BFC DYNAMO gegen FC HERTHA 03 ZEHLENDORF 3:0 am 22.05.04:

SPIELGESCHEHEN NEBENSACHE! Nicht nur im wörtlichen, sondern auch im übertragenen Sinn spielte die Musik an diesem Festtag für den BFC Dynamo mehr vor dem Vereinsheim als auf den Rängen oder dem Rasen des Sportforums: Wohl knapp die Hälfte der Besucher zog es vor, auf dem Vorplatz zu feiern statt sich die Partie anzusehen; diese war – von einigen Kabinettsstückchen Kuhfahls abgesehen – auch recht unansehnlich. Dynamo tat nicht mehr als nötig für einen letztlich ungefährdeten Sieg und Hertha 03 war bis auf die Viertelstunde nach der Pause zu lethargisch, um der beeindruckenden Rück- rundenserie (kein einziger Punktverlust) der Hohenschönhauser doch noch Einhalt zu gebieten. Bis auf den von Yilmaz an Suwary verschuldeten Elfme- ter, den Kukulies zu seinem 32. Saisontor nutzte, ereignete sich denkbar wenig in den ersten 45 Minuten, obwohl vor allem Dehnert auf der rechten An- griffsseite der Gastgeber sich redlich mühte. Nach Wiederanpfiff wurde das Geschehen lebendiger: Plötzlich übernahmen die Gäste das Kommando. Rob- ben lief zweimal vollkommen frei auf Thomaschewski zu und scheiterte jeweils am Routinier (47., 51.). doch spätestens nach Kuhfalls Tunnel gegen Ro- senkranz (63.) zum 2:0 und der gelb-roten Karte gegen Yilmaz war der kurz aufgeflackerte Widerstandswillen Herthas gebrochen. Die Schlusspunkte setzten Janke mit seinem Abstauber zum 3:0 (81.) und Rudwaleit mit einem Kopfball (87.) an den Pfosten.
BFC DYNAMO gegen SG BURGUND 1922 FRIEDRICHSHAGEN 9:2 am 30.08.03:

Einen zweistelligen Sieg verhinderte Latte und Pfosten, woran die BFC-Spieler gleich dreimal "scheiterten". Ansonsten verfolgten 184 zahlende Zuschau- er eine recht einseitige Partie in der die Gäste  in der 1. Minute die Chance hatten, in Führung zu gehen, aber Torwart Thomaschewski parierte. Danach er- spielte sich der BFC den erwartet deutlichen Sieg..
SV TASMANIA GROPIUSSTADT 73 gegen BFC DYNAMO 1:1 am 10.08.03:

VIELE VERGEBENE VORTEILE! Jörg Schwanke hat schon viel von der Fußballwelt gesehen. Mit dem VfL Bochum schaffte er es einst in die Bundesliga, vor seinem Wechsel in diesem Sommer zu Dynamo kickte er noch in der Regionalliga. Doch die „niedere“ Verbandsliga ist für ihn deshalb kein Zuckerschlek- ken. „Wenn man hier nicht alles gibt,“ hechelte er nach Abpfiff mit rotem Gesicht, „läuft man hier herum wie eine Bratwurst. Das würde jedem Bundesliga Spieler so gehen.“ Schwanke hat nicht gespielt wie ein Würstchen. Er schoss ein Tor und gehörte zu den Protagonisten im saisoneröffnenden Armdrük- ken auf Niveau von den beiden Favoriten auf den Meistertitel unter mörderischer Hitze. Bei einigen brannten da schneller die Sicherungen durch; es gab elf Verwarnungen, zwei Platzverweise und am Ende ein Patt. Dynamo wird dies mehr geärgert haben als Tas, schienen die Gäste doch die stärkeren Mus- keln gehabt zu haben. Dirk Vollmers Spieler waren kurz davor, sich mit dem Startschuss gleich eine Monopolstellung für das Jahr aufzubauen. Im ersten Spieldrittel hatte sich der BFC beim wohl schärfsten Konkurrenten gemütlich gemacht, als wäre der Sportpark das Sportforum. Im Mittelfeld regierten Wanski und Schwanke, letzterer schoss nach Ablage von Müller das 0:1. Der Ball lief sicher und schnell, die Abwehr um Rauschenbach stand, und als Ay- dogdu aus Frust beim BFC-Libero zutrat, schien Tasmania bereits entwaffnet. Der Gastgeber verkroch sich in die Abwehr, die gut stand, wirkte aber rat- los, entkräftet und harmlos, um zu antworten. Bis der BFC durch zwei unnöntige Fouls selbst den Vorteil abgab: Als Omran Mohra der Torauslinie näher als dem Tor stand, holte er clever einen Elfmeter gegen Burckhardt heraus, der zum 1:1 führte. Und durch ein dummes Revanchefoul stellte sich Kukulies selbst vom Platz. Am Ende stand sogar Tas vor dem Sieg, den Jelmazi vergab (80.), als er knapp drüberschoss.
klingeltöne
BFC DYNAMO gegen SPANDAUER SC TEUTONIA 99 4:0 am 16.08.03:

MÜLLERS FLANKEN GENUTZT! Nicht die Spur einer Überraschung brachte das Gastspiel des Aufsteigers beim Favoriten: Zwar zeigten sich die Gäste aus dem fernen Spandau anfangs gut eingestellt und ließen die offensiv ausgerichteten Hausherren wiederholt ins Abseits laufen, doch es dauerte keine Viertelstunde und das Unheil für die Teutonen nahm seinen Lauf. Nach einem verunglückten Abschlag von Teutonias Woyna konnte sich Kukulies in aller Ruhe die Ecke aussuchen. Schön herausgespielt hingegen die Tore Nummer zwei und drei: Sie wurden mit tollen Flanken des bärenstarken Müller vorbe- rietet. Zunächst war es Suwary, der eine dieser Hereingaben per Kopf ins lange Eck lenkte. Noch schöner anzuschauen war die gefühlvolle Direktabnah- me Kukulies‘, die fast schon aufreizend langsam über den zu weit vor der Linie postierten Woyna hinweg segelte. Trotz des deutlichen Rückstands be- mühte sich der SSC redlich um den Ehrentreffer und warf alles nach vorne. Doch die Strafe folgte auf dem Fuße: Ein Ballverlust beim Spielaufbau, diesmal von Wolk, der sich in der eigenen Hälfte auf einen Zweikampf mit Müller einließ, führte zum vierten BFC-Tor. Joumaas Platzverweis wenige Minuten spä- ter bedeutete das endgültige Ende der Spandauer Offensiv-Ambitionen. Wäre Dynamo danach nicht derart nachlässig mit seinen Chancen umgegangen, es wäre ein Debakel für den SSC geworden.
BFC DYNAMO gegen BFC PREUSSEN 1894 0:1 am 20.08.03:


Leider gab es keinen Fuwospielbericht.
BFC ALEMANNIA 90 WACKER gegen BFC DYNAMO 0:2 am 24.08.03:

DYNAMO WANKT, ABER FÄLLT NICHT! Noch sind die Zukunftsängste keine Wirklichkeit. Der im Sommer hochgerüstete BFC ist weder unantastbar noch un- schlagbar (dank Preussen). Zumindest jetzt nicht, denn die Hohenschönhauser befinden sich momentan in der Selbstfindung. Die Verbandsliga hat noch keine autoritär regierende Königin wie letztes Jahr Yesilyurt, sondern eher eine zickige Diva. Die Launenhaftigkeit zeigte der BFC auch am Wackerweg: Hübsch, aber ebenso mit Schönheitsmakeln. Doch um die Alemannen zu vernaschen, die zwischen Respekt und Gegenwehr schwankten, reichte es diesmal. Im ersten Drittel der Partie schien Wacker der Verführung Dynamos zu verfallen. Der Bal lief bei den Gästen elegant, sicher und nach der tollen Blitzführung – langer Pass Wanski, Querpass Schwanke, Tor Suwary – weckte dies Phantasien auf mehr. Der Hausherr staunte mit offenen Mund, wie Rauschenbach, Wanski und Schwanke kombinierten, und das Spitzenspiel schien zum Spaziergang zu werden. Bis sich der BFC an seiner eigenen Schön- heit erfreute: Etwas Lässigkeit und etwas Arroganz (die typische Favoritenschwäche), dazu ein vergebener Elfmeter (Müller gegen den Pfosten). Als Wacker diese Selbstverliebtheit bemerkte, war ein Ausgleich möglich. Doch Thomaschewski parierte den Kopfball von Sascha Claußen (33.) und rettete gegen den gleichen Spieler (58.). Als der BFC in der Schlussphase wieder mit gutem Fußball auftrumpfte, was der eingewechselte Leps zum 0:2 krönte, hatte Wacker eine Chance verpasst.
TENNIS BORUSSIA BERLIN/AMATEURE gegen BFC DYNAMO 1:1 am 05.09.03:

