicher stärker zu beeindrucken, die, da er ausblieb, immer besser ins Spiel kamen und ihr Können demonstrierten. Vielleicht würde man Rainer Ernst und der gesamten Mannschaft einen guten Dienst erweisen, wenn man ihm eine (ihm viel mehr liegende) Spielgestalterrolle im Mittelfeld überläßt, wie sie beispielsweise einst der Dresdner Kreische, dem er in vielem ähnelt, gespielt und dabei auch viele Tore erzielt hat. 3.) an der unzureichenden Chancenverwertung Nach knapp 20 Minuten (hätten die Berliner die Partie schon klar für sich entscheiden können. Denn nach Thoms Führungstor schoß Ernst, an der Strafraumgrenze völlig frei, flach vorbei (9.); bei Thoms Schuß auf das leere Tor bekam Dihanich noch ein Bein dazwischen (10.); und Backs, von Pastor völlig freigespielt, traf ebenfalls nicht (18.), wie dann auch Ernst unmittelbar nach der Pause, während Rohdes 20-m-Schuß an die Latte ging (37.). Solche Unterlassungssünden, solche Einladungen läßt sich eine erfahrene Mannschaft wie die Austria-Elf mit zehn Nationalspielern Österreichs, Ungarns und Jugoslawiens natürlich nicht entgehen. Sie operierte bei der erwarteten Anfangsoffensive der Gastgeber und dem frühzeitigen Führungstreffer zunächst sehr diszipliniert, immer bemüht, die Abwehr zu festigen und darauf, das eigene Spiel aufzubauen. Dabei imponierte besonders, wie Prohaska, der Regisseur und 73fache Nationalspieler, äußerst mannschaftsdienlich häufig vor dem eigenen Strafraum auftauchte, um Ruhe in die Aktionen zu bringen. Das gelang ihm im Verein mit Nyilasi zusehends, so daß durchaus ein Sieg möglich war. "Ich hätte nicht geglaubt, daß wir so gut ins Spiel kommen, hatte vielmehr gerechnet, daß wir stärker unter Druck geraten", zeigte sich Trainer Thomas Parits sehr zufrieden. In Österreichs Fachkreisen ist Austria bereits im Viertelfinale. "Wir haben zu Hause seit zwei Jahren kein Europapokalspiel mehr verloren", begründete Anton Polster den Optimismus. Am BFC ist es nun, das zu ändern ...
1.Runde im Cup der Landesmeister 1983/84 (Rückspiel)
JEUNESSE ESCH - BFC DYNAMO 0:2 (0:1)

JEUNESSE ESCH: Serge Roques - Nico Rohmann - Jean-Louis Chapelot, Jean Mond, Gianni di Pentima, Adrien Koster - Jeff Simon (67. Denis Scuto), Pierre Hoscheid, Pierre Barboni - Andre Zwally, Manou Scheitler (84. Jacques Müller) - Trainer: Jeannot Kremer

BFC DYNAMO: Bodo Rudwaleit - Frank Rohde - Michael Noack, Rainer Troppa, Artur Ullrich - Frank Terletzki, Bernd Schulz, Christian Backs (46. Dirk Schlegel) - Falko Götz (39. Andreas Rath), Rainer Ernst, Wolf-Rüdiger Netz - Trainer: Jürgen Bogs

Tore: 0:1 Artur Ullrich (34. Foulelfmeter),  0:2 Michael Noack (50.)
Schiedsrichter: Jean-Francois Crucke (Belgien), Linienrichter: ??? Deflem, ??? Laenens (Belgien)
Zuschauer: 3.200 (am 28.09.83 im Stade de La Frontiere von Esch)
Gelbe Karten: ???
Achtelfinale im Cup der Landesmeister 1983/84 (Hinspiel)
BFC DYNAMO - PARTIZAN BELGRAD 2:0 (2:0)

BFC DYNAMO: Bodo Rudwaleit - Frank Rohde - Dirk Schlegel, Rainer Troppa, Artur Ullrich - Bernd Schulz, Frank Terletzki, Christian Backs - Falko Götz (84. Ralf Sträßer), Rainer Ernst, Wolf-Rüdiger Netz - Trainer: Jürgen Bogs

PARTIZAN BELGRAD: Ranko Stojic - Drago Kalicanin - Slobodan Rojevic (46. Kujtim Salja), Ljubomir Radanovic, Sead Masic - Zoran Dimitrijevic, Admir Smajic, Miodrag Jesic - Dragan Mance, Momcilo Vukotic (67. Zoran Martinovic), Dzevad Prekazi - Trainer: Milos Milutinovic

Tore: 1:0 Falko Götz (1.),  2:0 Rainer Ernst (38.)
Schiedsrichter: Romualdas Jushka (UdSSR), Linienrichter: Aleksandar Mushkovets, Aleksej Spirin (UdSSR)
Zuschauer: 19.500 (am 19.10.83 im Friedrich-Ludwig-Jahn Sportpark)
Gelbe Karten: ???
Achtelfinale im Cup der Landesmeister 1983/84 (Rückspiel)
PARTIZAN BELGRAD - BFC DYNAMO 1:0 (1:0)

PARTIZAN BELGRAD: Ranko Stojic - Drago Kalicanin - Miodrag Radovic (46. Admir Smajic), Ljubomir Radanovic, Slobodan Rojevic - Zoran Dimitrijevic, Momcilo Vukotic (70. Kujtim Salja), Miodrag Jesic - Dragan Mance, Zvonko Zivkovic,  Dzevad Prekazi - Trainer: Soskic Milutinovic

BFC DYNAMO: Bodo Rudwaleit - Frank Rohde - Andreas Rath, Rainer Troppa, Artur Ullrich - Bernd Schulz, Frank Terletzki, Christian Backs  - Andreas Thom (78. Bernd Kubowitz), Rainer Ernst, Wolf-Rüdiger Netz - Trainer: Jürgen Bogs

Tor: 1:0 Dzevad Prekazi (27.)
Schiedsrichter: Bogdan Dotschew (Bulgarien), Linienrichter: ??? Jasharow, ??? Tachadshiew (Bulgarien)
Zuschauer: 55.000 (am 02.11.83 im Armee-Stadion von Belgrad)
Gelbe Karten: ???
Rote Karte: - / Artur Ullrich (63.)
+++ Die Fußballspieler Falko Götz und Dirk Schlegel vom BFC Dynamo wurden von Profi-Managern der BRD mit hohen Geldsummen abgeworben. Vor dem Spiel des Europacups der Landesmeister bei Partizan Belgrad haben sie ihre Mannschaft verlassen und verraten +++
Viertelfinale im Cup der Landesmeister 1983/84 (Hinspiel)
AS ROM - BFC DYNAMO 3:0 (0:0)

AS ROM: Franco Tancredi - Ubaldo Righetti - Emidio Oddi (55. Odoacre Chierico), Sebastiano Nela, Aldo Maldera - Paulo-Roberto Falcao, Agostino di Bartolomei, Toninho Cerezo -  Bruno Conti, Roberto Pruzzo, Francesco Graziani - Trainer: Nils Liedholm

BFC DYNAMO: Bodo Rudwaleit - Norbert Trieloff - Thomas Grether, Rainer Troppa, Andreas Rath - Frank Terletzki, Bernd Schulz, Frank Rohde, Christian Backs - Rainer Ernst, Andreas Thom (79. Wolf-Rüdiger Netz) - Trainer: Jürgen Bogs

Tore: 1:0 Francesco Graziani (67.),  2:0 Roberto Pruzzo (75.),  3:0 Toninho Cerezo (90.)
Schiedsrichter: Jan Keizer (Niederlande), Linienrichter: Egbert Mulder, Ignace van Swieten (Niederlande)
Zuschauer: 62.000 (am 07.03.84 im Olympiastadion von Rom)
Gelbe Karten: ???
Viertelfinale im Cup der Landesmeister 1983/84 (Rückspiel)
BFC DYNAMO - AS ROM 2:1 (0:0)

BFC DYNAMO: Bodo Rudwaleit - Norbert Trieloff - Mario Maek (76. Wolf-Rüdiger Netz), Rainer Troppa, Andreas Rath - Bernd Schulz, Frank Terletzki, Christian Backs (82. Frank Prange) - Thomas Grether, Rainer Ernst, Andreas Thom - Trainer: Jürgen Bogs

AS ROM: Franco Tancredi - Ubaldo Righetti - Sebastiano Nela (52. Emidio Oddi), Dario Bonetti, Aldo Maldera - Toninho Cerezo (82. Odoacre Chierico), Agostino di Bartolomei, Paulo-Roberto Falcao - Bruno Conti, Roberto Pruzzo, Francesco Graziani - Trainer: Nils Liedholm

Tore: 0:1 Emidio Oddi (56.),  1:1 Andreas Thom (76.),  2:1 Rainer Ernst (87.)
Schiedsrichter: Kjeld Johansson (Schweden), Linienrichter: Hans Parrisen, Egen Asko (Schweden)
Zuschauer: 23.000 (am 21.03.84 im Friedrich-Ludwig-Jahn Sportpark)
Gelbe Karten: ???
1.Runde im Cup der Landesmeister 1984/85 (Hinspiel)
FC ABERDEEN - BFC DYNAMO 2:1 (1:0)

FC ABERDEEN: James Leighton - Wiliam Miller - Stewart McKimmie, Alex McLeish, Tommy McQueen - Billy Stark, Doug Bell (88. Neil Simpson), Neale Cooper, Ian Angus -  Eric Black, John Hewitt (64. William Falconer) - Trainer: Alex Ferguson

BFC DYNAMO: Bodo Rudwaleit - Norbert Trieloff - Waldemar Ksienzyk, Rainer Troppa, Mario Maek - Christian Backs, Frank Rohde, Bernd Schulz, Frank Pastor (78. Thomas Grether) - Rainer Ernst (73. Frank Terletzki), Andreas Thom - Trainer: Jürgen Bogs

Tore: 1:0 Eric Black (34.),  2:0 Eric Black (68.),  2:1 Bernd Schulz (83.)
Schiedsrichter: Marcel van Langenhove (Belgien), Linienrichter: Jean-Pierre Gernay, Guy Goethals (Belgien)
Zuschauer: 24.000 (am 19.09.84 im Pittodrie Stadion von Aberdeen)
Gelbe Karten: ???
1.Runde im Cup der Landesmeister 1984/85 (Rückspiel)
BFC DYNAMO - FC ABERDEEN 2:1 (2:1, 0:0) n.V. und 5:4 n.E.

BFC DYNAMO: Bodo Rudwaleit - Norbert Trieloff - Waldemar Ksienzyk, Mario Maek - Christian Backs (113. Thomas Grether), Frank Rohde, Rainer Troppa, Bernd Schulz - Frank Pastor (86. Frank Terletzki), Rainer Ernst, Andreas Thom - Trainer: Jürgen Bogs

FC ABERDEEN: James Leighton - William Miller - Stewart McKimmie, Alex McLeish, Tommy McQueen - Billy Stark, David Cooper, Neil Simpson, Ian Angus (101. Ian Porteus) - Eric Black, William Falconer (61. John Hewitt) - Trainer: Alex Ferguson

Tore: 1:0 Andreas Thom (49.),  1:1 Ian Angus (68.),  2:1 Rainer Ernst (84.)
Elfmeterschiessen: 0:1 Ian Porteus, 1:1 Rainer Ernst, 1:2 Tommy McQueen, 2:2 Frank Rohde, 2:3 John Hewett, 2:3 Bernd Schulz (Latte), 2:4 Billy Stark, 3:4 Rainer Troppa, 3:4 William Miller (Bodo Rudwaleit hält), 4:4 Frank Terletzki, 4:4 Eric Black (Bodo Rudwaleit hält), 5:4 Norbert Trieloff
Schiedsrichter: Luigi Agnolin (Italien), Linienrichter: Carlo Sgizzato, Flavio Ongaro (Italien)
Zuschauer: 25.000 (am 03.10.84 im Friedrich-Ludwig-Jahn Sportpark)
Gelbe Karten: ???
Achtelfinale im Cup der Landesmeister 1984/85 (Hinspiel)
BFC DYNAMO - AUSTRIA WIEN 3:3 (1:2)

BFC DYNAMO: Bodo Rudwaleit - Norbert Trieloff - Waldemar Ksienzyk, Mario Maek (69. Artur Ullrich) - Frank Terletzki, Frank Rohde, Rainer Troppa, Christian Backs (46. Olaf Hirsch) - Frank Pastor, Rainer Ernst, Andreas Thom - Trainer: Jürgen Bogs

AUSTRIA WIEN: Friedrich Koncilia - Erich Obermayer - Johann Dihanich, Ewald Türmer, Josef Degeorgi - Dzemal Mustedanagic, Herbert Prohaska, Tibor Nyilasi, Ernst Baumeister (88. Franz Zore) - Anton Polster (73. Alfred Drabits), Gerhard Steinkogler - Trainer: Thomas Parits

