BFC DYNAMO gegen LUDWIGSFELDER FC 2:2 am 09.08.09:

GENIALER FREISTOSS VON KUTRIEB: Bei herrlichem Sommerwetter ein durchaus guter Saisonstart mit einem alles in allem gerechten Remis. Nach verhalt- enem Beginn hatte zunächst der LFC, der auf den verletzten Riediger verzichten musste, mehr vom Spiel und ging nicht unverdient durch einen genialen Freistoß von Kutrieb in Führung. Danach aber doppeltes Pech für die Gäste, die zunächst postwendend den Ausgleich kassierten und dann auch noch den gut beginnenden Knöfel durch Verletzung verloren. BFC-Coach Backs überraschte ein wenig mit der Aufstellung von Karaduman, der seine Chance aber nicht nutzen konnte und reihenweise Chancen vergab. Dreimal fand er in Schostock seinen Meister (23., 44. und 48.), ehe er eine Vorlage von Erdil verpas- ste (59.) bzw. drüberschoss (60.). Aprppos Erdil: der geniale Techniker braucht noch ein wenig Zeit, um sein Können optimal in den Dienst der Mannschaft zu stellen. Nach einer nahezu desolaten ersten Hälfte steigerte sich der Ex-Fuchs aber nach der Pause und deutete einige Male sein enormes Spielver- ständnis an. Dagegen machte die zweite Spitze Patschinski zwar gleich im ersten Spiel sein Tor, blieb aber ansonsten noch recht blass. Der LFC deutete bereits zum Auftakt an, dass hier ein für alle Teams unangenehmer Gegner heranwächst. Die Elf von Coach Löbenberg trat äußerst diszipliniert auf und ging robust zur Sache, ohne dabei unfair zu agieren. Wenn Riediger wieder fit ist, dürfte das Offensivspiel an Gefährlichkeit gewinnen, den Rauch und Thomas sowie später Dejagah konnten noch nicht überzeugen. In der Beurteilung des Spiels waren sich beide Trainer weitgehend  einig. Für Backs ging mit diesem Punktverlust gleich zu Saisonbeginn die Welt nicht unter. Am Einsatz hatte er nichts zu bemängeln, nur die Gegentore nach Standards ge- fielen ihm nicht. Sein Gegenüber Löbenberg sah ein Team kämpferisch äußerst stark und war mit dem Remis sehr zufrieden.
klingeltöne
FUWOSPIELBERICHTE VOM BFC DYNAMO DER SAISON 2009/10
LICHTENRADER BC 25 gegen BFC DYNAMO 1:1 am 16.08.09:

SPORKS ELFMETER AN DIE LATTE! Da muss man wohl als eine faustdicke Überraschung bezeichnen. Zugegebenermaßen war der LBC begünstigt durch die frühe Hinausstellung von Kurbjuweit, der - bereits verwarnt - bei einem Konter Spitzer an der Außenlinie ohne Chance auf Ballgewinn abgrätschte. Knapp eine Stunde musste der DDR-Rekordmeister fortan in Unterzahl überstehen. Und doch muss man das Hütchen ziehen vor dieser couragierten Vorstellung des Aufsteigers, der im sprichwörtlichen Kampf David gegen Goliath über sich hinauswuchs. Schnell übernahm der biblische Riese aus Hohenschönhau- sen bei brütender Hitze das Kommando. Vor allem der quirlige Erdil auf der rechten Seite sorgte für einige Unruhe in der LBC-Defensive. Und doch deu- tete der Zwerg mit der Schleuder in der Folge seine hinlänglich bekannte Stärke im Umkehrspiel an. Nach dem Ausgleich des agilen Becker hatte Dieder- itz sogar die Möglichkeit zum Führungstreffer, doch Thomaschewski verhinderte Schlimmeres (38.). Zur Pause reagierte Trainer Backs, brachte Stosno für Angreifer Karaduman und zog Petrowsky ins Mittelfeld. Später folgte mit Kukulies ein zweiter Angreifer, kurz darauf hatte Spork die Gelegenheit zum Führungstreffer. Nach Foul von Becker an Patschinski trat er zum Elfer an, setzte das Leder aber an die Latte (67.). Den Rest verhinderte der überragende Keeper Rahden, der mit tollen Paraden den BFC zur Verzweiflung trieb.
BFC DYNAMO gegen GREIFSWALDER SV 04 2:1 am 22.08.09:

FÜR DEN AUFWAND BELOHNT! "Ich habe die Jungs vor dem Spiel gefragt, ob sie sich nicht endlich mal für den Aufwand, den sie betreiben, belohnen wol- len." Offensichtlich hatte Dynamo-Trainer Christian Backs in der Spielvorbereitung die richtigen Worte gefunden, sein Team begann furios. Nachdem Ger- hard schon in der zweiten Minute den Pfosten getroffen hatte, agierten die Weinroten endlich auch effektiv vor dem Tor und nutzten zwei Unsicherheiten in der Greifswalder Hintermannschaft zum eigentlich beruhigenden 2:0-Vorsprung. Doch die Hausherren vergaßen, den Sack schnell zuzubinden. "Das ist momentan unser Problem, was ich auch nicht erklären kann", ärgerte sich Backs über die Vielzahl an vergebenen Chancen. Sporks Kopfbälle waren nicht platziert genug (21., 47.), Gerhards Schüsse flogen knapp am Tor vorbei (43., 53.) und Patschinski kam selten über technisch gute Ansätze hinaus. So wur- den die spielerisch überlegenden Dynamos in der zweite Hälfte aus Angst vor einem weiteren Remis von Minute zu Minute gehemmter, die couragierten Youngster aus Greifswald witterten ihre Chance. "Wir haben kräftemäßig mitgehalten und mit ein bisschen Glück gelingt uns am Ende sogar noch der Ausgleich", urteilte Gäste-Trainer Hermann Hagen. Das es nicht so kam, verbuchte Backs als reine Gerechtigkeit: "Endlich stand Aufwand und Nutzen bei uns in einem vernünftigen Verhältnis".
BFC DYNAMO gegen BRANDENBURGER SC SÜD 05 3:3 am 30.08.09:

UNTERHALTSAME TROTZREAKTION! Die Dynamos tun sich weiterhin schwer auf eigenem Platz, obgleich sie auch dieses Mal wieder alle Trümpfe in der Hand hatten. Der aus dem Nichts erzielte Führungstreffer der Gäste wurde nahezu umgehend gekontert und nach dem einzigen Fehler des gegnerischen Torwarts sogar in eine Führung umgewandelt. Doch Ruhe trat selbst nach der vermeintlichen Vorentscheidung zum 3:1 nicht ein. So verschenkte man leichtfertig zwei Punkte gegen ein Rivalen, der nur kämpferisch überzeugen konnte, zu keiner Phase des Spiels ans Aufgeben dachte und letztlich nicht einmal unverdient einen Punkt mitnahm. Nach einer mehr als turbulenten Woche bei den Hohenschönhausener (gemeint der Weggang von Rudwaleit und Kukulies) war man gespannt auf die Reaktion der Mannschaft, die mit einer Trotzreaktion ein passables und unterhaltsames Spiel hinlegte. Die Gastgeber hatten reichlich Chancen. So schoss Patschinski volley drüber (10.), hielt Ellenberg gekonnt gegen Karaduman (18., 23., 30.) und vergab Oumari einen Rie- sen (29.). Andererseits konnten sich die Dynamos bei ihrem Keeper Thomaschewski bedanken, der die knappe Führung mit zwei blitzsauberen Paraden in die Pause rettete. Nach dem Seitenwechsel blieb der Gastgeber weiter tonangebend und hatte gute Möglichkeiten zur endgültigen Endscheidung. Er- neut reagierte Ellenberg klasse gegen Patschinski (52.), der kurz darauf den Pfosten traf (59.). Der Elfmeter zum 3:2 rüttelte dann die Gäste wach, die nun ihre Chance witterten. Schon der eingewechselte, quirlige Ucherek hatte den Ausgleich auf dem Fuß, aber Thomaschewski parierte (71.). Nach dem 3:3 wollte der BSC sogar alle drei Punkte und fightete bemerkenswert. Die junge Unparteiische hatte nun alle Hände voll zu tun und tat nicht immer das Rich- tige. So haderten vor allem die Gastgeber mit ihr, weil sie ihnen einen vermeintlichen Elfer verweigerte. Hektik pur, als Spork Gelb sah und der Co-Trainer der Brandenburger den Spielrand zehn Minuten vor Schluss verlassen musste. Beide spielten alles oder nichts, wobei die Backs-Elf noch dreimal den Siegtreffer durch Patschinski, Spork und Preiß auf dem Fuß hatte. Natürlich konnte Backs mit dem Ergebnis nicht zufrieden sein, wollte die Einsatzbereit- schaft aber nicht kritisieren. Doch seine Elf lässt sich zu einfach und zu schnell von der eigenen Linie abbringen. Sein Kontrahent Mario Block beklagte das fußballerisch schlechteste Spiel seiner Elf in dieser Saison.
BFC DYNAMO gegen KSF ANADOLU-UMUTSPOR 4:0 am 06.09.09:

Einbahnstraßenfußball, aber nur vier Tore. Die Gäste verkauften sich zumindest in der Defensive ganz gut, nach vorn allerdings ging so gut wie gar nichts. Dynamo lief vor 148 Zuschauern mehrfach ins Abseits und vergab Chancen, die für ein zweistelliges Ergebnis gereicht hätten. Dynamo-Coach Backs är- gerte sich über die Rote Karte gegen den dreifachen Torschützen und Matchwinner Preiß: "Da hat Schiri Paffrath völlig überzogen."
BFC DYNAMO gegen F.C. ENERGIE COTTBUS II 3:0 am 12.09.09:

ENTSCHEIDUNG NACH ZEHN MINUTEN! Spielentscheidend und höchst umstritten war die Szene nach zehn Minuten: Energie-Keeper Lehmann hatte seinen Innenverteidiger Zickert mit einem missglückten Abstoß in die Bredouille gebracht, Patschinski sprang dazwischen und bediente mit feinem Auge Sturmpartner Karaduman. Die rettende Grätsche vom von hinten heraneilenden Zickert ahndete Schiedsrichter Streich mit Strafstoß und Platzverweis. "Völlig unverständlich", fand Cottbus-Trainer Detlef Ullrich die "Tatsachenentscheidung" (Dynamo-Coach Backs) des Unparteiischen. Ullrich war nicht der Einzige im Stadion mit der Meinung, dass sein Verteidiger sauber den Ball gespielt habe. "Bis dahin war es ein klasse Spiel von uns und ich hätte gern gesehen, wie die Partie ohne den Platzverweis gelaufen wäre." In Unterzahl präsentierten sich die veranlagten, diesmal aber stark ersatzgeschwächten Gäste dann jedoch erstaunlich schwach und waren zu keiner Zeit in der Lage, die sattelfeste Dynamo-Defensive ins Wanken zu bringen. Abwehr- Neuzu- gang Amadeus Wallschläger lieferte an der Seite des wie gewohnt absolut souveränen Petrowsky ein bärenstarkes Debüt, erntete schon nach acht Mi- nuten für eine perfekt getimte Grätsche am eigenen Strafraum Szenenapplaus und überzeugte mit Einsatzwillen, Übersicht und feiner Technik. BFC-Trai- ner Christian Backs zeigte sich denn auch zufrieden mit Defensivleistung seines Teams. "Schön, dass wir zum ersten Mal in dieser Saison zu null ge- spielt haben und dass wir endlich auch mal ein Spiel, das wir schon im Hafen geglaubt haben, auch sicher nach Hause bringen konnten." Verbesserungs- potenzial sah er vor allem nach der Pause, als seine Elf zeitweise zu zaghaft agierte und mal wieder einige Großchancen (Gerhard, Patschinski) fahrlässig vergab.
REINICKENDORFER FÜCHSE gegen BFC DYNAMO 0:3 am 20.09.09:

AUFSCHWUNG DANK KARADUMAN! Eine Halbzeit lang tat sich Favorit Dynamo ausgesprochen schwer gegen das massive Deckungsgeflecht der Füchse. Zwar konnte sich das Duo Kurbjuweit und Preiß auf der rechten Flanke ein paar Mal ansprechend in Szene setzen, aber wirklich gefährliche Torszenen kamen dabei nicht zustande. Nach einem tollen Solo von Oumari kam Patschinski frei zum Schuss, sein Versuch glich aber eher einer Rückgabe auf Dame (16.). Defensiv hingegen wurde der BFC kaum gefordert, die Innenverteidigung Petrowsky und Wallschläger verlebten gegen Mätschke und später Nerger einen entspannten Nachmittag. Die Angriffe der Füchse wirkten immer dann verheißungsvoll, wenn das Leder über Selanci lief. Der technisch veranlagte Spielmacher war der einzige offensiv ausgerichtete Akteur hinter dem Einmannangriff. Einmal immerhin kamen in der ersten Hälfte auch die Reinicken- dorfer gefährlich vor den Kasten von Thomaschewski, aber Groths Kopfball ging knapp am langen Pfosten vorbei (28.). Das junge Füchse-Team muss sich wohl darauf einstellen, in diesem Jahr lange in den Abstiegskampf verstrickt zu sein. Neben Keeper Dame und den Manndeckern Otto und Görgen fehlen dem Team noch ein paar erfahrende Stützen und insbesondere im Angriff scheinen die Nordberliner in diesem Jahr doch etwas dünn besetzt. Der Auf- schwung des BFC kam zur zweiten Hälfte. Trainer Backs brachte mit Karaduman eine weitere Spitze, Preiß ließ sich fortan ins Mittelfeld zurückfallen. Und was hatte Karaduman für einen Auftritt: Drei Minuten nach seinem Erscheinen besorgte er den Führungstreffer, weitere drei Minuten später gar das 2:0. Später konnte ihn Görgen im Strafraum nur per Foulspiel stoppen. Ein Elfmeter für Dynamo und die Ampelkarte für den bereits verwarnten Görgen waren die Folge. Den harmlosen Elfer von Ex-Bundesligaprofi Patschinski konnte Dame aber mühelos aus dem Eck fischen (68.). Und schließlich bereitete der äußerst cool auftretende Karaduman mit seinem tollen Pass auf Patschinski auch noch den dritten Treffer vor. Eine Halbzeit gespielt, zwei Treffer erzielt, einen vorbereitet und einen Elfmeter herausgeholt - effektiver kann man wohl kaum auftreten!
BFC DYNAMO gegen SV FALKENSEE/FINKENKRUG 2:0 am 27.09.09:

KURBJUWEIT RAGT HERAUS! Eine Stunde lang zeigte der BFC eine ansprechende Leistung und trat im Stile eines Spitzenteams auf. Dabei imponierte vor al- lem die Flexibilität der Mittelfeldakteure, zu denen der überzeugende Kurbjuweit noch aufrücken konnte, weil Falkensee mit Chamkhi lediglich eine Spit- ze aufgeboten hatte. Ob Preiß oder Spork in die Spitze stießen, Erdil oder Oumari auf die Flügel auswichen, Kurbjuweit sich doch in die auf hohem tech- nischen Niveau agierende Hintermannschaft zurückzog oder alle auf einer Linie agierten - bei Dynamo passte es einfach. Über kleine Unsicherheiten, als sich etwa Kurbjuweit/Preiß sowie Thomaschewski/Petrowsky jeweils uneinig waren. Sliwa aus der Distanz (18.) und Halici (36.) die sich anschließenden Gelegenheiten aber nicht nutzten, konnte man hinwegsehen. Denn obwohl die Grünen im Anschluss an Halicis Eingabe durch Knaaks Verlängerung auf das kurze Eck die erste Chance der Partie vergaben (5.), wurde dieser Elan nicht konserviert, sondern den Dynamos weitgehend das Feld überlassen. Der sehr agile und mit intelligenten Pässen glänzende Patschinski nach Zuspiel von Preiß (31.) sowie Kurbjuweit, der Erdils Flanke am langen Pfosten vorbei köpfte (43.), hätten noch für ein besseres Resultat sorgen können. Auch zu Beginn der zweiten Hälfte bestimmten die Weinroten zunächst das Gescheh- en, obwohl Falkensee nicht zuletzt durch Yolcu, der früh den unter Magenkrämpfen leidenden Guggenberger ersetzte, offensiver wirkte. Nach Kurbju- weits Flanke und Patschinskis Volleyschuss (56.) schlich sich beim BFC der Schlendrian ein. Lässigkeiten, unnötige Ballverluste, mangelnde Entschlos- senheit und fehlende Konzentration prägten fortan das Spiel. So setzte Kurbjuweit nach Knaaks Handspiel einen Elfmeter an die Latte (64.), der viel zu lan- ge zögernde Gerhard scheiterte im Konter nach Patschinskis Querpass an Lutz (72.) und Adler verdarb eine 3:1-Überzahlsituation gegen S. Meier, als er Patschinski und nicht den im Zentrum "blank" lauernde Gerhard bediente (87.). Falkensee hingegen witterte Morgenluft, rappelte sich allmählich auf und gestaltete die Partie mit zunehmender Dauer auch deshalb offener, weil Yolcu endgültig und außerdem noch Scheinig zu Chamkhi in die Spitze gin- gen. Nur so richtig zwingend war das alles nicht. Chamkhi vergab die größte Chance, als er ein Zuspiel des leichtfüßigen Wilcke über den Kasten drosch (77.).
VfB LICHTERFELDER FC BERLIN 1892 gegen BFC DYNAMO 1:3 am 04.10.09:

THOMASCHEWSKI ALS RÜCKHALT: Für die Hausherren begann die Partie denkbar schlecht. Die Hoffnungen auf einen vielleicht nachlässigen Gast erfüllten sich nicht, denn schon der erste Dynamo-Angriff brachte die Gäste in Front. Patschinski köpfte eine Maßflanke von Oumar aus acht Metern über Bittner zum 0:1 ins lange Eck. Wer nun allerdings einen Sparziergang des BFC erwartete, wurde ebenfalls enttäuscht. Dynamo blieb überlegen, gestattete aber - mit der Führung im Rücken Lichterfelde recht viel Spielraum. Das rächte sich, als der gute Kunzel am linken Flügel von Leitgeb steil geschickt wurde und frei vor Thomaschewski die Ruhe behielt. So stand es plötzlich 1:1, was die Gäste kurz beeindruckte. Wer weiß, wie die Partie gelaufen wäre, hätte nicht der sichere BFC-Rückhalt Thomaschewski den 18 Meter-Versuch von Kunzel (25.) zur Ecke gelenkt. Der Knackpunkt der Partie folgte kurz darauf auf der Gegenseite. Nach Intervention seines Assistenten bewerte Schiedsrichter Rohde die Aktion von Raue gegen Patschinski als Foul und entschied auf Elf- meter. Aus Sicht der Hausherren eine zumindest fragwürdige Entscheidung, zumal der Tatort hart an der rechten Strafraumgrenze lag. Einerlei, die Chan- ce vom punkt ließ sich Erdil nicht nehmen. Der BFC-Mittelfeldmann verwandelte sicher zur erneuten Gäste-Führung und beendete damit auch Dynamos kuriose Serie der vergebenen Elfmeter. Im Anschluss hatte der LFC zwar seine beste Phase, blieb aber oft schon im Ansatz stecken, weshalb kaum Tor- gefahr zustande kam. Die beste Gelegenheit zum Ausgleich vergab T. Felsenberg (35.) noch vor der Pause, Thomaschewski lenkte dessen 14 Meter Schuss stark zur Ecke. Kurz nach Wiederbeginn bot sich Kunzel (48.) frei vor dem Dynamo-Kasten aus sechs Meter erneut die Chance, aber er brachte die Kugel nicht unter Kontrolle. Dann zeigten die Gäste beim 3:1 ihre Klasse. Karaduman vernaschte nach Zuspiel von Kurbjuweit erst Loder und ließ dann Torwart Bittner per trockenem Flachschuss keine Abwehrchance. Das war schon die Entscheidung. Technisch und taktisch versiert kontrollierte Dynamo darauf im zweiten Abschnitt das Geschehen. Die Hausherren hingegen überboten sich an Harmlosigkeit. Der Ex-LFCer Preiß (63., 81.) vergab noch zwei klare Möglichkeiten, das Resultat höher zu gestalten. Für Unmut bei den Lichterfeldern sorgte die Schiedsrichter-Ansetzung, das Gespann aus Rostock sei gerade für ein Berliner Oberliga-Derby nicht gerade die kostengünstigste Variante gewesen.
BFC DYNAMO gegen SG BLANKENBURG 8:1 am 10.10.09:

Die hohe Niederlage trübte die prima Stimmung der Gäste-Fans keineswegs. Im Gegenteil: "Hurra, das ganze Dorf ist da", sangen die rund 100 Blanken- burger im Gästeblock des Sportforum und feierten dabei immer wieder ihren Torwart Nachtigall, der trotz eines unglücklichen Eigentores und der ins- gesamt acht Gegentreffer vielfach zu überzeugen wusste. Ebenfalls auffällig: Kapitän Oliver Weise und der laufstarke Stürmer Steven Puhlmann. Der fünf Klassen höher angesiedelte BFC brauchte derweil 24 Minuten, ehe Ex-Bundesligaprofi Patschinski das Torfestival eröffnete.
BFC DYNAMO gegen FSV 63 LUCKENWALDE 1:2 am 17.10.09:

MUTIG UND MIT BREITER BRUST! Nicht ohne Genugtuung stellte Luckenwaldes Trainer Ingo Nachtigall nach dem Spiel fest: "Hochmut kommt vor dem Fall" und übte damit offene Kritik am Auftreten der Dynamos. "Als wir vor dem Spiel fragten, welche Kabine wir haben, wurde uns flapsig entgegnet, wir sollen doch den Platzwart fragen. Gastfreundschaft sieht anders aus, aber dadurch braucht ich meine Jungs gar nicht weiter motivieren." Der Aufsteiger trat beim großen Favoriten überraschend mutig und mit breiter Brust auf und nicht nur Nachtigall stellte nachher fest: "Wir waren überlegen und haben ver- dient gewonnen." Hochkonzentriert und wachsam in der Defensive, raubten die Luckenwalder der Kreativabteilung des BFC mit robuster Zweikampf- führung und vielen taktischen Fouls im Mittelfeld den Nerv. Dazu setzten sie die zuletzt so sichere Dynamo-Abwehr mit forschen und quirligen Angreifern unter Druck und zwangen sie zu ungewohnt vielen Flüchtigkeitsfehlern. "Das war unsere schlechteste Saisonleistung", stöhnte BFC-Trainer Christian Backs und tat sich unmittelbar nach Spielschluss schwer mit einer Erklärung. "Unterschätzt haben wir den Gegner eigentlich nicht. Ein wenig spielt der Spielverlauf eine Rolle, immerhin hatten wir schon nach vier Minuten die erste Hundertprozentige." Hätte Karaduman nach Oumari`s Eingabe nur ein paar Zentimeter weiter nach links gezielt, wäre vielleicht etwas Ruhe in die Aktionen der Gastgeber eingezogen. Stattdessen agierten sie über die gesamte Spielzeit nervös und fahrig. Außer Karaduman`s Großchance nach feinem Oumari-Pass (57.), die Petereit glänzend parierte, produzierte Dynamo wenig Gefährliches. Patschinski dribbelte sich bei fast jedem Ballbesitz fest. Karaduman`s Schüsse und Wallschlägers Kopfbälle stellten Petereit vor keine Probleme. Ein Treffer lag stattdessen eher auf der Gegenseite in der Luft. "Wenn wir noch ein bisschen cleverer sind, können wir drei oder vier Tore machen", fand FSV-Coach Nachtigall und erinnerte sich an Lorenz`s Fernschuss (60.), Seidel`s Schuss ans Außennetz (63.) oder die Doppelchance von Lindner und Schmidt (71.).
TORGELOWER SV GREIF gegen BFC DYNAMO 2:5 am 24.10.09:

DYNAMO GEWINNT DAS FAN-DUELL! Gut gelaunte BFC-Fans feierten nach dem deutlichen Sieg noch lange mit ihrer Mannschaft. Und gewannen ganz neben- bei auch den "Zuschauer-Wettbewerb". Denn 650 Berliner Anhängern standen in der Gießerei-Arena "nur" 600 Einheimische gegenüber. Auf einem Banner erinnerten die Hauptstädter an ihren Senioren-Stürmer Michael Mielke, der am 18. Oktober im Alter von 34 Jahren ermordet worden war. Mit einer Schweigeminute wurde vor dem Anpfiff des Verstorbenen gedacht. "Ein ganz, ganz großes Dankeschön an unsere Fans, die uns hier so zahlreich unter- stützt haben. Das war nach der Heimpleite in der vergangenen Runde so nicht unbedingt zu erwarten.", freute sich BFC-Trainer Christian Backs. "Nach dem relativ schnellen 0:1 wuchsen bei mir die Sorgenfalten. Aber dann haben wir immer besser in diese Partie gefunden und eine sehr gute zweite Halb- zeit gespielt." Backs`s Kollege Dieter Timme rang mit der Fassung: "Das war sehr bitter. Und wir haben nun außerdem eine personelle Krise. Denn zu den fünf fehlenden Stammspielern kommen zwei weitere Ausfälle. Grzegorczyk hat nach Gelb-Rot eine Zwangspause vor sich und Jager wurde mit Verdacht auf Kreuzbandschaden ins Krankenhaus gebracht. Die Berliner boten eine grundsolide Partie - ohne die brutal überlegende Mannschaft zu sein. Denn auch die Schwächen des Gastgebers machten die Männer aus der Hauptstadt stark. So sah Stefan Richter im Greif-Tor bei zwei Treffern unglücklich aus und verschuldete einen Elfmeter. Eine oft unsortierte Torgelower Abwehr und stumpfe Spitzen kamen hinzu. "Ein verdienter Sieg. Wir waren zweikampf- stärker, spielerisch überlegen. Da geht der Erfolg, auch in dieser Höhe in Ordnung" zog BFC-Kapitän Guido Spork ein positives Fazit. 
BFC DYNAMO gegen MALCHOWER SV 90 4:0 am 31.10.09:

MIT FREUDE NACH VORN GESPIELT! Es war nicht nur das deutliche Ergebnis, das bei den Hohenschönhausener Gastgebern allgemeine Glückseligkeit und bei den Gästen von der Müritz Ernüchterung auslöste. "An guten Tagen spielt Dynamo jeden Gegner an die Wand", sagte Malchows Trainer Sven Lange nachher und gab die eigene Chancenlosigkeit zu: "Heute war so ein Tag. Wir sind über 90 Minuten gar nicht ins Spiel gekommen und hatten zu viele Total- ausfälle, die wir nicht kompensieren konnten." Dabei ließen die durchaus beachtlich in die Saison gestarteten Aufsteiger zu Beginn ihre bekannten Stär- ken hin und wieder aufblitzen. Taktisch sehr diszipliniert und gut organisiert, gingen sie hinten robust in die Zweikämpfe und zeigten im Spiel nach vorne technisch und spielerisch vielversprechende Ansätze. Bei Dynamo war zunächst die - ebenfalls bekannte - Verunsicherung im Spiel gegen den Aufstei- ger zu spüren (bisher gab es ein Remis beim LBC und eine Niederlage gegen Luckenwalde). Ohne den gesperrten Kapitän Spork fehlte in der ersten Viertelstunde noch die Ordnung im Mittelfeld, Kurbjuweits Flanken fanden zunächst nicht das Ziel und Preiß stellte sich mit Unkonzentriertheiten bei seinem energischen Vorstößen oft selbst ein Bein. Die erste große Möglichkeit zur Führung ergab sich dann auch für den MSV. Einen langen Freistoß von Senkpiehl hatte Kalkavan auf Geers verlängert, der köpfte jedoch nur an die Latte (14.). "Wenn Malchow da trifft, entwickelt sich ein komplett anderer Spielverlauf", wusste BFC-Coach Christian Backs. Nach dieser Szene konnte sein Team allerdings den Schalter umlegen und drückte fortan die überwäl- tigen Gäste mit aller Wucht in die eigene Hälfte. Nicht von ungefähr war es der stets gefährliche und im Strafraum unwahrscheinlich präsente Firat Kara- duman, der mit seinem abgebrühten Schuss im 1-gegen-1 gegen Kornfeld den Bann brach, übrigens glänzend aufgelegt vom sehr mannschaftsdienlich agierenden Nico Patschinski. Schon vor der Pause hätte Dynamo nachlegen können, doch sowohl Patschinskis Lupfer (36.) als auch Gerhards starker Fernschuss (37.) flogen ans Aluminium. "Schön zu sehen, mit wieviel Freunde die Mannschaft nach dem 1:0 nach vorne gespielt hat, die Höhe des Sieges ist aber letztendlich egal", zeigte sich Backs am Ende zufrieden. "Vor dem Spiel war ich unsicher, wie stabil wir inzwischen sind. Umso erleichterter bin ich jetzt"
FSV OPTIK RATHENOW gegen BFC DYNAMO 1:2 am 07.11.09:

KUNSTSCHUSS VON ZIELKE ZU SPÄT! In einem "packenden Spiel vor einer guten Kulisse" (BFC-Trainer Christian Backs) entführte Dynamo drei Punkte aus Rathenow. Dabei nötigte ihm Optiks Spielweise großen Respekt ab, denn der FSV machte das Spiel. Doch "Aufwand und Nutzen haben nicht gestimmt", monierte Trainer Ingo Kahlisch. Seine Spieler gelang es bis zur letzten Spielminute nicht, das Leder über die Linie zu bugsieren. Mal stand ein Abwehr- spieler im Weg (Kopfball von M. Lettow/12.), dann hielt Thomaschewski auch noch den Nachschuss von Topuz. Oder die Rathenower verfehlten einfach das Gehäuse wie beispielweise Scholz mit seinen Freistößen in der 8. Und 38. Minute. So gingen die Weinroten mit gefühlten anderthalb Chancen in Füh- rung, wobei nicht alle Rathenower Zuschauer den Elfmeterpfiff des gut leitenden Schiedsrichters  verstanden. Karaduman hatte sich ihrer Meinung nach fallen gelassen, nachdem er den Ball schon an Sengespeick vorgelegt hatte. Eiskalt nutzte nach dem Wechsel Dynamo die verlängerte Pause von Leroy, um sich schließlich vollends auf Konter zu verlegen. Diese jedoch sahen oft nur im Ansatz gut aus. Konzentriert zu Ende gespielt, hätte die endgültige Entscheidung fallen müssen. Rathenow gab sich jedoch nie auf, scheiterte aber am eigenen Unvermögen vor dem Tor, der gut organisierten Defensive des BFC oder an Thomaschewski. Der sehenswerte Anschluss fiel logischerweise zu spät. BFC-Coach Backs war mehr als glücklich über die drei Punkte: "Wir wussten, dass die Trauben hoch hängen, wenn wir zur besten Abwehr der Liga fahren." Was sein Kollege Kahlisch mit "beide Tore haben wir selbst gemacht" bestätigte, seiner Mannschaft aber keinen Vorwurf machen wollte: "Der BFC hat, so habe ich das auch noch nicht erlebt, eigentlich kaum Tor- chancen gehabt. Ein Lob an meine Mannschaft für den Einsatzwillen und die Laufbereitschaft."
BFC DYNAMO gegen SV GERMANIA 90 SCHÖNEICHE 4:1 am 21.11.09:

TRAINER BERGER LEGT SICH FEST: RÜCKSTAND RÜTTELT BFC WACH - GERHARDS TRAUMTOR! Germania Schöneiche zählte bislang nicht gerade zu den Lieb- lingsgegner des BFC Dynamo. Von den letzten sechs Spielen gewann der BFC gerade mal eines, in der vergangenen Saison hieß es 0:1 und 0:3. Doch am Sonnabend war vieles anders, auch wenn es in den ersten 20 Minuten nicht unbedingt danach ausgesehen hatte. "Dynamo ist für mich der klare Favorit auf den Titel." Mit dieser Aussage wollte Schöneiches Trainer Dirk Berger nach dem Spiel nicht etwa die höchste Saisonniederlage seiner Mannschaft kaschieren. Vielmehr lobte Berger die reife Spielanlage des Gegner und stellte die individuelle Klasse einiger Dynamo-Akteure heraus: "Mit weit weniger Aufwand, als wir ihn betrieben haben, war der BFC deutlich besser." Dynamo startete allerdings schwach. Kapitän Spork, Preiß und Erdil unterliefen zu- nächst reihenweise Flüchtigkeitsfehler, die Schöneiche dankend annahm. Über die schnellen Günther und Scharlau griffen die Gäste munter an - bis zur verdienten Führung. Dieses Tor jedoch rüttelte den BFC wach. Jens Manteufel, der sich beim 0:1 von Flankengeber Günther überlaufen ließ, schien seinen Fehler sofort wieder gut machen zu wollen. Binnen drei Minuten gelangen dem Außenverteidiger zwei gute Flanken, die der durchweg starke Gerhard sowie der fleißige Karaduman eiskalt zur Wende nutzten. Von diesem Doppelschlag erholten sich die Schöneicher nicht mehr. Nachdem Karaduman (39.) und Spork (43.) das 3:1 verpasst hatten, sorgte Patschinski kurz nach der Pause für die Vorentscheidung: Absolut sehenswert, wie der Ex-Profi den Ball am herauseilenden Greulich vorbei ins Eck schob. Und als Dynamo auch noch die Chancen von Schljachta und Matthias Manteufel (60., seinen Kopfball köpfte Wallschläger von der Torlinie) überstanden hatte, war das Spiel entschieden. Entsprechend gut war die Stimmung im BFC-Lager. Gut 1000 Zu- schauer freuten sich bei sonnigem Herbstwetter, dass die Hohenschönhausener die am Spieltag zuvor erstmals eroberte Tabellenführung verteidigt hatten. Selbiges soll nun folgen in den beiden noch ausstehenden Hinrundenspielen gegen Ankaraspor und Neustrelitz.
BSV AL-DERSIMSPOR gegen BFC DYNAMO 1:3 am 14.11.09:

THOMASCHEWSKI IM BLICKPUNKT! Eine Halbzeit lang sah es so aus, als ob der BFC Dynamo ohne große Mühe ins Achtelfinale des Berliner Pilsner-Pokals einziehen würde. Der Oberligist ließ von Beginn an Ball und Gegner laufen und versäumte nur, eine höhere Führung herauszuschießen. Gelegenheiten dazu besaßen der agile Preiß gleich zweimal und Gerhard, während Al-Dersimspor zwar bemüht wirkte, aber nur einmal für Aufsehen sorgte, als Thoma- schewski einen 25m-Schuss von Dogan mit toller Parade den Einschlag verwehrte (45.). Nach dem Wechsel fand der Landesligist besser ins Spiel und wer weiß, wie die Partie ausgegangen wäre, hätte Oktan per Foulelfmeter (Stosno an Abou-Khalil) zum Ausgleich getroffen. Thomaschewski tauchte je- doch in die richtige Ecke und parierte den nicht allzu scharf geschossenen Strafstoß. Der Routinier im Tor des BFC stand auch danach noch mehrfach im Blickpunkt. Die Dynamo-Spieler mussten von Trainer Christian Backs schon lautstark zu mehr Laufbereitschaft ermahnt werden, um nicht eine böse Überraschung zu erleben. So dauerte es bis zur 70. Minute, bis der bis dahin kaum in Erscheinung getretene Patschinski einen Konter zum 2:0 abschloss. Erst danach übernahmen die Dynamos wieder das Kommando und fuhren einen letztendlich verdienten Sieg ein. Nicht gut zu sprechen auf den Spielaus- schuss des BFV ist Battal Akdag, 1. Vorsitzender von Al-Dersimspor, weil der Verein das Spiel aus Sicherheitsgründen im Katzbachstadion durchführen musste. "Das hat uns fast 4.000 Euro gekostet", betont Akdag. "Wir hätten auch ohne Probleme an der Züllichauer Straße spielen können, was weitaus billiger gewesen wäre". Dazu der Vorsitzende des Spielausschusses Bernd Wusterhausen: "Dynamos Präsident Norbert Uhlig hat uns vorab auf die Ge- fahren auf dem kleinen Platz an der Züllichauer Straße hingewiesen. Aus Fürsorgepflicht beiden Vereinen gegenüber haben wir uns für das Katzbach- station entschieden."
BERLIN ANKARASPOR KULÜBÜ 07 gegen BFC DYNAMO 1:3 am 29.11.09:

MEINHARDT MACHT ALLES KLAR: BAK VERTEILT GASTGESCHENKE - BLITZSTART VOM BFC! "BAK begrüßt den BFC" war auf dem Transparent zu lesen, das die BAK-Spieler beim Einlaufen vor sich her trugen. Dem BFC-Anhang wurde sofort warum ums Herz. Herzlich Willkommen bei Freunden. Doch das war noch nicht alles, die Gastgeber legten in punkto Gastfreundschaft nach. Gerhard flankte, Patschinski ließ sich die Chance nicht entgehen. Wo war die Defensive? Ob solcher Großzügigkeit kannte die Freude auf den Rängen kaum noch Grenzen. Wenig später säbelte dann auch noch Gümüs Kurbjuweit im Strafraum um. Den Elfmeter verwandelte Erdil souverän. Das Spiel schien gelaufen, ehe es so recht begonnen hatte. Die frühe Führung war allerdings Gift für Dynamo. Wohl im Glauben, den Sieg in der Tasche zu haben, ließen die Gäste langsam aber sicher nach. Die Gastgeber schüttelten sich kurz durch und nahmen den Kampf auf. Thomaschewski hielt jedoch, was auf sein Tor kam und bei Kirsteins Geschoss hatte er im Pfosten einen zuverlässigen Assis- tenten. Die Laune von BFC-Coach Christian Backs trübte sich sichtlich ein. In dieser Phase zeigte der Tabellenführer gerade mal zwei gute Spielzüge. Zu- nächst schickte Preiß Patschinski mit einem wunderbaren Pass auf die Reise - Endstation Dolecek. Dann war es Ex-Profi Patschinski, der an der Mittellinie einen Gegner ausspielte, um unverzüglich Guido Spork per Traumpass zu bedienen. Sporks Geschoss zischte über Doleceks Gehäuse. Nach dem Wech- sel sollte sich die Laune von Backs nicht verbessern. Plötzlich fiel das 1:2. Das Spiel stand jetzt auf des Messers Schneide. BAK nahm die Herausforder- ung an, der BFC versuchte das Spiel über die Zeit zu bringen. Für die Gastgeber kam erschwerend dazu, dass sie noch Fuß und Cakmak durch Gelb-Rot verloren. Obwohl das Team von Trainer Öztürk aufopferungsvoll kämpfte und nie aufsteckte, blieben die klaren Chancen aus. Die Gäste hatten dagegen mehrfach die Möglichkeit, alles klar zu machen. Allein in der 90. Minute vergaben zwei Mal Ullrich sowie Patschinski klarste Chancen. Während das Wech- selkontingent der Gastgeber, auch verletzungsbedingt, früh erschöpft war, hatte sich Trainer-Fuchs Backs seine Wechselspielchen für die hektische Schlussphase aufgehoben. So nahm er immer wieder Tempo aus dem Spiel und verschaffte seinem Team Ruhepausen. In der 87. Minute schickte er Meinhardt ins Rennen. Der zahlte in der dritten Minute der Nachspielzeit prompt zurück und machte mit dem 3:1 alles klar.
BFC DYNAMO gegen TSG NEUSTRELITZ 2:4 am 06.12.09:

AM ANFANG NICHT ANWESEND: EHEMALIGE BERLINER GLÄNZEN BEI NEUSTRELITZ GALA! Woran lag es, dass der designierte Herbstmeister im Spitzenspiel eine derart klare Niederlage hinnehmen musste, die noch weitaus höher hätte ausfallen können und von den zahlreichen Zuschauern so nicht erwartet werden konnte? War es der fehlende Druck aufgrund der gesicherten Poleposition über die Winterpaus oder einfach die grandiose Leistung des Gastes, der den Dynamos kaum Luft zum Atmen ließ? Die bereits in den letzten beiden Heimspielen dominierende Offensive der Hamann-Schützlinge stellte nun auch auswärts ihre Klasse unter Beweis. Dabei glänzten vor allem Dingen die Berliner Spieler in den Reihen der Gäste, allen voran der überragende Tor- wart Schelenz und die schnellen und unermüdlich rackernde Rehausen und Schrödter. Der Ex-Köpenicker Rehausen degradierte dabei die BFC-Abwehr mit seiner Schnelligkeit teilweise zu Statisten, während Schrödter als hängende Spitze nahezu fehlerlos die Bälle verteilte. Auch dem langen Duggert war kein Laufweg zuviel und er verstand sich mit dem auf ungewohnter Position spielenden Scholl prächtig. Eine derart kompakte und schnörkellos spielen- de Elf wird auch in der Rückrunde ein gefährlicher Gegner sein. Dynamo war in den ersten zwanzig Minuten einfach nicht anwesend, so dass der Gegner schalten und walten konnte, wie er wollte. Für die Elf von Trainer Backs, bei der der gelbgesperrte Stürmer Karaduman schmerzlich vermisst wurde, lief absolut nichts zusammen. Selbst der sonst sichere Thomaschewski zeigte ungewohnte Schwächen und konnte seiner Hintermannschaft keinen Halt geben. Es war keinesfalls so, dass die Gastgeber keine Chancen gehabt hätten, vielmehr gingen sie damit zu leichtfertig um bzw. fanden in Schelenz ihren Meister. Ob Oumari (15.), Patschinski (25., 45., 54.), Kurbjuweit (34.), Gerhard (41., 43.), Preiß (67., 87.), Manteufel (57.) oder Erdil, der kläglich den Ball Schelenz in die Arme spielte (81.), sie alle ließen die Fans verzweifeln. Die Kontermöglichkeiten der Neustrelitzer allerdings waren noch weitaus hochka- rätiger, so als Duggert knapp vorbeischoss (17.), Rehausen und Jovanovic eine Doppelchance vergaben (30.), erneut Duggert an Thomaschewski schei- terte (36.) und Schrödter und Richter allein vorm Tor versagten (70., 90.). Der Sieg der Gäste war dementsprechend hochverdient.
BFC DYNAMO gegen SV SPARTA LICHTENBERG 1911 6:3 n.E. am 09.12.09:

SPARTA VERPASST DIE SENSATION! Landesligist Sparta verlangte Oberliga-Herbstmeister BFC alles ab. Über 120 Minuten blieb das Team von Trainer Schickram unbezwungen und schied erst im Elfmeterschießen aus. Der BFC hatte die Mehrheit der Spielanteile, allerdings verteidigte Sparta geschickt. Über weite Strecken war kein Zweiklassenunterschied zu sehen. Spartas wenige Konter waren gegen eine nicht immer aufmerksame Abwehr der Haus- herren gefährlich. Wer nach der BFC-Führung einen Sparziergang des Favoriten erwartete, wurde von den einsatzfreudigen Spartaner überrascht. Gont- charenko besorgte das nicht unverdiente 1:1. Als dann Dynamo-Keeper Thomaschewski bei Schmidts weitem Freistoß beim Herauslaufen zögerte, köpf- te Feiler ein - 1:2. Jetzt rannte Dynamo wütend an, Gerhard (64.) und Patschinski (67., Innenpfosten) ließen beste Chancen aus. Erst Preiß` Einzelaktion brachte das 2:2. Nach Sporks Ampelkarte hatten Wolgast (101)und Frick (105.) sogar die Sensation auf dem Fuß. Im Elfmeterduell avancierte schließlich BFC-Schlussmann Thomaschewski zum Helden.
F.C. ENERGIE COTTBUS II gegen BFC DYNAMO 2:0 am 13.03.10:

TORJUBEL HIER NICHT ERLAUBT: Obwohl erstmal in 2010 zu einem Punktspiel angetreten, wusste der BFC in den ersten 20 Minuten mit einigen gefälligen Passasgen zu gefallen. Am ehesten dran am Torerfolg war Erdil, doch Gladrow holte dessen Schuss aus dem Eck (8.).  Allmählich übernahmen die Gast- geber dann die Initiative und drängten die Berliner in deren Hälfte. Vor allem über die rechte Seite, auf der Heiko Schwarz regelmäßig mit Oumari Karus- sell fuhr, erwuchs viel Gefahr für Rothe und dessen Abwehrkette. Die ganz großen Torchancen für die Cottbuser U 23 ergaben sich jedoch nach Frei- stößen: Erst knallte Schwarz einen Schuss vom Strafraumeck direkt in die Mauer (37.), wenig später scheiterte Schinke aus zentraler Position - nur knapp ging sein 22-Meter-Schuss am linken Pfosten vorbei ins Aus. Auch die verdiente Führung entsprang einer Standardsituation. Von links zirkelte Schwarz eine Ecke genau auf den (völlig freistehend) lauernden Zickert, der mit seinem Kopfball Rothe keine Chance ließ. Mit dem Anstoß zur zweiten Hälfte zün- deten dann die Berliner ein erneutes (Stroh-) Feuerwerk. Die ganz großen Chancen blieben zwar aus, doch zwang Dynamo den Tabellenführer in die Defensive. Eine Situation, die Cottbus vorerst mit Konterfußball überbrückte. Eine solche Aktion sorgte dann für die Vorentscheidung. Wieder war es der laufstarke Schwarz, der auf der rechten Außenbahn Oumari den Ball abjagen konnte. Sein präzises Zuspiel erreichte den zentral postierten US-Amerika- ner Chris Wright, der mit einem fulminanten Schuss unter die Latte das 2:0 markierte. Freuen durfte er sich darüber nur kurz, denn für seinen zu emsi- gen Torjubel vor den eigenen Fans erhielt er seine zweite Verwarnung und somit Gelb-Rot: "Mir hat keiner gesagt, dass man sich in Deutschland über sein Tor nicht freuen darf!" Sein Coach Detlef Ullrich gab später zu, seinen Neuzugang auf diese Regel nicht hingewiesen zu haben. Er selbst aber hätte wissen müssen, dass man (trotz aller verständlicher Erregung über ein böses Foul an Hempel) als Trainer nicht auf den Platz laufen darf. Die Konsequenz: Platzverweis für den Fußball-Lehrer. So führten in der Endphase Routinier Thielemann und Torwartlegende Piplica die Cottbuser zum Sieg in diesem Spitzenspiel, das mit 2930 Besuchern (allein 2000 aus der Hauptstadt) einen neuen Saisonrekord präsentierte. Und das in der Energie-Reserve einen "absolut verdienten Sieger" (BFC-Coach Christian Backs) gefunden hatte.
BFC DYNAMO gegen REINICKENDORFER FÜCHSE 1:0 am 20.03.10:

CO-PRODUKTION DER EX-FÜCHSE! Von Minute zu Minute wuchs auf den Rängen im Sportforum die Ungeduld. Zum ersten Heimspiel der Rückrunde fuhr der BFC Dynamo zwar die ersten drei Punkte im Jahr 2010 ein, spannte seine Anhänger (diesmal nicht ganz so zahlreich anwesend wie noch in Cottbus) aber ganz schön auf die Folter. Dabei sah es nach einer Viertelstunde so aus, als würde alles seinen geregelten Gang gehen. Den jungen Füchsen fehlte zu- nächst die rechte Ordnung, so dass ihr Trainer Claudio Offenburg "schon Schlimmeres befürchten musste". Erst recht, nachdem eine Co-Produktion zweier Ex-Füchse zur Führung für den BFC führte. Einen langen Ball von Kadir Erdil erlief der sehr agile Firat Karaduman und vollendete überlegt. Sehr viel mehr Kreatives kam in der Folge jedoch nicht aus dem Dynamo-Mittelfeld, die Dreierkette der Füchse mit zwei zusätzlichen defensiven Außenspielern fing sich und ließ bis zur Pause nichts mehr zu. Nach dem Seitenwechsel sah Offenberg eine "sehr schöne, feine Steigerung" seiner Elf, die nun in Sachen Raumaufteilung und Zweikampfverhalten überzeugte. Paradox, dass sich dennoch die Torchancen für Dynamo häuften. Littmann köpfte an die Latte (50.), Preiß übers Tor (67.), Gerhards Schüsse flogen vorbei (86. und 90.), und Brendels Versuch klärte Joao auf der Linie (87.). "Wir müssen bei der Chancenverwertung schnellstens etwas tun", sprach BFC-Coach Christian Backs den Fans von der Seele, "es ist nicht garantiert, dass man jede Woche das Glück hat und so ein Spiel gewinnt, obwohl man so schludert". Spätestens, als der glücklose Patschinski den Ball völlig freistehend Keeper Dame in die Arme kullerte (76.) und ihn aus Nahdistanz neben das Tor stocherte (87.), waren die ersten weinroten Anhänger der Verzweiflung nahe und befürcht- eten, für die Nachlässigkeiten noch bestraft zu werden. Dass es nicht so kam, begründete Backs damit, dass seine Mannschaft "die Vorgaben im Ab- wehrverhalten gut umgesetzt und keine klare Torchancen zugelassen)" habe. Eine Aussage, die sein Pendant Offenberg mit einem leicht verwunderten Gesichtsausdruck quittierte. Er dachte wohl an die einzige brenzlige Szene im BFC-Strafraum, als Spork den Ball an den aggressiv störenden Böttcher verlor. Schedlinskis Schuss im Anschluss aber von Rothe pariert wurde und Böttcher beim Nachschuss im Abseits stand (54.). "Wir haben verdient ge- wonnen", zog Backs ein positives Fazit und sah eine Steigerung seiner Mannschaft im Vergleich zur Vorwoche. "Jetzt ist es erstmal wichtig, dass wir unseren Rhythmus finden."
BFC DYNAMO gegen KÖPENICKER SC 2:0 am 24.03.10:

POKAL: DYNAMO IM HALBFINALE: Favorit BFC Dynamo hat mit einem 2:0 Arbeitssieg gegen den Köpenicker SC verdientermaßen den Sprung ins Halbfinale des Berliner-Pilsner-Pokal geschafft. Berlin Ligist Köpenick agierte sehr defensiv. "Wir wollten mehr eigene Nadelstiche setzen. Das ist uns so nicht ge- lungen", sagt KSC-Coach Marko Maschke. Nach dem Wechsel erhöhte der BFC deutlich den Druck. Gerhard (50.) und Patschinski (61.) vergaben aber beste Chancen. "Wir haben Geduld bewiesen", lobte Trainer Christian Backs. Ein Patzer des ansonsten sicheren KSC-Keeper Lenhard brachte die Gäste auf die Verliererstraße, Patschinski nutzte dies zum 1:0 und legte spät das 2:0 auf. Im Halbfinale kommt nun für den BFC gegen Viktoria 89 zum Aufeinandertref- fen mit den Ex-Dynamos Robert Rudwaleit und Danny Kukulies.
SV FALKENSEE/FINKENKRUG gegen BFC DYNAMO 0:3 am 27.03.10:

ALLER GUTEN DINGE SIND DREI! Im dritten Anlauf nahmen die Dynamos erstmals alle drei Punkte aus Falkensee mit nach Hause, zuvor hatten sie dort zwei- mal überraschende Niederlagen (2006 mit 1:4, 2009 mit 0:1) eingesteckt. Dabei brauchten die Gäste aus der Hauptstadt nicht einmal eine spielerische Glanzleistung hinzulegen. Vielmehr wurden ihnen die drei Tore von ziemlich indisponierten Falkenseern aufgelegt. Beim 0:1 ging Purrmann auf der linken Abwehrseite zu halbherzig in den Zweikampf. Preiß konnte ungehindert auf den völlig freistehenden Erdil eingeben. Vor dem 0:2 gab es einen krassen Fehlpass von Eckl, der hinterher ein Foul reklamierte. Patschinski wurde von Keeper Stein im Strafraum von den Beinen geholt. Erdil verwandelte den Elfmeter sicher ins rechte Eck. Vor dem 0:3 hatte Kötzsch eigentlich alle Zeit der Welt, den Ball anzunehmen. "Hintermann"-Rufe ignorierend wurde er ihn aber am eigenen Strafraum los,  die Flanke köpfte Patschinski zum endgültig entscheidenden 3:0 ein. Auf "FF"-Seite überraschte die geringe Gegenwehr, denn eigentlich hatten die Gastgeber in diesem Match nichts zu verlieren. Die beste Chance hatten die Falkenseer noch, als BFC-Keeper Rothe den straf- fen Schuss von Halici (77.) nicht festhalten konnte und zur Ecke lenkte. Ansonsten fanden die Platzherren kein Mittel gegen die sicher stehende Vierer- kette der Gäste. Auch in der zweiten Halbzeit leisteten sich die "FF"-Kicker hinten gravierende Schnitzer (Sliwa), die aber vom BFC nicht mehr so konse- quent genutzt wurden.
LUDWIGSFELDER FC gegen BFC DYNAMO 0:3 am 01.04.10:

PREISS BRINGT DYNAMO SCHWUNG! In der Pause griff Heiko Bonan auf Bewährtes zurück: Statt des ungewohnten 4-2-3-1 Systems wie in der ersten Hälfte ließ der neue Dynamo-Trainer seine Elf das schon unter Amtsvorgänger Christian Backs übliche 4-4-2 praktizieren. Dynamos zuvor lausiges Angriffsspiel wurde durch die veränderte Taktik lebendiger, woran die Doppel-Einwechslung von Preiß und Karaduman hohen Anteil hatte. Beide schossen nicht nur die Tore, sondern halfen mit, den Druck auf die LFC-Deckung zu erhöhen. Vor allem Christian Preiß sprühte vor Spiellaune. Er zeigte sich laufstark, trick- reich, schnell, wendig - oder mit einem Wort: überragend.
BFC DYNAMO gegen LICHTENRADER BC 25 3:0 am 05.04.10:

DYNAMO MIT LANGEM ANLAUF! Die Mauertaktik des LBC geht nur bis zu Rießlers Platzverweis auf! Der BFC Dynamo brauchte wieder einen langen Anlauf, um zu diesem Arbeitssieg zu kommen. Gegen den insgesamt mehr als harmlos auftretenden LBC war zunächst wieder einmal die Chancenverwertung das große Manko. Betont nüchtern beschränkten sich die Gäste nur aufs Verteidigen des torlosen Zwischenstandes, ließen Dynamo anlaufen. Für den spielerisch überlegenen BFC wurde es ein Geduldsspiel. Vor der Pause fehlten der Offensive der Hausherren die Übersicht und der rechte Zug zum Tor. Das Eckenverhältnis wuchs zwar auf 11:0 an, aber echte Torgefahr blieb selten. Eine Freistoßflanke von Kurbjuweit (6.), verfehlte den Kasten knapp und ein Patschinski-Kopfball (33.) brachte nichts ein. Die Schüsse von Karaduman (20.) und Manteufel (21.) wehrte LBC-Keeper Rahden ab. Und was er nicht be- reinigte, klärte Gehrmann (17.) und Robrahn (18.) gegen Preiß und Karaduman auf der Torlinie. So ging es trotz klarer Überlegenheit des BFC mit 0:0 in die Kabinen. Dennoch war spürbar, dass die Gäste so nicht über die Zeit kommen würden. Als sich kurz nach Wiederbeginn LBCer Rießler mit zwei dummen Fouls gegen Petrowsky und Karaduman mit Gelb-Rot selbst aus dem Spiel nahm, schwand die Hoffnung für die Gäste, sich einen Punkt zu ermauern. Denn von Entlastung konnte beim LBC keine Rede sein, einzig ein Weller-Kopfball (58.) stellte Rothe überhaupt eine Prüfung dar. Zu wenig. Dynamo erhöh- te nochmal die Schlagzahl. Erdil brachte die dreizehnte Ecke präzise nach innen, wo Spork aus zehn Meter ins kurze Eck köpfte und mit der hochverdien- ten Führung für Erleichterung sorgte. Danach war die Sache klar, denn auch ohne den recht soften Elfmeter für Wellers Einsatz gegen Spork (den Erdil sicher zum 2:0 nutzte) und Wienbreyers 3:0 - Schlusspunkt wäre der BFC gegen diesen LBC wohl nicht mehr in Schwierigkeiten geraten. Der BFC-Trainer Heiko Bonan stimmte am Ende das Ergebnis, auch wenn in den kommenden Wochen andere Gegner sicher mehr Gegenwehr leisten werden. "Das war wieder ein Schritt in die richtige Richtung. Wir haben 90 Minuten Tempo gemacht, Druck aufgebaut und gegen einen defensiven Gegner die nötige Geduld bewiesen."
BFC DYNAMO gegen VfB LICHTERFELDER FC BERLIN 1892 2:1 am 10.04.10:

STARKER ANTREIBER WIENBREYER! Irgendetwas muss bei der Spielvorbereitung von Heiko Bonan schief laufen bzw. in seiner Halbzeitansprache mächtig motivierend sein. Nun schon im dritten Spiel seiner Amtszeit als Trainer des BFC Dynamo wirkte seine Mannschaft vor der Pause träge, gehemmt und ideenlos, um dann nach dem Seitenwechsel aufzudrehen und Druck auf des Gegners Tor aufzubauen. "Jedes Spiel geht bei 0:0 los", rechtfertigte sich Bonan nachher, "man muss immer erst den Gegner bespielen, bekämpfen und dann die Tore machen". Mit dem Lichterfelder FC stellte sich diesmal ein besonders harter Brocken im Sportforum vor, der sich nachher von allen Seiten Komplimente abholte, für die er sich nichts kaufen kann. "Der Gegner hat es uns unwahrscheinlich schwer gemacht und sich extrem gut gewehrt", stöhnte Bonan, während sein Gegenüber Michael Wolf die "kämpferisch über- ragende Leistung" seiner Elf lobte. In der Defensive gut von Kapitän Johannes organisiert (der unter der Woche übrigens genau wie Christian Leitgeb für sein 200. Ligaspiel im Dress des LFC geehrt wurde), setzten die Gäste immer wieder gefährliche Nadelstiche nach vorn, wenn der ballsichere Kalixto und der wieselflinke Wolff zu ihren Tempogegenstößen ansetzten. "Wir hatten einen guten Anfang, weil der Gegner noch nicht richtig bissig drin war", sah Wolf seine Mannschaft in der ersten Hälfte mindestens gleichwertig. Der BFC lief vor der Pause "ohne Ordnung kreuz und quer durch die Gegend" (O-Ton Bonan), brachte das Tor des guten Bittner nur selten in Gefahr. Mit dem Seitenwechsel wendete sich das Blatt. Der Ausgleich kündigte sich an, als Bittner einen Fernschuss Patschinskis sensationell an die Latte lenkte und Preiß` Kopfball im Nachsetzen an den Pfosten ging (51.). Kurz darauf krönte Wienbrey- er seine bärenstarke Leistung als Antreiber auf der linken Seite, als er eine scharfe Eingabe von Preiß zum 1:1 ins Tor drosch. In der Folge war Dynamo zwar optisch überlegen und hatte Möglichkeiten durch Gerhard (62.), Karaduman (69.) und Kurbjuweit (77.), musste aber bei Lichterfeldes Konterchancen für Haase (74.) und Wolff (88.) stets auf der Hut sein. Als sich alles schon auf ein Remis einstellte und die angezeigten drei Minuten Nachspielzeit auch schon vorüber waren, legte sich Erdil ein letztes Mal den Ball zurecht. Bei seinem eigentlich schwachen Freistoß sah Bittner zum einzigen Mal in dieser Partie nicht gut aus. Was folgte, war Lichterfeldes Ernüchterung und Dynamos ungezügelte Ekstase.
FSV 63 LUCKENWALDE gegen BFC DYNAMO 2:2 am 17.04.10:

IN UNTERZAHL NICHTS ZUGELASSEN! Das Spiel hielt alles, was man sich im Vorfeld versprochen hatte: Zwei spielstarke Oberliga-Teams, jede Menge Emo- tionen, auch einige Nickligkeiten, vier Tore, herrliches Fußballwetter und eine Top-Kulisse. Die Gäste hatten den besseren Start, da Kapitän Spork nach einem Freistoß mit wuchtigem Kopfball unter die Latte vollenden konnte. Doch die Platzherren ließen sich nicht beeindrucken, der Ausgleich ließ nicht sehr lange auf sich warten. Spork hatte Schmid hinter der Mittellinie gefoult und Riesenglück, dass er für die anschließende Tätlichkeit nur Gelb sah. Den folgenden Freistoß wuchtete der aufgerückte Bitzka per Kopf in die Maschen. Die Gastgeber begannen, den favorisierten Berlinern den Schneid abzukau- fen und gingen durch den erneut überragenden Bogdan, der nach einem von Rothe zu kurz abgewehrten Neumann-Freistoß abstaubte, in Führung. Pha- senweise waren die Luckenwalder dem dritten Treffer sogar näher als der BFC dem Ausgleich. Nach einem Fehler in der FSV-Defensive zog Karaduman, der sich mit Bitzka packende Zweikämpfe lieferte, in der 41. Minute unaufhaltsam auf links bis fast zur Grundlinie. Seine präzise Eingabe war ebenso sehenswert wie die anschließende Vollendung Erdils. In den zweiten 45 Minuten verflachte die Partie. Obwohl die Berliner eine Halbzeit mit einem und fast eine halbe Stunde sogar mit zwei Mann in Unterzahl spielen musste, ließen sie kaum weitere FSV-Chancen zu. Den Luckenwaldern steckte offen- sichtlich noch die schwere Partie vom Mittwoch in den Knochen, wo sie auch fast eine Halbzeit in Unterzahl spielten. Letztlich war man nach dem Abpfiff im FSV-Lager ebenso zufrieden - immerhin ist man seit sieben Spielen ungeschlagen und hat schon 40 Punkte auf der Habenseite - wie in dem des BFC Dynamo. Nach dem Bekanntwerden des Remis von Cottbus hatte sich schließlich an den Aufstiegschancen der Berliner rein gar nichts geändert.
GREIFSWALDER SV 04 gegen BFC DYNAMO 3:3 am 21.04.10:

STARK ANGEFANGEN, STARK NACHGELASSEN! Dynamo startete wie die Feuerwehr und präsentierte sich zunächst wie eine Spitzenmannschaft. "In den er- sten 20 Minuten hatten wir genug Chancen, das Spiel frühzeitig zu entscheiden", fand BFC-Trainer Heiko Bonan. Sein Gegenüber Eckhard Ehrke pflichtete ihm bei: "Wir haben die ersten 20 Minuten wirklich Glück gehabt, nicht mit zwei oder drei Toren in Rückstand zu geraten." Was folgte, machte den einen "stocksauer" (Bonan), den anderen "stolz" (Ehrke). Trotz dreimaliger Führung bekam der BFC nie Sicherheit und Ordnung in seine Aktionen und lief ge- gen immer selbstbewusster werdende Greifswalder in Konter.
BFC DYNAMO gegen TORGELOWER SV GREIF 0:4 am 24.04.10

LEBLOS, LUSTLOS - UND EIERLOS! Eine Szene mit Symbolcharakter: Dynamo-Torjäger Firat Karaduman taucht in der 40. Minute völlig frei vor Greif-Torwart Stefan Richter auf, will formschön per Lupfer vollenden und kriegt nur einen harmlosen Kullerball zu Stande. Im Gegenzug - die Hälfte der BFC-Elf bleibt stehen und hadert mit der vergebenen Chance - schlägt Littmann über den Ball, Pankau ist durch und nutzt die Gelegenheit zum 0:2 eiskalt. "Wir haben engagiert von hinten heraus agiert und uns nach vorne toll die Chancen herausgespielt und verwertet", freute sich Torgelows Interimstrainer Joachim Schleise über seinen gelungenen Einstand. Insbesondere Pankau ragte mit seiner Schnelligkeit und Kaltschnäuzigkeit heraus. Die Gäste hatten sich zwei- felsohne diesen klaren Sieg verdient, allerdings machte ihnen eine lust- und leblose BFC-Truppe das Siegen erstaunlich leicht. Träge stolperte der ver- meintliche Aufstiegsanwärter seine Angriffe nach vorne (außer Karadumans Großchance gab es lediglich noch einen Lattenschuss von Patschinski kurz nach der Pause), tölpelhaft lief man in die Torgelower Konter, willenlos und mit einer erbärmlichen Körpersprache fügte man sich in sein Schicksal.
MALCHOWER SV 90 gegen BFC DYNAMO 0:0 am 28.04.10:

EIN PUNKT DANK THOMASCHEWSKI! Nach den 90 Minuten des vorgezogenen Punktspiels zwischen Gastgeber Malchower SV  und dem BFC Dynamo waren beide Trainer mit der Leistungen ihrer Teams zufrieden. Vier Tage nach der desaströsen Vorstellung der Dynamos gegen Torgelow (0:4) hatte Heiko Bo- nan diesmal an der kämpferischen Einstellung seiner Mannschaft nichts auszusetzen. "Am Willen hat es nicht gelegen, die Jungs haben 90 Minuten ge- zeigt, dass sie die drei Punkte wollen." Guter Vorsatz, aber mäßige Ausführung: Malchow übernahm in diesem spannenden, temporeichen Spiel sofort die Initiative, war über die gesamte Spielzeit das dominierende Team und hatte auch mehr Chancen als die Berliner. Besonders bei hohen Bällen machte die Abwehr des BFC einen sehr wackligen Eindruck. Den Grund, dass es trotzdem beim torlosen 0:0 blieb, hatte MSV-Trainer Sven Lange schnell ausge- macht: "Die Berliner hatten heute einen Keeper, der wirklich alles gehalten hat." Und in der Tat: Dass bei den Dynamos auf dem Waldsportplatz vor 1812 Zuschauern - rund 200 davon aus der Hauptstadt - hinten die Null stand, hatten sie allein Nico Thomaschewski zu verdanken. Besonders bei zwei Kopfbäl-
len von Guido Timper (55., 67.), einen Freistoß-Kracher von Christian Urgast (33.) sowie zwei Hinterhaltsschüssen von Robert Quaschning (61., 66.) musste der BFC-Keeper Hals und Kragen riskieren, um seinen Kasten sauber zu halten. Dabei war "Motche" durch die Verpflichtung von Daniel Rothe zur Winter- pause eigentlich schon zum Ersatztorwart degradiert worden und durfte erst seit Rothes Fußverletzung vor dem Torgelow-Spiel wieder zwischen die Pfosten. Ganz am Ende wäre der BFC fast noch zu seinem Auswärtsdreier gekommen: In der 88 Minute verzog Kapitän Guido Spork freistehend aus sie- ben Metern nur knapp. Ehrlicher Kommentar von BFC-Trainer Bonan: "Das wäre dann unverdient gewesen."
BRANDENBURGER SC SÜD 05 gegen BFC DYNAMO 1:1 am 05.05.10:

KARADUMAN NUTZT NUR EINE CHANCE! Gegen den zunächst respektvollen BSC, bei dem sich R. Görisch beim Aufwärmen verletzte, demonstrierte Dynamo über 30 Minuten sehr guten Fußball. Einziges Manko: Nach ihren 1:0 ließen die Berliner beste Gelegenheiten aus, u.a. eine Karaduman-Doppelchance (25.). Als den Platzherren überraschend der Ausgleich gelang, besannen sie sich ihrer spielerischen Qualitäten. Im offenen Schlagabtausch der letzten halben Stunde hatten beide Teams den Siegtreffer auf dem Fuß. Voß, Steinert und Neumann scheiterten ebenso wie Karaduman (76.).
BFC DYNAMO gegen FSV OPTIK RATHENOW 6:0 am 08.05.10:

STEINBORNS TROCKENE SCHÜSSE! Mit diesem auch in der Höhe absolut verdienten 6:0 bleiben im Sportforum die sehr vagen Resthoffnungen auf den Auf- stieg am Leben. Gegen Optik zeigte Dynamo vieles, was in der durchwachsenen Rückrunde vermisst wurde. Taktisch griff BFC-Coach Heiko Bonan auf ein 3-5-2 zurück, erneut bekam Steinborn den Vorzug vor Patschinski. Von Beginn an übernahm der BFC das Kommando und hatte jede Menge Ballbesitz. Steinborn (12.) vergab nach Preiß-Flanke den ersten Dynamo-Riesen. Zur 1:0 Führung war Karaduman per Abstauber zur Stelle, ehe Preiß einen argen Sengespeick-Patzer zum 2:0 nutzte. Gegen harmlose Rathenower sollte die Chancenverwertung diesmal nicht zum Manko des BFC werden. Als Stein- born beiderseits der Halbzeitpause mit zwei trockenen Schüssen auf 4:0 erhöhte, war das die Entscheidung. Der BFC konnte nach Belieben schalten und walten. Von Optik kam fast nichts, nur zweimal musste Routinier Thomaschewski gegen Wedemann (47., 60.) sein ganzes Können aufbieten. Die schön- ste Kombination der Partie über Kurbjuweit und Karaduman nutzte der eingewechselte Patschinski zum 5:0, ehe der agile Karaduman per Lupfer den Schlusspunkt setzte.
SV GERMANIA 90 SCHÖNEICHE gegen BFC DYNAMO 3:1 am 12.05.10:

MIT KARLSCH KOMMT DIE WENDE! Die Zeit der Fußballfeste in Schöneiche nimmt derzeit kein Ende. Unter drei Treffern für den Gegner machen es die Rand- berliner seit vier Spielen nicht mehr. Das bekam auch der BFC Dynamo zu spüren. In der ersten Hälfte war der gescheiterte Aufstiegsfavorit noch eben- bürtig. Besonders auffällig agierte der agile Preiß, der mit seinen Dribblings die Schöneicher Abwehr, wieder mit Persich und Günther in der Zentrale, beschäftigte. Seinen Zauberpass in die Schnittstelle der Viererkette verwertete Steinborn zur Führung. Es folgte ein Spiel mit offenem Visier und vielen vergebenen Chancen. Schöneiches Richter (8., 17., 28.) hätte sich berühmt schießen können, Becke traf nur die Latte (20.). Auf der anderen Seite verpass- ten Erdil (29.) und Preiß (36.) eine mögliche Vorentscheidung. Umso erschreckender der Leistungsabfall des BFC nach der Pause. Trainer Bonan: "Das war unterste Schublade." Auch die Umstellung von 3-5-2 auf 4-4-2 half nicht. Während Trainerkollege Berger mit der Einwechslung von Karlsch und dem Ver- schieben des dann überragenden Manteufel auf die Sechserposition alles richtig machte. Der Ausgleich durch Karlsch, sein vierter Treffer im vierten Spiel in Folge, brachte die Wende. Spätestens nach dem herrlichen 2:1 von Richter, der aus der Drehung gegen zwei Verteidiger den Ball in den Winkel jagte, drohte dem BFC ein Debakel: Manteufel traf den Pfosten (79.), Scharlau die Latte (87.), Hohmann zögerte zweimal allein vor dem Tor zu lange. Den Schlusspunkt unter die Konter-Lehrstunde setzte Scharlau. Von Thomaschewski gefoult, versenkte er den fälligen Elfmeter zum Endstand ins Netz.
BFC DYNAMO gegen BFC VIKTORIA 1889 5:4 n.E. am 19.05.10:

SENKAYA SCHEITERT VOM PUNKT! BFC Dynamo steht nach einem zähen Fight im Berliner Pokalfinale. Ein großer Pokalfight war es nicht, dazu spielten tak- tische Erwägungen eine zu große Rolle. Über weite Strecken neutralisierten sich die Kontrahenten. Nach torlosen 120 Minuten entschied dann der aller- erste Elfmeter, mit dem Ilkan Senkaya an Thomaschewski scheiterte, über Sieg und Niederlage. Am 2. Juni trifft nun der BFC Dynamo im Pokalfinale auf Berlin Ankaraspor. In der ersten Hälfte war Dynamo die tonangebende Mannschaft - Viktoria war defensiv geprägt, verschob die Blöcke geschickt und ließ recht wenig zu. Schon in der 3. Minute jagte Dauerbrenner Steinborn den Ball über das Gehäuse der Gäste. Es folgte lange Zeit Leerlauf, dann die Doppel- chance von Steinborn. Nach Freistoß von Kurbjuweit scheiterte Dynamos auffälligster Spieler an Cakin (31.) und nur eine Minute später fand er mit einem Weitschuss wieder in Cakin seinen Meister. Eine weitere Möglichkeit hatte Karaduman, doch Rudwaleit klärte (37.). Nach der Pause spielte Viktoria zu- nächst offensiver nach vorn. An beiden entscheidenden Szenen in der zweiten Hälfte war der langjährige Dynamo-Spieler Rudwaleit beteiligt: Nach einem scharfen Schuss von Marschner konnte Thomaschewski nur kurz abwehren, Rudwaleit erwischte den Abpraller nicht richtig und konnte den Ball daher nicht über die Linie bugsieren (56.). In der Nachspielzeit rettete er dann die Gäste vor dem Aus, als er einen Schuss von Steinborn von der Linie kratzte. Karaduman dumme Tätlichkeit schwächte Dynamo: Nach einem Zweikampf stieß Karaduman Gegenspieler Kessler zu Boden - Schiri Koslowski konnte nicht anders, als ihm die Rote Karte zu zeigen. Zwei gute Möglichkeiten hatten die Gäste danach noch: Erdil verlor das Leder an Orzel, doch der schoss nach schönem Dribbling am langen Pfosten vorbei (70.). Und auch für den eingewechselten Kukulies war das Tor ein wenig zu klein (73.). Die Verlänger- ung verlief relativ ereignislos, beide Teams suchten nicht mehr bedingungslos die Entscheidung. Der finale Pass in die Spitze wurde kaum, und wenn dann oft zu ungenau gespielt - Sicherheit zuerst, die Angst vor einem Gegentreffer schien einfach zu groß zu sein. Den Kopfball von Wallschläger - da hatten die Dynamo-Fans schon den Torschrei auf den Lippen - parierte Cakin großartig (92.). Beim Freistoßhammer von Littmann hatte Cakin Mühe (106.). "Das Team hat sich zerrissen - hätten wir immer solchen Einsatz gezeigt, wäre wir in der Meisterschaft noch im Rennen", sagte BFC-Trainer Heiko Bonan. "Kompliment an Viktoria. Die haben uns heute das Leben schwer gemacht."
BFC DYNAMO gegen BERLIN ANKARASPOR KULÜBÜ 07 2:4 am 22.05.10:

BAKs  GELUNGENDE GENERALPROBE! Zehn Tage vor dem Finale im Berliner Pilsner-Pokal gewann Ankaraspor die (Punktspiel-)Generalprobe hochverdient mit 4:2. Echte Rückschlüsse lassen die Darbietungen beider Teams aber nur bedingt zu. BFC-Coach Bonan gab drei Tage nach dem Pokalkrimi gegen Vik- toria acht neuen Akteuren eine Chance. Keeper Hildebrandt, Malchow und später Pestov kamen gar zu ihrem Liga-Debüt im BFC-Dress. Gästecoach Wer- ner "Pico" Voigt hingegen setzte an alter Wirkungsstätte auf Bewährtes ("Hauptsache, die Jungs spielen gut und keiner verletzt sich") und wartete nur mit zwei Veränderungen (Dolecek sowie Isik für Aydin und K. Yilmaz) auf. Die Gäste zeigten sich kombinationssicher, erst recht nachdem Akgün - von Keser mit herrlichem Pass aus dem Fußgelenk bedient - die 1:0 Führung besorgte. Dies gab den BAK-Aktionen zusätzliche Sicherheit. Bei den Hausherren ging bis auf Standards nicht viel. Die beste Chance vergab Brendel, der nach Preiß-Zuspiel aus acht Metern überhastet die Latte (42.) traf. Nach dem Wech- sel erhöhte Aykut, erneut von Keser eingesetzt, auf 2:0. Dann zeigte Schiri Wessel (nach Handspiel von Erdogan) auf den Punkt. Den schwachen Littmann Elfer wehrte BAK-Keeper Dolecek ab, war aber gegen Patschinskis Nachschuss machtlos. Nun war für eine unterhaltsame Schlussphase gesorgt, Dynamo kam nochmal, aber die Kopfbälle von Spork (77.) und Pestov (79.) gingen haarscharf am Gästekasten vorbei: Auf der Gegenseite machte der eingewech- selte Salantur mit zwei Joker-Toren alles klar. Für den enttäuschenden letzten Heimauftritt wollte BFC-Coach Heiko Bonan keine Ausreden gelten lassen. "Die Spieler, die auf dem Platz standen, werden vom BFC Dynamo bezahlt. Man kann eine gewisse Leistung erwarten." Wieder einmal stimmte bei einigen die Einstellung nicht, lagen Anspruch und Wirklichkeit weit auseinander: "Das war einfach zuwenig. So kann man sich nicht präsentieren." Mit Blick auf das Pokalfinale warnte Bonan vor der Favoritenbürde und lobte den BAK: "Das ist eine Mannschaft, die ihre Qualitäten hat. Die kann es - an einem bestim- mten Tag, in einem bestimmten Spiel - jeden Gegner recht unbequem machen."
TSG NEUSTRELITZ gegen BFC DYNAMO 1:3 am 29.05.10:

POSITIVES SIGNAL ZUM SCHLUSS! Durch Konter entschied der BFC das Spitzenspiel in der Schlussphase, nachdem Neustrelitz nach dem 1:1 Anfang der zweiten Hälfte der Führung lange näher war als die Gäste. Von Beginn an entwickelte sich ein schnelles und niveauvolles Spiel. Die Berliner spielten aus einer sicheren Abwehr konstruktiv nach vorne und hatten durch Steinborn (15.) und Spork (19.) die ersten Chancen, ehe Preiß mit einem trockenen Flach- schuss die verdiente Führung erzielte. Erst langsam fand Neustrelitz ins Spiel. Vor der Pause hatte Rehausen die einzige Gelegenheit zum Ausgleich, wurde aber im letzten Moment von Wallschläger gebremst (31.). Die stärkste Phase der TSG begann gleich nach Wiederbeginn. Nach Vorarbeit von Rehau- sen erzielte Jovanovic das 1:1, danach behielten die Hausherren die Initiative. Mehrfach brachten sie das Dynamo-Tor in Gefahr, aber Jovanovic und Re- hausen konnten kurz vor dem Abschluss gestoppt werden. In der Schlussphase ließ die Konzentration der Neustrelitzer nach, die Berliner konnten das Spiel zu ihren Gunsten entscheiden. Erst nutzte Kurbjuweit die Gelegenheit zur Führung, als Rochow durch einen unnötigen Rückpass gegen zwei Geg- ner in Schwierigkeiten gebracht wurde, dann sorgte Erdil mit einem sehenswerten Flachschuss für die Entscheidung. Der scheidende TSG-Trainer Lothar Hamann, vor Anpfiff von Präsident Hauke Runge unter dem Beifall der Zuschauer verabschiedet, hätte sich ein besseres Abschiedsspiel gewünscht. "Wir sind hier aber insgesamt einen guten Weg gegangen, hatten gemeinsam viele gute Erlebnisse. Heute haben wir das Spiel durch Abwehrspieler in der Schlussphase verloren." Gegenüber Heiko Bonan bemängelte, dass sein Team nicht früher klare Verhältnisse schuf. "Wir hätten zur Halbzeit höher als 1:0 führen müssen, nach der Pause kam Neustrelitz auf. Das Endergebnis ist aber ein positives Signal für das Pokalfinale."
BERLIN ANKARASPOR KULÜBÜ 07 gegen BFC DYNAMO 1:0 am 02.06.10:

SIEGEREHRUNG UNTER POLIZEISCHUTZ! Berlin Ankaraspor nach 1:0-Erfolg über BFC Dynamo erstmals Berliner Pokalsieger. Einen schöneren Saisonab- schluss hätte sich Berlin Ankaraspor gar nicht wünschen können. Während sich der Weddinger Oberligist seinen größten Erfolg in der 100-jährigen Ver- einsgeschichte feierte, musste der BFC Dynamo eine erneute Enttäuschung einstecken. Schlimmer noch als die Niederlage dürfte den Verein jedoch das Verhalten einiger Chaoten getroffen haben. Nach dem Abpfiff stürmten rund 150 Fans des einstigen DDR-Serienmeisters aufs Spielfeld und konnten nur durch ein großes Polizeiaufgebot vor der Haupttribüne gestoppt werden. So konnte die Siegerehrung erst mit Verspätung und unter Polizeischutz durch- geführt werden. "Das sind Bilder, die wir nicht sehen wollen", sagte ein enttäuschter BFV-Präsident Bernd Schultz. Der Sieg des BAK, durch Akgüns Flachschuss nach toller Vorarbeit von Cakmak, war den Spielanteilen nach glücklich, aber keineswegs unverdient. Die Hohenschönhauser, die auf den gesperrten Torjäger Karaduman verzichten mussten, bestimmten das Spiel lange Zeit, brachten jedoch die von Kapitän Dogan bestens organisierte BAK Abwehr kaum einmal in Schwierigkeiten. Nur in der ersten Hälfte besaß der BFC zwei Chancen. Bei einem Kopfball von Malchow rettete Gümüs auf der Linie, kurz vor der Pause traf Preiß aus spitzem Winkel den Pfosten. Den Weddinger merkte man in dieser Phase ihre Nervosität deutlich an. Ein Kombina- tionsspiel fand so gut wie nicht statt und die beiden Spitzen waren trotz aller Laufbereitschaft abgemeldet. Auch nach der Pause das gleiche Bild. Der BFC, inzwischen mit Ex-Profi Patschinski für den angeschlagenen Kurbjuweit, bestimmte die Richtung des Balles, der BAK verteidigte clever und mit guter Ab- stimmung im Abwehrbereich. "Wir haben viel investiert, aber es fehlte die letzte Konsequenz im Abschluss", betonte BFC-Trainer Heiko Bonan. In der Endphase wurde Ankaraspor mutiger und tauchte häufiger vor dem gegnerischen Strafraum auf. Einen abgefälschten Schuss von Keser konnte Thoma- schewski mit starkem Reflex noch parieren, doch kurz darauf war er gegen den Flachschuss von Akgün machtlos. Dynamo stürmte in der Endphase mit dem Mute der Verzweiflung, schnürte den Gegner fast schon in der eigenen Hälfte ein, aber aller Einsatz nutzte nichts. Ein 25m-Freistoß von Spork flog knapp am Tor vorbei. In der Nachspielzeit besaß dann Akgün noch zweimal die Chance, die Führung auszubauen, aber Thomaschewski und Littmann, der sich bei der Rettungsaktion auch noch verletzte, verhinderten weitere Treffer des Gegners. "Wir haben diszipliniert gespielt und am Ende verdient gewonnen", zog BAK-Trainer "Pico" Voigt ganz nüchtern Bilanz.
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