SONNTAGS STRAFE AM FREITAG! Irgendwie scheinen sie das Mommsenstadion nicht zu mögen, die Kicker des BFC Dynamo. In der vergangenen Saison gab’s ein 1:1 gegen den SCC, nun das gleiche Ergebnis gegen TeBe II. Dabei hatte Dynamo die Ernte beinahe schon im Sack, doch hüpften zwei Punkte noch heraus. Sonntag sorgte kurz vor Ultimo für die Strafe dafür, dass die Weinroten zuvor so sorglos mit ihren Chancen umgegangen waren. „Ob ab- seits oder nicht, interessiert mich nicht“, äzte Dynamo-Coach Dirk Vollmar. Und knapp fiel sein Kommentar zur Gelb-Roten Karte gegen Schwanke aus. „Wenn ich schon gelb gesehen habe, gehe ich so nicht in den Mann.“ Der Feldverweis jedenfalls mobilisierte bei TeBe letzte Kräfte. Vor dem 1:1 hatten Sarpkaya (76.), Steinhage (81.) und Boateng (86.), schon gute Möglichkeiten. Da aber hätte die Partie längst zu Gunsten des BFC entschieden sein müssen. Bereits in der ersten Hälfte hatten besonders Kukulies und Suwary mehrmals die Führung auf dem Fuß. Nach dem 0:1 war die TeBe-Abwehr schwer ver- unsichert, doch vermochte die Vollmar-Truppe die Chancen nicht zu nutzen und erkannte Getschmann aus unerfindlichen Gründen beim vermeintlichen 0:2 durch Suwary auf Abseits (61.). Zweimal scheiterte der durchgebrochene Wanski (63., 64.). So kam es, wie es meist kommt. Wer seine Chancen nicht nutzt, ist am Ende oft der Dumme.
BFC DYNAMO gegen SV NORD WEDDING 1893 4:1 am 13.09.03:

BFC ZEIGT TOLLE KOMBINATIONEN! Nur in der Anfangsphase konnten die Weddinger dem Favoriten BFC Dynamo Paroli bieten, dann schossen die Hausher- ren innerhalb von 30 Minuten einen standesgemäßen 4:1-Erfolg heraus. Von Anfang an zogen sich die Nordberliner mit Mann und Maus hinter die eigene Mittellinie zurück. Die Dynamo-Angreifer gewannen so ein optisches Übergewicht, mit dem sie aber zunächst nicht allzuviel anzufangen wussten. Ein ums andere Mal rannten sich die Stürmer an der Weddinger Abwehr fest, zu ungestüm und auch zu fantasielos wurden die Angriffe vorgetragen. Das änderte sich, als Kukulies die Gastgeber mit einem Volleyschuss von der Strafraumgrenze mit 1:0 in Führung brachte (25.). Wolchow erhöhte nach herrlichem Freistoßtrick von Lenz auf 2:0 (29.). Als die Hausherren nur noch nach vorn spielten, erzielte Kek per Konter den Anschluss (39.). Unmittelbar vor der Pause stellte Kukulies per Kopf den alten Abstand wieder her. Die Hausherren knüpften nach dem Wechsel nahtlos da an, wo sie in der ersten Halbzeit aufgehört hatten. Vor dem 4:1-Endstand zeigte der BFC sehenswerten Kombinationsfußball, die Spieler ließen den Ball etwa drei Minuten flüssig hin und her laufen, ohne dass die Weddinger ans Leder kamen. Wolchow lief bis zur Torauslinie, passte den Ball nach innen und Suwary hatte keine Mühe zu voll- enden. Nach diesem Treffer waren die Gastgeber wohl satt und schalteten einen Gang zurück.
MARIENDORFER SV 06 gegen BFC DYNAMO 0:0 am 21.09.03:

DIE LEERE DES FAVORITEN! Einen großen Fanblock hinter seinem Rücken zu besitzen, kann ein Team groß machen. Sobald der Fanblock jedoch plötzlich re- belliert, kommt es zum gegenteiligen Effekt. Die sonst so liebestreue Anhängerschar vom BFC sorgte nach dem 0:0 von Dynamo in Mariendorf für ein un- gewohntes Bild: Sie pfiffen auf ihr Team, als 90 Minuten vorüber waren, in denen die Gäste sich stümperhaft und teilweise auch teilnahmslos anstellten, ihren Fans das zu geben, was sie glücklich macht: ein Tor zu schießen. Dynamo kommt nicht in Tritt und so richtig weiß keiner warum. Wenn man an der Latte (Wanski), am Pfosten (Dehnert) und mehrfach an einem starken Torwart scheiter, hat dies auch mit Pech zu tun. Aber diese Entschuldigung könnte Probleme kaschieren, die wirklich auf dem BFC lasten: Vollmars Spieler kommen scheinbar mit dem Gewicht der Favoritenrolle nicht zurecht. An jedem Spieltag schwanken sie radikal zwischen Phasen der Übermacht und der Leere umher. Die erste Hälfte in Mariendorf verschliefen sie völlig, die zweite dominierten sie klar, aber wussten nicht, wie sie das unterstreichen sollten. Schwanke, Wanski und Rauschenbach hatten starke Momente, dann tauch- ten sie wieder für längere Zeit völlig ab. Jarling spielte schwach, Wolchow erst am Ende gut. Suwary und Kukulies wirkten unglücklich, aber am Sturm lag es nicht. Dafür treffen sie an anderen Tagen. Dynamo fehlt etwas Essentielles, um zur Spitze zu gelangen: Beständigkeit und Disziplin. Wie ein Team mit gespaltener Persönlichkeit. Die Verbandsliga hat ihr Jekyll und Hyde.
BSV EINTRACHT MAHLSDORF gegen BFC DYNAMO 1:1 am 12.10.03:

SUWARY KNACKT DAS BOLLWERK! Die Null stand und für den BFC schien es gegen die – vom umsichtigen Libero Sattler organisierte - Mahlsdorfer Abwehr kein Durchkommen zu geben. Die Gäste-Stürmer sahen gegen die bärenstarken Manndecker Pense und Jähnig keinen Stich, und so bedurfte es einer gehörigen Portion Glück, wenigstens noch einen Punkt mit nach Hohenhschönhausen zu nehmen: Nachdem Gehrke im Strafraum seinen eigenen Mann angeschossen hatte, fiel der Ball genau vor die Füße von Suwary, der sofort abzog und Torwart Teige keine Chance ließ. Ohnehin war der Torschütze der einzige, der im Spiel des BFC für Überraschungsmomente sorgte. Die Gäste setzten die Eintracht zwar von der ersten bis zur letzten Minute unter Druck, agierten jedoch viel zu einfallslos. Immer wieder versuchte man es mit hohen Bällen auf Kukulies, der seine Kopfballstärke gegen Jähnig jedoch zu kei- nem Zeitpunkt ausspielen konnte. Die Gastgeber machten es bei einem ihrer gelegentlichen Entlastungsangriffe besser, als Michael Hübner Demanns Flanke mit der Brust herunternahm und die Hausherren aus zwölf Metern in Führung schoss. Nur wenig später setzte der Goalgetter fast noch einen drauf, doch Torwart Tomaschewski konnte seinen 20 Meter-Knaller noch an die Latte lenken. Dynamos einzige Großchance vergab Müller. Nach Suwarys Ausgleich hatte die Eintracht zwar noch einige bange Minuten zu überstehen, konnte sich letztlich jedoch über ein verdientes Remis freuen.
BFC DYNAMO gegen VfB FORTUNA BIESDORF 1905 4:1 am 18.10.03:

REHABILITATION GELUNGEN! Deutlich verbessert gegenüber dem Vorwochen-1:1 beim Aufsteiger Eintracht Mahlsdorf spielte der BFC Dynamo am Sonn- abend im heimischen Sportforum auf. Mehr als 400 Zuschauer sahen eine mehr als eine Stunde lang offensiv ausgerichtete BFC-Mannschaft, die bereits kurz nach der Pause durch den 9. Saisontreffer von Kukulies die Vorentscheidung erzwang. Nach dem 3:0 glaubte niemand mehr an eine Wende. Zwar kam Biesdorf noch einmal zurück und hatte kurz nach dem 1:3 des eingewechselten Stephan Pech mit einem Pfostenschuss (wiederum durch Stephan), ehe Dynamo-Stürmer Suwary alle Zweifel am vierten Erfolg im fünften Heimsieg beseitigte. „Insgesamt eine klare Angelegenheit. Man hat gesehen, dass sich die Mannschaft für den Auftritt bei Eintracht Mehlsdorf rehabilitieren wollte“, sagte ein Dynamo-Sprecher. Während sich der BFC durch diesen Erfolg zunächst aus der sportlichen Krise befreit hat, wird für Aufsteiger Biesdorf die Luft immer dünner. Der Wechsel im Fortunen-Tor – Stephan Künzl er- setzte den angeschlagenen Luke Naughton – bewirkte wenig. Nach nunmehr zehn Saisonspielen sind bereits 28 Gegentore zu beklagen. BFC-Keeper Thomaschewski indes musste bislang erst sechs Mal hinter sich greifen. Weniger Gegentore weist kein Verbandsligist auf.
S.C. CHARLOTTENBURG gegen BFC DYNAMO 2:2 am 25.10.03:

LEPS RETTETE EIN PUNKT! Es konnte besser eigentlich gar nicht laufen für den BFC Dynamo. Zu Beginn stellten die Gäste die wesentlich aktivere Mann- schaft, sehr offensiv ausgerichtet mit Suwary und Kukulies ganz vorn, Heidenreich stieß ebenfalls immer wieder vorn mit hinein. Der Lohn war die frühe Führung, und wenn Kukulies nur wenig später nicht an mit Super-Reflex rettenden Wilkens gescheitert wäre – wer weiß, ob sich der SCC von einem Zwei Tore-Rückstand noch erholt hätte. „Der SCC ist noch nicht auf der Wiese angekommen“, sagte Walter Zain, der Vorsitzende der Verbandsliga-AG, tref- fend. Der fragwürdige und durch Todorow verwandelte Strafstoß aber brachte die Gastgeber besser ins Spiel. Auf der anderen Seite aber blieb der Pfiff aus, als Schilling im Strafraum Kukulies umschubste. Dynamo blieb weiter tonangebend, wenn auch spielerisch längst nicht überragend, kam dennoch zu weiteren Chancen. Doch Suwary scheiterte freistehend nach Müller-Patzer (32.), der BFC-Müller mit einem Klassefreistoß am wieder top reagierenden Wilkens (34.), der nur beim herauslaufen schwächelte. Nach dem Wechsel vergab die beste Chance nach dem Ausgleich Heidenreich freistehend (75.). In der Schlussminute aber hätte der SCC sogar noch gewinnen können, doch Thomaschewski rettete sensationall gegen Todorow.
BFC DYNAMO gegen KÖPENICKER SC 4:1 am 01.11.03:

WANSKI SCHLUG SOFORT ZURÜCK! Die Entscheidung fiel in der 75. Minute. Müller schlug einen langen Pass auf Wanski, der umkurvte aus stark abseitsver- dächtiger Position KSC-Keeper Wienhold: 2:0 für Dynamo. Zwar bäumten sich die Köpenicker kurz gegen die drohende Niederlage auf und Kersten bereit- etete mit einer schönen Einzelaktion den Anschlusstreffer durch Kotlarz vor. Doch praktisch im Gegenzug versetzte Wanski mit fulminantem Volley Schuss den Gästen den endgültigen K.o., und Wolchow setzte vier Minuten später nach prima Dribbling noch einen drauf. Vom Spielverlauf her fiel der verdiente Sieg jedoch einen Tick zu hoch aus. Im ersten Durchgang hatte Dynamo lediglich zehn starke Minuten, in denen man sich gute Möglichkeiten er- spielte. Die Dickste vergab Kukulies, als er freistehend an Wienhold scheiterte (14.). Der KSC hatte sein "Hallo wach"“ als Kolloff mit Distanzschuss (26.) & Kersten per Kopfball (27.) für Gefahr sorgten. Insgesamt enttäuschte die Begegnung aber über weite Strecken, weil beide Teams zu wenig taten. Sehens- wert allerdings war der Treffer von Wolchow, der unvermutet aus 20 Metern zur Pausenführung ins Gäste-Kreuzeck eingehämmert hatte (39.). Nach Wie- deranpfiff verflachte die Partie bis zum 2:0 vollends. Nie hatte man das Gefühl, dass der KSC zum Ausgleich kommen könnte. Im Sturm wurde der er- krankte Struck schmerzlichst vermisst, und trotz des engagierten Kolloff lief bei den Gästen nichts zusammen.
BFC DYNAMO gegen B.F.C. GERMANIA 1888 5:2 am 15.11.03:

GEGENTOR KÜSST BFC WACH! Irgendwie ungerecht: Da trifft Brutschin im Anschluss an eine Ecke mit einem spektakulären Volleyschuss zur Germania Führung und leitet damit die Niederlage seiner Mannschaft ein: „Mit diesem tollen Treffer haben wir Dynamo wachgeküsst“, sagte Germania-Trainer Blosche. Im Gegenzug fiel das 1:1 und das BFC-Überfallkommando ließ in den folgenden 17 Minuten vor der Pause noch drei weitere Treffer folgen. So war schon zur Halbzeit klar, wer diese Partie als Sieger verlässt. Dennoch war Dynamo-Trainer Orbanke nicht vollends zufrieden: „Eine Stunde lang haben wir sehr ordentlich gespielt, doch die letzten 30 Minuten möchte ich schnell wieder vergessen.“ Da verpasste der BFC, der bis dato konsequent über die Außenbahnen Druck gemacht hatte, einen deutlicheren Erfolg. Nach den beiden zuletzt schwachen Auftritten im Pokal gegen Britz (4:3 im Elfmeterschies- sen) war aber eine klare Leistungssteigerung zu erkennen. Ein Sonderlob verteilte Orbanke an Stürmer Suwary, der sich viele Bälle erkämpfte und Kalt- schnäuztzigkeit vor dem Tor zeigte.
SV SPARTA LICHTENBERG 1911 gegen BFC DYNAMO 0:3 am 23.11.03:

BFC DOMINIERT NACH BELIEBEN! Mit einer insbesondere in der ersten Halbzeit eindrucksvollen Vorstellung kam der BFC zum hochverdienten Auswärts- sieg. Temporeich, offensiv eingestellt und kombinationssicher ließ man gegenüber ängstlich wirkenden Spartanern von Anfang an keinen Zweifel auf- kommen, wer Herr auf dem Platze ist. Bereits aus der zweiten BFC-Chance resultierte die Führung: Kukulies flankt von rechts, Suwary hämmerte aus vier Metern ein (8.). Auch der zweite Treffer war eine Produktion des Sturm-Duos: Diesmal flankte Suwary von links, Kukulies verwandelte per Kopf (20.). Der BFC trug seine Angriffe geschickt über die Flügel vor und blieb auch weiterhin brandgefährlich. Besonders der agile Müller harmonierte prächtig mit den Spitzen und war von den Spartanern nie zu zu stoppen. Weil Sparta-Torwart Braun gute Reflexe bewies, fiel die Führung zunächst nicht höher aus. Aus der Abwehr heraus sortierte Lenz das BFC-Spiel souverän, im defensiven Mittelfeld trieb Schwanke unermüdlich an und tat einiges nach vorne. In der zweiten Hälfte schaltete Dynamo einen Gang zurück, kam aber dennoch zu einigen hochkarätigen Möglichkeiten. Die Spartaner steckten zwar vor impo- santer Kulisse zu keinem Zeitpunkt auf und waren nun häufiger im Ballbesitz. Allerdings konnte man die Gäste nie ernsthaft in Schwierigkeiten bringen. Suwary setzte eine Viertelstunde vor Schluss nach Müller-Ecke mit seinem zweiten Treffer den Schlusspunkt in einer fairen Begegnung, in der der fehlerfreie Schiedsrichter Ombeck ohne Gelbe Karten auskam.
BFC DYNAMO gegen VfB HERMSDORF 0:0 am 29.11.03:

VFB-BETON ENTNERVT BFC! In einem schwachen Spiel mit vielen Nickligkeiten scheiterte der BFC gegen sehr defensiv eingestellte Hermsdorfer in der er- sten Hälfte am eigenen Unvermögen: Wanski hatte Pech, als sein 16-Meter-Kracher abgefälscht über das VfB-Gehäuse strich (15.). Suwary aber vergab kläglich aus Kurzdistanz (22.) und auch Schwanke scheiterte vor Frankowiak (35.). Als Schwanke frei vor dem Gäste-Tor auftauchte (43.), legte er unver- ständlicherweise zum verstolpernden Kukulies quer, statt selbst zuv erwandeln. Hermsdorfs einziger Torschuss resultierte aus einem Freistoß. Nach dem Sietenwechsel war für Dynamo gegen die „Achter-Abwehrkette“ der Gäste kein Durchkommen mehr. Der VfB machte konsequent die Außenposi- tionen dicht, so dass das zuletzt so gefährliche BFC-Flügelspiel nicht zur Entfaltung kommen konnte. Die zusehends entnervten Platzherren versuchten es daher erfolglos durch die Mitte oder mit Distanzschüssen. Fast hätte Christoph Röttgen sogar die Gäste-Führung erzielt. Er setzte die Kugel jedoch aus fünf Metern über das Tor, nachdem er beim einzigen konstruktiven VfB-Angriff gegen sechs Dynamo-Spieler an den Ball gekommen war (70.). Einen kras- sen Fehler leistete sich Schiedsrichter Lüdtke Mitte der zweiten Halbzeit, als er dem bereits verwarnten Kukulies eine zweite Gelbe Karte zeigte, ohne das fällige Rot hinterher zu ziehen. So konnte der BFC das Spiel irregulär mit elf Mann gegen am Ende neun Hermsdorfer beenden.
FC HERTHA 03 ZEHLENDORF gegen BFC DYNAMO 0:3 am 07.12.03:

ZWEI TOLLE TORE DURCH SCHWANKE! Die Vorgabe ihrer Trainer („drei Punkte“) gingen beide Teams entsprechend engagiert in die Begegnung. Dabei fan- den die Gastgeber auf gefrorenem Boden zunächst besser ins Spiel. Die Zehlendofer störten früh, ließen den Gast nicht ins Spiel kommen und waren durch schnelle Vorstöße über den agilen Lee immer dann enorm gefährlich, wenn Torjäger Robben in Position gebracht wurde (12., 19.). Dynamo hinge- gen kombinierte zwar bis zum Strafraum gefällig, präsentierte sich jedoch zu ideenlos. Es war schon ein Freistoß als Standardsituation nötig, um Lenz nach durchaus haltbarem Schuss den Führungstreffer zu ermöglichen. Der BFC gewann nun an Sicherheit und agierte druckvoller. Kukulies (29.), Suwary (32.) und Heidenreich (38.) hätten gegen plötzlich mutlos erscheinende Herthaner noch vor dem Seitenwechsel die Entscheidung herbeiführen können. Nach dem Wechsel enttäuschten die Zehlendorfer auf der ganzen Linie. Angetrieben vom überragenden Schwanke dominierte Dynamo das Spiel nach Be- lieben. Der Routinier war es dann auch, der mit zwei tollen Treffern die Entscheidung herbeiführte: Zunächst nutzte er eine kollektive Auszeit der 03-Ab- wehr und überwand Keeper Born nach schönem Soli (54.), dann setzte er einen Abpraller aus 25 Metern in die Maschen (66.). Von einer Chance für den eingewechselten Deseler abgesehen (62.), fand Hertha 03 in der Folgezeit weder Mittel noch Einstellung, um der Begegnung noch eine Wende zu geben.
BFC DYNAMO gegen SC GATOW 2:0 n.V. am 13.12.03:

Von der ersten Minute an übte Dynamo starken Druck auf Gatow aus. Doch die Schützlinge von Trainer Orbanke benötigten eine Verlängerung zum Erfolg, weil sie so genannte Hundertprozentige reihenweise versiebten. Die Gatower spielten 90 Minuten lang gut mit, drangen aber insgesamt nur dreimal in den BFC-Strafraum ein. Sie wirkten nicht clever genug. In der zusätzlichen Spielzeit schwanden die Kräfte. Die Tore erzielten Lars Leps mit einem Kopfball und Jörn Lenz mit einem direkt verwandelten Freistoss.
FUWOSPIELBERICHTE VOM BFC DYNAMO DER SAISON 2003/04
BFC ALEMANNIA 90 WACKER gegen BFC DYNAMO 0:4 am 18.01.04:

Nach dem nach den starken Regenfällen bestens bespielbaren Wackerplatz blieb die Überraschung aus. Der Favorit wurde seiner Rolle gerecht und mus- ste nur 20 Minuten nach dem Wechsel etwas bangen. Nach herrlicher Kopfballdoublette Rudwaleit-Kukulies ging der BFC früh in Führung und hatte durch Suwary (15.) und Heidenreich (20., 27.) klare Gelegenheiten, den Vorsprung auszubauen. Als dann Suwary nach einem weiten Flankenwechsel allein vor Zahn den Ball volley in die Maschen jagte, war das Spiel gelaufen. Noch vor der Pause musste Kukulies den dritten Treffer erzielen, doch freistehend ver- gab er kläglich (43.). Der BFC-Trainer Sven Orbanke konnte mit der Vorpausenleistung zufrieden sein. Besonders über die rechte Angriffsseite wirbelten Wolchow und Rauschenbach die Wackeraner gehörig durcheinander. Nur mit dem Zweikampfverhalten einiger Akteure im Abwehrbereich haderte Orban- ke. Dort gewannen die Hausherren viele Kopfballduelle, ohne allerdings großen Nutzen daraus zu ziehen. Gefahr bestand für den sicheren Thomaschew- ski bei Freistoßsituationen. "Ich habe meine Spieler gewarnt, im Tempo nachzulassen. Aber die dachten, es wäre alles schon gelaufen." Die Dynamos wollten das Spiel in der zweiten Hälfte nach Hause schaukeln, doch plötzlich sahen sie sich einer kämpferisch aufbegehrenden Alemannia gegenüber. Ba- dur, von BSV Mitte gekommen und zur Pause eingewechselt, besaß die große Chance zum Anschlusstreffer, aber Thomaschewski hielt sein "Schüs- schen" (68.). Als dann Aydin, bereits mit Gelb bedacht, unüberlegt an der Mittellinie die Sense ansetzte und vom Feld musste, bekamen die Gäste wieder Oberwasser und konnten in den Schlussminuten das Resultat noch erhöhen. Wie gut sie Fußball spielen können, wenn man sie lässt, zeigte sich beim vierten Tor. Aus der Eckballposition lenkte Wolchow den Ball halbhoch zu Suwary, der direkt auf den langen Pfosten flankte, wo Schubert schulmäßig zum Kopfball hochstieg und Torwart Zahn keine Möglichkeit zum Eingreifen ließ. Bei den Gastgeber fehlte es an der ordnenden Hand im Mittelfeld und vor dem Strafraum am Durchsetzungsvermögen. Da hatten sie sich beim Gegner etwas abschauen können. Und wenn der für den BFC noch nicht spielberechtigte Kuhfahl den Sturm noch verstärkt, ist Dynamo in der Meisterschaft noch nicht aus dem Rennen.
BFC DYNAMO gegen SV TASMANIA GROPIUSSTADT 73 2:1 am 24.01.04:

RUDWALEIT KIPPT TOPSPIEL! Roter Ball auf weißem Eis-Schnee hieß die Devise im Spitzenspiel der Preussen-Verfolger, in dem der BFC aufgrund einer Leistungssteigerung in den letzten 20 Minuten als Sieger den Platz verließ. Bis dahin jedoch spielten die Tasmanen den clevereren Fußball. Während Dy- namo zwar mehr Spielanteile hatte, den Ball aber offenbar ins Tor tragen wollte und Kukulies und Suwary bei Woite und Pöthke in guten Händen waren, suchten die Gäste bei rutschigem Geläuf stets den schnellen Abschluß und hatten so die besseren Möglichkeiten. Folgerichtig erzielte Karakas nach Tosun-Ecke per Volley-Abnahme die Pausenführung (40.). Nach Wiederanpfiff verstärkten die Platzherren ihre Angriffsbemühungen, agierten dabei aber oft zu planlos. Zudem beherrschte Creutzman seinen Strafraum sicher. Gegenüber brachten die schnellen Tas-Angreifer die BFC-Devensive einige Male in Verlegenheit. Besonders Tosun war ein ständiger Gefahrenherd. Das Spiel kippte, als Rudwaleit nach Freistoß-Flanke zum Ausgleich traf (71.). Die Tas- manen wirkten konsterniert, nach vorne lief nun überhaupt nichts mehr zusammen. Dynamo dagegen bestimmte jetzt das Spiel. Nachdem Woite den ein- schussbereiten Kukulies im Strafraum von den Beinen holte, verwandelte Routinier Lenz den fälligen Strafstoß sicher zum umjubelten Siegtreffer (87.).
BFC DYNAMO gegen BFC ALEMANNIA 90 WACKER 4:1 am 07.02.04:

STURMSPITZEN NICHT ZU HALTEN! Obwohl Dynamo von der 52. Minute an nur noch mit 10 Mann auf dem Platz vertreten war, überrante eine hervorragend aufgelegte BFC-Offensivabteilung letztlich chancenlose Alemannen. Dabei hatten die Reinickendorfer zunächst vielversprechend begonnen. Sie standen kompakt im Mittelfeld und zwangen die Hausherren mit aggressivem Vorchecking bereits in derer eigenen Hälfte zu Fehlern. Die BFC-Abwehr wirkte an- fällig und hatte insbesondere mit dem schnellen Saidi einige Probleme. Göcmens Tor zur Gäste-Führung war daher logische Konsequenz (25.). Der Aus- gleich durch Suwary per Kopf nach Kuhfahl Ecke fiel vom Spielverlauf her zwar überraschend, brachte aber die Wende (34.). Die Dynamo-Stürmer waren von Wacker in der Folge nicht mehr zu halten und auch die Abwehr stand nun sicher. Unmittelbar nach Kukulies sehenswertem Führungstor (51.) sah Rauschenbach die Rote Karte, weil er seinen Gegenspieler beleidigt haben soll. Trotzdem hatte man eher den Eindruck, dass Dynamo mit einem Mann mehr spielte. Der BFC variierte geschickt das Tempo, hielt das Leder clever in den eigenen Reihen, um dann mit präzisen Pässen die Sturmspitzen blitz- artig in Position zu bringen. Alemannia versuchte zwar, dagegen zu halten, zeigte aber nach Suwarys zweitem Treffer (56.) im Defensiv-Verhalten Auflö- sungserscheinungen. Bei einer konsequenteren Chancenverwertung hätte das Ergebnis höher ausfallen können.
BFC DYNAMO gegen BFC PREUSSEN 1894 1:0 am 28.02.04:

KURIOSES TOR VON KUHFAHL! BFC Dynamo darf weiter vom Double träumen. Rund 600 Zuschauer freuten sich am Sonnabend über den knappen 1:0-Erfolg im vorgezogenen Viertelfinalspiel des "Oddset"-Pokals. Jetzt wartet im Halbfinale ein Oberligist (Yesilyurt oder Reinickendorfer Füchse). Durch den Erfolg nahm Dynamo gleichzeitig Revanche für die einzige Saisonniederlage, die der BFC in der Hinserie der Verbandsliga gegen die Preussen einstecken mus- ste (0:1). Entschieden wurde die Partie durch eine Szene, die sich in jedem Spiel massig wiederholt: Der Libero, Sebastian Kampe, muss als letzter Mann den Ball nur wegschlagen. Natürlich: Bei der aktuellen Lankwitzer Pechsträhne ging es schief. Kampe schoss den Stürmer an, und der, Michael Kuhfahl, traf zum Siegtor des BFC Dynamo. Und weiter geht die Dunkle Krisenkette beim Team von Mehmet Öztürk im Jahr 2004. Vor Weihnachten war die Saison ein Traum, wo alles wie von selbst lief. Der Tabellenführer der Verbandsliga erinnerte in seinem Überraschungseffekt an den VfB Stuttgart. Seit Jahres- wechsel scheint der Komet ähnlich wie bei den Schwaben unsanft aufgetroffen zu sein. "Keiner ruft ab, was er noch in der Hinrunde abrief", meinte Trai- ner Öztürk. "Einige haben Probleme damit, oben zu stehen." Zuletzt versuchte Öztürk, sein Team locker zu kriegen, ihm den Druck zu nehmen: Der Auf- stieg sei gewünscht, aber kein Muss, sagte er ihnen. Es half nichts. Die Preussen fanden nie ins Spiel, wirkten ängstlich, verunsichert und hatten nur eine echte Torchance. Oberreuter blieb schwach. Ersek griff nur kurzzeitig richtig ein. Öztürk mühte sich vorne fast allein ab. Am Ende fielen die Gäste nur noch mit Fouls auf, beendeten die Partie zu neunt und retteten sich allein in der Abschlussschwäche der Gastgeber. Dynamo brauchte nie zu glänzen und wirkte dennoch souverän. Nach der Führung reichten zur Demonstration der Überlegenheit clevere Querpässe von Wanski, die Aktivitäten auf den Flügeln von Dehnert, Wolchow und Rauschenbach sowie der solide Libero Lenz. "Wir wollen ins Finale" verbarg Trainer Sven Orbanke sein Ziel nicht. Die BFC-Bilanz 2004 ist im Gegensatz zum Ligakonkurrenten Preussen absolut lupenrein: 6 Pflichtspiele, 6 Siege, 26 Tore. 
TSV RUDOW 1888 BERLIN gegen BFC DYNAMO 0:1 am 07.03.04:

PRIMA LEISTUNG VON ARMIN PRILL! Der Gast aus Hohenschönhausen wurde an der Stubenrauchstraße seiner Favoritenrolle von Beginn an gerecht und machte das Spiel, hochkarätige Torchancen sprangen gegen die auf einen Punkterfolg hoffenden und den eigenen Strafraum konsequent verteidigenden Rudower aber kaum heraus. Der Rudwaleit-Kopfball nach einer Ecke, der am langen Pfosten vorbeistrich (13.), blieb für lange Zeit der einzige „Riese“ der Weinroten. Für Aufregung sorgte zunächst vor allem die zunehmend rüdere Gangart beider Teams. So konnte sich Jarling glücklich schätzen, dass er bei seinem Tor in der Schlussminute der ersten Halbzeit überhaupt noch auf dem Platz war, denn er hätte genauso gut auch schon unter der Dusche stehen können. Nachdem sich die Gemüter in der Pause abgekühlt hatten, wurde auch wieder Fußball gespielt. Jarling musste mit Verspätung doch noch vom Platz und Rudow witterte in Überzahl seine Chancen auf einen Überraschungserfolg. Prill schaltete sich ins Offensivspiel ein, auf der linken Seite sorgte der Maneke für frischen Wind. Die Konterchancen, die der zunehmende Druck der Grün-Weißen den Gästen eröffnete, wurden durch Heidenreich (66.) und Wolchow (90.) kläglich vergeben. Doch auch die Hausherren nutzten die fünfminütige Nachspielzeit zum Auslassen bester Gelegenheiten: Plarrés Kopf- ballverlängerung eines Maneke-Freistoßes wurde von Rudwaleit ebenso pariert wie Reicherts Versuch nach einer Prill-Flanke.
BFC DYNAMO gegen BSV EINTRACHT MAHLSDORF 2:1 am 13.03.04:

GLANZLOSER ARBEITSSIEG! Es war ein glanzloser, wenn auch verdienter, 2:1-Arbeitssieg des BFC Dynamo gegen Eintracht Mahlsdorf. Mit dem sechsten Erfolg in der sechsten Partie der Rückrunde holte der BFC die optimale Ausbeute von 18 Punkten. Die erste Halbzeit war eher langweilig. Mit wenig Lauf- bereitschaft wollte der BFC das Spiel nach Hause schaukeln. Die Gäste bemühten sich gegen den Aufstiegsfavoriten, konnten die stabile Dynamo-Abwehr aber zunächst nicht gefährden. Das Tor zum 1:0 für die Hausherren war ein Treffer wie aus dem Nichts: Dynamo hatte Einwurf, Stürmer Kuhfahl verlänger- te den Ball per Kopf und der gewitzte Kukulies nutzte einen Stellungsfehler der Mahlsdorfer Abwehr zur Führung (11.) Selbstgefällig boten die Kicker des BFC auch in der Folgezeit Standfußball, allein Agnreifer Kukulies strahlte etwas Torgefahr aus. Nach der Pause zeigten die Hausherren eine Viertelstunde lang Fußball der besseren Sorte, suchten die Zweikämpfe und zeigten Laufbereitschaft. Der BFC ging in dieser Phase fahrlässig mit seinen Chancen um, allein vier Mal tauchten Lehmann, Heidenreich und zweimal Kuhfahl völlig freistehend vor Mahlsdorfs Keeper Teige auf: jedes Mal fanden die Angreifer in Teige ihren Meister. Ein Foul im Strafraum von Eintrachts bestem Spieler Spilski an Wanski besiegelte das Schicksal der Mahlsdorfer, Kukulies vollstrek- kte vom Punkt sicher (79.). Die Gäste machten nun auf, es gelang aber nur noch der Ehrentreffer durch Gehrke (86.).
SPANDAUER SC TEUTONIA 99 gegen BFC DYNAMO 0:1 am 03.04.04:

SPITZENREITER SCHWÄCHELT! Um es gleich zu sagen: Der BFC Dynamo enttäuschte. Nicht dass sie um den dünnen Sieg zittern mussten - das 0:1 war für die überforderten Teutonen schmeichelhaft, die während der gesamten Partie auf eine halbe Torchance kamen. Dynamo entäuschte, weil es in Hakenfel- de nichts von dem demonstrierte, was die Mannschaft sonst als Spitzenreiter auszeichnet. Teutonia sah den Meisterschaftsfavoriten von seiner selt- samsten Seite: Mit einem Vakuum an Aggresivität, Chaos im Mittelfeld und vor allem zertreut im Kopf. Schlimm ging es nicht aus, weil Dynamo trotzdem gewann und - statt zu schwächeln - eher Luft geholt hat für die Woche der Wahrheit (Donnerstag beim BFC Preussen), Sonntag im Halbfinale des Oddset Pokals gegen den Oberligisten SV Yesilyurt). Alles deutete nach der Blitzführung auf einen weiteren weinroten Torrausch hin. Teutonias Motivationen lö- ste sich fix auf, als ausgerechnet Leuzzi als letzter Mann gegen Kukulies die Kugel vertändelte. Neumann rettete noch, aber im Nachschuss traf Kuhfahl. Bis zum Ende dominierte der BFC gegen den eingeschüchterten Gegner. Doch Lehmann, Kuhfahl, Wolchow und Suwary übertrafen sich gegenseitig mit vergebenen Chanchen, Stockfehlern und leichtsinnigen Fehlpässen auf dem holpigen Geläuf. Das Einfache wurde kompliziert gemacht. Sogar Wanski bil- dete keine Ausnahme , was beim ihm äußerst selten der Fall ist. Aber es reichte denoch zu drei wichtigen Punkten.
BFC PREUSSEN 1894 gegen BFC DYNAMO 1:3 am 08.04.04:

KUHFAHL MACHT SIEG PERFEKT! Ein Fehlentscheidung ebnete den Weg für den Spitzenreiter, nach Öztürks zu Unrecht erfolgter Hinausstellung und der Ein- wechslung von Suwary kam Dynamo zum Sieg, zu dem die Preussen mit Schnitzern in der Abwehr beitrugen. Beim 1:2 stand Suwary frei, beim 1:3 waren die Preussen in der Vorwärtsbewegung, aber Ersek vertändelte den Ball an Wolchow, der Kuhfahl bediente. In der ersten Hälfte gab es bis auf die beiden Treffer wenig Erbauliches zu sehen. Beide Mannschaften hatten viel Respekt voreinander, Strafraumszenen blieben aus. Vieles blieb im Ansatz stecken - was auch am Schiedsrichter Wendorf lag, der überaus kleinlich pfiff und nach Fouls die betreffenden Spieler lange belehrte. Vom Spielfluss konnte keine Rede sein, Das Spitzenspiel war von gehobener Klasse soweit weg wie Zingst von der Zugspitze. "Na Bülent, alles gesehen?", Wurde Yesilyurt-Coach Gündogdu zur Pause gefragt. "Gab ja nichts zu sehen", gab der "Spion" zurück. Nach der Pause wurde die Partie besser. Dynamo machte nun mehr Druck, doch nach Öztürks Hinausstellung hielen die Preussen gut dagegen. Bis auf die beiden Patzer, die die Partie letztlich entschieden..
BFC DYNAMO gegen SV YESILYURT 1973 1:2 am 11.04.04:

BELLOMO SCHIESST YESILYURT INS POKALFINALE! Yesilyurt darf weiter vom zweiten Pokalsieg nach 2001 träumen. Das Team von Trainer Bülent Gündogdu setzte sich im Halbfinale des Oddset-Pokal gegen den BFC Dynamo verdient mit 2:1 durch. In dem brisanten, aber insgesamt fairen Aufeinandertreffen - auf dem Rasen und auf den Rängen - hatten die Weddinger mehr vom Spiel, mehr Chancen und schossen mehr Tore. "Wir haben 70 Minuten sehr guten Fußball gespielt", sagte Gündogdu. Dem war so. Vor mehr als 2000 Zuschauern wurde Yesilyurt vom Anpfiff weg seiner Favoritenrolle gerecht und be- stimmte das Geschehen auf dem Platz. Die Abwehr um Libero Gatti setzte nicht nur die gegnerische Spitzen matt, sondern auch Akzente im Aufbauspiel. Das Mittelfeld mit Regisseur Yildiz spielte seine technischen Vorteile aus, zog das Spiel gegen die tiefgestaffelte Dynamo-Defensive in die Breite und suchte den Weg über die Außenbahnen (Akcesme, Ahmetcik). Vor allem Yakut hatte große Möglichkeiten, die Spiel- und Feldüberlegenheit Yesilyurts in Treffer ummünzen, doch seine Versuche fanden nicht das Ziel (10., 17.). Zweimal hatte Yakut kein Glück und dann kam auch noch Pech dazu, als sein Schuss nach feiner Kombination über Parlatan und Bellomo am Querbalken landete (29.). Besser machte es Sturmkollege Bellomo, der mit zwei Treffern einen vermeitlich beruhigenden Vorsprung herausschoss. Das Spiel, unter der sicheren Leitung von Bundesligaschiedsrichter Lutz-Michael Fröhlich, schien zu Gunsten der Gäste gelaufen, denn von Dynamo war 70 Minuten lang bis auf Eifer wenig zu sehen. Der Verbandsliga-Primus legte den Fokus mehr auf die Defensivarbeit denn auf das Setzen von Nadelstichen im gegnerischen Strafraum. Gewollt, aber auch ungewollt. Dem Spiel nach vorne man- gelte es an Tempo und Passgenauigkeit. Auch Standards verpufften ergebnislos. Doch wer dachte, die Partie sei nach dem zweiten Tor Yesilyurts ent- schieden, sah sich arg getäuscht. "Nach dem 0:2 haben wir so gespielt, wie wir uns das von vornherein vorgenommen hatten", sagte BFC-Coach Sven Orbanke. Sprich: Die Initiative ergreifen und Druck ausüben. Dynamo kam in der Folge zu guten Chancen (77. Kukulies, 79. Dehnert, 80. Jarling) und durch Suwary zum Anschlusstreffer. Das Tor hauchte dem BFC neue Hoffnung ein - und der Partie neue Spannung. Der Oberligist wankte fiel aber nicht mehr um. Nun stehen Yesilyurts Traum vom zweiten Pokaltriumph "nur" noch Herthas Amateure im Weg …
KÖPENICKER SC gegen BFC DYNAMO 0:2 am 17.04.04:

KUHFAHL EIN ECHTER KNIPSER! Als KSC-Stürmer Nortey nach Wienholds Abschlag allein vor Thomaschewski auftauchte, sich jedoch von Rudwaleit abkoch- en ließ (68.), fragte sein Trainer Boer rhetorisch: "Was wollen wir noch bekommen?" Diese Szene war Beleg dafür, dass eine Spitzenmannschaft gerade dann eine solche ist, wenn mit wenig Aufwand das Maximale erzielt wird. Hinten stand Lenz gewohnt souverän, war bei den Standarts präsent und fädel- te auch einige Angriffe ein, während die Dynamo vorn mit Kuhfahl einen echten Knipser besitzen, der offensichtlich immer für mindestens einen Treffer gut ist. Das langt gegen den KSC, der sich nach gutem Start und Möglichkeiten durch Wetzels Heber (4.) sowie Kolloffs Versuch (33.) unverständlicher Weise zurückzog und dem abgezockten BFC das Terrain überließ. Bei den Blauen häufte sich auch die Fehlerquote schon in der Spieleröffnung, wobei Welke Glück hatte, das der Spitzenreiter erst einen Ballverlust des Liberos mit anschließender 5:2-Überzahl durch Lenz nach Kuhfahls Rückpass nicht nutzte (59.), ehe Wolchow nach abermaligem Lapsus des Kapitäns eine Kuhfahl-Ablage vorbei schoss (75.). Die Weinroten wurden in der Abwehr gar nicht mehr geprüft und trafen durch einen Wanski-Freistoß noch die Latte (73.).
BFC DYNAMO gegen MARIENDORFER SV 06 2:1 am 21.04.04:


Leider gab es keinen Fuwospielbericht.
B.F.C. GERMANIA 1888 gegen BFC DYNAMO 1:4 am 02.05.04:

SPEKTAkULÄRES TOR VON LENZ! In einer rasanten Begegnung behielt der BFC Dynamo verdient die Oberhand, auch wenn der Sieg gegen aufopferungsvoll kämpfende Germanen letztlich mindestens um ein Tor zu hoch ausfiel. So täuscht das Ergebnis darüber hinweg, dass die Gäste sich die drei Punkte sehr wohl hart erarbeiten mussten. Die womöglich Spiel entscheidende Szene trug sich nach gut einer halben Stunde zu, als Germania-Torwart Schönfisch den Schuss des heraneilenden Kuhfahl außerhalb des Strafraums mit der Hand abfing. Schiedsrichter Scharlach zückte rot. War diese Entscheidung noch absolut vertretbar, zeigte sich der Unparteiische in der Folgezeit zumeist leider hoffnungslos überfordert. Noch vor dem Wechsel brach Dehnert aus ab- seitsverdächtiger Position den Bann. Auch zu zehnt stellten sich die Gastgeber nach Wiederanpfiff keineswegs nur hinten rein und wurden dafür mit dem Ausgleich durch Gürsoy belohnt, der einen wunderschönen Spielzug nach Flanke von Brutschin per Kopf erfolgreich abschloss. Nicht weniger Tor des Monats verdächtig war der erneute Führungstreffer durch Libero Lenz, dessen Freistoß von der Strafraumgrenze wie ein Strich im Dreiangel einschlug. Germania 88 musste dem Kräfte raubenden Spiel in Unterzahl nun Tribut zollen, so dass Rauschenbach und der für den glücklosen Kuhfahl gekommene Leps den Vorsprung noch ausbauen konnten.
BFC DYNAMO gegen BERLINER SC 3:0 am 24.04.04:

SUWARYS VORENTSCHEIDUNG! Dynamo-Coach Sven Orbanke durfte zufrieden sein, unter seiner Regie bleibt die Truppe in der Rückrunde ohne Punktver- lust. Aber es war ein hartes Stück Arbeit, ehe der Sieg gegen den Abstiegskandidaten unter Dach und Fach war. Torjäger Kukulies hatte sein Team am Sonnabend zwar bereits in der 10. Minute mit 1:0 in Führung gebracht, nachdem er in der 3. Minute noch am gut parierenden BSC-Keeper Blanke geschei- tert war, doch ein sanftes Ruhekissen war die Führung nicht. Nachdem Lehmann das 2:0 auf dem Fuß hatte (sein Schuss verfehlte das BSC-Gehäuse ganz knapp, 19.), kamen die Gäste besser ins Spiel Ein Konter über Kuppis brachte Gefahr für Dynamo-Keeper Thomaschewski (27.), der Ausgleich aber fiel nicht. Zu Beginn der zweiten Hälfte wirkten die Hohenschönhausener etwas verschlafen, der BSC war drin im Spiel. Nach einem feinen Spielzug musste erneut Thomaschewski sein ganzes Können aufbieten, um gegen Orschmann das 1:1 zu verhindern (58.). Nach einer knappen Stunde aber die Vorent- scheidung: Suwary versenkte einen Lenz-Freistoß per Kopf zum 2:0. Kukulies schließlich sorgte mit seinem 29. Saisontreffer für das letzte Highlight und kam der Torjägerkanone ein weiteres Stückchen näher.
BFC DYNAMO gegen SV SPARTA LICHTENBERG 1911 2:0 am 08.05.04:

KUKULIES TRIFFT, WIE ER WILL! Die Gäste von Sparta Lichtenberg versuchten mit restriktivem Defensivverhalten ein Unentschieden zu erzielen – eine Tak- tik, die nicht aufging. Der BFC konnte einen ungefährdeten Start-Ziel-Sieg feiern. Schon in der 3. Minute wand sich der unnachahmliche BFC-Angreifer Ku- kulies um seinen direkten Bewacher Schmidt herum, zog von der Strafraumgrenze ab, sein unhaltbarer Schuss landete zur 1:0-Führung im Sparta-Tor. Ein früher Schock, von dem sich die Gäste aus Lichtenberg nie erholten. Sparta stand in der Abwehr nicht schlecht, die entscheidenden Duelle im Mittelfeld wurden aber verloren, so hingen die Spitzen Fraune und Brychcy (in der zweiten Hälfte Jaensch) völlig in der Luft. Der BFC spielte es leicht und locker her- unter, ab und zu blitzte die Klasse der genialen Zuspieler Wanski und Kuhfahl auf. Die Fans nahmen es ihrem BFC nicht übel, sie waren längst in Feier- laune. Auch nach der Pause konnten die Lichtenberger das Tor des neuen Meisters nicht einmal ernsthaft in Gefahr bringen, überhaupt lagen zwischen der Ballbehandlung der Meisterkicker und der der Abstiegskandidaten Welten. Danny Kukulies bestrafte einen Fehler von Spartas defensivem Mittelfeld- mann Wenzel mit seinem 31. Saisontreffer. In Anbetracht des sicheren Sieges taten die Hausherren nicht mehr als nötig. Suwary (2.), Kuhfahl und Rau- schenbach hätten das Ergebnis für den neuen Meister höher schrauben können, vergaben aber aus aussichtsreichen Positionen. Das störte aber nie- manden mehr, nach neunzig Minuten knallten im Sportforum die Sektkorken.
VfB HERMSDORF gegen BFC DYNAMO 1:3 am 16.05.04:

SUWARY MACHT ALLES KLAR! Vor der (für Dynamo-Verhältnisse) „Geisterkulisse“ entwickelte sich frei von irgendwelchen Zwängen ein temporeiches, gutklassiges und vor allem ausgesprochen faires Verbandsliga-Spiel. „Man hat schon gemerkt, dass es nicht mehr wirklich um etwas geht“, bilanzierte VfB-Sprecher Stefan Broszeit. Der als Meister und Aufsteiger feststehende BFC Dynamo schlug die technisch feinere Klinge, die Gastgeber hielten mit ihren altbekannten Tugenden wie Kampfkraft und Laufbereitschaft dagegen. Vorentscheidend war der Doppelschlag der Gäste kurz nach der Halbzeitpau- se. Danach aber legten die Gastgeber ihre Zurückhaltung ab und machten nun mehr Druck. Folgerichtig fiel der Anschlusstreffer durch den eingewechs- elten Flemming, der zu einem Aktivposten im Spiel der Nordberliner wurde. Doch Dynamo schloss einen Konter zum letztlich verdienten, aber vielleicht um ein Tor zu hoch ausgefallenen 3:1-Sieg ab. Eine gute Partie bei den Gastgebern machte auch Bozinvski gegen den Top-Torjäger der Liga, Kukulies, der diesmal leer ausging. In die Bresche sprang Suwary mit einer blitzsauberen Leistung, die er mit zwei Treffern krönte. Die Hermsdorfer verpassten die Chance, sich an den Preussen vorbei auf den dritten Platz zu schieben. Aber das scheint den Nordberlinern auch nicht so wichtig. „Wir haben unser Sai- sonziel mit einem einstelligen Tabellenplatz längst erreicht“, so Broszeit. „Ob wir nun Dritter, Vierter oder Sechster werden, ist uns schnuppe.“
This page created with Cool Page.  Click to get your own FREE copy of Cool Page!
BFC DYNAMO gegen STEGLITZ GB 14:0 am 30.08.03:


Leider gab es keinen Fuwospielbericht.
BFC DYNAMO gegen TSV RUDOW 1888 BERLIN 3:0 am 27.09.03:

STREICHELEIEN GEGEN FRUST! Neuerdings schauen bei Dynamo exotische Zuschauer vorbei. Japaner mit Kameras wuseln durch das Sportforum und fil- men, was sie vor das Objektiv kriegen, seit der Verein einen Sponsoringvertrag mit Sony abgeschlossen hat. Die Asiaten müssen gedacht haben, dass der BFC die Verbandsliga oppositionslos regiert. So einseitig und einfach schlugen die Hohenschönhausener ein völlig überfordertes Rudow. Dabei war der Pflichtsieg eher eine Streicheleinheit gegen die Unruhe der letzten Wochen, wobei die Neuköllner in die Rolle des armen Opfers schlüpfte. BFC-Trai- ner Dirk Vollmar zeigte gegenüber der Krise eine harte Hand und nominierte seine Elf diesmal nicht nach Namen, sondern nach Trainingsleistungen. Schwanke und Wolchow saßen nur auf der Bank. „Jeder ist ersetzbar“, ist Vollmars neues Credo. Das Ergebnis war ein hochkonzentriertes Dynamo, wo Heidenreich frischen Wind brachte, Wanski und Dehnert herausstachen, die Verteidiger Rudwaleit und Rauschenbach mit zahlreichen Vorstößen das Flü- gelspiel aufleben ließen und die Stürmer ihre Aufgaben erfüllten. Kukulies köpfte Rudwaleits Flanke ins Netz und traf per Strafstoß, Suwary vollendete eine starke Aktion von Wanski. Und Vollmar schwärmte: „Wie sie sich gemeinsam halfen und in die Zweikämpfe gingen ...“ Der interne Wettbewerb formt das Kollektiv. Über Rudow gab es nichts zu sagen. Sie schossen nicht einmal aufs Tor und man hatte das Gefühl, sie waren wie die Japaner nur ein paar Fußball-Touristen.
BERLINER SC gegen BFC DYNAMO 0:0 am 08.11.03:

DER SIEGER WAR KACZMAREK! Es ehrt Sven Orbanke, dass er die Schuld am Punktverlust nicht beim Schieri suchte, sondern seiner Mannschaft anlastete. „Hier scheint mehr schief gelaufen zu sein, als ich gedacht habe“, sagte der Dynamo-Coach und kündigte an: „In der nächsten Woche werde ich da- zwischenhauen, dass es kracht.“ Tatsächlich war Dynamo wieder weit weg von den eigenen Ansprüchen. Ohne Ideen spulte der selbst ernannte Titel- favorit sein Pensum herunter, wirkte zeitweise pomadig. Die von den BSC-Coach Upmeier sehr devensiv eingestellten Gastgeber hatten es nicht allzu schwer, die Weinroten von ihrem Kasten fernzuhalten. Eine ganz starke Partie spielte Thiam, der Suwary immer wieder zwang, sich ins Mittelfeld zurück- fallen zu lassen und sich dort die Bälle selbst zu holen. Chancen waren Mangelware. Die beste Möglichkeit in der ersten Hälfte hatte kurz vor der Pause Kukulies, dessen Schuss aber zu unplatziert war. Auf der anderen Seite vergab Häsen zwei Chancen und erzielte Pantis einen Abseitstreffer. In der zwei- ten Hälfte machte Dynamo mit dem eingewechselten Leps mehr Druck, ließ konstruktives Spiel auf dem holprigen Platz aber weitgehend vermissen. Das Spiel ging Remis aus, einen Sieger aber gab es trotzdem: Kryzsztof Kaczmarek. Der junge Blanke-Vertreter machte eine sensationelle Figur. Stark in der Strafraumbeherrschung, stark auf der Linie bei zwei hammerharten Lenz-Freistößen: Der von der A-Jugend der Füchse gekommene Kaczmarek war der Mann des Tages in seinem ersten Männer-Spiel überhaupt.
VfB CONCORDIA BRITZ 1916 gegen BFC DYNAMO 3:4 (0:0) n.E am 12.11.03:

GRIEGER LÄSST SENSATION AUS! Glanzlos - und im Elfmeterschießen mit dem nötigen Glück ausgestattet - zog der BFC Dynamo in die nächste Pokalrunde ein. Und da das Glück ne billige Braut ist, die sich meistens an die Erfolgreichen ranschmeißt, hatte der Landesligist gegen den Verbandsligisten das Nachsehen. "Wir haben heute sehr gut gespielt und hatten im Elfmeterschießen Pech", brachte es nach dem Spiel Concordias Trainer Bernd Tiffert auf den Punkt. Sein Pendant Sven Orbanke atmete erleichtert durch, doch mehr noch überwog der Frust: "Ich bin überhaupt nicht zufrieden. Man hat geseh- en, dass jeder Spieler zu viel mit sich selbst zu tun hat. Auf mich wartet diese Woche eine Menge Arbeit." Besonders enttäuscht war er von Mittelfeld- mann Jarling, der sich völlig aus dem Spiel nahm und wohl demnächst eine Denkpause verpasst bekommen dürfte. Anfangs kontrollierte sein Team mit ordentlichem Kurzpassspiel das Geschehen. Schlussmann Gerc vereitelte gegen Lehmann einen frühen Rückstand (14.). Doch mit dem ersten Lebens- zeichen des Außenseiters durch den starken Reimann (21.) konnten sich die Britzer mit zunehmender Dauer vom Anfangsdruck befreien. Dynamo war weitaus mehr im Ballbesitz, verzettelte sich im Mittelfeld aber immer wieder (allen voran Suwary) und nur selten kam es im gegnerischen Strafraum zu gefährlichen Aktionen, weil der entscheidende Pass nicht ankam. Zudem waren die insgesamt 20 Eckbälle an Harmlosigkeit nicht zu überbieten. Und wäh- rend der BFC Dynamo nach dem Seitenwechsel total von der Rolle war, drehten Marquardt und Reimann im Mittelfeld auf. Grieger vergab Vier Minuten vor Schluss, von Reimann wunderbar freigespielt, die Riesenmöglichkeit zum Sieg, als er aus Nahdistanz den Ball übers Tor drosch. In der Verlängerung ver- buchte der BFC die besseren Möglichkeiten, doch weder Kukulies (107., 115.) noch Suwary (111.) und Heidenreich (114.) verhinderten ein Elfmeterschies- sen. Dieses entschied Dynamo dann für sich und kam so mit einem blauen Auge davon. Der BFC ist also weiter beständig unbeständig. Auch wenn Orban- ke im Brustton der Überzeugung verkündete: "Ich werde trotzdem noch viel Freude mit der Mannschaft haben!"
BFC DYNAMO gegen TENNIS BORUSSIA BERLIN/AMATEURE 7:0 am 14.02.04:

TORFABRIK DEKLASSIERT TEBE! Hätte Dynamo nicht nach dem schnellen 2:0 (11.) den Rest der ersten Halbzeit mit Spitze-Hacke-Eins-Zwei-Drei und Stand- fußball im Stile eines Trainingsspielchens zu Ende gebracht – TeBe wäre wohl mit zwölf statt mit „nur“ sieben Veilchen nach Hause geschickt worden. So langweilten sich die Zuschauer bis zur Pause und wunderten sich höchstens über eine Borussia, die mit solch einer Leistung ganz bestimmt nicht in die Verbandsliga gehört. Die Vierer-Abwehrkette hatte die Partie bereits verloren, bevor sie überhaupt richtig auf dem Platz stand. Das Mittelfeld fand nicht statt, und der rackernde Kazar hatte als einzige echte Sturmspitze gegen souveräne BFC-Verteidiger keine Chance. Es dauerte bis zur 34. Minute, bis Thomaschewski den einzigen halbwegs ernstzunehmenden Schuss auf seinen Kasten bekam. Die ersten zehn Minuten nach dem Seitenwechsel schaf- fte es der Tabellenletzte sogar, das Spiel ins Mittelfeld zu verlagern. Mit dem 3:0 jedoch brachen sämtliche Dämme (55.), und der in allen Belangen überle- gene und jetzt engagiertere BFC führte die Gäste für die verbleibende Spielzeit vor, ohne sich dabei besonders verausgaben zu müssen. Aus dem Schei- benschießen ging Kukulies mit insgesamt drei Treffern als erfolgreichster Schütze hervor. Das schönste Tor gelang allerdings Wolchow: Lehmann legt im Strafraum mit der Hacke vor, und Wolchow zirkelt das Leder aus der Drehung unhaltbar für den zu bemitleidenden Breitfeld zum zwischenzeitlichen 6:0 ins Borussen-Netz.
SV NORD WEDDING 1893 gegen BFC DYNAMO 3:8 am 22.02.04:

TORRAUSCH IM WEDDING! Bereits nach einer Viertelstunde war alles vorbei für die abstiegsbedrohten Gastgeber. „Wir hatten uns eine Menge vorgenom- men, ich hatte noch ausdrücklich vor den Dynamo-Stürmern gewarnt“, so der enttäuschte Weddinger Coach Frank Dietrich. „Dann aber machen wir An- fängerfehler, stimmt die Zuordnung nicht mehr.“ Hinzu kam, dass Torwart Georg Zahn einen rabenschwarzen Tag erwischte. Und der lange Rieke mus- ste nach einer frühen Gelben Karte behutsamer als sonst zu Werke gehen, um das Spielende auf dem Platz zu erleben. Er spielte erneut auf der Position des freien Mannes, der frühere etatmäßige Libero Sulcani hatte sich kurz vor dem Spiel krankgemeldet. Und dennoch nahm Dietrich etwas Positives aus der Partie mit nach Hause. „Drei Tore gegen einen solchen Gegner zu machen, ist nicht schlecht“, sagte der Coach. Torjäger Christian Bacic etwas scheint seine alte Treffsicherheit wiedergefunden zu haben, erzielte zwei Treffer. Eine gute Partie spielte auch Benbrahim als Manndecker und Uhl, der aber eine Viertelstunde vor dem Ende mit seinen Kräften am Ende war. Es wird eng für die Weddinger im Abstiegskampf, aber Dietrich hat die Hoffnung noch nicht aufgegeben. „Das Ergebnis heute tut weh, aber noch haben wir 13 Begegnungen zu absolvieren.“
VfB FORTUNA BIESDORF 1905 gegen BFC DYNAMO 0:5 am 21.03.04:

DEHNERT TRIFFT SPEKTAKULÄR! BFC-Torwart Thomaschewski verlebte einen geruhsamen Tag. Obwohl die Biesdorfer in der ersten Halbzeit mit dem stark böigen Wind im Rücken spielten, musste er nicht einmal ernsthaft eingreifen. Die Gäste bauten klug durch Lenz und Rudwaleit das Spiel auf. Als hängen- de Spitze verteilte Kuhfahl die Bälle und schaffte so mit dem lauffreudigen Wolchow und den über die rechte Seite immer wieder Flanken gebenden Deh- nert ein Übergewicht, von dem sich die Fortunen selten befreien konnten. Als Suwary nach einer Dehnert-Flanke seinen Bewacher Wiesel austrickste und die Führung erzielte, spulte der BFC sein Pensum routiniert herunter. Kukulies überwand Wietgrefe noch vor der Pause nach einem Lenz-Freistoß aus Nahdistanz. Wietgrefe nahm Kuhfahl den Ball vom Fuß (39.), während Kukulies zweimal das Leder über die Latte jagte (40., 44.). Biesdorf beschränkte sich auch nach dem Wechsel auf die Abwehrarbeit, Kroll blieb es vorbehalten, in der 52. Minute erstmals Thomaschewski zur Parade zu zwingen. Es blieb die einzige im ganzen Spiel. Dafür bewies der Torjäger Kukulies seine Qualitäten. Nach einem Freistoß und nach guter Vorarbeit von Suwary und Kuhfahl vollendete er unbedrängt. Das schönste Tor steuerte der überragende Dehnert bei, als er mit dem Rücken zum Gehäuse stehend, per Rückzieher ins äußerte Eck zielte.
BFC DYNAMO gegen S.C. CHARLOTTENBURG 2:1 am 27.03.04:

KUKULIES NUTZT RÜSTERS PATZER! Eigentlich hatte sich der SCC selbst geschlagen, obwohl der BFC 90 Minuten lang feldüberlegen war. Doch den beiden Kukulies-Treffern gingen grobe individuelle Schnitzer der SCC-Abwehr voraus. Die Gäste begannen mit kluger Defensivtaktik, machten die Räume eng, ließen den Dynamo-Spitzen wenig Luft und damit kaum Torchancen. Allerdings vermisste man zumindestens in der ersten Halbzeit die Laufbereitschaft bei den BFC-Kickern. Ein dummer Fehler unterlief Charlottenburgs Manndecker Ferreira Duarte, als der im Strafraum mit der Hand zum Ball hochsprang (18.): Kukulies ließ sich die Chance vom Punkt zur 1:0-Führung nicht entgehen. Das war es dann auch schon von einer fast ereignislosen ersten Hälfte mit viel Ballgeschiebe im Mittelfeld. Nach der Pause präsentierten sich die Hausherren verbessert, zeigten nun Laufbereitschaft und setzten die Gäste mit direktem Spiel unter Druck. Mittelfeldakteur Dehnert prüfte SCC-Keeper Wilkens mit einem sehenswerten Schuss ins kurze Eck, den Wilkens mit Klasse- Parade um den Pfosten lenkte (63.). Wenig später unterlief Charlottenburgs Libero Rüster der entscheidende Fauxpas: Völlig unbedrängt vertändelte er vor dem eigenen Strafraum das Leder, Torjäger Kukulies ließ sich nicht lange bitten und schoss eiskalt zum 2:0 ein. Als die Hausherren in der Schluss- phase nachließen, erzielte der eingewechselte Katovcic noch den Ehrentreffer.
Fußball-Woche