Tore: 1:0 Andreas Thom (7.),  1:1 Gerhard Steinkogler (36.),  1:2 Anton Polster (42.),  2:2 Andreas Thom (52.),  2:3 Tibor Nyilasi (60.),  3:3 Frank Pastor (88.)
Schiedsrichter: Emilio-Soriano Aleedren (Spanien), Linienrichter: J. M. Socora Concales, J. D. Gejarri Ribelles (Spanien)
Zuschauer: 21.000 (am 24.10.84 im Friedrich-Ludwig-Jahn Sportpark)
Gelbe Karten: ???
SPIELBERICHT: Berliner fanden nach Rückstand keine Linie / Gäste konnten ihre technischen Vorzüge voll ausspielen Das Fazit nach dem Spiel ist für den BFC bitter: Er fand in den neunzig Minuten nicht zu der spielerischen Form, die nötig gewesen wäre, um Austria ernsthaft in Gefahr zu bringen. Die Wiener waren die eindeutig bessere Mannschaft und errangen einen verdienten Auswärtssieg. Das Spiel begann turbulent. Gleich vom Anstoß weg entschloß sich Ernst zu einem Fernschuß, den Austria-Torwart Wahlfahrt gerade noch über die Latte lenken konnte. Die folgende Ecke brachte durch Backs einen Pfostenschuß - aber kein Tor. Viele im Stadion erinnerten sich der Partie vor einem Jahr, als der BFC in der Anfangsphase zwei Großchancen ausließ und am Ende nur ein 3:3 erreichte. Diesmal traf es die Berliner noch schlimmer: In der 4. Minute konnten sich die Wiener bei Ullrich bedanken, der eine Linksflanke unerreichbar für Rudwaleit ins eigene Netz köpfte. Und als Polster in der 12. Minute mit Rohde preßschlug, landete der Ball unerreichbar für den zu weit vorn postierten Rudwaleit zum zweiten Treffer für Austria im BFC-Netz. Die Riesenchance zum Anschlußtreffer, der möglicherweise neuen Auftrieb gegeben hätte, ließ Ernst mit einem Foulstrafstoß gegen den parierenden Wohlfahrt ungenutzt. Das war natürlich ein Auftakt nach Maß für die Gäste. Diese konnten nun ganz besonnen ihre technischen Vorzüge voll zur Geltung bringen, ließen den DDR-Meister kommen, um ihn ohne große Mühe abzufangen. Immer, wenn die ganz in Weiß spielenden Wiener am Ball waren, spielten sie ihre Geschmeidigkeit in den Zweikämpfen voll aus. Der Gastgeber hatte große Mühe, zu seinem Spiel zu finden. Der Schock saß tief. So gelangen selten raumgewinnende Steilpässe, die die Austria-Abwehr in Verlegenheit hätten bringen können. Beim BFC spürte man zwar großes Wollen und Kampfbereitschaft, doch damit allein war gegen die cleveren und ballgewandten Wiener keine entscheidende Überlegenheit zu erreichen. Im Gegenteil. Die Berliner mußten bei den über wenige Stationen führenden Kontern Austrias immer wieder auf der Hut sein. Ein Fernschuß von Schulz in der 29. Minute war nach dem Strafstoß die erste Gefahr für Austria. Schulz war es auch, der kurz vor dem Seitenwechsel mit einem Kopfball nur die Latte traf. In der zweiten Hälfte sah sich das Spiel des DDR-Meisters dann zwar etwas besser an, entscheidende Wirkung konnte er aber nicht erreichen. Die größte Gefahr für das Wiener Tor resultierte aus Fernschüssen von Pastor, Thom und Voß, doch damit war der Koncilia-Nachfolger Wohlfahrt nicht zu bezwingen. Austria hatte an diesem Abend keine Mühe, seine Klasse zu demonstrieren. Im schnellen Handeln, im Spiel ohne Ball, in der Zweikampfgestaltung lagen die Vorteile eindeutig bei den Wienern.
SPIELBERICHT: Lange Zeit "Veilchen getrotzt - mehr nicht! Auf dem Weg von der Tribüne zur Pressekonferenz begegnete ich als erstem Ungarns Verbandspräsidenten, den früheren Radsportler György Szepesi, der in UEFA-Funktion im Wiener Hanappi-Stadion weilte. "So schlecht, wie das mancher von euch gesehen haben will, war das meiner Ansicht nach nicht", sagte er zum Spiel des BFC. "Die Abwehr stand lange Zeit gut, die Mannschaft spielte solide, natürlich, die Angriffswirksamkeit war recht bescheiden." Auch Austria-Trainer Hermann Stessl fand unseren Titelträger "besser als in Berlin. Bis zu unserem ersten Tor hatten wir es sehr schwer. Ich glaube aber, wir haben uns verdientermaßen für die nächste Runde qualifiziert." Genauso sah es auch BFC-Trainer Jürgen Bogs. "Austria war die bessere, cleverere, reifere Mannschaft. Bei uns gab es im Gegensatz dazu ein zu großes Leistungsgefälle." Alles, was nach dm recht flotten, mit vielen Torszenen - vor allem vor dem Berliner Gehäuse - gespickten Spiel an Werturteilen über den BFC zu hören war, berücksichtigte sowohl die Schattenseiten, aber auch die Lichtblicke. Da konnte man Herbert Prohaskas, des Austria-Kapitäns, Worte einbeziehen: "Ich hatte gleich gesagt, daß es so einfach, wie es sich manche vorstellten, nicht wird. Diese Elf will erst besiegt sein. Ein ziemlich ausgewogenes Team, das nur mehr solche Spieler wie Thom, Ernst und Rudwaleit haben müßte." Wie wahr! Leistungsgefälle, wie es Bogs nannte, und nur drei mit internationalen Ansprüchen, wie es Prohaska verstanden wissen wollte, reicht eben heutzutage gegen einen solch gewieften Widersacher nicht aus, um erfolgreich zu sein. Immerhin: Austria hat bislang 39 EC-Heimspiele bestritten, und nur Dynamo Kiew, Atletico Madrid, Steaua Bukarest und Beroe Stara Zagora brachten es fertig, in der Donau- und Walzerstadt Siege zu landen. Gewiß, lange wehrte sich unser Meister, der in letzter Minute Libero Rohde ersetzen mußte, der sich beim Warmmachen eine Zerrung zugezogen hatte. Aber die Spielanlage, die Spielanteile machten doch die Unterschiede zu den Wienern für jedermann sichtbar. Konstruktives aus dem Mittelfeld der Berliner kam nur dann zustande, wenn Thom, der überall zu finden war, und mit Abstrichen Ernst ab und an den Kontern Qualität verliehen. Zumeist spielten dann die anderen, vor allem der nicht in Form befindliche Pastor, den Part nicht mit zu Ende. "Im Spiel nach vorn hatte ich mir mehr vorgestellt", kommentierte Frank Rohde. Zu viele "Stockfehler", auch vor beiden Austria-Treffern (zuerst Backs und Schulz zu ungestüm gegen den trickreichen Nyilasi, dann Backs´ Ballverlust und Prohaska-Flügellauf mit Steinkoglers raffiniertem Kopfball ins kurze Eck), glich großen Hemmschuhen. Ein Glück, daß Rudwaleit sechsmal Schüsse von Polster, Nyilasi und Drabits großartig parierte, Prohaskas Kopfballverlängerung am Pfosten endete - es hätte schlimmer kommen können. Beim ersten wirklich gefährlichen BFC-Angriff in der 22. Minute, einem Sprint von Thom, drückte der nach wie vor emsige, zuweilen theatralisch hüpfende Wurtz ein Auge zu, als Prohaska nicht ganz astrein von hinten stieß. Zweimal kam Voß bei Eingaben von Thom und Grether zu spät, seinen plazierten Kopfball hielt Wohlfahrt effektvoll. Schulz traf dann endlich volley nach Ksienzyks Eckstoß. "Leider zu spät", schüttelte der Berliner später im Bus den Kopf. Ja, zu spät. Nur ein frühes Tor hätte die Austria vielleicht ins Wanken bringen können. Und eine allseits stabile BFC-Elf, der die erste Viertelstunde des Berliner Spiels, als sie sich praktisch selbst besiegte, wie ein Klotz am Bein hing.
SPIELBERICHT: BFC die bessere Elf: Im "50." 20. Sieg Bevor man zur Sache kam, war von Jubiläen die Rede. Der BFC bestritt sein 50. EC-Spiel seit 1971, und Örgryte verwies auf das hundertjährige Bestehen des Klubs im nächsten Jahr - da wollte man eigentlich international etwas auf den Geburtstagstisch legen. Daraus wird nichts. Die Schweden wurden klar geschlagen. besaßen sie trotz der Heimniederlage noch Hoffnungen ("Sicher kann Dynamo noch nicht sein", Trainer Agne Simonsson), so mußten sie in Berlin beizeiten erfahren, daß das Rückspiel keinesfalls mehr hochdramatisch verlaufen würde. Und Simonsson, der Schwedens Trikot 51mal trug, Vizeweltmeister 1958 war und bei jener Endrunde als 22jähriger vier Tore schoß, irrte auch, als er prophezeite: "Meine Abwehr wird nicht noch einmal so viele Fehler machen." Auch der Einbau des lange verletzten Hünen Karlsson in die Vierer-Abwehrreihe vermochte die Verwirrung der Göteburger in entscheidenden Situationen nicht zu verhindern. Schon nach acht Minuten hätte es 2:0 für die Berliner stehen können (und müssen). Pastors paß zu dem völlig frei durchlaufenden Ernst, der verzog, ein Pastor-Hechtflugkopfball an den Pfosten nach Thoms Flanke und ein Direktschuß von ernst nach Flanke des unermüdlichen Rohde - es begann sehr gut, fast zu gut für unseren Meister, der das geschehen klar diktierte und folgerichtig durch den drangvollen, von Engquist nicht gerade zimperlich bekämpften Pastor (aber warum so oft unnötiges Fallen und Reklamieren?) und durch den eine beherzte Partie liefernden Backs nach schönem Zusammenspiel mit Thom zur 2:0-Führung kam. Für meine Begriffe störte der BFC die nun etwas mehr aufbegehrenden, mit einem massiven Mittelfeld aufwartenden Gäste nicht energisch genug schon im Spielaufbau, obwohl man in eigener Tornähe kompromißlos handelte (sehr aufmerksam Fügner). Über den die Bälle verteilenden nordirischen WM-Kapitän McIlroy (88 A-Spiele), den sich ÖIS mit Hilfe des englischen Altinternationalen Bobby Charlton für drei Monate per Leihvertrag aus Manchester holte, den gewitzten Limpar und den Torschützen Hellström kam Göteborg besser ins Spiel. Der BFC agierte offenbar jedoch nach dem Grundsatz: Der Klügere gibt eben nicht immer nach! Das "Kommenlassen" der Skandinavier brachte nämlich andererseits taktische Vorteile, nämlich für das Konterspiel. Thom - von den Schweden nicht zu stellen - mit Abstrichen Ernst und der später immer mehr riskierende Doll waren dafür wie geschaffen. Dolls "Tänzchen", das er mit drei Verteidigern vollführte, endete mit einer Maßflanke auf Thom, der gekonnt einköpfte und damit den letzten Rest eventuellen unguten Gefühls beseitigte. Ein plazierter, sehenswerter Freistoß von Ernst machte den 20. EC-Sieg der besseren Elf perfekt. Jürgen Bogs war alles in allem zufrieden. Kritisch sah er: "zeitweilige Unstimmigkeiten im Spiel. Sie resultierten aus unserem neuen System, vier Abwehrspieler vor dem Libero. Die Raum-Mann-Deckung funktionierte noch nicht hundertprozentig. Das braucht Zeit. Beim Gegentor traf unsere Abwehr, auf Abseits spielend, zu spät heraus." Agne Simonsson über den BFC: "Schnell, laufstark, gute Pässe, starke Konter." Und zu seiner Elf: "Wir haben nicht gezeigt, was wir eigentlich können." Der jederzeit zu einem Spaß aufgelegte Trainer nahm es dann auch nicht so tragisch, als er an das ausbleibende EC-Präsent zum Klubjubiläum erinnert wurde. "Wir spielen doch in der Oberliga, ist das nichts?!" Europacup ohne Verbissenheit. Ein bißchen Jux muß sein.
SPIELBERICHT: Furioser Schlußspurt noch belohnt Der finnische UEFA-Beobachter Georg Kruelew stufte das Match, das durch den vorausgegangenen Dauerregen auf glitschigem, kräftezehrendem, aber dennoch gut bespielbaren Rasen abrollte, am Ende als "echten EC-Fight" ein. "Es atmete Leidenschaft, Hingabe und enormes Tempo und bekam durch den furiosen Schlußspurt der Dynamos noch erregende Züge." "Jetzt wird es für uns in Berlin sehr, sehr schwer. Der BFC erwies sich vor allem kämpferisch und in physischer Hinsicht von einem anderen Kaliber als die Budapester Honved-Elf." So das Urteil von Trainer Ebbe Skovdahl, der eine ungemein bewegungsfreudige, vor Tatendrang förmlich sprühende Elf aufs Feld schickte, die zudem aus einer sich immer wieder blitzschnell schließenden Abwehr Spiel- und Angriffsgeschick zu offerieren wußte. Deren Husarenstil überraschte, ja schockte offensichtlich die Dynamos, obwohl diese von Jürgen Bogs, eingedenk der Beobachtungen vom 3:1 gegen Naestved, intensiv auf ihr bissiges Forechecking, auf ihre Konterzüge eingeschworen worden waren. "Bröndby entzündete sich an der Sorglosigkeit, an den Schaltpausen des BFC. Eine imponierende Leistung." Auch Auswahlchef Josef Piontek, der für Olsen, J. Jensen und C. Nielsen Einladungen für den EM-Start gegen Finnland (29. Oktober) in der Tasche hatte, lobte die Platzherren. Vornweg den wuchtig-wendigen Claus Nielsen. Er und der lange Vilfort (sie schossen in den 22 Punkterunden zusammen 27 Tore!), "die wir anfangs nicht in den griff bekamen" (so Bernd Schulz), fuhren förmlich Karussell mit der BFC-Deckung, die weder abgesichert noch abgestimmt operierte. Beleg dafür waren die Tore, an denen C. Nielsen entscheidenden Anteil hatte. Zuerst nutzte er ein Mißverständnis zwischen Fügner-Ernst mit blitzschnellem Antritt, und M. Schulz bugsierte seinen Flachschuß in höchster Not vor Vilfort ins eigene Netz. "Und das nach einer knappen halben Minute", ärgerte sich der Pechvogel, dem keiner einen Vorwurf machte. Beim 2:0 stiefelte erneut C. Nielsen mit einem paß aus der Tiefe allein auf Rudwaleit zu, der zuvor gegen Steffensen große Szenen hatte (8., 13.), spielte überlegt zum mitlaufenden Vilfort, der vor dem leeren Tor leichtes Spiel hatte. An diesem Rückstand trug unser Meister schwer, der fast eine Stunde lang keine Geschlossenheit erzielte, taktische wie spielerische Holperer produzierte, erhebliche Schwankungen verkraften mußte (Doll, Fügner, M. Schulz, Pastor), kaum einmal zu systematischen, klaren gar konstruktiv-wuchtigen Aktionen fand. Torhüter Nörrevang, die Achillesferse der Dänen, wurde in dieser Phase nicht ein einziges Mal auf die Probe gestellt (!), der bis dahin einzige Torschuß von Ernst (26.) ging knapp am Pfosten vorbei. Es spricht jedoch für die Dynamos, daß sie sich für die letzten 30 Minuten echte Steigerungsraten offenhielten. Hier nahmen sie das Heft des Handelns resolut in ihre Hände (Rohde, Ernst, Thom, Pastor, Backs), spielten entschlossen ihr größeres Stehvermögen aus und strebten mit Hingabe nach der Resultatskorrektur. Dabei trug die energische und enge Manndeckung von B. Schulz-Ksienzyk gegen Vilfort-C. Nielsen Früchte. "Unsere Einwechsler brachten frischen Schwung mit", freute sich Trainerassistent Joachim Hall. Nicht zufällig kam dann auch die entscheidende Flanke von Trieloff, "in die ich voll hineinlaufen konnte. Mein erstes EC-Tor", strahlte der Schütze Frank Rohde, gezeichnet, aber am Ende erlöst inmitten seiner Elf, in der einigen nicht frei von psychischen Problemen wirkten. Die Folgen waren Kurzschlußhandlungen, durchaus vertretbare Verwarnungen gegen M. Schulz, Pastor, Thom, der nun wie Reich (beide erhielten ihre zweite) beim Rückspiel seiner Elf nur die Daumen drücken kann!
SPIELBERICHT: 15 Ecken, "Elfer", aber kein Tor... Es war ein Europapokal-Spätnachmittag von unerschöpflicher Neugier. Vor, während und danach... Ehe er begann: Wie würde der BFC das Spiel angehen, voll oder konterfürchtend offensiv? Und Girondins? Hatte nicht Trainer Jacquet noch an jenem heißen Abend im Stade Municipal gesagt: "In Berlin auf Unentschieden spielen, das wäre ein Irrtum"? Als er begonnen hatte: Was wäre passiert, hätte Fügner in der 19. Minute, allein vor Dropsy auftauchend, das 1:0 erzielt? Wie weiter, hätte B. Schulz zwei Minuten später seinen Kopfball nach Rohdes Flanke statt an die Latte ins Netz gewuchtet? Welches Resultat wäre an der Anzeigetafel aufgeleuchtet, hätte Doll in der 39. Minute nicht quergepaßt, sondern direkt auf das Tor gezielt, wäre Thoms Freistoß kurz vor der Pause, noch abgefälscht, zwischen die Balken geflogen? Und vor allem: Was, wenn Rohde in der 57. Minute mit dem von Roche an Ernst verwirkten Strafstoß Erfolg gehabt hätte? Den Dropsy parierte, wie Küttners Nachschuß. Dessen zweiter Versuch sauste am Außennetz vorbei. Natürlich auch Fragezeichen bei französischen Ausbrüchen, die sich blitzschnell aus einer gewissen Weitschweifigkeit defensiver Sicherheitshaltung entwickelten. Bei Zl. Vujovic´ Rückzieher, Bijotats Chance, einer Kombination Bijotat, Girard zu Fargeon (noch zweimal nach der Pause eminent gefährlich), Tiganas Slalom vorbei an Fügner und Ksienzyk, zu Zl. Vujovic passend, Rudwaleit zwingend, sich lang und länger zu machen. Und nach dem Abpfiff: War Rohde als Strafstoßschütze vorgesehen? "Er war einer von fünf", erklärte Jürgen Bogs. "Er nahm sich den Ball als Kapitän, trug die Verantwortung, scheiterte, soll ich ihm deshalb einen Vorwurf machen?" Schließlich: Waren die Konter, die Zl. Vujovic und Ferreri perfekt abschlossen, zu vermeiden oder, als die Berliner immer mehr nach vorn rückten, nicht sogar folgerichtig? Gestillte Neugier? Das Fazit: Mit "Hätte" und "Wäre" kommt man nicht weiter. Fakten, sprich Tore, entscheiden. Eine alte Weisheit. Und da muß sich unser Titelträger, bei dem zunächst sichtlich die Angst vor einem 0:1 mitspielte, selbst an die Brust klopfen. 15 Ecken, sechs Chancen, darunter ein "Elfer", und kein Tor, in Bordeaux nicht, in Berlin nicht, in 180 Minuten - da liegt es mehr als nahe, aus dem attraktiven Wettbewerb zu scheiden. Bei durchaus positiven Aspekten - Thoms Kombinationssinn, Fügners Selbstvertrauen, einer wiederum fehlerfreien Partie von B. Schulz gegen den von den Girondins-Fans gefeierten "Brasilianer" Touré (Auswahltrainer Michel: "Der beste Kopfballspieler Frankreichs."). Es reichte nicht! Mannschaftlich war Girondins besser besetzt, qualitativ ausgeglichener. Mit Rohr und O´Boyle saßen noch zwei Nationalspieler draußen. Wo gibt´s das bei uns? Wenn beim BFC Ernst blaß bleibt, Backs zuerst auf der Bank sitzt, Leistungen schwanken, wo soll da durchgängige EC-Qualität herkommen? Jacquet fürchtete den Tag in Berlin, gab er unumwunden zu. "Der Elfmeter war jedoch der Wendepunkt. Hätte Rohde ihn verwandelt, wären wir möglicherweise nicht in der zweiten Runde. Meine Mannschaft machte aber ein großes Spiel in puncto Ballbeherrschung und Technik." Girondins, zu Hause einiges an Stimmung gewöhnt - für die auch ein temperamentvoller Stadionsprecher sorgt... - fürchtete das Publikum. Unbegründet. Die Berliner Zuschauer warten erst mal ab. Leidenschaftliche EC-Atmosphäre? Wo? Auch sie sind zu Recht mit ausgeschieden.
SPIELBERICHT: In der Weser Kopf unter Nach den neunzig Minuten war das Drama im Weser-Stadion zum Trauma für den BFC geworden. 0:5 - an Deftigkeit fehlte es wahrlich nicht. In der Weser Kopf unter, anders kann die Situation nicht beschrieben werden, weil die Hoffnungen und ja auch wohl berechtigten Erwartungen auf ein Weiterkommen im wichtigsten Europacup förmlich in den Wellen des bremischen Flusses untergingen. Natürlich galt es einzukalkulieren, daß in aufgeheizter Atmosphäre - die "Schmach von Berlin tilgen und unseren Ruf wiederherstellen", so Manager Lemke - Spannungseffekte sich urplötzlich entladen, das "beschworene Wunder von Bremen" in Erinnerung an das Dassajew-Desaster von Spartak Moskau zu Kulminationspunkten führen könnte, bei denen die Widerstandsfähigkeit jedes einzelnen hart geprüft würde. Sicherlich könnte im nachhinein nur beim Betrachten des Ergebnisses der Spruch seine Berechtigung haben, "daß das 3:0 von Berlin erst Halbzeit bedeutete", aber bei ständiger Wiederholung solcher Feststellungen vor dem Anstoß liegt mir zuviel Zaghaftigkeit drin. Selbstverständlich ist Überheblichkeit auch nach Vorsprüngen fehl am Platze, doch der klare Wille, den Sack zuzubinden, das notwendige Selbstbewußtsein auszudrücken, muß erkennbar sein. Wer es nicht auch schon vor dem Spiel demonstriert, wird aus dem Schatten nicht heraustreten können. Und genau das passierte den Berlinern. Statt die pralle Brust des Vorsprungs zu zeigen, "offenbarten wir eine reservierte, ja ängstliche Haltung", formulierte Kapitän Frank Rohde treffend. Bei den Berlinern war die Hoffnung auf das Verrinnen der Minuten größer als der Mut, auch in der hektischen Kulisse ein eigenes Spiel zu spielen. Physisch und psychisch nicht fit war der Widerstand gleich Null! Dabei kann weder Bodo Rudwaleit als Dauerbeschäftigtem noch der überlasteten Abwehrkette ein Vorwurf gemacht werden, weil auf die Dauer den vielen Torwellen von Werder einfach nicht standgehalten werden konnte, sondern in der mittleren Zone und in der Angriffsreihe bar jeden modernen Spieles und Abwehrverhaltens den Werderanern alles gestattet wurde. Dem taktischen Rezept des Gastgebers, vor allem über die Vierer-Mittelfeldreihe, auf der linken Seite durch den spielgewitzten Meyer und den überragenden Hermann (unbedrängte) Angriffe inszenieren zu können, wurde von der Bank nichts entgegengesetzt, obwohl spätestens nach zwanzig Minuten eine Umorientierung erfolgen mußte. Aber Zaghaftigkeit und Ratlosigkeit, fast Lethargie hatten sich auch hier schon eingeschlichen. Zwei Schüsse - ein Freistoß von Thom und ein Hackentrick von Doll - und eine Halbwegschance, als Doll den Ball eigentlich bloß über den herausgeeilten Reck ins Tor hätte heben müssen (35.) waren die ganze Ausbeute der (Nicht-)Angriffsversuche. Thoms und Dolls unbegreifliche, nicht zu tolerierende Inaktivität beraubten den BFC der Chance auf ein doch so wichtiges Tor, vor dem sich ganz Bremen vorher fürchtete. Als Doll Bratseth vor dem 1:0 ungehindert in den Strafraum ziehen ließ und Rohde zu allem Überfluß noch ein unnötiges Foul beging, zeigte sich die Kalamität des BFC an diesem Abend deutlich - fehlende Abstimmung, Mutlosigkeit, Ängstlichkeit, Unsicherheit. Werders bis in die Haarspitzen motivierten Akteure ließen sich solches Entgegenkommen natürlich nicht entgehen. Die Angriffswellen aus allen Reihen - voran Bratseth, Schaaf, Votava, Hermann, Riedle, Meyer - brachten Minute für Minute das Weiterkommen näher. "Als die 1:0-Führung fiel, glaubte ich daran, daß wir es schaffen könnten", meinte Trainer Otto Rehhagel, dessen Seitenlinientänze zwar im nachhinein durch die UEFA (unwesentlich) bestraft wurden, die aber auf seine Spieler wie ein Wunderwasser wirkten. Förmlich sich um jeden Ball zerreißend, wurden von den Werder-Spielern alle - die Ausnahmen sind an zwei Händen abzuzählen - Zweikämpfe gewonnen und damit das Übergewicht geschaffen, aus dem sich die Tore wie Sand in der Wüste machen ließen. Der BFC stand oft einfach nur daneben - und das konnte nur das Aus sein. Ein bitteres Debakel.
SPIELBERICHT: Unser Titelträger imponierte mit einer großartigen taktischen Leistung / Hervorragendes Konterspiel war Grundlage für in jeder Phase überzeugenden Erfolg Berlin erlebte einen großen Fußballabend. Dafür sorgte ein famos aufspielender BFC Dynamo, der im Hinspiel des Europapokals der Landesmeister den BRD-Titelträger Werder Bremen 3:0 bezwang und sich damit eine recht hoffnungsvolle Ausgangsposition für die zweite Begegnung schuf. Mit Riesenbeifall wurde der BFC nach dem Abpfiff in die Kabinen begleitet. Der klare Erfolg war in erster Linie Resultat einer hervorragenden taktischen Einstellung. Unter den 24.000 Zuschauern im ausverkauften Berliner Jahn-Sportpark befanden sich die Mitglieder des ZK der SED Werner Krolikowski, Erster Stellvertreter des Vorsitzenden des Ministerrates der DDR, Erich Mielke, Vorsitzender der Sportvereinigung Dynamo, und Günter Schabowski, 1. Sekretär der Bezirksleitung Berlin der SED, die Kandidaten des Politbüros des ZK der SED Inge Lange und Gerhard Schürer sowie Berlins Oberbürgermeister Erhard Krack. Anwesend waren Willy Brandt, Ehrenvorsitzender der SPD, und Klaus Wedemeier, Präsident des Senats und Bürgermeister von Bremen. Zu den Gästen zählte der Regierende Bürgermeister von Berlin (West), Eberhard Diepgen. BFC-Trainer Jürgen Bogs hatte seinen Schützlingen eingeschärft, vor allem aus einer sicheren Deckung heraus Angriffsaktionen zu starten. Dieses Konzept ging besonders in der zweiten Hälfte auf, da die Konter des Gastgebers zuweilen wie aus dem Lehrbuch gespielt und erfolgreich abgeschlossen wurden. Das Spiel wurde von beiden Mannschaften recht offensiv begonnen. Kein Wunder, denn beide Trainer hatten vor dem Anpfiff angekündigt, möglichst Tore zu erzielen, um sich für das Rückspiel eine gute Ausgangsposition zu schaffen. So gab es vor beiden Toren auch gleich zu Beginn etliche brenzlige Situationen. Nach einem genauen Paß von Ernst auf Pastor war plötzlich die gesamte Bremer Abwehr aufgerissen. Erstmals wurde BFC-Torwart Rudwaleit nach einer Direktkombination von Wolter geprüft (13.). Drei Minuten später dann Torjubel im weiten Rund des Jahn-Sportparks. Libero Rohde erkämpfte sich an der Strafraumgrenze den Ball, behauptete ihn gegen zwei attackierende Bremer, setzte dann mit einer temperierten Vorlage Doll in Aktion, der einen Bremer Abwehrspieler narrte und den Ball in die lange Ecke des Bremer Tores schoß. Nun mußten die Gäste ihre Abwehr noch mehr öffnen, so daß sich für den BFC einige Räume für Konter boten. Zumeist war Andreas Thom an den gefährlichen Aktionen des DDR-Meisters beteiligt. In der Abwehr gab sich der Gastgeber dank der umsichtigen Organisation von Rohde keine Blöße. Nach dem Wiederanpfiff hatte der BRD-Meister seine beste Zeit. Rudwaleit mußte in der 57. Kopf und Kragen riskieren, um ein Tohuwabohu vor seinem Gehäuse zu entschärfen. Die Vorentscheidung des Spiels leitete dann Thomas Doll ein, der sich auf der linken Seite gleich gegen mehrere Bremer Abwehrspieler behauptete und mit klugem Paß sein Pendant Andreas Thom freispielte, der mit wuchtigem und plaziertem Kopfball das 2:0 erzielte. Die Reaktion der Gäste: Sie stiegen noch härter ein. So erhielt BRD-Auswahlspieler Gunnar Sauer wegen Foulspiels gegen Pastor die Gelbe Karte (später auch Michael Schulz). Der BFC ließ sich aber nicht von seiner Linie abbringen und zeigte auch danach mustergültige Konter. Einer davon, von Rainer Ernst eingeleitet, über Thom auf der rechten Seite vorangebracht, wurde von Frank Pastor mit dem 3:0 abgeschlossen. Natürlich ist dieses 3:0 noch kein Garant für das Weiterkommen der Berliner, doch stehen die Chancen recht günstig. Bremen muß nun auf eigenem Platz noch mehr den Torerfolg suchen, und daß die BFC-Angreifer zu kontern verstehen, haben sie am Dienstagabend eindrucksvoll demonstriert. Vor allem aber sollte dieser Erfolg der Mannschaft weiteres Selbstvertrauen geben.
SPIELBERICHT: Erneut nicht hellwach nach dem Anstoß Manches kann einer Mannschaft, die einen Rückstand von einem Tor aufzuholen hat, passieren, nur das nicht: sie darf nicht sofort wieder in den Rückstand geraten und sich damit einen Strich durchs eigene Konzept machen. Dem BFC passierte es erneut, obwohl die Trainer Jürgen Bogs und Joachim Hall noch mal eindringlich gemahnt hatten, vom Anpfiff weg hellwach zu sein. Doch wie in Kopenhagen zog Vilfort - ein alter Bekannter schon aus der Olympiaqualifikation 1984, als er noch für Bröndbys Stadtrivalen Frem spielte - mit einem Steilpaß des vorgestoßenen, dabei nicht entscheidend gestörten Hansen los und vollendete. Ein bißchen Glück war freilich dabei, indem der Vorstopper mit Trieloff preßschlug und das Leder wieder vor die Brust und in den lauf bekam. Das meinte Trainer Ebbe Skovdahl dann wohl auch, als er von "glücklich" und der "erwartet schweren Sache für uns" sprach. "Es war gut für uns, so ein frühes Tor zu machen, um dann unsere geplante Taktik, defensiv und mit Kontern zu spielen, umsetzen zu können." Ob Glück oder nicht, der BFC muß sich wohl diesen unnötigen Treffer selbst anrechnen. Jürgen Bogs hat Recht: "Wir haben uns das Ausscheiden selbst zuzuschreiben. Wir überzeugten nicht. Von der erneuten Schaltpause konnten wir uns nicht vollkommen erholen. Das Leistungsgefälle war dafür viel zu groß." Dennoch hatten es die Berliner in der Hand, den Spieß beizeiten noch umzudrehen, nachdem Ernst der Ausgleich schon fünf Minuten nach der Bröndby-Führung gelungen war. Zwischen der 12. und 22. Minute waren so klare Chancen im Spiel, die reichen mußten, um die gerade in dieser Phase in der Abwehr noch instabilen und unsicheren (Torwart Cramer) Dänen aus dem Cup zu eliminieren. Ernst (Direktschuß, zu aller Verblüffung und weil "auf den Mann" von Cramer pariert), Pastor, Ernst (Pfosten), Doll (im Gewühl fast auf der Linie) - all dies kam nicht wieder, obgleich der BFC auch nach der Pause weitgehend den Angriff suchte, das geschehen mehr oder weniger bestimmte und auch da noch die Chancen hatte, zumindest die Verlängerung zu erreichen: Pastors Lattenkopfball, Schulz-Direktschuß, bei dem Lisdorf k.o. ging. Rohdes Drang zum Bröndby-Tor wurde diesmal nicht belohnt, denn seine beste Ablage auf Pastor blieb ohne Folgen. Wie heißt es im Volksmund? Der hastige überspring seine Gelegenheit. Verstolpert würde hier besser passen. Daß der BFC-Kapitän und Auswahllibero, unermüdlich und vorbildlich in seiner Kampfeinstellung, was manchem seiner Mitspieler ebenfalls zu wünschen gewesen wäre, im Bröndby-Strafraum strafstoßverdächtig "gehakelt" wurde, sei erwähnt. Jedoch ist dies nicht der Ausgangs- und Mittelpunkt der Analyse über die letztlich enttäuschende Verabschiedung aus dem Cup der Meister. Dem BFC fehlte es an Konstruktivität im Mittelfeld, am systemvollen Spiel. Daß Thom nach zwei Gelben Karten (die erste gegen Örgryte wegen zu früher Ausführung eines Freistoßes (!), die zweite wegen eines völlig unnötigen Fouls in Kopenhagen) nicht dabeisein durfte, war den Aktionen anzumerken. Eine gewisse Aktie am Ausscheiden hat also auch der Nationalspieler. Dennoch kann auch dies - und Bogs wollte es auch nicht so verstanden wissen - nicht ausschlaggebend sein. Vielmehr: Ernst konnte sich nicht zur Regie aufschwingen, Licht und Schatten wechselten bei ihm zu schnell. Er ließ sich als offensiver Mann im Mittelfeld zu weit nach hinten fallen. Auch was Trieloff, Fügner und mit Abstrichen Backs boten, reicht international nicht. Doll, M. Schulz, andere auch, fingen hoffnungsvoll an, am Ende war es auch zuwenig. Selbst in der "Alles oder nichts!"-Schlußphase waren nicht alle gleichermaßen leidenschaftlich beteiligt. Und das verwunderte. Erfreulich die Partien von Ksienzyk und B. Schulz, die die gefährlichen C. Nielsen und Vilfort alles in allem im Tatendrang einengten. Daß sich zuletzt für Bröndby noch Kontermöglichkeiten ergaben, war zu erwarten. Da hätten Steffensen und H. Jensen noch den Sieg heraussschießen können, was der BFC, wie gesagt, schon vor der Pause hätte tun können und müssen.
SPIELBERICHT: Nach der Pause eklatante Fehler, Leistungsabfall Wer die "Marineblauen", den Fußballstolz der 600.000-Einwohner-Stadt, der "Weltmetropole des Weins", wie die Prospekte verkünden, in ihrem "heißen" Stade Municipal" aus den Angeln heben will, muß sich etwas einfallen lassen. Oder, um mit den Worten des BFC-Trainers Jürgen Bogs zu sprechen, die er nach seiner ersten Spielbeobachtung Girondins-Marseille kundtat, in Bordeaux zu bestehen, bedeutet: ganze Männer sind gefragt! Dies seinen Spielern vielleicht nicht mit auf den langen Tunnelweg zum Spielfeld gegeben zu haben, brauchte sich Bogs nicht vorzuwerfen. Bedenken hatte er freilich: "Eine so elastische Auffangstellung, wie sie Lok hier im Frühjahr vorführte, können wir vermutlich nicht praktizieren." Man versuchte es dennoch, entschied sich für nur zwei Spitzen, vertraute den Regiequalitäten von Ernst in der spielgestaltenden Zone. Bis zur Halbzeitpause ging die Dynamo-Rechnung auf, trotz der alten Weisheit, daß, wer rechnet, immer in Gefahr ist, sich zu verrechnen. Ab der Mittellinie sollte jedem Girondins-Angriff mit Preßdeckung - nicht stur am Mann, sondern in den betreffenden Räumen - begegnet werden. Die Gefahrenquelle Touré, nach seiner in Moskau beim Länderspiel erlittenen Blessur wieder einsatzfähig, sollte B. Schulz versiegen lassen. "Alle Eckbälle, alle Freistöße auf Touré, der Mann scheint Sprungfedern in den Beinen zu haben", so formulierte Jürgen Bogs seine Beobachtungen vorher. Auch Ernst sollte bei Standards ein Auge auf den dunkelhäutigem, offensiven Mittelfeldspieler werfen. Beide Außenverteidiger hatten dem ungestümen Fargeon - Köller machte seine Sache gut gegen ihn - und dem exzellenten Jugoslawen Zlatko Vujovic den Kampf anzusagen. Im Prinzip wurden diese Aufgaben gelöst. Die Kombinationen der Platzbesitzer konnten zumeist nicht zu Ende geführt werden. Was dennoch in Gefahr mündete, entschärfte Rudwaleit mit gekonnten Paraden. Auch Touré kam bei B. Schulz "nicht an", zog sich bald von ihm weit ins Mittelfeld zurück. Nur ein Kopfball, unplaziert, das sagt alles. "Alles gut und schön", meinte nach dem Spiel der Berliner Vorstopper, ein Allroundspieler, wie man weiß, "aber wir hätten ein Tor schießen müssen und uns nicht nach zwei kurz gespielten Ecken hereinlegen lassen dürfen. Zweimal geschlafen, nicht aufgepaßt, das darf einem in solchem Spiel nicht passieren." Damit ist der Finger auf der Wunde. Der BFC kam nicht mit der gleichen Konzentrationsfähigkeit aus der Halbzeitkabine. Das 0:1 begann mit einem Ballverlust im Mittelfeld. Daß sich Bijotat, der das Leder nach scharfem Zuspiel ins Tor abfälschte, in Abseitsstellung befand, sei erwähnt,aber was hilft´s. Beim 0:2 ließ sich M. Schulz, der gegen den überragenden Ferreriauf verlorenem Posten stand, was von Anbeginn wie ein Alarmsignal wirkte, austricksen. Ernst griff nicht rettend ein, und auch andere zögerten. Ferreris Schlängellauf und Scharfschuß ins kurze Eck waren die Quittung. Ergo: Dynamos Abwehr zeigte sich in entscheidenden Situationen nicht sattelfest. Gegen diese Klasse-Elf hätte sie es sein müssen! Was bedenklicher war: Im Mittelfeld ging Konstruktivität, Zusammenhalt, Bindung zu den dann nur noch hoch angespielten Spitzen Thom und Doll völlig verloren. Nur die beiden Angreifer waren bis dahin torgefährlich geworden. Ernst baute stark ab, die anderen hatten mit sich zu tun. So verwunderte es nicht, daß der recht gute Eindruck der ersten 45 Minuten mehr und mehr schwand. Laxheiten, auch Kräfteabfall - kein Entschuldigungsgrund, bei den ungewöhnlichen Temperaturen betraf es Girondins ebenso, daß aber durch Lockerheit vieles kompensierte -, brachten unseren Titelträger dem 0:3 näher als einem Ehrentor. Welches in der 45. Minute fällig gewesen wäre, als Doll Zlatko Vujovics Zwillingsbruder Zoran enteilt war und von diesem im Strafraum gelegt wurde, der Pfiff jedoch nicht kam. Da später ähnliches mit dem Bordeaux-Stürmer im BFC-Strafraum passierte, mochte man von ausgleichender Gerechtigkeit sprechen. Freilich mit dem Hintergedanken, daß ein Strafstoß für den BFC beim Stande von 0:0 die Möglichkeit zur Führung geboten hätte. Und davon - gewarnt durch den 1. FCL - träumte Girondins mit Schrecken. Frank Rohde, der BFC-Kapitän, auch Bodo Rudwaleit, alle wurmt das 0:2. "Es wird sehr schwer, das wieder aufzuholen", so der Kapitän. "Aber wir wären schlechte Sportler, wenn wir es nicht versuchen würden." Noch ist nicht alles verloren." Auf denn, BFC, nicht ist unmöglich...
Achtelfinale im Cup der Landesmeister 1984/85 (Rückspiel)
AUSTRIA WIEN - BFC DYNAMO 2:1 (1:0)

AUSTRIA WIEN: Friedrich Koncilia - Erich Obermayer - Johann Dihanich, Ewald Türmer, Ernst Baumeister (35. Franz Zore) - Herbert Prohaska, Dzemal Mustedanagic, Josef Degeorgi - Anton Polster, Tibor Nyilasi, Gerhard Steinkogler - Trainer: Andreas Parits

BFC DYNAMO: Bodo Rudwaleit - Frank Rohde - Andreas Rath, Rainer Troppa, Artur Ullrich - Frank Terletzki (70. Waldemar Ksienzyk), Norbert Trieloff, Andreas Thom, Christian Backs - Frank Pastor, Rainer Ernst - Trainer: Jürgen Bogs

Tore: 1:0 Herbert Prohaska (5. Foulelfmeter),  1:1 Norbert Trieloff (46.),  2:1 Tibor Nyliasi (65.)
Schiedsrichter: Jan Keizer (Niederlande), Linienrichter: John Blankenstein, ??? van der Laar (Niederlande)
Zuschauer: 8.000 (am 07.11.84 im Hanappi-Stadion (Heimstätte von Rapid Wien) von Wien)
Gelbe Karten: ???
1.Runde im Cup der Landesmeister 1985/86 (Hinspiel)
BFC DYNAMO - AUSTRIA WIEN 0:2 (0:2)

BFC DYNAMO: Bodo Rudwaleit - Frank Rohde - Waldemar Ksienzyk, Mario Maek, Artur Ullrich (17. Thomas Grether) - Norbert Trieloff, Bernd Schulz, Andreas Thom, Christian Backs (72. Jan Voß) - Frank Pastor, Rainer Ernst - Trainer: Jürgen Bogs

AUSTRIA WIEN: Franz Wohlfahrt - Erich Obermayer - Johann Dihanich, Robert Frind, Ewald Türmer - Dzemal Mustedanagic, Tibor Nyilasi, Herbert Prohaska - Alfred Drabits Anton Polster, Gerhard Steinkogler - Trainer: Hermann Stessl

Tore: 0:1 Artur Ullrich (4. Eigentor), 0:2 Anton Polster (12.)
Schiedsrichter: Marcel van Langenhove (Belgien), Linienrichter: Ignace Goris, Guy Goethals (Belgien)
Zuschauer: 21.000 (am 18.09.85 im Friedrich-Ludwig-Jahn Sportpark)
Gelbe Karten: ???
1.Runde im Cup der Landesmeister 1985/86 (Rückspiel)
AUSTRIA WIEN - BFC DYNAMO 2:1 (0:0)

AUSTRIA WIEN: Franz Wohlfahrt - Erich Obermayer - Johann Dihanich, Robert Frind (77. Ernst Baumeister), Ewald Türmer - Dzemal Mustadanagic, Tibor Nyilasi, Herbert Pro- haska - Alfred Drabits (81. Fritz Drazan), Anton Polster, Gerhard Steinkogler - Trainer: Hermann Stessl

BFC DYNAMO: Bodo Rudwaleit - Norbert Trieloff - Waldemar Ksienzyk, Bernd Schulz, Mario Maek (71. Eike Küttner) - Thomas Grether, Rainer Ernst, Andreas Thom, Christian Backs - Frank Pastor (53. Olaf Hirsch), Jan Voß - Trainer: Jürgen Bogs

Tore: 1:0 Tibor Nyilasi (60.), 2:0 Gerhard Steinkogler (82.), 2:1 Bernd Schulz (90.)
Schiedsrichter: Robert Wurtz (Frankreich), Linienrichter: ??? Bourgeois, ??? Schlenker (Frankreich)
Zuschauer: 9.500 (am 02.10.85 im Hanappi-Stadion (Heimstätte von Rapid Wien) von Wien)
Gelbe Karten: ???
1.Runde im Cup der Landesmeister 1986/87 (Hinspiel)
ÖRGRYTE GÖTEBORG - BFC DYNAMO 2:3 (0:1)

ÖRGRYTE GÖTEBORG: Sven Andersson - Hans Prytz, Göran Ramstedt, Dennis Olsson, Jan Gidebratt - Gunnar Samuelsson, Sammy McIlroy, Sonny Åberg, Andres Limpar - Glenn Martindahl, Jan Hellström - Trainer: Agne Simonsson

BFC DYNAMO: Bodo Rudwaleit - Frank Rohde - Waldemar Ksienzyk, Bernd Schulz, Burkhard Reich, Jörg Fügner - Rainer Ernst (88. Michael Schulz), Christian Backs (76. Norbert Trieloff) - Thomas Doll, Frank Pastor, Andreas Thom - Trainer: Jürgen Bogs

Tore: 0:1 Frank Pastor (19.), 1:1 Jan Hellström (62.), 2:1 Gunnar Samuelsson (70.), 2:2 Andreas Thom (76.), 2:3 Thomas Doll (89.)
Schiedsrichter: John Blankenstein (Niederlande), Linienrichter: Jan Dolstra, Ben Kempers (Niederlande)
Zuschauer: 6.000 (am 17.09.86 im Ullevi-Stadion von Göteborg)
Gelbe Karten: ???
1.Runde im Cup der Landesmeister 1986/87 (Rückspiel)
BFC DYNAMO - ÖRGRYTE GÖTEBORG 4:1 (2:1)

BFC DYNAMO: Bodo Rudwaleit - Frank Rohde - Waldemar Ksienzyk, Bernd Schulz (46. Norbert Trieloff), Burkhard Reich, Jörg Fügner - Rainer Ernst (84. Michael Schulz), Christian Backs - Thomas Doll, Frank Pastor, Andreas Thom - Trainer: Jürgen Bogs

ÖRGRYTE GÖTEBORG: Sven Andersson - Hans Prytz, Karl Engquist, Conny Karlsson, Göran Ramstedt - Gunnar Samuelsson, Sonny Åberg, Anders Limpar (76. Piter Esberg), Sammy McIlroy, Tonny Oloffson - Jan Hellström (81. Miika Juntunen) - Trainer: Agne Simonsson

Tore: 1:0 Frank Pastor (10.), 2:0 Christian Backs (26.), 2:1 Jan Hellström (35.), 3:1 Andreas Thom (65.) 4:1 Rainer Ernst (83.)
Schiedsrichter: Kurt Röthlisberger (Schweiz), Linienrichter: Manfred Schlup, Mario Marbet (Schweiz)
Zuschauer: 15.000 (am 01.10.86 im Sportforum)
Gelbe Karten: ???
Achtelfinale im Cup der Landesmeister 1986/87 (Hinspiel)
BRÖNDBY IF KOPENHAGEN - BFC DYNAMO  2:1 (2:0)

BRÖNDBY IF KOPENHAGEN: Ole Nörrevang - Lars Olsen - Ole Östergaard (59. John Widel), Henrik Hansen, Ole Madsen - Peer Lisdorf, Henrik Jensen (77. Reno Nielsen), John Jensen, Peer Steffensen - Claus Nielsen, Kim Vilfort - Trainer: Ebbe Skovdahl

BFC DYNAMO: Bodo Rudwaleit - Frank Rohde - Waldemar Ksienzyk, Bernd Schulz, Jörg Fügner (71. Burkhard Reich) - Michael Schulz (70. Norbert Trieloff), Rainer Ernst, Christian Backs - Thomas Doll, Frank Pastor, Andreas Thom - Trainer: Jürgen Bogs

Tore: 1:0 Michael Schulz (1.Eigentor), 2:0 Kim Vilfort (15.), 2:1 Frank Rohde (88.)
Schiedsrichter: David F. T. Syme (Schottland), Linienrichter: Brian R. McGinley, ??? Nyles (Schottland)
Zuschauer: 5.500 (am 22.10.86 im Bröndby-Stadion von Kopenhagen)
Gelbe Karten: ???
This page created with Cool Page.  Click to get your own FREE copy of Cool Page!
Achtelfinale im Cup der Landesmeister 1986/87 (Rückspiel)
BFC DYNAMO - BRÖNDBY IF KOPENHAGEN 1:1 (1:1)

BFC DYNAMO: Bodo Rudwaleit - Frank Rohde - Waldemar Ksienzyk, Bernd Schulz, Jörg Fügner - Michael Schulz, Norbert Trieloff (67. Marco Köller), Rainer Ernst, Christian Backs - Frank Pastor, Thomas Doll - Trainer: Jürgen Bogs

BRÖNDBY IF KOPENHAGEN: Morten Cramer - Ole Östergaard, Lars Olsen, Henrik Hansen, Ole Madsen - Peer Lisdorf (70. John Widel), Henrik Jensen, John Jensen, Peer Steffensen - Claus Nielsen, Kim Vilfort - Trainer: Ebbe Skovdahl

Tore: 0:1 Kim Vilfort (7.), 1:1 Rainer Ernst (12.)
Schiedsrichter: Gerrasimus Germanakos (Griechenland), Linienrichter: Vasilakos Oerilis, Kannos Efstaratios (Griechenland)
Zuschauer: 11.000 (am 06.11.86 im Sportforum)
Gelbe Karten: ???
1.Runde im Cup der Landesmeister 1987/88 (Hinspiel)
GIRONDINS BORDEAUX - BFC DYNAMO 2:0 (0:0)

GIRONDINS BORDEAUX: Dominique Dropsy - J. Chistophe Thouvenell, Alain Roche, Eric Pean, Zoran Vujovic - Jose Toure, Jean Tigana, Dominique Bijotat, Jean-Marc Ferreri - Philippe Fargeon, Zlatko Vujovic - Trainer: Aime Jacquet

BFC DYNAMO: Bodo Rudwaleit - Frank Rohde - Marco Köller, Waldemar Ksienzyk - Christian Backs, Bernd Schulz, Eike Küttner, Rainer Ernst, Michael Schulz (65. Frank Pastor) - Andreas Thom, Thomas Doll - Trainer: Jürgen Bogs

Tore: 1:0 Dominique Bijotat (47.), 2:0 Jean-Marc Ferreri (58.)
Schiedsrichter: Carlos Alberto da Silva Valente (Portugal), Linienrichter: Veija Trigo, Alvez Azevedo (Portugal)
Zuschauer: 30.000 (am 16.09.87 im Stade Municipal von Bordeaux)
Gelbe Karte: ???
1.Runde im Cup der Landesmeister 1987/88 (Rückspiel)
BFC DYNAMO - GIRONDINS BORDEAUX 0:2 (0:0)

BFC DYNAMO Bodo Rudwaleit - Frank Rohde - Waldemar Ksienzyk, Marco Köller - Jörg Fügner, Bernd Schulz, Rainer Ernst (67. Christian Backs), Eike Küttner - Thomas Doll, Frank Pastor (67. Peter Kaehlitz), Andreas Thom - Trainer: Jürgen Bogs

GIRONDINS BORDEAUX: Dominique Dropsy - Eric Pean - J. Chistohe Thouvenel, Alain Roche, Zoran Vujovic - Rene Girard, Jose Toure, Jean Tigana, Dominique Bijotat - Philippe Fargeon (61. Jean-Marc Ferreri), Zlatko Vujovic - Trainer: Aime Jacquet

Tore: 0:1 Zlatko Vujovic (58.), 0:2 Jean-Marc Ferreri (87.) 
Schiedsrichter: Robert Bonar Valentine (Schottland), Linienrichter: D. Miller, J. A. Gunn (Schottland)
Zuschauer: 20.000 (am 30.09.87 im Friedrich-Ludwig-Jahn Sportpark)
Gelbe Karten: ???
1.Runde im Cup der Landesmeister 1988/89 (Hinspiel)
BFC DYNAMO - SV WERDER BREMEN 3:0 (1:0)

BFC DYNAMO: Bodo Rudwaleit - Frank Rohde - Hendrik Herzog, Burkhard Reich, Marco Köller - Michael Schulz (88. Dirk Anders), Rainer Ernst, Eike Küttner - Thomas Doll, Frank Pastor (90. Bernd Schulz), Andreas Thom - Trainer: Jürgen Bogs

SV WERDER BREMEN: Oliver Reck - Gunnar Sauer, Michael Kutzop, Rune Bratseth, Jonny Otten - Thomas Wolter, Mirko Votava, Norbert Meier, Ulrich Borowka (46. Günter Herrmann) - Karl-Heinz Riedle, Vegard Skogheim (57. Manfred Burgsmüller) - Trainer: Otto Rehhagel

Tore: 1:0 Thomas Doll (16.), 2:0 Andreas Thom (62.), 3:0 Frank Pastor (77.)
Schiedsrichter: Marcel van Langenhove (Belgien), Linienrichter: Léon Schelings, Marnix Sandra (Belgien)
Zuschauer: 24.000 (am 06.09.88 im Friedrich-Ludwig-Jahn Sportpark)
Gelbe Karten: Michael Schulz / Gunnar Sauer
1.Runde im Cup der Landesmeister 1988/89 (Rückspiel)
SV WERDER BREMEN - BFC DYNAMO 5:0 (1:0)

SV WERDER BREMEN: Oliver Reck - Michael Kutzop, Rune Bratseth, Ulrich Borowka, Jonny Otten - Mirko Votava, Thomas Schaaf, Norbert Meier (73. Thomas Wolter), Günter Hermann - Manfred Burgsmüller, Karl-Heinz Riedle - Trainer: Otto Rehhagel

BFC DYNAMO: Bodo Rudwaleit - Frank Rohde - Hendrik Herzog, Burkhard Reich, Marco Köller - Michael Schulz (78. Waldemar Ksienzyk), Rainer Ernst, Eike Küttner - Andreas Thom, Thomas Doll, Frank Pastor (81. Dirk Anders) - Trainer: Jürgen Bogs

Tore: 1:0 Michael Kutzop (23. Foulelfmeter), 2:0 Günter Hermann (55.), 3:0 Karl-Heinz Riedle (62.), 4:0 Manfred Burgsmüller (71.) 5:0 Thomas Schaaf (90.)
Schiedsrichter: Joel Quiniou (Frankreich), Linienrichter: Jean-Marie Veniel, ??? Mano (Frankreich)
Zuschauer: 23.500 (am 11.10.88 im Weserstadion von Bremen)
Gelbe Karten: Günter Herrmann / Michael Schulz, Hendrig Herzog
SPIELBERICHT: Traf wieder: Andreas Thom Das "Morgenbladid", Reykjavik, warnte in seiner Ausgabe des Spieltages ausdrücklich vor dem "Island-Schreck" Andreas Thom. "Vorsicht, Valur! Der Klassestürmer schoß in den letzten vier Länderspielen gegen Island von insgesamt 13 Toren allein sechs!" Dem trug auch der neue Trainer, der 33jährige ehemalige Nationalspieler Gundumur Thorbjörnsson (37 A), der ja erst das dritte Mal auf der Bank saß und die erste Niederlage hinnehmen mußte, Rechnung. Eingedenk der Klasse, der Schnelligkeit von Thom und Doll, schwor er seine Mannen auf eine von Respekt gekennzeichnete Defensivhaltung ein. Dabei hielt sich die Abwehr, vielbeinig, jedoch nicht auf Manndeckung orientiert, ausgesprochen bedeckt und verstellte aufmerksam, hingebungsvoll agierend die Räume. Dirigiert von Libero Thrainsson und Auswahlspieler S. Jonsson. Auf dieser Taktik basierte das Spiel der Platzherren, die ihr Heil nach vorn in schnellen, unkomplizierten Zügen suchten. Und Erfolg damit hatten! Nach Vorarbeit von Bragason am linken Flügel (Ksienzyk ließ sich zu leicht düpieren) köpfte der im Zentrum freistehende Askelsson (wo war Schulz?) dessen Eingabe unerreichbar für Rudwaleit in die rechte Ecke. "Damit nutzten wir unsere erste, aber leider auch einzige Chance. Und auf Dauer, da uns die Kräfte schwanden, hielten wir auch unser Konzept nicht durch. Dadurch wurde der Weg frei für Thom", urteilte Gundumur Thorbjörnsson. Erstaunlich jedoch, welche Anlaufprobleme der BFC hatte, der nach 18jähriger Pause erstmals wieder seine Visitenkarte im Cup der Pokalsieger abgab. Dabei bezog sich das weniger auf die Abwehr, die letztlich dem Kontrahenten nur eine Chance, nach der Pause gar nur einen Torschuß (!) gestattete. Aber im Spiel nach vorn, wo die Gäste anfangs keine Räume fanden, "quälten wir uns in der ersten Phase förmlich über die Zeit", bekannte Rainer Ernst. Er selbst, mit Licht wie Schatten, bekam das Spiel nicht in den Griff. Vorn kam Doll nicht auf die Strümpfe, und Ballverluste (Fügner, Köller), mangelnde Präzision und wenig Bewegung ohne Ball mündeten kaum einmal in zündende, erfolgverheißende Angriffsaktionen. Einzig Thom, der alle Zweifel hinsichtlich seiner Jochbeinverletzung ausräumte, erzielte mit energischen Antritten anfangs Wirkung. Er besaß nach Solo auch die einzige Möglichkeit vor der Pause (!), scheiterte jedoch an Sigurdsson (22.). "Zur Halbzeit mußte ich etwas lauter werden, aber es half." Helmut Jäschke verriet es, der nicht vergeblich mehr Konsequenz, mehr Dynamik und Entschlossenheit aus allen Reihen heraus gefordert hatte. Nun nämlich präsentierte sich seine Elf als homogene Einheit, gewann an Ballsicherheit und Kompaktheit. Dabei erwies sich die Hereinnahme von Küttner als Gewinn, der allerdings nach Paß von Ernst (66.) allein durchlaufend das Leder auch nicht am Valur-Schlußmann vorbeibekam. Famos der Ausgleichstreffer von Heiko Bonan, diesmal der Laufstärkste und Wirkungsvollste im Mittelfeld. Doll-Ksienzyk leisteten rechts die Vorarbeit, "ich lief und sprang in den Ball hinein, die Isländer blieben stehen", kommentierte aufgeräumt der Schütze seinen Kopfballtreffer, in seinem zweiten EC-Spiel! Und dann kam der Auftritt von Thom, der erneut gegen die Isländer "sein" Tor schoß. Nach kurzem Dribbling zog er wuchtig aus 20 Metern ab und erwischte Sigursson, da das Leder noch leicht abgelenkt wurde, auf dem "falschen Fuß". Damit war der erfolgreiche Auftakt, der beim 19fachen isländischen Meister durchaus einer von Wert ist, perfekt. Die Frage jedoch müssen sich die Dynamos gefallen lassen: Warum nicht von Beginn an so konsequent und entschlossen?
SPIELBERICHT: Leider wurde viel Kredit verspielt Wenn eine DDR-Vertretung im Europapokal, und sei es die erste Runde, zweimal den Platz als Sieger verläßt, dann sollte dies eigentlich der Anlaß sein, sich ausgiebig zu freuen. Im Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark hielt sich die Begeisterung ob des Erfolges des Gastgebers in bescheidenen Grenzen, und es ist sicherlich angebracht, darüber ein paar Worte zu verlieren. Zum einen war dies für den BFC eine Chance, nach den bisher wenig mitreißenden Punktspielen seine Stammzuschauer wieder hinter sich zu bringen. Sie wurde ausgelassen. Zum zweiten - in den Reihen der Weinroten steht eine ganze Reihe von Auswahlspielern, die sich in einem solchen internationalen Vergleich eigentlich den Schwung holen müßten, mit dem sie dann die Aufgaben in der WM-Qualifikation gegen die UdSSR angehen. Vielleicht sind dies aber auch Gedankengänge, die zu weit hergeholt sind. Die Beobachter der Szenerie wurde jedenfalls den Eindruck nicht los, daß mit dieser phasenweise "blutarmen" Partie eine Menge Kredit vergeben wurde. Valur, dies muß man sich doch vor Augen halten, ist bei allen kämpferischen Qualitäten letztlich eine Mannschaft, die nicht einmal europäisches Mittelmaß verkörpert. Um ein Detail zu nennen - die einzige taktische Variante der Gäste, eine Variante war so gesehen also gar nicht, bestand darin, das Leder dem Rechtsverteidiger Saevar Jonsson zuzuspielen. Der Auswahlkapitän, von hünenhafter Gestalt, schlug dann mit Urgewalt gegen den ball, der danach 50, 60 Meter weiter mit Sicherheit auf einen BFC-Kopf fiel. Die beiden Spitzen, Laurus Gudmundsson und Kristjansson, waren zwar pausenlos unterwegs, den Ball erhielten sie aus oben angeführtem Grund nur höchst selten. Hausbacken auch das Abwehrverhalten Valurs, zumal die BFC-Akteure ihren Kontrahenten in der Beweglichkeit, in der Grundschnelligkeit deutlich überlegen waren. Tut sich die Frage auf, warum die Berliner im ersten Durchgang lediglich mit einer Spitze antraten (Anders), der noch dazu ein Mann ist, dessen technische Probleme unübersehbar sind. Klarer ausgedrückt, er war an diesem Abend nicht in der Lage, das Leder einmal zu halten, zu warten, bis Doll und Thom nachgerückt waren. Was blieb, war ein leicht hektisch wirkendes Auf und Ab, der Gastgeber fand im Grunde genommen niemals seinen Rhythmus. Es spricht für BFC-Trainer Helmut Jäschke, daß er diesen Schwachpunkt nicht nur erkannte (er korrigierte ihn, indem er nach dem Wechsel Thom und Doll nach vorn zog), er gab diesen Fehlgriff in die Taktik-Kiste auch zu. Spätestens an dieser Stelle aber sind wir wieder beim bevorstehenden WM-Qualifikationsspiel. Doll und Thom sind aufgrund ihrer technischen Fertigkeiten Spieler, die man ja bekanntlich mit der Lupe suchen muß, jedenfalls in unseren Breiten, die im gegnerischen Strafraum auf engstem Raum etwas "losmachen" können. Da wo sie in langen Phasen am vergangenen Mittwoch spielten, bleiben sie weitgehend ungefährlich. Zudem Ernst und Bonan, die "gelernten" Mittelfeldspieler, wurden durch diesen taktischen Kunstgriff offenbar so verunsichert, daß beide erheblich unter Bestform blieben. Bonan war eigentlich gar nicht zu sehen. Dies zu beschreiben, heißt nun nicht, etwa zu verkennen, daß der BFC dennoch die überlegene Mannschaft war, sich Chancen erspielte, die normalerweise für zwei Spiele reichen. Bezeichnend, daß Lenz ob seines sieben Minuten vor ultimo erzielten Treffers von seinen Mitspielern stürmisch gedrückt wurde. Ihm gelang, womit die sogenannten Leistungsträger zuvor ein halbes Dutzend Mal scheiterten ...
SPIELBERICHT: Im grünen Trikot die Hoffnung erhalten Mit einem torlosen Unentschieden sicherten sich gestern die Akteure unseres Pokalsiegers BFC Dynamo im Hinspiel der 2. Runde des Europapokals beim AS Monaco alle Chancen für das Rückspiel in zwei Wochen in Berlin. Diesmal im grünen Trikot antretend, hatten sie beim französischen Pokalsieger kritische Situationen zu bestehen, aber durchaus auch eigene Chancen. Die Sportzeitung "l'Equipe" gab die Stimmung wieder: "Für niemand in Monaco kommt eine Niederlage in Frage!" Und Libero Mendy aus dem Senegal, eine der drei schwarzen Perlen, verkündete: "Ich verteidige hier meine Familie." Worin sich die harmonischen Beziehungen im AS Monaco, der Starrummel vermeidet, charakterisiert wurden. "Wie Tag und Nacht zum hektischen Inter Mailand", sagte der argentinische Neuzugang Ramon Diaz. "Dieser Klub ist dennoch nicht weniger leistungsorientiert." Täglich tankt das Team in der reinen Luft der Berge, wo die Fläche für zwei Trainingsplätze aus dem Felsen gesprengt wurde, und hat dazu den Blick aufs Meer, Mit dem eingewechselten Engländer Hateley waren sechs Nationen im Spiel - mit insgesamt sieben Nationalspielern. Eine respektheischende Elitetruppe, "der man ohne die Verletzungsausfälle den Titel wie 1988 schon zutrauen könnte. Das charakterisiert auch die Europacup-Ansprüche", urteilte der Lothringer Arsené Wenger, ein 39jähriger ehrgeiziger Trainer. Unübersehbar war, daß seine Männer mit diesem Rasen in der oberen Stadionetage, der durch ein Röhrensystem angefeuchtet wird, besser zurechtkamen, vor allem dank ihrer Dreh- und Bewegungsgeschwindigkeit. Mancher "Dynamo" wirkte da weit unbeholfener, eckiger als normal. Ein Fehlschlag von Ksienzyk brachte Weah in beste Position, doch Rudwaleit hielt (10.). Deutlich war, daß der lange Reich mit dem wendigen Argentinier Diaz mit die größten Probleme hatte. Ein zu ungleiches Paar, was zu viele Fouls und gefährliche Freistöße heraufbeschwor. Dynamos Gegenangriffe liefen noch zu fehlerhaft und sahen Thom/Doll als einsame Kämpfer und meist mit Doppeldeckung um Wirkung ringen. Monacos gelegentliche Temposteigerung sorgte dagegen für manch unliebsame Schrecksekunde, wenn Sonor oder Mege am linken Flügel antraten. Aber Weah, Ferratge nutzten zum Glück ihre Chancen schlecht. Auch behielt Rudwaleit die Ruhe, und wie er Meges Flachschuß aus Nahdistanz hielt, war enorm (41.). Leider war im Gegenzug, von Ernst inszeniert, dann Thom um Zentimeter im Abseits. Da war noch mehr drin. Wie zu erwarten, versuchten die Gastgeber in der zweiten Halbzeit das Blatt zu ihren Gunsten zu wenden, was sich auch in nicht nur optischer Überlegenheit ausdrückte. Sie hatten mehr Torchancen als die Berliner. Aber auch die Schützlinge von Helmut Jäschke kreuzten in einigen Szenen gefährlich vor dem Tor der Monegassen auf. So vergab aber Bonan gleich zweimal in aussichtsreicher Position. Auf guter Position waren hingegen Bodo Rudwaleit und seine Vorderleute, die in der Schlußphase noch viel Arbeit bekamen und in erster Linie Verdienst an dem hoffnungsvollen Resultat haben. Insgesamt war jedoch eine Steigerung der gesamten Mannschaft in der zweiten Halbzeit zu verzeichnen. So brachte auch gute Kampfmoral dieses 0:0.
SPIELBERICHT: Diaz' Kunststoß riß den BFC noch in eine tiefe Enttäuschung, Dramatisches Ende Himmelhochjauchzend - zu Tode betrübt. In welche Stimmungskurven trieb der BFC sich und seine Anhänger: Küttners Treffer in der 110. Minute, also weit in der Verlängerung, stieß das Tor ins Viertelfinale weit auf. Diaz' toller Freistoß-Kunststoß warf sie krachend wieder zu. Nur acht Minuten drauf. 120 Sekunden später kam das "Aus"... Es war für beide von Anfang an ein Tanz auf Messers Schneide. Nach dem 0:0 von Monaco wußte jeder: Ein Tor war fast nicht mehr korrigierbar. Dementsprechend vorsichtig begann Dynamo, etwas aggressiver indessen Monaco, Zwei Diaz-Chancen aber weckten die Hausherrn, und Ernst gab mit dem ersten Torschuß (11.) das Signal zu einer Dauer-Offensive, in der vom BFC in Sachen Spielfluß, Beweglichkeit, Selbstvertrauen die phasenweise beste Saisonleistung geboten wurde. Besonders erfreulich, wie sich Zöphel da reinhing. All das kontrastierte (wie auch der gepflegte, von Buckeln und Büscheln befreite Rasen) bemerkenswert zum Sonnabendspiel gegen Dresden. Großartig die Form von Thomas Doll, der wie ein Irrwisch durch Monacos Reihen kurvte. Enorm der Aktionsradius vieler. Aber die D-Züge aus Monaco verlangten pausenlos höchste Vorsicht. Ferratge inszenierte die meisten. Hatte Bonan eine verheißungsvolle Chance auf dem falschen Fuß (44.), so bot sich Doll die größte in der 58. min, von Ernst herausgearbeitet. Doch Ettori hielt. Hier wiederholten sich Schwächen wie schon aus dem Monaco-Auftritt, worin sich schließlich der BFC auch selbst mit stoppte. Es wurde nun angesichts schwindender Kraft ein immer offenerer Schlagabtausch, worin jedoch auch die BFC-Deckung erfreuliche Wirkungen gegen die prominenten Stars aus vielen Ländern zeigte. Während Monaco-Trainer Wenger sogar Nationalspieler wie Toure und Fofana zur Einwechslung hatte, mußte Trainer Jäschke den Wechsel lange scheuen, weil ihm Gleichrangiges fehlte. Deshalb hatte Rainer Ernst für sein Durchhalten trotz wechselhafter Leistung eine Stunde lang nicht jene höchst unsportlichen Pfiffe verdient. Küttners Auswechslung verzögerte sich zum Glück, so daß er Dolls Vorarbeit mit Winkel-Treffer aus 11 m zum 1:0 nutzen konnte. Doch Monaco hatte Zeit, das zu verarbeiten. Fofana konterte mit einem Kopfball-Tor, aber aus Abseits. Das Freistoß-Kunststück des Argentiniers Diaz (nach Küttners überflüssigem Foul) aber war eine Perle aus dem Weltmeisterland. Auch Rohdes verzweifelte Toraktion in den Schlußsekunden änderte nichts mehr. Enttäuschung und Jubel waren beidseitig unbeschreiblich. Dem BFC aber ist zu attestieren, sich mit dieser Spielleistung Respekt und Achtung verdient zu haben.
1.Runde im Cup der Pokalsieger 1989/90 (Hinspiel)
VALUR REYKJAVIK - BFC DYNAMO 1:2 (1:0)

VALUR REYKJAVIK: Bjarni Sigurdsson - Thorgrimur Thrainsson - Seaver Jonsson, Magni Petursson, Einar Tomasson - Halldor Askelsson, Gudmundur Baldursson, Ingvar Gudmundsson, Steinar Adolfsson - Larus  Gudmundsson (75. Sigurjon Kristjansson), Baldur Bragason - Trainer: Gundumur Thorbjörnsson

BFC DYNAMO: Bodo Rudwaleit - Burkhard Reich - Waldemar Ksienzyk, Hendrik Herzog, Bernd Schulz, Marco Köller - Jörg Fügner (60. Eike Küttner), Rainer Ernst, Heiko Bonan - Thomas Doll, Andreas Thom - Trainer: Helmut Jäschke

Tore: 1:0 Halldor Askelsson (36.), 1:1 Heiko Bonan (70.), 1:2 Andreas Thom (75.)
Schiedsrichter: John Purcel (Irland), Linienrichter: Patrick Kelly, ??? Sullivan (Irland)
Zuschauer: 1.000 (am 13.09.89 im Laugardalsvöllur-Stadion von Reykjavik)
Gelbe Karten: ???
1.Runde im Cup der Pokalsieger 1989/90 (Rückspiel)
BFC DYNAMO - VALUR REYKJAVIK 2:1 (1:0)

BFC DYNAMO: Bodo Rudwaleit - Frank Rohde - Waldemar Ksienzyk, Burkhard Reich, Hendrik Herzog, Marco Köller (37. Jörn Lenz) - Thomas Doll, Heiko Bonan, Rainer Ernst, Andreas Thom - Dirk Anders (77. Eike Küttner) - Trainer: Helmut Jäschke

VALUR REYKJAVIK: Bjarni Sigurdsson - Thorgrimur Thrainsson - Seaver Jonsson, Einar Tomasson - Gudmundur Baldursson, Steinar Adolfsson, Halldor Askelsson - Magni Petursson, Ingvar Gudmundsson - Larus Gudmundsson (84. Baldur Bogasson), Sigurjon Kristjansson - Trainer: Gundumur Thorbjörnsson

Tore: 1:0 Rainer Ernst (23.), 1:1 Sigurjon Kristjansson (51.), 2:1 Jörn Lenz (83.)
Schiedsrichter: Jan Damgaard (Dänemark), Linienrichter: Alex Jacobsen, Ove Hust (Dänemark)
Zuschauer: 9.500 (am 03.10.89 im Friedrich-Ludwig-Jahn Sportpark)
Gelbe Karten: ???
Achtelfinale im Cup der Pokalsieger 1989/90 (Hinspiel)
AS MONACO - BFC DYNAMO 0:0 (0:0)

AS MONACO: Jean-Luc Ettori - Roger Mendy - Claude Puel, Emmanuel Petit, Luc Sonor - Fabrice Poullain, Marcel Dib, Jean-Marc Ferratge, Fabrice Mege - George Weah (46. Mark Hateley), Ramon Diaz (48. Jose Toure) - Trainer: Arsene Wenger

BFC DYNAMO: Bodo Rudwaleit - Frank Rohde - Waldemar Ksienzyk, Burkhard Reich, Hendrik Herzog, Marco Köller - Jörn Lenz (46. Eike Küttner), Rainer Ernst, Heiko Bonan - Thomas Doll, Andreas Thom - Helmut Jäschke

Tore: Fehlanzeige
Schiedsrichter:  Hubert Forstinger (Österreich), Linienrichter: ??? Pumm, Rudolf Finzinger (Österreich)
Zuschauer: 7.000 (am 18.10.89 im Stade Louis II von Monaco)
Gelbe Karten: ???
Achtelfinale im Cup der Pokalsieger 1989/90 (Rückspiel)
BFC DYNAMO - AS MONACO 1:1 (0:0, 0:0) n.V.

BFC DYNAMO: Bodo Rudwaleit - Frank Rohde - Waldemar Ksienzyk, Burkhard Reich, Hendrik Herzog, Jens-Uwe Zöphel - Eike Küttner, Rainer Ernst (96. Thomas  Strecker), Heiko Bonan - Thomas Doll, Andreas Thom - Trainer: Helmut Jäschke

AS MONACO: Jean-Luc Ettori - Roger Mendy - Claude Puel, Luc Sonor, Patrick Blondeau - Jean-Marc Ferratge (107. Youssouf Fofana), Marcel Dib, Fabrice Poullain, Fabrice Mege - Mark Hateley (77. Jose Toure), Ramon Diaz - Trainer: Arsene Wenger

Tore: 1:0 Eike Küttner (111.), 1:1 Ramon Diaz (117.)
Schiedsrichter: Guy Goethals (Belgien), Linienrichter: Michel Piraux, Rene Thirion (Belgien)
Zuschauer: 16.000 (am 01.11.89 im Friedrich-Ludwig-Jahn Sportpark)
Gelbe Karten: ???
Gesamtstatistik aller BFC-Spieler im Europacup
SPIELBERICHT: Steigerung in der zweiten Hälfte mit Toren gekrönt / Schulz und Riediger erfolgreich / Rudwaleit gewohnt sicher / Auch Gäste mit Chancen Zürichs Trainer Jeandupeux hatte noch kurz vor dem Anpfiff sein Rezept verraten: "Wenn es uns gelingt, dem zu erwartenden Angriffsschwung der Berliner die Schärfe zu nehmen, dann könnten wir hier ordentlich über die Runden kommen." Die Schweizer ließen dann den Gastleber auch kommen, griffen im Mittelfeld kaum an, sondern konzentrierten sich voll darauf, erst vor dem eigenen Strafraum energisch zu attackieren. Mit dieser Taktik war der zehnfache Meister vorerst gut beraten, da der BFC im Unterschied zum letzten Spiel gegen St. Etienne in der Anfangsphase nicht zu zwingenden Aktionen fand. Zürichs Torwart Grob brauchte über Langeweile dennoch nicht zu klagen, weil der DDR-Meister vornehmlich mit seinen gefürchteten Standardsituationen Gefahr schuf. So mußte der kleine Züricher Schlußmann Schüsse von Netz - nach einem beherzten Solo - und von Ullrich prallen lassen und hatte auch Glück, daß die Bälle knapp neben den Pfosten gingen. Die Gäste, am Ball recht geschmeidig und in ihren Aktionen technisch versiert, hatten ihren Dreh- und Angelpunkt mit dem Jugoslawen Jerkovic im Mittelfeld. Über ihn liefen die meisten Züricher Angriffe, und er bot sich auch am häufigsten zu Fernschüssen an. Die Berliner Dynamos begannen dann die zweite Hälfte wesentlich konzentrierter und kombinationssicherer, drückten die ganz in Weiß spielenden Züricher immer mehr in die Defensive. Als Mittelstürmer Schulz in halbrechter Position in Ballbesitz kam, zögerte er mit dem Torschuß nicht lange und überwand Grob zum vielumjubelten Führungstor. Der BFC ließ nicht locker, spürte nun, daß der Schweizer Meister in seinem Abwehrverhalten nicht mehr so souverän wirkte wie zu Beginn. Troppa leitete dann das 2:0 in der 60. Minute ein. Sein Ball konnte von der Züricher Verteidigung nicht abgewehrt werden. Riediger nutzte blitzschnell die sich bietende Chance und vollendete in die lange Ecke, dem Züricher Torwart keine Abwehrchance lassend. Dieser Treffer war Ausdruck des nun druckvollen Angriffsspiels der Dynamos, die sich im Mittelfeld jetzt auch wirkungsvoller in Szene setzten. Natürlich gaben die Schweizer nicht auf, sondern taten nun alles, um durch einen Treffer sich gute Chancen für das Rückspiel zu erhalten. Der DDR-Meister wußte um diese Gefahr und verstärkte seine kämpferischen Potenzen, um die Züricher möglichst nicht zu ihrem Spiel finden zu lassen. Das gelang gut. Wenn dennoch Bälle auf das von Rudwaleit wieder sicher gehütete Tor kamen, erwies sich der 1,97 m große Schlußmann wie schon so oft als Meister seines Faches. So meisterte er sicher einen flachen Ball, der von Jerkovic abgegeben worden war. Als der korrekt amtierende italienische Schiedsrichter abpfiff, konnten die Berliner wieder den Beifall von den Traversen empfangen. Der 2:0-Erfolg war vor allem Lohn für die Steigerung in der zweiten Hälfte. Mit diesem Zwei-Tore-Vorsprung hat die BFC-Elf nun eine gute Ausgangsposition für den zweiten Vergleich im Züricher Letziggrund.
klingeltöne
In 60 Europacupspielen des BFC Dynamo kamen 65 BFC-Spieler zum Einsatz. In den 733 Einsätzen wurden BFC-Spieler 73 x Ein- bzw. Ausgewechselt. Die meisten Einsätze hatte Frank Terletzki (46). Es folgen Torwart Bodo Rudwaleit (43) , der heute Co-Trainer der Oberligamannschaft ist. Platz 3 belegt Wolf-Rüdiger Netz mit 38 Einsätze. Der BFC Dynamo erzielte 87 Tore, vobei er 86 Tore selber schoß (1 Eigentor - Christian Lopez vom AS St. Etienne). Treffsicherste Spieler war Wolf-Rüdiger Netz mit 11 Tore. Dicht dahinter folgt ihm Hans-Jürgen Riediger (10 Treffer) und Andreas Thom mit 8 Toren. Der Ruhreiche kassierte aber auch 80 Gegentore. Davon trafen 3 BFC-Spieler in das eigene Netz. "Mäcki" Lauck (bei Roter Stern Belgrad), Artur Ullrich (gegen Austria Wien) und Michael Schulz (bei Bröndby IF Kopenhagen). In der Elfmeterfrage ist Gleichstand. Jeweils 5 Elf- meter wurden für uns und 5 Elfmeter gegen uns verhängt. Norbert Johannsen traf gleich 2x vom Punkt (gegen Dynamo Moskau und bei SCO Angers). Außerdem trafen für den BFC Dynamo: Frank Terletzki (gegen Notting- ham Forest), Rainer Troppa (gegen Banik Ostrava) und Artur Ullrich (bei Jeunesse Esch). Gegen uns trafen Jacky Lemee (SCO Angers), John Robertson (Nottingham Forest), Lubomir Knapp (Banik Ostrava), Herbert Prohaska (Austria Wien) und Michael Kutzop (Werder Bremen). In die Verlängerung musste der BFC Dynamo 4 Mal. Drei, der vier Verlängerungen, wurden erst im Elfmeterschiessen entschieden. Dabei kamen unsere Elitekicker 2x weiter (Cardiff City + FC Aberdeen) und schieden 1x aus (Halbfinale gegen Dynamo Moskau). Auch in der 4ten Verlängerung schied der BFC Dynamo aus. Im letzten EC-Spiel schied man nach einem 0:0 in Monaco und einem 1:1 in Berlin aus. Meine schönsten (selbst miterlebten) Erlebnisse im Europacup waren die Siege gegen  den FC Aberdeen (nach Verlängerung + Elferschiessen) und das 3:0 gegen Bremen in Berlin.
                                              


Cup der Landesmeister:                              

Cup der Pokalsieger:                                      

UEFA - Cup:                                                      
Spiele


38

12

10
Siege


15

5

3
Remis


8

7

3
Niederlagen


15

0

4
Torverhältnis


54:52

19:11

14:17
Name Vorname Geburtstag ES T Minuten Raus Rein von Gegner bis Gegner
Anders Dirk 26.09.1966 3 0 88 1 2 06.09.1988 Werder Bremen-H 27.09.1989 Valur Reykjavik-H
Backs Christian 26.08.1962 21 1 1716 6 1 04.11.1981 Aston Villa-A 01.11.1989 AS Monaco-H
Becker Manfred 13.05.1940 6 1 423 0 2 15.09.1971 Cardiff City-H 13.12.1972 FC Liverpool-A
Bonan Heiko 10.02.1966 4 1 390 0 0 13.09.1989 Valur Reykjavik-A 01.11.1989 AS Monaco-H
Brillat Bernd 16.03.1951 17 2 1357 3 2 15.09.1971 Cardiff City-H 30.09.1981 FC Zürich-A
Carow Jochen 10.02.1944 9 0 870 0 0 29.09.1971 Cardiff City-A 27.09.1972 SCO Angers-H
Creydt Hans-Gustav 05.12.1948 1 0 90 0 0 29.09.1976 Schachtjor Donzek-H 29.09.1976 Schachtjor Donzek-H
Doll Thomas 09.04.1966 12 2 1110 0 0 17.09.1986 Örgryte Göteborg-A 01.11.1989 AS Monaco-H
Eigendorf Lutz 16.07.1956 4 0 360 0 0 15.09.1976 Schachtjor Donzek-A 27.09.1978 Roter Stern Belgrad-A
Ernst Rainer 31.12.1961 31 7 2407 6 4 07.11.1979 Servette Genf-A 01.11.1989 AS Monaco-H
Filohn Wolfgang 17.08.1951 2 0 155 1 0 29.11.1972 FC Liverpool-H 13.12.1972 FC Liverpool-A
Fügner Jörg 26.06.1966 6 0 491 2 0 17.09.1986 Örgryte Göteborg-A 13.09.1989 Valur Reykjavik-A
Götz Falko 26.03..1962 6 2 260 4 2 17.09.1980 Apoel Nikosia-H 19.10.1983 Partizan Belgrad-H
Grether Thomas 14.11.1965 6 0 362 0 3 07.03.1984 AS Rom-A 02.10.1985 Austria Wien-A
Hall Joachim 06.07.1940 4 0 390 0 0 15.09.1971 Cardiff City-H 03.11.1971 Beerschoot-H
Helms Detlef 10.11.1960 1 0 25 0 1 17.09.1980 Apoel Nikosia-H 17.09.1980 Apoel Nikosi-H
Herzog Hendrik 02.04.1969 6 0 570 0 0 06.09.1988 Werder Bremen-H 01.11.1989 AS Monaco-H
Hirsch Olaf 30.12.1960 2 0 82 0 2 24.10.1984 Austria Wien-H 02.10.1985 Austria Wien-A
Hübner Hans-Joachim 16.07.1945 13 0 1087 0 2 15.09.1971 Cardiff City-H 13.12.1972 FC Liverpool-A
Johannsen Norbert 20.07.1948 14 4 1265 3 0 15.09.1971 Cardiff City-H 13.12.1972 FC Liverpool-A
Jonelat Bernhard 07.09.1952 2 0 180 0 0 15.09.1976 Schachtjor Donzek-A 29.09.1976 Schachtjor Donzek-H
Jüngling Roland 19.01.1957 11 0 816 1 2 15.09.1976 Schachtjor Donzek-A 21.10.1981 Aston Villa-H
Kaehlitz Peter 06.10.1959 1 0 23 0 1 30.09.1987 Girondins Bordeaux 30.09.1987 Girondins Bordeaux
Köller Marco 25.06.1969 8 0 600 1 1 05.11.1986 Bröndby Kopenhagen-H 18.10.1989 AS Monaco-A
Ksienzyk Waldemar 10.11.1963 17 0 1442 0 2 19.09.1984 FC Aberdeen-A 01.11.1989 AS Monaco-H
Kubowitz Bernd 07.06.1962 1 0 12 0 1 02.11.1983 Partizian Belgrad-A 02.11.1983 Partizan Belgrad-A
Küttner Eike 19.09.1964 9 1 587 0 4 02.10.1985 Austra Wien-A 01.11.1989 AS Monaco-H
Labes Dietmar 30.05.1952 7 2 444 0 3 15.09.1971 Cardiff City-H 29.09.1976 Schachtjor Donzek-H
Lauck Reinhard 12.09.1946 6 0 460 0 1 15.09.1976 Schachtjor Donzek-A 05.03.1980 Notingham Forest-A
Lenz Jörn 12.04.1969 2 1 98 1 1 27.09.1989 Valur Reykjavik-H 18.10.1989 AS Monaco-A
Lihsa Werner 03.06.1943 14 0 1320 0 0 15.09.1971 Cardiff City-H 13.12.1972 FC Liverpool-A
Maek Mario 14.11.1964 6 0 516 3 0 21.03.1984 AS Rom-H 02.10.1985 Austria Wien-A
Netz Wolf-Rüdiger 15.12.1950 38 11 3025 6 5 08.03.1972 Atvidaberg FF-A 21.03.1984 AS Rom-H
Noack Michael 07.02.1955 23 2 2045 1 0 15.09.1976 Schachtjor Donzek-A 28.09.1983 Jeunesse Esch-A
Pastor Frank 07.12.1957 14 4 1109 6 1 19.09.1984 FC Aberdeen-A 11.10.1988 Werder Bremen-A
Pelka Hartmut 11.03.1957 6 3 514 2 0 19.09.1979 Ruch Chorzow-H 19.03.1980 Notingham Forest-H
Prange Frank 26.10.1964 1 0 8 0 1 21.03.1984 AS Rom-H 21.03.1984 AS Rom-H
Rath Andreas 13.09.1962 5 0 411 0 1 28.09.1983 Jeunisse Esch-A 07.11.1984 Austria Wien-A
Reich Burkhard 01.12.1964 9 0 769 0 1 17.09.1986 Örgryte Göteborg-A 01.11.1989 AS Monaco-H
Riediger Hans-Jürgen 20.12.1955 17 10 1513 1 0 15.09.1976 Schachtjor Donzek-A 29.09.1982 Hamburger SV-A
Rohde Frank 02.03.1960 24 1 2131 0 1 22.10.1980 Banik Ostrava-A 01.11.1989 AS Monaco-H
Rohde Peter 18.11.1949 14 1 1320 0 0 15.09.1971 Cardiff City-H 13.12.1972 FC Liverpool-A
Rohde Rainer 29.11.1951 1 1 90 0 0 25.10.1972 Lewski Sofia-H 25.10.1972 Lewski Sofia-H
Rudwaleit Bodo 03.08.1957 43 0 3930 0 0 13.09.1978 Roter Stern Belgrad-H 01.11.1989 AS Monaco-H
Schlegel Dirk 14.06.1961 4 0 237 0 2 04.11.1981 Aston Villa-A 19.10.1983 Partizan Belgrad-H
Schulenberg Ralf 15.08.1949 12 2 996 2 1 29.09.1971 Cardiff City-A 15.09.1976 Schachtjor Donzek-A
Schulz Bernd 12.02.1960 32 5 2596 4 3 19.09.1979 Ruch Chorzow-H 13.09.1989 Valur Reykjavik-A
Schulz Michael 06.04.1958 7 0 399 4 2 17.09.1986 Örgryte Göteborg-A 11.10.1988 Werder Bremen-A
Schütze Harald 30.09.1948 16 3 1449 3 0 15.09.1971 Cardiff City-H 29.09.1976 Schachtjor Donzek-H
Schwerdtner Reinhard 07.12.1956 2 0 180 0 0 15.09.1976 Schachtjor Donzek-A 27.09.1978 Roter Stern Belgrad-A
Schwierske Gerald 15.09.1950 2 0 93 1 1 07.11.1972 Lewski Sofia-A 29.11.1972 FC Liverpool-H
Seier Olaf 25.11.1958 4 1 359 1 0 17.09.1980 Apoel Nikosia-H 05.11.1980 Banik Ostrava-H
Sträßer Ralf 20.06.1958 19 0 1321 3 5 13.09.1978 Roter Stern Belgrad-H 19.10.1983 Partizan Belgrad-H
Strecker Thomas 07.04.1971 1 0 24 0 1 01.11.1989 AS Monaco-H 01.11.1989 AS Monaco-H
Stumpf Dieter 28.10.1941 14 0 1253 2 0 15.09.1971 Cardiff City-H 13.12.1972 FC Liverpool-A
Terletzki Frank 05.08.1950 46 5 4051 1 2 15.09.1971 Cardiff City-H 07.11.1984 Austria Wien-A
Thom Andreas 07.09.1965 20 8 1837 2 0 02.11.1983 Partizan Belgrad-A 01.11.1989 AS Monaco-H
Trieloff Norbert 24.08.1957 35 2 2904 1 4 15.09.1976 Schachtjor Donzek-A 05.11.1986 Bröndby Kopenhagen-H
Troppa Rainer 02.08.1958 28 1 2550 0 0 19.09.1979 Ruch Chorzow-H 07.11.1984 Austria Wien-A
Trümpler Wilfried 02.11.1942 10 0 883 0 1 29.09.1971 Cardiff City-A 07.11.1972 Lewski Sofia-A
Ullrich Artur 10.10.1957 27 2 2261 1 1 13.09.1978 Roter Stern Belgrad-H 18.09.1985 Austria Wien-H
Voß Jan 26.09.1953 2 0 108 0 1 18.09.1985 Austria Wien-H 02.10.1985 Austria Wien-A
Weber Detlef 14.09.1947 2 0 31 0 2 27.09.1972 SCO Angers-H 13.12.1972 FC Liverpool-A
Wroblowski Rainer 23.05.1952 2 0 180 0 0 15.09.1976 Schachtjor Donzek-A 29.09.1976 Schachtjor Donzek-H
Zöphel Jens-Uwe 23.06.1969 1 0 120 0 0 01.11.1989 AS Monaco-H 01.11.1989 AS Monaco-H


Wappen Oberliga Nordost Nord

ALLE EC-GEGNER DES BFC DYNAMO
Zur Homepage von Cardiff City
Zur Homepage des V.A.V. Beerschot Antwerpen
Zur Homepage vom Advidaberg FF
Zur Homepage von Dynamo Moskau
Zur Homepage des SCO Angers
Cardiff
City
Beerschot
Antwerpen
Advidaberg
FF
Dynamo
Moskau
SCO
Angers
Zur Homepage von Lewski/Sparta Sofia
Zur Homepage vom FC Liverpool
Zur Homepage von Schachtjor Donezk
Zur Homepage von Roter Stern Belgrad
Zur Homepage von Ruch Chorzow
Lewski/Sparta
Sofia
FC
Liverpool
Schachtjor
Donezk
Roter Stern
Belgrad
Ruch
Chorzow
Zur Homepage von Servette Genf
Zur Homepage von Nottingham Forest
Zur Homepage von Apoel Nikosia
Zur Homepage von Banik Ostrava
Zur Homepage vom AS St. Etienne
Servette
Genf
Nottingham
Forest
Apoel
Nikosia
Banik
Ostrava
AS St.
Etienne
Zur Homepage des FC Zürich
Zur Homepage von Aston Villa
Zur Homepage vom Hamburger SV
Zur Homepage von Jeunesse Esch
Zur Homepage von Partizan Belgrad
FC
Zürich
Aston
Villa
Hamburger
SV
Jeunesse
Esch
Partizan
Belgrad
Zur Homepage von AS Rom
Zur Homepage des FC Aberdeen
Zur Homepage von Austria Wien
Zur Homepage von Austria Wien
Zur Homepage vom Örgryte Göteborg
AS
Rom
FC
Aberdeen
Austria
Wien
Austria
Wien
Örgryte
Göteborg
Zur Homepage von Bröndby IF Kopenhagen
Zur Homepage von Girondins Bordeaux
Zur Homepage vom SV Werder Bremen
Zur Homepage von Valur Reykjavik
Zur Homepage des AS Monaco
Bröndby IF
Kopenhagen
Girondins
Bordeaux
SV Werder
Bremen
Valur
Reykjavik
AS
Monaco