BFC DYNAMO gegen TORGELOWER SV GREIF 1:2 am 08.08.10:

PANKAU KAUM ZU STELLEN! Eine recht ansprechende, erwartungsvolle Kulisse sah ein durchaus rassiges Auftaktmatch zweier Teams, denen man die prognostizierten Favoritenrollen zutrauen kann. Während die Gäste die erste Hälfte bestimmten und höher hätten führen können, war die Bonan-Elf nach der Pause nicht wiederzuerkennen, so dass am Ende ein Remis ohne weiteres vertretbar gewesen wäre. Den Unterschied machte letztlich Goalgetter Pankau, der kaum zu stellen war und dabei insbesondere bei Neubert Schnelligkeitsdefizite erkennen ließ. Dabei mangelte es der Innenverteidigung noch an Abstimmung, die aber zu Saisonbeginn bei einem so großen Umbau halbwegs verständlich ist. Hier wird Trainer Bonan gewiß kurzfristig für Ab- hilfe sorgen, zumal sein junges Team offensichtlich prima mitzieht und vor allem nach der Pause sowohl spielerisch als auch kämpferisch eine Schippe drauflegte. Deshalb war  der Trainer auch insgesamt zufrieden mit der Leistung seiner Elf. Beim BFC fehlten die verletzten Wallschläger und Malchow, die künftig für die Viererkette eine willkommende Verstärkung sein sollten, auf die sich Keeper Rothe verlassen kann. Dieser hatte bereits zu Anfang eine große Chance für Pankau vereitelt (7.), der mit weiteren vier guten Chancen immer wieder für Gefahr sorgte und sich hätte berühmt schießen können. Auf der anderen Seite vergaben Steiner und Steinborn gute Chancen, zudem traf S. Beck mit einem Freistoß den Pfosten (87.). Letztlich war der Sieg der kompakt auftretenden Greifen nicht unverdient, die aber in der zweiten Hälfte nur noch reagierten und vielleicht doch schon ihr Highlight am nächsten Wochenende im Pokal gegen den Hamburger SV im Hinterkopf hatten.
klingeltöne
FUWOSPIELBERICHTE VOM BFC DYNAMO DER SAISON 2010/11
STEGLITZER FC STERN 1900 gegen BFC DYNAMO 0:2 am 08.06.2011:

GLÜCKLICHE SIEGER UND STOLZE VERLIERER! BFC Dynamo gewinnt den Berliner Pilsner-Pokal nach zähem Kampf gegen Stern 1900 mit 2:0. Der Routinier handelte in guter Absicht. Tino Kerber, 40 Jahre alt und kein bisschen fußballmüde, wollte den Ball einfach nur aus der Gefahrenzone bringen. Doch seine Rettungstat, unter dem Druck des Gegners vielleicht etwas überhastet, schlug fehl. Der Abwehrspieler legte den Ball unfreiwillig für Alexander Rahmig auf. Der Mann vom BFC Dynamo fackelte nicht lange, er verwandelte die Vorlage unhaltbar zum 1:0 für seine Mannschaft. "Der Bann war mit diesem Tor gebrochen", bedauerte Kerber hinterher. Stern 1900, der krasse Außenseiter, verlor am Ende das Finale um den Berliner Pilsner-Pokal 2011 gegen den Oberligisten BFC Dynamo mit 0:2. Dynamos Kapitän Amadeus Wallschläger nahm aus den Händen Bernd Schultz den Pokal in Empfang. Derweil trugen die Verlierer aus Steglitz mit berechtigtem Stolz ihre Silbermedaillen aus dem Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark. Sie hatten vor der eindrucksvollen Kulisse von 5100 Zuschauern dem Favoriten unerwartet viel abverlangt. Der Berlin-Ligist trieb den Kontrahenten über weite Phasen gar in die Einfallslosigkeit. Stern 1900 investierte einfach mehr: läuferisch, kämpferisch und auch vom Emotionalen her. Aber es war wie in manchen lange währenden Eheleben: Irgendwann lässt die Leidenschaft nach. Knapp eine Stunde lang hielten die Sterne das Tempo, glichen technische Defizite durch Eifer aus, dann kam das Gegentor - und der Glaube, eine Sensation schaffen zu können, schwand dahin. Sterns scheidender Trainer Rainer Liedtke ärgerte sich nachher gründlich darüber, dass kurz vor dem 0:1 der enorm agile Andreas Thurau die Chance zur Führung versiebte. "Da hat er diesen Riesen und kriegt aus drei Metern den Ball nicht rein", haderte Liedtke. Schon vor der Pause war Christoph Hampel, allerdings aus erkannter Abseitsstellung, am Pfosten des Dynamo- Tores gescheitert. Zwei Szenen, die belegen, dass Stern 1900 durchaus seine Feldanteile hatte. Die Abwehr um den Innenverteidiger Kerber und Lars Krell, anfangs noch wacklig, stabilisierte sich schnell, ließ kaum Chancen zu. Im Mittelfeld schuf Nidal Swaidan immer wieder Entlastung, vorne ging Alleinunterhalter Ibrahim El-Asmer keinem noch so rüden Zweikampf aus dem Weg. Die Dynamo-Fans hatten in ihrem Übermut auf der Gegengerade ein Transparent enthüllt, auf dem stand: "Europa, wir kommen!" Nur ein Relikt aus den 70er- Jahren? Schon beim letzten Schritt in den DFB-Pokal ließ der BFC Dynamo über weite Strecken die Souveränität vermissen. Trainer Heiko Bonan verwies zwar zu Recht darauf, dass seine Mannschaft in allen Berliner Po- kalrunden nur ein Gegentor hatte hinnehmen müssen, aber das Endspiel zeigte auch, warum der Verein in der Oberliga als Siebenter eher enttäuschend abgeschnitten hat. Der Spielaufbau gegen Stern 1900 geriet zu statisch, zu schwerfällig. Die Überraschungsmomente, ein geschicktes Variieren des Tem- pos fehlten völlig. Die Spieler zeigten sich vielmehr beeindruckt von der Kampfeswucht des Kontrahenten. Erst nach einer knappen Stunde löste sich bei Dynamo die spürbare Verkrampfung. Und nachdem die 1:0 Führung gelungen war, zeigte die Mannschaft die Dominanz, die ihr von Beginn an zugetraut worden war. Das zweite Tor von Matthias Steinborn war eine fast logische Konsequenz. Nach dem Sieg suchte Trainer Bonan nach Erklärungen für den schlappen Beginn seiner Elf. Er meinte: Favorit zu sein und das dann im Spiel auch umzusetzen, das sind zwei paar Schuhe." Aber mit den beiden Toren hatte der BFC Dynamo dann immerhin noch die richtige Schuhgröße für sich gefunden.
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1.FC UNION BERLIN II gegen BFC DYNAMO 2:1 am 22.08.10:

HEGERT RIECHT DEN BRATEN! Es lief bereits die Nachspielzeit an der Alten Försterei. Die Gäste aus Hohenschönhausen waren beim Stande von 1:1 drauf und dran, glücklich einen Punkt aus Köpenick zu entführen. Doch dann schlug Unions Kulecki einen letzten Freistoß aus der eigenen Hälfte mehr planlos als gezielt in den BFC-Strafraum. Und obwohl der Ball eine halbe Ewigkeit in der Luft war, verschätzte sich Dynamo-Kapitän Neubert beim Kopfballversuch mächtig. Der flinke Hegert spekulierte richtig, schaltete am schnellsten, entwischte Neubert im Rücken und versenkte die Kugel zum umjubelten 2:1-Sieg- treffer für Union. In den 90 Minuten zuvor hatte Union die größeren Spielanteile und vor allem nach der Pause die deutlich besseren Möglichkeiten. In der Anfangsphase hielt der BFC allerdings gut dagegen. Zweimal wurde Beck (13., 22.) von Stuff und Keeper Haker erst im letzten Moment gestoppt. Erst lang- sam nahm danach Unions Offensive Fahrt auf. Besonders Sahin war nun auffällig und hatte Ideen. Als der Profi Soltanpour auf die Reise schickte, war Dy- namos Abwehr nicht im Bilde. Soltanpour ließ Keeper Rothe aussteigen und es hieß 1:0 für Union. Glück dann für die BFC-Hintermannschaft, als der kleine Hegert nach Sahin-Flanke ungestört köpfen durfte, der Ball aber am Pfosten (37.) landete. So ging Union mit dem knappen Vorsprung in die Kabinen. Nach der Pause machte sich Dynamos Doppelwechsel sofort bezahlt. Rahmig agierte nun offensiver und der eingewechselte Reiß belebte die rechte Seite. Dann fühlte sich Union bei einem Standard zu sicher, und Rahmig nutzte eine Reiß-Flanke ungehindert per Kopf zum etwas überraschenden 1:1. Unions Reserve ließ sich aber davon nicht schocken und spielte geduldig weiter nach vorne. Der BFC kam kaum zur Entlastung, verlegte sich auf strikte Defen- sive. Die wenigen Dynamo-Konter fing Union mit gutem Umkehrspiel frühzeitig ab. Union-Keeper Haker wurde im zweiten Durchgang nur von Reiß (75.) ernsthaft geprüft. Auf der Gegenseite erspielten sich die Köpenicker Chance auf Chance, vergaben davon allerdings etliche. Malinowski (55.) und Hegert (60.) scheiterten leichtfertig frei vor Rothe. Ein Malinowski-Kopfball ging knapp drüber (76.). Und als für Union die Zeit bereits merklich drängte, schluderte auch Soltanpour (83., 85.) im Abschluss. Schließlich fand Sahin (85.) im starken Dynamo-Rückhalt Rothe seinen Meister. Als alles auf ein Remis hindeutete, kam die Nachspielzeit - zum Glück für Union.
BFC DYNAMO gegen F.C. HANSA ROSTOCK II 3:1 am 29.08.10:

DER GUTE GRIFF MIT RAHMIG! Aufatmen im Sportforum, wo Dynamo die ersten drei Punkte der Saison verdient einfuhr. Es dauerte allerdings recht lange, bis der Knoten platzte und die jungen Hüpfer aus Rostock in die Knie gezwungen werden konnte. Aber die Elf von Coach Bonan übte sich in Geduld und vertraute auf die zweite Hälfte, in der konditionelle Vorteile in einen letztlich klaren Sieg mündeten. Das sah anfangs bei strömendem Regen alles andere als gut aus für die Gastgeber, die zwar durch Lemcke (4.) das erste Achtungszeichen setzten, dann aber chancenmäßig den Rostockern klar überlegen waren. Doch die Gäste konnten keinerlei Nutzen aus ihren Vorteilen ziehen, da sowohl der agile Kremer als auch Rahmig, Bolivard und Albrecht diverse gute Möglichkeiten vergaben. Erst kurz vor der Pause gab es zwei gute Gelegenheiten für den BFC, als Schiri Rosenkranz ihnen einen klaren Elfmeter versagte (41.) und dann eine gefährliche Ecke an Freund und Feind vorbeiging und zum Glück für Hansa nicht einschlug. Dynamo schien aufgrund der pre- kären Tabellenlage anfangs mehr als verunsichert, wenngleich der Ausfall des verletzten Neubert und des erkrankten Beck letztlich verkraftet wurde. Die Mannschaft fand sich im Laufe des Spiels besser zurecht, von ihrem Coach immer wieder angetrieben, so dass Bonan bei der Pressekonferenz mit arg strapazierten Stimmbändern zu kämpfen hatte. Mit der zweiten Hälfte konnte er zufrieden sein, die aber auch eindeutig unterstrich, dass die vor der Sai- son nahezu runderneuerte Truppe noch etwas Zeit zum Reifen braucht. Es gilt, die Nervosität in den Griff zu bekommen und über die volle Distanz prä- sent zu sein. Von den ehemaligen Regionalligisten musste man insgesamt schon ein wenig enttäuscht sein. War es die jugendliche Unerfahrenheit oder einfach mangelndes fußballerisches Können, dass nicht mehr für die Hanseaten heraussprang? Die Youngster streben doch alle nach Höherem, doch bis auf den emsigen Kremer bot sich kaum einer für das Drittligateam an. Es ist halt doch ein weiter Weg zum Männerfußball, wenn man wie Steinfeldt, Fikic oder Albrecht gerade von den Junioren kommt, auch wenn diese zuletzt Deutscher Meister wurden. In der zweiten Halbzeit sah man nicht mehr allzu viel von den Gästen, die nur noch durch Becker (52.) und Bolivard (55.) zwei halbwegs nennenswerte Chancen hatte. Nach einer Stunde war dann der BFC ein- deutig spielbestimmend und demonstrierte seine Kopfballstärke durch Rahmig und Malchow. Apropos Rahmig: Mit der Personalie scheint der BFC einen guten Griff getan zu haben, der junge Mann auf der rechten Seite dürfte noch viel Freude bereiten. Der kompromisslose Malchow und Arbeitstier
SV ALTLÜDERSDORF gegen BFC DYNAMO 4:0 am 05.09.10:

HANS OERTWIG "ÜBERGLÜCKLICH"! Im Vorfeld dieser Partie stand das Dorf sozusagen Kopf. Fast schon übertriebene Sicherheits- und Vorsichtsmaßnah- men wurden abgearbeitet. Letztlich verlief alles absolut ruhig, friedlich und gut organisiert. NOFV-Ängste und Warnungen waren vielleicht angebracht, aber letztlich nicht annähernd zutreffend. Es war für (fast) alle Beteiligten eine rundum gelungene Veranstaltung. Auf dem Platz und auf den Rängen eine absolut faire Atmosphäre, gute Stimmung und zumindest aus Sicht der Gastgeber stimmte auch das Ergebnis. Und die Meinung von BFC-Trainer Bonan sagte aus: "Alles spricht immer von einem Dorf. Aber was hier auf die Beine gestellt wird, ist schon beeindruckend. Auch fußballerisch. Zu meiner Mann- schaft nur soviel: ohne Körpersprache und Zweikampfverhalten kann man kein Spiel gewinnen." Sein Gegenüber Oertwig: "Ich bin einfach nur zufrieden und überglücklich über den heutigen Tag." In der ersten Halbzeit verlief das Spiel relativ ausgeglichen und verhalten. Man versuchte vor allem Fehler zu vermeiden, richtige Möglichkeiten gab es kaum. Nach dem Wechsel wurde der Gastgeber zunehmend spielsicherer. In der Abwehr ließ man nichts zu und nach vorn zerlegte man den BFC mit schönen Spielzügen. Wunderbar wurde über die linke Seite durch ein Zusammenspiel von Kljajic und Sa. Begza- dic die Führung vorbereitet. Die Eingabe von Begzadic verwertete Torjäger Binerbay direkt. Und so schön ging es weiter. Nach Pass von Sa. Begzadic zog Marten unwiderstehlich nach innen. Sein Linksschuss schlug im rechten unteren Eck ein - 2:0. Dann eine Doublette über rechts. Blazynski schickt Marten, nach dessen Eingabe Binerbay nervenstark noch einen Gegenspieler umkurvte und flach abschloss (83.). Den Schlusspunkt setzte Yildirim. Super auf Reisen geschickt, platzierte er das Leder im kurzen Eck. Ein absolut gelungener Tag fand einen wunderbaren Abschluss.
BFC DYNAMO gegen BERLIN ANKARASPOR KULÜBÜ 07 0:1 am 11.09.10:

DIE KOBRA BEISST DEN LÖWEN! Mitunter fördert ein Abstecher ins Reich der Tierwelt Erstaunliches zutage. Nichts hätte die Dinge anschaulicher, griffiger auf den Punkt bringen können als die Analyse des charismatischen BAK-Trainers Bahman Foroutan: "es war ein Kampf zwischen Löwe und Kobra." Dyna- mo habe löwenhaft gekämpft, aber sein Team sei die Schlange gewesen: "Die wartet neunzig Minuten, sticht einmal zu, und das reicht." So, oder zumin- dest so ähnlich, hat es sich abgespielt. Auch neutrale Beobachter bescheinigten dem angeschlagenen BFC nicht nur Mitleid oder Sympathie einen gefäl- ligen Auftritt, während der BAK mit dem Erfolg auch die Ansprüche wachsen. Immerhin folgten die Moabiter clever der Bauernweisheit, nach der Spitzen- teams auch ihre mäßigen Spiele gewinnen. Dennoch resümierte Foroutan keineswegs devot: "Dynamo hat mir viel besser gefallen." An Heiko Bonan aber prallten die Lobeshymnen wirkungslos ab. "Für Komplimente können wir uns nichts kaufen", zischte der schwer angefressene BFC-Coach nach der vier- ten Niederlage im fünften Spiel. Auch verlor Bonan kein Wort über seine vielen Ausfälle (u.a. Neubert, Steiner, reiß, Torwart Rothe), sondern drosch volles Rohr auf seine Spieler ein: Sie hätten sich zu fragen, bei welchem Verein sie sind, alles müsse man reinrufen, der Töpfer von der U23 könne 90 Minuten laufen und andere nicht, man dürfe erwarten, daß sie sich wenigstens ernsthaft wehren, und wie fahrlässig sie das Kopfballtor des Tages kassiert hät- ten: "Drei Meter vor dem Tor muß man einfach mitspringen." Wie Foroutan hatte auch Bonan aus seiner Perspektive recht. Als die BFCer noch voll bei Kräften waren und teilweise sehr nett kombinierten, versäumten sie bei Chancen für Steinborn (12.), Rahmig (29.) oder Beck (42.) ein durchaus mögliches Führungstor. Dann verschwand einer nach dem anderen im Sauerstoffzelt, selbst die guten Beck und als Letzter Schimmelpfennig. Sie alle waren Opfer einer BAK-Taktik geworden, die darauf  beruht, den Gegner mit geduldiger Quer- und Rückspielerei hin und her zu hetzen, sozusagen mürbe zu reiben, unter lässigem Verzicht auf eigene Chancen oder gar Tore. Plötzlich aber trafen Lichte per Freistoß den Außenpfosten (58.), Keser die Latte und Cakmak im Nachschuß den Pfosten (67.) - Die Dinge hatten sich ins Gegenteil verkehrt. Vor allem fehlten Dynamo die großen Persönlichkeiten, erfahrene Strate- gen, die das Unheil hätten erkennen und den Jungen die Richtung weisen können. So hatte am Ende die Kobra den Löwen gebissen.
BFC DYNAMO gegen SSC SÜDWEST 1947 5:0 am 15.09.10:

ERFOLGREICHES FLÜGELSPIEL! Der Oberligist hatte wenig Mühe, den Landesliga-Aufsteiger in die Schranken zu weisen. Ganze drei Torchancen konnten sich die Steglitzer erarbeiten. Gleich zu Beginn musste BFC-Keeper Hildebrandt aus seinem Strafraum eilen, um per Kopf einen Angriff zu unterbinden. Kurz vor der Pause stand P. Wenke im Abseits, als er von Artan angespielt wurde. Und als Mlynikowski von der Strafraumgrenze abzog, parierte Hilde- brandt prima (47.). Die Dynamos konnten ihr Spiel wie im Training aufziehen und zeigten gute Flügelwechsel. Doch so exakt Jechow, Steinborn oder Lange auch flankten, im Zentrum wirkten Lemcke und Beck oft zu umständlich bzw. unkonzentriert. Dabei agierte die Deckung der Gäste keineswegs fehlerfrei. Der erste Lapsus - Jechow wurde im Strafraum gelegt - führte konsequent zum Elfmeterpfiff und zum Rückstand. Dann konnte Paepke bei einem Frei- stoß unbedrängt zum Kopfball hochsteigen und erzielte das 2:0. Der schönste Treffer war der letzte: Steinborn stürmte an der Außenlinie entlang, flankte aus vollem Lauf und Rahmig köpfte zum 5:0 ein.  
FC ANKER WISMAR 1997 gegen BFC DYNAMO 0:0 am 18.09.10:

STEINBORNS PECH MIT DEM PFOSTEN! Am Ende der neunzig unterhaltsamen Minuten zeigten sich beide Trainer durchaus zufrieden. "Es war heute zwar möglich zu gewinnen, aber am Ende wird dieses Unentschieden beiden Seiten gerecht. Vor allem in der zweiten Halbzeit hatten wir mehr Spielanteile, aber im Abschluss waren wir zu unentschlossen, und in den Zweikämpfen fehlte oft die Verbissenheit", resümierte BFC-Trainer Heiko Bonan. Die Anker- elf, die neben den langzeitverletzten Schwandt und Heine auch kurzfristig auf Seering (Magen-Darm-Infekt) verzichten musste, hatte in der ersten Halb- zeit etwas mehr vom Spiel. Die besten Tormöglichkeiten waren drei Distanzschüsse von Rosinski und Bröker, die aber entweder von Hildebrandt ent- schärft wurden oder ganz knapp übers Tor strichen. Unmittelbar vor dem Seitenwechsel dann die klarste Chance der Hauptstädter: Nach einem langen Ball aus der eigenen Hälfte zog Steinborn in den Strafraum und schlenzte die Kugel an den langen Pfosten. Gleich nach Wiederbeginn zog der BFC das Tempo an und setzte sich geschlagene zehn Minuten in der Hälfte der Gastgeber fest. Allerdings blieben klare Chancen auch dabei Mangelware, da die Hintermannschaft Ankers wieder hervorragend stand. In den letzten vier Spielen haben die Hansestädter nicht ein einziges Gegentor kassiert. Erst nach einer Stunde gab es wieder eine Möglichkeit für den BFC, aber Höcker zeigte sich bei einem Schuss von Steinborn und dem folgenden Kopfball von Lemcke auf dem Posten. Die letzte Chance für Wismar vergab Hildebrandt, als sein Schuss nur um Zentimeter am Dreiangel vorbeizischte (82.). "Wir haben ein gutes 0:0-Spiel gesehen. Vor Halbzeit hätten wir in Führung gehen müssen, nachher war der BFC besser. Uns fehlte im Aufbau die Ruhe, bei drei verletzten Stammspielern ist das kein Wunder. Ich glaube, an unserer Abwehr werden sich noch einige die Zähne ausbeißen", sagte Anker-Coach Timo Lange.
BFC DYNAMO gegen REINICKENDORFER FÜCHSE 5:1 am 25.09.10:

STEINBORN-GUTSCHE BRILLIEREN! Befreiungsschlag für den BFC. Mit einem hochverdienten 5:1 fertigte er die schwachen Füchse ab. Vor allem die linke Ab- wehrseite der Reinickendorfer - mit dem diesmal als Außenverteidiger indisponierten Groth - wurde als Schwachstelle ausgemacht. Keine 60 Sekunden waren gespielt, da verlor Groth die Kugel an Gutsche, der knapp verzog. Nach 117 Sekunden fiel bereits das 1:0. Gutsche überspielte Groth, und Steinborn blieb frei vor Keeper Dame eiskalt. Bei den Füchsen war nun Verunsicherung spürbar, und der BFC setzte mit dem stark auftrumpfenden Duo Steinborn/ Gutsche sofort nach. Einen Kracher von Jechow boxte Dame zur Ecke (5.), Lemckes Kopfball strich vorbei (8.). Das 2:0 war längst fällig, aber Lemcke brach- te das Kunststück fertig, nach Steinborns herrlicher Vorarbeit den Ball überhastet drüberweg zu jagen (13.). So mancher Stürmer hätte an Steinbornborns Stelle im Sechzehner nicht mehr abgespielt … Drei Minuten später aber war es soweit: Wieder standen Steinborn und Gutsche im Mittelpunkt. Füchse- Coach Offenberg erlöste nun Groth und brachte Andersen. Zuvor hatten die Reinickendorfer per Konter die große Chance zum Anschluss liegen gelas- sen: Haubitz setzte Kruschkes Hereingabe neben den Pfosten (19.). Es sollte für die Füchse die einzige echte Torchance aus dem Spiel heraus bleiben. Die Partie war quasi gelaufen, als sich Steinborn den Katastrophen-Rückpass von Sinan schnappte und das 3:0 besorgte. Insgesamt zu harmlos war der Auftritt der Füchse, zu überlegen präsentierte sich der BFC. Trotz des klaren Resultats gab es beim BFC aber auch Kritikpunkte. Zum Beispiel den Füch- seEhrentreffer, als der gute Kruschke per Kopf auf 1:4 verkürzte. Das wurmte BFC-Trainer Heiko Bonan sehr: "Der ist nur so groß wie ich, das darf uns nicht passieren." Der lange Neubert war eben ausgewechselt, prompt nutzten die Füchse diesen Standard. Auch agierte Lemcke in der Spitze diesmal glücklos. Und Dynamo erlaubte sich den Luxus, für den guten Jechow und Gutsche die Wechsler Steiner und Lange zu bringen. "Damit sie sich Selbst- vertrauen holen", sagte Bonan.
MALCHOWER SV 90 gegen BFC DYNAMO 3:0 am 01.10.10:

DREI KOPFBALLTORE IN ZEHN MINUTEN! Heiko Bonan war maßlos enttäuscht. "Ich hatte nach dem 0:0 in Wismar und dem 5:1 gegen die Füchse gedacht, dass es nun besser laufen wird, dass wir auch in Malchow etwas reißen können". sagte der BFC-Coach. "Aber heute hat die Mannschaft gewonnen, die Lei- denschaft und Durchsetzungsvermögen zeigte. Wir hatten fast kein Zweikampfverhalten und haben uns bei den Treffern eins und drei ziemlich dämlich angestellt", schimpfte Bonan und resümierte: "Malchows Sieg ist hochverdient." Bonans Kollegen Sven Lange dagegen polterten die Steine nur so vom Herzen: "Sechs Punkte aus sieben Partien, da gab es Nachholbedarf. Mit der ersten Halbzeit war ich absolut zufrieden. Solche 45 Minuten habe ich, glaube ich, zum ersten Mal in dieser Qualität erlebt. Das war große Klasse. In Hälfte zwei haben wir das Resultat klug verwaltet." Übernervös, ohne Biss und Linie suchten die Hauptstädter ihr Spiel. Ordentliche Züge waren so gut wie nicht zu sehen. Nur zwei Chancen gab es in den ersten 45 Minuten. Ein scharfer Schuss von Rahmig strich knapp vorbei. Und Behnke konnte aus zwei Metern Torhüter Kornfeld nicht überwinden. Ansonsten schauten die Berliner zu, wie die Malchower - weil ungestört - immer besser ins Rollen kamen und ihr Spiel aufzogen. Es war nur eine Frage der Zeit, bis die ersten Treffer fallen würden. Sie fielen dann innerhalb von 10 Minuten, mit starker Unterstützung des BFC, der die Bälle unterlief und große Löcher in der Abwehr hatte. Nach dem 0:3 wurde die Verunsicherung noch größer. In der zweiten Hälfte wollte den Berlinern gar nichts mehr gelingen. Immerhin hielten sie nun ihr Tor sauber. Einziger Höhepunkt: Gutsche schoss aus 25 Metern aufs Tor, der Ball flog Richtung Dreiangel, knallte dort an die Latte und sprang zurück in den Strafraum. Pech für den BFC - und vor allem Glück, dass Malchow mit dem 3:0 letztlich zufrieden war.
BFC DYNAMO gegen FC CONCORDIA WILHELMSRUH 1895 11:0 am 09.10.10:

ELF TORE UND EIN BISSCHEN SAND! Über die rechte Seite flitzte Concordias Fabian Schlorff aufs Dynamo-Tor zu. Aus spitzem Winkel zog er ab, ein hoch an- gesetzter Schuss, der genau unter die Latte gepasst hätte - wäre da nicht abwehrend die Hand von Torwart Hildebrandt dazwischengekommen. Diese Szene nach 35 Minuten war dann auch die einzige gefährliche Offensivaktion des weitgehend überforderten, aber aufrecht kämpfenden Bezirksligisten im ganzen Spiel. Zu diesem Zeitpunkt führte Dynamo allerdings schon komfortabel mit 4:0. Gästetrainer Wolfgang Juhrsch hatte gleich fünf Stammspieler ersetzen müssen: Becker, Hempel, Hoppe, Gallrach und Thormann fielen berufs- oder verletzungsbedingt aus. Schon deshalb setzte Juhrsch seine Er- wartungen ganz, ganz niedrig an. "Wenn wir hier sieben Tore bekommen, dann wäre das schon in Ordnung", sagte er vor dem Spiel. Nun, am Ende waren es dann doch elf Gegentore, und der Wilhelmsruher Schlussmann Marco Krzyzek - klein, aber sprunggewaltig - hatte tapfer doch das eine oder andere mehr verhindert. "Der Pokal ist unwichtig", stellte Juhrsch indes klar. Für seine Mannschaft hat der Klassenerhalt in der Bezirksliga eindeutig Priorität. Dynamo, der Oberligist, überrollte den Gegner anfangs. Wie Paepke, Gutsche und Werner da die Bälle Richtung Gäste-Strafraum trieben, schüttelte die ge- dachte Defensivordnung der Wilhelmsruher kräftig durch. Doch nach dem früh und locker herausgespielten 3:0 stellte sich bei Dynamo bereits eine ge- wisse Sättigung ein, der wenige Widerstand verführte die Stürmenden zu Nachlässigkeiten. "Da war bei uns zu viel Sand im Getriebe", monierte Trainer Heiko Bonan. "Wir müssen das konzentrierter ausspielen." Ein paar kernige Tore konnten die Zuschauer dennoch bejubeln. Wobei die Distanzschüsse von Werner zum 7:0 und von Paepke zum 10:0 bei der Vergabe eines fiktiven Schönheitspreises für das Tor des Tages hart konkurrierten.
FSV OPTIK RATHENOW gegen BFC DYNAMO 3:3 am 16.10.10:

DYNAMO LÄSST SICH ABFANGEN! "Ein sehr interessantes Oberligaspiel, das beiden Trainern auf die Nerven gegangen ist", kalauerte Ingo Kahlisch nach dem 3:3 seiner Optiker gegen den BFC Dynamo. Der hatte zu Beginn einer unterhaltsamen Partie die Unsicherheiten im Deckungsverband der Rathenower genutzt, um mit den ersten beiden Chancen in Führung zu gehen. Zweimal war  es der äußerst agile Lemcke, der richtig stand und überlegt abstauben konnte. Rathenow fand erstmals nach zwanzig Minuten statt, als Pfefferkorn aus spitzem Winkel verzog. Bis dahin spielte der BFC einfacher und genauer und gewann zudem mehr Zweikämpfe im Mittelfeld. Als Scholz mit dem von Rahmig an Pfefferkorn verursachten Elfer verkürzen konnte, ließ das den BFC zunächst kalt. Denn mit einem Kopfball nach einem Freistoß stellte Steinborn eine Viertelstunde später den alten Abstand wieder her. Nach dem Wechsel bäumte sich Rathenow auf und drängte die nur noch auf Konter lauernden Hauptstädter in die eigene Hälfte zurück. "Immer, wenn der Gegner eine Schippe drauflegt, lassen wir uns den Schneid abkaufen", schimpfte BFC-Trainer Heiko Bonan hinterher. Mit einem großen Kraftakt schafft schaffte Optik das, was nach der misslungenen Anfangsphase im Stadion Vogelgesang keiner mehr gedacht hatte: ein insgesamt nicht unverdiente Unentschie- den. Und das gelang Rathenow mit sehenswerten Treffern: Das Anspiel von Kalan nahm Gündogdu direkt zum 2:3. Und als die BFC-Abwehr den Ball nicht wegbekam, war es Kalan, der volley abziehen durfte. Erst nach dem 3:3 konnte sich Dynamo wieder befreien, doch der Siegtreffer wollte beiden Parteien nicht mehr gelingen. So blieb Bonan nur die Erkenntnis: "Wenn wir auswärts 2:0 führen, müssen wir das auch nach Hause bringen. Diese Mentalität hat man als Spieler, oder man hat sie nicht. Ich kann sie ihnen nicht einpflanzen."
BFC DYNAMO gegen SV GERMANIA 90 SCHÖNEICHE 2:1 am 23.10.10:

GROSSE UND KLEINE MOMENTE! Das Freudentürmchen, zu dem sich die BFC-Spieler nach dem Abpfiff geschlossen stapelten, sagte einiges aus. Zum Bei- spiel dokumentierte es jenen mannschaftlichen Zusammenhalt, der in bedrohlichen Lagen besonders wichtig ist. Es zeigte aber auch den Anspannungs- abfall, die enorme Erleichterung über einen mit Hängen und Würgen herbei gezitterten Dreier. Bei aller Wertschätzung, ein Gegner vom Schlage Über- macht ist Schöneiche mitnichten. Aber das spielerische Potential, das Heiko Bonan nach wie vor in seinem Team schlummern sieht, schlummerte vor- erst selig weiter. Und so entschlüpfte dem BFC-Coach neben Begriffen wie "dreckiges Spiel" oder "Arbeitssieg" vor allem dieser Hinweis an seine Leute: "Ich hoffe, dass sie den Sieg richtig einordnen." Richtig einordnen heißt für Bonan: "Ohne Kampf geht es nicht." Besonders dann nicht, wenn man seine Chancen beharrlich sterben lässt, es also versäumt, dem Gegner beizeiten die Schneidezähne zu ziehen. Dann versammelt man sich am Ende mit schlot- ternden Knien am und im eigenen Strafraum und ist froh, wenn einer das Ding irgendwie in die Botanik befördert. Wäre dem BFC das Zittern erspart ge- blieben, hätten der große und ganz kleine Momente munter mischende Paepke (11.) oder der sich den Ball zu weit vorlegende Beck (35.) vorzeitig das 1:0 gemacht? Schwer zu sagen - in Rathenow war selbst ein 3:1-Polster noch zu dünn. Erfolglosigkeit frisst Souveränität, anders ist kaum erklärbar, wie Dy- namo die hart erarbeitete 1:0-Führung sich prompt wieder abnehmen lassen konnte. Aber es ging gut, weil Schöneiche auf der linken Abwehrseite plötz- lich ein riesengroßes Loch offenbarte, in das der BFC seinen besten Spielzug zaubern durfte. Zu diesem unglaublichen Vorfall und anderen Amateur- schlacken bemerkte Germanias Trainer Dirk Berger gleichermaßen enttäuscht, gefasst und weise: "Der Gegner macht zwei Dinge besser als wir: Tore schießen und Tore verhindern." Da beides im Fußball nicht ganz unwichtig ist, könnten die Germanen im Prinzip einpacken, wären da nicht einige hoff- nungspendente Ansätze zu entdecken gewesen - etwa der Pfostenschuss des mobilen Richter (43.), den nur das Foul, das zum Elfmeter führte, um eine Bestnote brachte. Es entbehrte nicht einer gewissen Ironie, dass die Randberliner die Partie in ihrer "deutlich besseren zweiten Halbzeit" (Berger) ver- loren. Ganz unverdient war die Niederlage aber nicht, war doch der anfänglichen Passivität eine erschreckende Harmlosigkeit gefolgt, auch in der Schluß- offensive. Da ist einiges zu verbessern, will man ein Freudentürmchen mal wieder selber bauen. 
TSG NEUSTRELITZ gegen BFC DYNAMO 1:1 am 31.10.10:

RÜCKHALT DURCH KEEPER ROTHE! Gut 800 Zuschauer, unter ihnen 150 Fans aus Berlin, sorgten für eine stimmungsvolle Kulisse im Parkstadion. Das Duell Neustrelitz gegen Dynamo zieht noch immer, obwohl der BFC mittlerweile einen bescheidenen Kurs fährt und froh ist, wenn er sich aus dem Abstiegs- kampf heraushalten kann. Unter diesem Aspekt mussten die Hausherren von diesem Remis ein wenig enttäuscht sein. Ihre Bemühungen, den An- schluss zu den Spitzenteams nicht zu verlieren, erhielten einen kleinen Dämpfer, und TSG-Trainer Rastislav Hodul fasste seine Kritik in den Worten zu- sammen: "Wir müssen in Zukunft einiges besser." Sicherlich hatte Neustrelitz auch ein bisschen Pech. Gleich der erste gefährliche Angriff der Berliner führte zum 0:1. Beide Mannschaften hatten betont vorsichtig begonnen, waren um Sicherheit und Ballkontrolle bemüht. Mehr Spielanteile besaß die TSG, es gab auch zwei vielversprechende Distanzschüsse von Schrödter (12.) und Ben-Hatira (21.), die jeweils knapp vorbeigingen. Im Strafraum aber war der BFC stets Herr der Situation, und Hodul musste gestehen: "Es war schwer, durch diese Abwehr zu kommen." In einem nicht überragenden, aber ordent- lichen Spiel verbuchte Neustrelitz auch nach dem Seitenwechsel leichte Vorteile. Die beste Chance zum Siegtor hatte Rogoli, der am großartig parier- enden Rothe scheiterte (60.). Überhaupt war der BFC-Torwart seiner Elf ein großer Rückhalt, fing Freistöße und Eckbälle traumhaft sicher ab und strahlte mit seiner Strafraumbeherrschung Sicherheit aus. Neben der gesamten Abwehrreihe tat sich bei Dynamo besonders der kampfstarke Mittelfeldterrier Schimmelpfennig hervor. Am Ende war BFC-Trainer Heiko Bonan zufrieden: "Einen Auswärtspunkt bei einer starken Mannschaft wie Neustrelitz zu holen, das zählt schon was."
BFC DYNAMO gegen TENNIS BORUSSIA BERLIN 2:0 am 06.11.10:

DER GLÜCKSGRIFF MIT STEINER! Kampfstarker BFC Dynamo setzt sich im Derby gegen TeBe durch. Dynamo klettert langsam aus dem Keller, TeBe (noch) nicht. Warum um dem so ist, wurde in diesen womöglich richtungsweisenden 90 Minuten sichtbar. Der leicht angefressen wirkende TeBe-Trainer Yildiz fand zwar: "Aus meiner Sicht waren wir die bessere Mannschaft." Das mag sich speziell auf die erste Halbzeit und allgemein auf die individuellen tech- nischen Fertigkeiten bezogen haben, zu einem erfolgreichen Ensemble braucht es mehr. Nicht nur, dass der BFC es verstand, mit ligagerechtem Einsatz und körperlicher Präsenz peu à peu die Nachteile auszugleichen, vor allem besaß er dieses entscheidende Plus: In den Schlüsselszenen, in denen es drauf ankam, zeigte er sich hellwach, derweil die Borussen ihre verheißungsvollen Momente glatt verschliefen. Auch das macht die Qualität einer Mann- schaft aus. Ein Spitzenteam ist Dynamo deshalb noch nicht. Wohlweislich versah Trainer Bonan sein Fazit mit einer Einschränkung: "Aufgrund der zweiten Halbzeit haben wir verdient gewonnen." Aufgrund der zweiten Halbzeit. Anfangs war dem BFC die Nervosität aus allen Knopflöchern gequollen, hatten sich rätselhafte Abwehr-Aussetzer mit hanebüchenen Mittelfeld-Fehlpässen gemischt. Bonan reagierte, holte den gehemmten Ex-Borussen Jechow runter und befreite den ungelernten Angreifer Gutsche aus seiner Rolle, die der nicht erfüllen konnte. Fortan stürmte Steiner - mit durchschlagendem Erfolg. Den ersten Treffer des Jokers durfte Yildiz in der Entstehung seinem Verteidiger Kalkan ankreiden ("ein Eigentor") nichtsdestotrotz war's von Gutsche schön gespielt und von Steiner sauber abgeschlossen. Das 2:0 fiel in die Kategorie Tor des Monats und wird dem Schützen nicht alle Tage ge- lingen. Es sprach für die Moral der Borussen, dass sie auch nach dem 0:2 alles versuchten. Aber der Kombinationsfluss war ausgetrocknet, es fehlten Zielstrebigkeit und Effektivität, der starke Mengi versuchte es nur noch verzweifelt allein. Ademi und Kim schossen sonst wohin, einen Kopfball kriegt vorn sowieso keiner. Vielleicht hätte ein Anschlusstor etwas bewirkt, aber in der Luft lag keines. Wieder einmal hatten die Borussen es in der ersten Hälfte versaut, ironischerweise in ihrer besten Phase. "Drei bis fünf Hundertprozentige" wollte Yildiz da gesehen haben, ganz so viele waren es nicht. Aber nach Wallschlägers Missverständnis mit Rothe (3.) hätte Taflan TeBe sehr wohl in Führung bringen können - und noch mehr Ademi, der nach fam- osen Solo Mengis den Außenpfosten traf (40.). Stattdessen fiel das 1:0 auf der anderen Seite, und TeBe hatte noch verdammt viel Glück, dass der völlig freie Paepke bei seinem Kopfballriesen sich nicht eine beliebige Ecke aussuchte, sondern Filatow die Gelegenheit zur Parade schenkte (45.). Aber spät- estens mit Steiners 2:0 hatte der BFC das längere Holz gezogen, und Bonan durfte den erfolgreichen Kampf gegen den inneren Schweinehund loben: "Wir hatten massive Probleme, haben uns aber ins Spiel rein gekämpft." So klettert man aus dem Keller.     
BRANDENBURGER SC SÜD 05 gegen BFC DYNAMO 1:0 am 13.11.10:

DER HAMMER VON NEUHAUS! "Ich dachte, dass wir in unserer Entwicklung schon etwas weiter sind", bedauerte BFC-Coach Heiko Bonan. "Wir haben uns auf ein Kampfspiel eingelassen, agierten oft unruhig." Dabei standen die Berliner gegen etwas verhalten startende Platzherren in der Defensive recht gut, allen voran Wallschläger. Sie verschoben geschickt, waren aggressiv in den Zweikämpfen und versuchten zumindest, über Konter für Gefahr zu sorgen. Doch abgesehen von einer Möglichkeit für Gutsche (22.), der an Torwart Langen scheiterte, übten sich die Hohenschönhauser in der Offensive zunächst eher in Bescheidenheit. Die Nullfünfer indes aktivierten nach 25 Minuten ihr Spiel. Allen Widrigkeiten zum Trotz, fehlten doch mit Torwart-Routinier Wie- land, den Brüder Görisch und Voß gleich vier Säulen, kamen sie mit guter Moral und Kampfgeist auch zu verheißungsvollen Szenen. Dabei boten sich für Wedemann (24.), Neumann mit einem Kopfball aus Nahdistanz sowie gleich nach dem Wechsel für Kahlert die besten Chancen für die Brandenburger. So war schließlich die 1:0-Führung des BSC nur folgerichtig. Dynamo war nun zum Aufmachen gezwungen, die Fehlpassquote blieb jedoch recht hoch. Ein offener Schlagabtausch entwickelte sich, eine ganze Reihe spannender Situationen gaben der fairen Partie zusätzliche Würze. Da scheiterten auf Branden- burger Seite Wedemann und Neuhaus, während im Gegenzug der reaktionsschnelle BSC-Keeper Langen im Verein mit seinen Abwehrkollegen sowohl dem riesigen Lemcke (74., 78.) als auch Gutsche (86.) den Torjubel vermasselte. Schließlich scheiterte der zuletzt so sichere Elfmeterschütze Kahlert mit einem Handstrafstoß an Rothe (88.), und selbst mehrere Nachschüsse brachten nicht mehr das 2:0 für die Brandenburger. Dennoch: Ihr Trainer Mario Block zollte seinen Mannen, die nach seiner Auffassung "den etwas besseren Fußball gespielt" hatten, uneingeschränkten Respekt.
BFC DYNAMO gegen VfB LICHTERFELDER FC BERLIN 1892 4:0 am 27.11.10:

DAS ERNTEN DER FRÜCHTE! Aus welchen Gründen auch immer, vor dem Anpfiff waren beide Teams zum großen Kreis der Gefährdeten zu zählen. Ein off- ener Schlagabtausch jedoch fand nicht statt. Allzu deutlich und in jeder Beziehung dominierte Dynamo, so deutlich, dass Michael Wolf nichts mehr be- schönigen und nur noch seine Leute vor dem Sturz ins Mäuseloch bewahren wollte. "Es war der normale Lauf der Dinge", sprach Lichterfeldes Trainer, "die Kräfteverhältnisse sind eben so." Damit hatte Wolf sich nicht nur um psychologische Aufbauarbeit bemüht, er hatte auch richtig erkannt: Ein BFC, wie er sich vor allem in der ersten Halbzeit präsentierte, hat in besagten Kreis der Gefährdeten absolut nichts zu suchen. Fragt sich nur, wie Dynamo da über- haupt reinrutschen konnte. Wochenlang verletzte Schlüsselspieler und die Unerfahrenheit der Newcomer dienten Trainer Heiko Bonan als Erklärung - und nicht zuletzt auch die Ungeduld eines traditionell erfolgshungrigen Umfelds. "Wir wollten eine junge Mannschaft zusammenstellen, die Talent und Phanta- sie hat", sagte Bonan. Ein solches Projekt erfordert viel Zeit und ebenso viel Ruhe, Erfahrungen wollen gesammelt und Fehler verarbeitet sein, Automatis- men müssen greifen - dann kann irgendwann geerntet werden. Erste, vielversprechend pralle Früchte pflückte der BFC im ersten Abschnitt, seinem bes- ten dieser Saison, als er furiosen, pfiffigen, über die Flügel vorgetragenen Angriffsfußball zelebrierte und ein Tor schöner als das andere herausspielte. Der starke Lemcke, der starke Gutsche, der saustarke Steinborn, dazu das Abräumer- und Aufbau-Duo Wallschläger-Neubert, das war die Achse des Ge- fährts, das die Lichterfelder förmlich überrollte. Die Stärke des BFC war aber irgendwie auch die Schwäche der LFC. "Unsere schlechteste Halbzeit der Runde", beurteilte Wolf die 45 Minuten, als seine Jungs einfach die Kurve nicht kriegten, permanent hinterher hechelten und bisweilen an ihrer eigenen Abseitsfalle erstickten. Ganz am Anfang Ullrich (4.) und später Haase, der freistehend das Ding in den Himmel jagte (56.), besaßen zwei klare Chancen, denen man nachtrauern kann, aber nicht muss. Vielmehr sollten sich die Lichterfelder ihre Defizite in Sachen Tempo, Entschlossenheit, Körperpräsenz eingestehen und versuchen, es künftig besser zu machen. Gegen Gegner, die sich auf Augenhöhe bewegen und nicht, wie Dynamo an diesem Tag, in einer ganz anderen Liga.
TORGELOWER SV GREIF gegen BFC DYNAMO 3:0 am 05.02.11:

DYNAMO LANGE OHNE MUMM! Eine starke erste Halbzeit reichte den Torgelowern, um weiter zu Hause ungeschlagen zu bleiben. "Da hat die Mannschaft so gespielt, wie ich mir das vorstelle", gefielen Coach Lothar Hamann speziell diese 45 Minuten. Taktisch agierte Greif diszipliniert, war aggressiv und konn- te die Chancen eiskalt nutzen. Der BFC hatte zwar die bessere Anfangsphase, doch auswärts weht weiterhin nur ein laues Lüftchen: drei Punkte aus acht Partien. "Ich hatte mir mehr erhofft", sagte Trainer Heiko Bonan und bemängelte, dass seine Spieler nicht mit dem nötigen Mumm in die Zweikämpfe ge- gangen sind: "Das Verhalten in der Defensive war eine Katastrophe." Zwar gab sich der BFC bis zum Schluss nicht geschlagen und suchte seine Möglich- keiten. Doch fehlte es bei Dauerregen und Wind an Durchschlagskraft und Glück. Dieses Glück hatte Greif beim 1:0 von Clemens Lange, dessen Schuss gegen den Innenpfosten klatschte und von dort an den Rücken des Keepers Rothe, um anschließend über die Torlinie zu kullern. Davon beflügelt legten die Mannen von Trainer Hamann nach. Zschiesches beherzter Schuss aus 25 Metern landete abgefälscht zum 2:0 im Netz. Damit nicht genug: Nach einem Eckball drückte erneut Clemens Lange den Ball zum vorentscheidenden 3:0 über die Linie. Nach dem Wechsel verlor Torgelow den Schwung. Der BFC kam nun zu guten Chancen, doch Rückkehrer Karaduman scheiterte an Keeper Greulich (53.). Später musste Ex-Dynamo Preiß (72.) in höchster Not auf der Linie retten, nachdem Steiner den Schlussmann schon überwunden hatte (72.). Dem BFC blieb der Ehrentreffer versagt, als Karaduman kurz vor Schluss in aussichtsreicher Position einen Kopfball neben den Kasten setzte. "Nach der Halbzeit sahen wir etwas besser aus. Wir sind aber nicht zu dem Spiel gekommen, wie wir uns das vorgenommen hatten", bilanzierte Bonan sauer. Hamann indes wurmte der Leistungsabfall: "In der zweiten Halbzeit habe ich meine Mannschaft nicht mehr wiedererkannt. Wir haben vergessen, Fußball zu spielen, darüber müssen wir reden", sagte der Coach, fügte aber sogleich an: "Logisch, dass ich mit unserem Start und dem Ergebnis zufrieden bin." 
BFC DYNAMO gegen 1.FC UNION BERLIN II 0:1 am 11.02.11:

DER PATZER DES POSTBOTEN! Krauses Missgeschick verhilft Union zu spätem Derbyglück. Der BFC unterlag unglücklich im heiklen Ostberliner Derby - be- reits das Hinspiel hatte er 1:2 verloren. Dabei war dieser Abend für Dynamo das Saison-Highlight, für Unions Youngster dagegen eine Profi-Lerneinheit mehr. Inhalt diesmal: Derbyauftritt auswärts. Unter dem Strich wurde der BFC für eine gute Leistung nicht belohnt, die Union-Reserve indes bestand die schwierige Auswärts-Feuerprobe. Dennoch alle Achtung dem BFC. Welcher Klub kann schon in Liga fünf, bei einem Duell im Tabellenmittelfeld gegen eine unbeliebte Profi-Reserve, rund 3000 Leute anlocken? Leider versprühten beide Teams kein sportliches Feuerwerk. Auf dem Rasen entwickelte sich das erwartete Spielgeschehen. Union versuchte, mit vielen längeren Ballpassagen den Gegner zu beschäftigen, während Dynamo, angespornt von der großen Kulisse, sich mit mannschaftlicher Geschlossenheit und Einsatz dagegenstemmte. Besonders der unermüdliche Schimmelpfennig und das wiederver- einte Innenverteidigerduo Neubert-Turan ließen nichts zu. Jedoch ging auch beim BFC in Richtung Strafraum nicht viel, für beide Keeper war es ein eher ruhiger Abend. Nach der Pause agierte der BFC mutiger. Rückkehrer Karaduman und Merson beschäftigten jetzt die Unioner. Schimmelpfennig setzte per 25-Meter-Schuss ein Signal, Emersons Flankenlauf stoppte Trapp gerade so. Dynamos beste Gelegenheit vergab Karaduman (76.), im Sechzehner ver- sprang ihm die Kugel und Niendorf klärte. Dann stand es urplötzlich 0:1. Der wackere Postbote Krause adressierte einen weiten Hollwitz-Flugball falsch, Quiring war zur Stelle und blieb frei vor Rothe ganz cool. Mit diesem Treffer und seiner provozierenden Jubelarie sorgte der kleine Wirbler für die Auf- reger dieses Derby-Abends. Nach Schlusspfiff entschuldigte sich der Außenstürmer bei Schiri Simon. BFC-Coach Heiko Bonan resümierte enttäuscht: "Wenn wir so auftreten, werden wir normalerweise auch belohnt. Wir haben ein Remis verdient. Unglücklich, bei so einem Flugball darf Krause sich nicht verschätzen. Das tut mir leid für den Jungen. Er hat gut gespielt, ist 90 Minuten marschiert. Wegen der Arbeit konnte er nur zweimal trainieren." Im Vergleich zur Union-Reserve (sieben Mal) liege der Trainingsaufwand beim BFC im Schnitt bei drei Einheiten pro Woche, merkte Bonan an. Union Coach Theo Gries, der tags zuvor seinen 50. Geburtstag gefeiert hatte, freute sich über das späte Geschenk in Form eines Derby-Dreiers. "Wir haben nicht so gut gespielt, umso glücklicher bin ich mit dem Resultat."
BFC DYNAMO gegen SSV KÖPENICK/OBERSPREE 3:0 am 08.02.11:

EMERSON TRIFFT ZUM DEBÜT! Mit einem lockeren 3:0-Sieg hat Favorit BFC Dynamo das Achtelfinale im Berliner Pilsner-Pokal erreicht. Landesligist Köpenick Oberspree hielt zwar ordentlich mit, konnte den Oberligisten allerdings nicht ernsthaft gefährden. So wurde es eine eher einseitige Angelegenheit. Je- doch benötigte Dynamo vor dem gegnerischen Tor viel Geduld, ehe Steiner mit einer schönen Einzelleistung das 1:0 besorgte. Auf Seiten des BFC Dyna- mo kam nach dem Wechsel der Brasilianer Emerson da Silva Santos zu seinem Pflichtspieldebüt. Bereits nach zwölf Minuten sorgte der Neuzugang mit dem 2:0 für die Vorentscheidung. Emerson hinterließ im Mittelfeld einen ordentlichen Eindruck, war immer anspielbar. Abwehrrecke Malchow packte mit seinem Treffer den Deckel drauf. Die größte Chance zum Ehrentor für die Gäste hatte zuvor Foth, der den Ball freistehend daneben setzte (62.).
F.C. HANSA ROSTOCK II gegen BFC DYNAMO 1:0 am 19.02.2011:

ABWÄRTSTREND BEI DYNAMO! Mit einem reinen Arbeitssieg hat sich Hansa U23 den zweiten Tabellenplatz zurückerkämpft. Die Rostocker profitierten dabei von Torgelow's Heimniederlage gegen Neustrelitz. Dynamo dagegen läuft allmählich wieder Gefahr, in den Abstiegsstrudel gezogen zu werden. Für den goldenen Treffer sorgte bereits in der Anfangsphase Becker, der einen berechtigten Foulelfmeter souverän verwandelte. Nach dem 1:0 neutralisierten sich beide Teams weitgehend. Chancen blieben bis zur Pause absolute Mangelware. Auf schwer bespielbarem Boden suchten beide Teams ihr Heil weit- gehend in langen Bällen und Distanzschüssen - schön anzuschauen war das für die frierenden Zuschauer nicht. Gegen Ende der ersten Hälfte versuchten die Berliner zwar druckvoller zu agieren. Aufregendes oder gar Zählbares kam dabei jedoch nicht heraus. In der zweiten Halbzeit war dem BFC das Be- mühen um den Ausgleich nicht abzusprechen. Gegen die sicher stehende Defensive der Hanseaten fiel die Mannschaft von Heiko Bonan allerdings nicht viel ein. Die beste Chance der Berliner vergab der gerade eingewechselte Lange, der aus Nahdistanz Hansa's guten Keeper Kerner nicht bezwingen kon- nte (63.). Dynamo startete zwar noch eine Schlussoffensive, bei der auch Keeper Rothe den Weg in den Rostocker Strafraum fand, doch das angestüme Anrennen brachte nichts mehr ein. Hansa's Trainer Axel Rietentiet befand: "Sicherlich ein glücklicher, aber insgesamt verdienter Sieg. Wir haben vor allem hinten gut gestanden und wenig zugelassen. Bei diesen Platzbedingungen war es heute sehr schwer, dafür haben die Jungs das ganz ordentlich gemacht." Auch Bonan sprach die schwierigen Verhältnisse an und urteilte: "Wir wurden für eine Unachtsamkeit früh mit dem Foulelfmeter bestraft. Danach haben wir alles versucht, wurden für unseren Aufwand aber nicht belohnt. Vor allem in der zweiten Hälfte waren die Rostocker kaum noch vor unserem Tor."
BERLINER ATHLETIK KLUB 07 gegen BFC DYNAMO 0:0 am 06.03.2011:

DAS PECH DES FARDJAD-AZAD! Das Wohl und Wehe einer Fußballmannschaft entscheiden manchmal nur wenige Zentimeter. Als nach 20 Minuten BAK-Stür- mer Fardjad-Azad zum Kopfball hochstieg, machte er alles richtig, doch das Spielgerät klatschte nur an den Pfosten, nicht ins Tor. Fardjad-Azads sehens- werter Kopfball hätte nur ein kleines bisschen weiter nach rechts fliegen müssen und der BAK wäre in Führung gegangen. Er hätte genug Chancen ge- habt, das Spiel zu gewinnen. Vergessen gewesen wäre im Fall eines Sieges die 1:2 Niederlage gegen Malchow aus der Vorwoche. Und niemand würde über eine Durststrecke oder gar Krise des Tabellenführers sprechen. Doch genau diese Begriffe fallen nun, nachdem die Mannschaft von Trainer Bahman Foroutan zum zweiten Mal hintereinander nicht gewinnen konnte und die Spitzenteams in der Oberliga noch enger zusammengerückt sind. Zwar bleibt der  BAK auf dem ersten Platz, doch das verdankt er lediglich seinem guten Torverhältnis und dem Umstand, dass Hansas Reserve ein Spiel weniger ab- solviert hat. "Wir haben auf dem Weg zur Meisterschaft zwei Punkte verschenkt, aber solche Phasen hat jede Mannschaft mal", sagte Foroutan. Ärgern über die Vorstellung seines Teams wollte er sich jedoch nicht, denn das traf auf einen sehr disziplinierten, kampfstarken Widersacher. Der BFC Dynamo tat zwar wenig für die Offensive, so dass BAK-Torwart Sobtzik, der anstelle des erkrankten Stillenmunkes zwischen den Pfosten stand, kaum geprüft wurde. Allerdings ließen die Gäste auch nur selten Chancen zu. Da der BAK seine wenigen Möglichkeiten nicht nutzen konnte, blieb es schließlich beim torlosen Unentschieden, das für den BFC keineswegs unverdient war. So freute sich Dynamo-Coach Heiko Bonan über den gewonnenen Zähler, der sei- ner Mannschaft Selbstvertrauen einflößen dürfte. "Das war ein erster Schritt in die richtige Richtung", sagte Bonan, "wir haben mit Glück und Geschick diesen Punkt mitgenommen." Von Vorteil war für die Gäste sicherlich, dass sich der Platz im Poststadion in schlechtem Zustand befand. Alle Spieler hat- ten dadurch Schwierigkeiten mit der Ballkontrolle. Probleme mit dem Rasen wird es in zwei Wochen wohl nicht geben, wenn beide Teams im Pokal-Ach- telfinale erneut aufeinander treffen. Da das Spiel auf einem Mittwochabend angesetzt ist, muss der BAK wegen fehlender Flutlichtanlage voraussichtlich ins Jahnstadion ausweichen. Ganz sicher ist dies allerdings nicht. "Wir werden versuchen, das Spiel zu verschieben, damit wir auf unseren Heimvorteil nicht verzichten müssen", sagte Pressesprecher Ingo Müller.
BFC DYNAMO gegen FC ANKER WISMAR 1997 1:0 am 13.03.2011:

SONNTAGSSCHUSS VON PAEPKE! Manchmal müssen sich Trainer in Fußballweisheiten flüchten. Wismars Coach Timo Lange wusste nach Spielschluss, warum seine Mannschaft verloren hatte: Auf einem solchen Rasen musst du einfach mal abziehen. Wir haben das heute versäumt." Bis zur vorletzten Minute war auch der BFC Dynamo vieles schuldig geblieben im Sportforum. Die Zuschauer hatten ein mittelmäßiges Oberligaspiel erlebt, das nicht gerade vor sportlichen Höhepunkten und Torszenen strotzte, als sich der eingewechselte Nico Paepke das Leder schnappte und aus 20 Metern mit einem satten Rechtsschuss sehenswert vollendete. Ein unhaltbarer Sonntagsschuss, der für grenzenlosen Jubel sorgte. Selbst die Auswechselspieler des BFC rann- ten über das Feld, um mit dem Torschützen zu feiern. Dabei sah es lange Zeit so aus, als würden Timo Lange und Anker Wismar einen Punkt mit an die Ostsee nehmen, obwohl der BFC Dynamo über die gesamte Spieldauer mehr investiert hatte. Giftig gingen die Gastgeber in die Zweikämpfe, besonders der sehr agile Schimmelpfennig. Und so erarbeitete sich der BFC im ersten Abschnitt klare Feldvorteile. Doch entweder fehlte der letzte präzise Pass, oder gute Möglichkeiten wurden leichtfertig vergeben. Dennoch, "der Sieg war verdient, denn wir waren die aktivere Mannschaft", fasste BFC-Trainer Heiko Bonan zusammen. Und er hatte Recht mit seinem Fazit. Denn Anker fehlte schlichtweg die Durchschlagskraft in der Offensive. Stürmer Moussa Sissoko betrieb zwar großen läuferischen Aufwand, doch kam der 21-jährige Franzose gegen die gut stehende BFC-Innenverteidigung mit Neubert und Turan einfach nicht zum Zuge. In der Defensive hingegen verteidigten die Gäste lange Zeit gekonnt, machten die Räume geschickt zu, so dass sich für Dy- namo nur wenig Platz zum Kombinieren bot. Erschwerend hinzu kam ein unterirdisches Geläuf im Sportforum, was flüssige Spielzüge bereits im Keim erstickten ließ und beide Mannschaften zum Gebrauch von hohen Bällen zwang. Das probate Mittel, Schüsse aus der zweiten Reihe, fand kaum Anwen- dung - bis zu jenem Auftritt von Paepke. Timo Lange war hinterher entsprechend bedient, dass ihm der schon sicher geglaubte Punkt auf der Zielgerade doch noch entrissen worden war: "Es ist sehr bitter heute. Wir haben gut dagegen gehalten, aber in der einen Situation nicht aufgepasst."
REINICKENDORFER FÜCHSE gegen BFC DYNAMO 1:1 am 19.03.2011:

IM ZWERGENWALD VERHEDDERT! Als die komplett erneuerten, auf nackter Amateurbasis sporttreibenden  Füchse ihre ersten vier Niederlagen kassiert hatten, waren viele Beobachter überzeugt: Die steigen ab. Wenn sich die Leute da mal nicht täuschen! Der Achtungserfolg gegen den im Grunde stets hochambitionierten BFC zeigte, dass der Sieg eine Woche zuvor in Malchow kein Zufall gewesen sein kann, dass bei den Reinickendorfer allmählich Automatismen einziehen - und dass sie viel schlechter als die anderen Wackelkandidaten beileibe nicht sind. "Die ganze Mannschaft hat gut gearbeitet", lobte Trainer Denis Drnda nach dem völlig verdienten Remis. "Sie waren taktisch sehr gut ausgerichtet und haben viele Luftduelle gewonnen, obwohl sie körperlich unterlegen war." Letzteres tat Drndas Kollegen Heiko Bonan besonders weh. "Wir waren eigentlich größer, haben aber auch in der Luft nichts gerissen", beschrieb der BFC-Coach das bis zum Erbrechen praktizierte, letztlich jedoch untaugliche Mittel: hohe Bälle blind in den Strafraum. Ein gefun- denes Fressen besonders für die Zentralverteidiger Kolditz und Karacorluoglu, die aus dem grünen Zwergenwald um ein halbes Köpfchen herausragten. Parterre verhedderte sich der BFC sowieso zu oft. Zwei kernige Distanzschüsse zu Beginn, Ahmetcik haarscharf vorbei (11.), Paepke an die Latte (12.), verhießen eine Dynamik, die Dynamo später nie verströmen konnte. Steinborn und Gutsche für Jechow und den völlig hohlen Beck - bereits zur Pause griff Bonan zur zweiten Flügelzange. Die kniff nicht wesentlich besser, aber Gutsche gelang nach dem einzigen krassen Abwehrfehler der Füchse wenig- stens der Ausgleich, weshalb er unter den Besten steht, wie auch Wallschläger für die Vorlage. Aber gut war keiner, und Bonan resümierte: "So ein Spiel gewinnt man nur, wenn man einen Tick verbissener in die Zweikämpfe ist." Mehr Leidenschaft verrieten also die Füchse, frech den Hünen an den Hosen zerrend. Nach vorn war es anfangs noch sehr dünn, Chamkhis Führungstor fiel aus dem berühmten Nichts. Als aber Einfalls- und Hilfslosigkeit Dynamos immer offensichtlicher wurden, krochen Kruschke und Chamkhi langsam aus dem Bau, wagten sogar den einen oder anderen Fernschuss. Ganz groß trumpfte Bonsu-Osei auf, mit flinken Beinen die BFCer mitunter wie Slalomstangen umkurvend. Stark auch Türkoglu, einer der Sechser, der mit einer Zerrung raus musste. Als am Ende Opitz verletzt auf dem Rasen lag, spielte Dynamo den Ball nicht ins Aus - Souveränität sieht anders aus. Für die Be- dürftigkeit des BFC sprach ferner, dass Füchse-Torwart Dame zu keiner einzigen Glanztat gezwungen wurde - das hat ihn wohl selbst überrascht.
LUDWIGSFELDER FC gegen BFC DYNAMO 1:0 am 26.03.2011:

THOMAS´ TREFFER SCHOCKT DYNAMO! Ein kleiner Paukenschlag! Das Schlusslicht gewann verdient und schöpft wieder etwas Hoffnung im Abstiegskampf. "Ich hoffe, dass wir diesen Schub in die nächsten Spiele mitnehmen könne", sagte ein glücklicher LFC-Trainer Klaus Kornmüller. Sein Gegenüber Heiko Bonan zeigte sich angefressen, denn die identische BFC-Mannschaft hatte noch am Mittwoch Spitzenreiter BAK aus dem Pokal geworfen. Doch beim Ta- bellenletzten wirkte Dynamo völlig indisponiert, so dass es wohl Konsequenzen geben wird: "Wir werden das nicht auf uns sitzen lassen", kündigte Bo- nan an. Besonders in der zweiten Hälfte waren Dynamos Versuche im Angriff einfallslos. Kaum gelungene Kombinationen, wenig Laufbereitschaft und zwei harmlose Stürmer, die gegen die schwächste Abwehr der Liga (bereits 50 Gegentore) nicht zum Abschluss kamen. Auch Kornmüller war über- rascht vom blutleeren Auftritt der Gäste: "Vom BFC hätte ich mehr erwartet. Am Schluss waren wir dem 2:0 näher als Dynamo dem Ausgleich." Der sprint- starke Adler (84.) und der eingewechselte Brasilianer Jorge Ferreira (86.) schossen nach Kontern drüberweg. Dynamo hatte sich zu diesem Zeitpunkt be- reits aufgegeben. Planlos agierte man mit hohen Bällen, statt die anfälligen LFC-Außenverteidiger Lindenberg und Cocaj mit Flankenläufen zu beschäf- tigen. Bis zum überraschenden Führungstor durch Thomas, als Torwart Rothe einen langen Einwurf von Ruprich in seinen Fünfmeterraum segeln ließ, hatte Dynamo die Partie im Griff. Der LFC stand tief und konnte sich bei Keeper Schostock bedanken, der gegen den Kopfball von Turan (21.) glänzend parierte, dass es zu diesem Zeitpunkt noch 0:0 stand. Aber nach dem 1:0 begann Ludwigsfelde aufopferungsvoll zu kämpfen, machte die Räume dicht. Die wenigen BFC-Chancen wurden von Lemcke (63.) und Schimmelpfennig (90.) kläglich vergeben. Bonans klare Worte: "Diese Leistung war ein Schlag in die Fresse für jeden Fan des BFC."
BFC DYNAMO gegen BERLINER ATHLETIK KLUB 07 2:1 n.V. am 23.03.2011:

ZWEI SPÄTE DYNAMO-TORE! Der BFC Dynamo hat nach einem dramatischen Achtelfinale Titelverteidiger Berlin Ankaraspor aus dem Berliner Pilsner Pokal geworfen. Die Neuauflage - unter jederzeit fairem Rahmen - bot dem Publikum einen wahren Spektakel. Für solche Spiele würde das Wort Pokalkrimi ge- prägt. Nach früher Führung war der leicht favorisierte Titelverteidiger überlegen. Aber die Moabiter machten den Sack nicht zu. Zudem fehlte nach Doy- mus´ Gelb-Rot-Sperre und dem verletzungsbedingten Ausscheiden von Teichmann und Groth im Abwehrverbund die gewohnte Balance. Die wacker kämpfenden Dynamos hielten dank einer geschlossenen Mannschaftsleistung die Partie offen. Und sie wurden in der Nachspielzeit für ihre Beharrlichkeit belohnt, als Karaduman mit dem allerletzten Angriff den glücklichen Ausgleich schaffte. Es ging in die Verlängerung. Zwei Minuten vor Ultimo markierte Dynamo-Joker Lemcke den am Ende nicht einmal unverdienten  Siegtreffer. Danach warf der Cupverteidiger, der im Vorfeld das Heimrecht aus logis- tischen Gründen an den BFC Dynamo abgetreten hatte, zwar alles nach vorn, aber Keeper Stillenmunkes scheiterte per Kopfball an seinem Gegenüber Rothe (120. + 1.). Ein überglücklicher BFC-Coach Heiko Bonan meinte: "Kompliment an die Mannschaft, dass wir nach dem frühen Rückstand so zurück gekommen sind. Jetzt wollen wir auch den Pokal holen und in der Liga besser auftreten." BAK-Trainer Bahmann Foroutan sprach derweil von einem "tollen Spiel": "Glückwunsch an den BFC. Nach den Abwehr-Umstellungen war mir klar, dass wir irgendwann ein Tor kassieren."
BFC DYNAMO gegen MALCHOWER SV 90 1:1 am 02.04.2011:

ENTSETZEN UND SARKASMUS! Dynamo war nach dem 0:1 in Ludwigsfelde um Wiedergutmachung bemüht. Aber wieder einmal stand sich der BFC mit man- gelnder Torgefahr oft selbst im Wege. Gegen nüchtern auftretende Malchower lange im Rückstand liegend, mussten sich die Hausherren am Ende mit einem vollauf gerechten Unentschieden begnügen - womit das sichere Ufer noch immer nicht erreicht ist. Auf dem unebenen Rasen des Sportforums wurde den Zuschauern eine streckenweise dürftige Darbietung geboten - was wohl nicht nur am Geläuf lag. Dabei fand der BFC ordentlich ins Spiel, das Bemühen, es diesmal besser zu machen, war erkennbar. Aber den Schüssen mangelte es an Schärfe und Genauigkeit. Gutsche (8,, 20.), Steinborn (14.) und Paepke (21.) ließen die Führung aus. Wie man es macht, zeigten die Mecklenburger. Mit ihrem ersten nennenswerten Angriff rissen Fogel und Pfahl Dynamos linke Abwehrseite auf. Und in der Mitte nutzte Kostyk die mangelnde Abstimmung zwischen Keeper Hildebrandt und seinen Vorderleuten zum 1:0. Bis zur Pause versuchten sich die Weinroten erfolglos weiter, Lange fand in Keeper Kornfeld seinen Meister (27.). Der Ausgleich lag beim Lattenkopf- ball des aufgerückten Malchow (37.) in der Luft, weniger bei Lemckes kläglichem Versuch, den Kornfeld stoppte (44.). Rätselhaft, warum in den ersten 20 Minuten nach dem Seitenwechsel der BFC-Druck nachließ. Trainer Heiko Bonan: "Das sind Dinge, die ich nicht verstehe. Dabei wollten wir weiter drauf- gehen. Von draußen mussten wir ordnend eingreifen." Erst Malchows Kopfball (64.), den Kornfeld zur Ecke klärte, setzte für Dynamo ein Zeichen. Auch hatte Bonan zuvor mit Steiner und Toepfer kampfstarke Kräfte gebracht. Der MSV hingegen tauchte im zweiten Durchgang nur ein einziges Mal vor dem BFC-Kasten auf und sorgte beinahe für die Entscheidung, Puschkaruk zog nach Kostyk Ablage trocken ab, scheiterte aber am Innenpfosten (75.) - Glück für Dynamo. Stattdessen gelang den Hausherren kaum zwei Minuten später nach diesem Weckruf der Ausgleich. Paepke schickte Steinborn auf die Rei- se, der von der Grundlinie den wuchtigen Steiner maßgerecht bediente. Zwei Minuten vor dem Ende bot sich Steinborn sogar die Chance zum Siegtreffer. Aber anstatt einen klaren Abschluss zu suchen, scheiterte er beim Versuch eines Lupfers. Diese Nachlässigkeit sorgte beim Trainerstab des BFC für Entsetzen, bei Teilen des Anhangs für blanken Sarkasmus.
BFC DYNAMO gegen FSV OPTIK RATHENOW 1:0 am 09.04.2011:

AUS DER LETHARGIE GERISSEN! Ein stark ersatzgeschwächter BFC Dynamo feierte in einem mäßigen Spiel glückliche drei Punkte gegen Optik Rathenow und verschaffte sich somit ein wichtiges Punktepolster auf die Abstiegsplätze. "Es war heute kein schöner Fußball", konstatierte ein erleichterter BFC Coach Heiko Bonan, der seine Startelf umbaute: Rothe begann im Tor statt Hildebrandt. Für den gesperrten Paepke rutschte Toepfer links in die Vierer- kette, Malchow gab den defensiven Abräumer vor der BFC-Abwehr. Optik-Trainer Ingo Kahlisch, der nach dem Abpfiff kommentarlos flugs Richtung Rat- henow verschwand, gab im Vergleich zum Heimspiel gegen Torgelow Ferrera den Vorzug vor Stürmer Gündogdu, was wohl einer defensiveren Ausrich- tung geduldet war. Im Tor bekam der junge Baitz seine Chance. Dessen Fäuste waren gegen Gutsches Knaller aus 15 Metern (8.) gleich in der Anfangs- phase gefordert. Nach dem schwungvollen Beginn verflachte die Partie. Dynamo blieb zwar über die agilen Außenspieler Steinborn und Jechow gefähr- lich, agierte aber im Zentrum mit zu vielen Fehlern im Aufbauspiel. Gegner Optik stand kompakt und setzte auf schnelles Umschalten, konnte aber gegen die kompromisslose Innenverteidigung der Hausherren nur für wenig Torgefahrsorgen. Die Konsequenz: Mitte der ersten Hälfte neutralisierten sich beide Mannschaften. Keinerlei Torszenen wurden den Zuschauern in windigem Sportforum geboten. Zu allem Überfluss  verletzte sich Dynamos Ab- wehrroutinier Neubert kurz vor der Pause. Edelreservist Steiner kam. "In den letzten Wochen war ich mit Steiner nicht zufrieden", begründete Bonan, warum er seinen Stürmer zunächst auf der Bank gelassen hatte, "außerdem wollte ich eine offensive Option in der Hinterhand."  Und die stach schließlich. Obwohl im zweiten Abschnitt Optik mit seinen Standards zunächst das gefährlichere Team war. Doch Pfefferkorn (50.) und der eingewechselte Gündogdu (63.) bekamen ihre freien Kopfbälle nicht auf das Gehäuse. Und so dauerte es bis zur 78. Minute, bis die in Lethargie verfallenen Zuschauern vom schön- sten Spielzug des Tages aus ihren Sitzen gerissen wurden. Jechow bekam von Gutsche den Ball in den Lauf gepasst, dessen Flanke legte Lemcke per Kopf zurück auf Steiner, der aus sechs Meter Baitz keine Chance ließ - 1:0! In der Endphase rannte Optik blind an, während der BFC zweimal leichtfertig Konterchancen durch Abseitsstellungen vergab. Bezeichnend für eine ereignisarme Partie, in der Dynamo "am Ende eine Chance mehr hatte", erkannte Bonan. Vom BFC-Coach dürfte nach den zuletzt dürftigen Ergebnissen einiger Druck abgefallen sein. 
SV GERMANIA 90 SCHÖNEICHE gegen BFC DYNAMO 0:1 am 16.04.2011:

ENTSPANNUNG BEI DYNAMO! Dynamo kann auswärts gewinnen! Mit dem Sieg in Schöneiche feierte der BFC die ersten drei Punkte auf des Gegners Platz seit über einem Jahr. "Jetzt können wir entspannt in die letzten Spiele gehen", sagte ein glücklicher Coach Heiko Bonan. Ganz anders gestaltet sich die Situation für Germania-Trainer Dirk Berger. Mit der erneuten Niederlage rutscht seine Mannschaft immer tiefer in den Abstiegssumpf. Der BFC begann mit Turan für den verletzten Neubert. Auch Steiner rückte in die Startelf, nachdem Schimmelpfennig kurzfristig ausfiel. Bei der Germania debütierte der Kameruner Bohomo für Creutzberg, Gawe stürmte für den angeschlagenen Richter. Schöneiche begann druckvoll in einer temporeichen Partie. Toepfer hatte große Probleme mit dem Ex-Profi Gebhardt, der mit einem Flachpass Ruttke schön in Szene setzte (4.). Die Zuschauer spürten: Germania hatte sich etwas vorgenommen. Nach dem schönsten Spielzug der Hausherren schoss Schljachta nur Zentimeter links neben das Tor (28.). Doch je länger die Partie dauerte, desto zielstrebiger ging Dynamo zu Werke. Auch der harte, aber vertretbare Platzverweis gegen Steiner konnte den BFC nicht von seinem gefäl- ligen Kombinationsspiel abbringen. Hätte Schöneiches Keeper Klose gegen Steinborn (36.) und Paepke (41.) nicht Kopf und Kragen riskiert, Germania wäre bereits vor der Pause gegen zehn Mann in Rückstand geraten. "Die Gelb-Rote Karte hat bei uns für Verkrampfung gesorgt", erkannte Berger, warum sein Team in Überzahl (wie zuletzt gegen die Füchse) erneut keinerlei Übergewicht erzeugen konnte. Nur Dynamo drückte im zweiten Abschnitt auf den Sieg- treffer, während Schöneiche planlos mit hohen Bällen agierte. Dem aufgerückten Malchow, auch sonst überzeugend, blieb es nach einem Standard vorbe- halten, für die längst überfällige BFC-Führung zu sorgen - die dank einer soliden Defensive sicher über die Zeit gebracht werden konnte. Durch diese Plei- te wird es auf der Zielgeraden immer brenzliger für Schöneiche. "Gerade in engen Spielen haben wir momentan ein Kopfproblem" stellte Berger ernüch- tert fest. Und das nicht erst seit diesem Spieltag. Die nackten Zahlen: zwei magere Punkte, kein erzieltes Tor aus den letzten fünf Partien. Stetig schmilzt das Polster auf Platz 14. Dazu hat Germania ein Spiel mehr absolviert als die direkte Konkurrenz. So langsam sollten Die Germanen ihre Köpfe freibekommen, sonst beginnt in Schöneiche bald das große Zittern.
BFC DYNAMO gegen BERLINER SPORT-CLUB  1895 2:0 am 22.04.2011:

KEVIN GUTSCHE MIT TRAUMTOR! Nach Spielschluss waren sich beide Trainer einig, keinen Klassenunterschied zwischen beiden Teams erkannt zu haben. "Ich bin extrem angefressen über die Leistung unserer sogenannten Jungtalenten. Wenn da einige nicht bald aufwachen, haben sie beim BFC keine Zu- kunft. Die heutigen Leistung ist mit nichts zu entschuldigen", schimpfte Dynamo-Coach Heiko Bonan. Und tatsächlich stellte der Berlin-Ligist BSC den Oberligisten BFC Dynamo vor große Probleme, wobei dem Gast aus Wilmersdorf im Abschluss allerdings das nötige Glück fehlte, um BFC-Keeper Rothe ernsthaft zu prüfen. Im Spielaufbau, immer wieder vorangetrieben durch den starken Gronostay, setzte der BSC spielerische Akzente und mauerten sich keinesfalls hinten ein. Die Hohenschönhausener taten nach den beiden Treffern nur noch das Nötigste und botten den zahlreichen Zuschauern passend zum Wetter Sommerfußball der langweiligeren Art. Die BSC-Abwehr um Routinier Meyer wurde nur selten geprüft. Lediglich der eingewechselte Emer- son zeigte bei einigen Zweikämpfen seine große technische Klasse. Torchancen wie beim Kopfball von Lemcke (51.), der nach schöner Flanke von Gut- sche das Tor knapp verfehlte, blieben Mangelware. "Wäre uns der Anschlusstreffer gelungen, hätten wir das Spiel auch gewonnen. Ich glaube, der BFC hätte dann nicht noch einmal zusetzen können", bilanzierte BSC-Trainer Mario Reichel nach dem Spiel. Die Gäste haderten zudem in zwei Situationen mit den Entscheidungen des Schiedsrichter, da sie für ein Foul von Wallschläger nahe des Strafraums (40.) bzw. für Lemcke bei einem Gerangel mit einem Gegenspieler (62.) jeweils lieber eine Rote statt der verhängten Gelben Karte gesehen hätten. "Für mich war das eine klare Tätlichkeit. Wenn der Schieds- richter die Szene schon pfeift, muss er auch Rot geben", so Reichel.
BFC DYNAMO gegen TSG NEUSTRELITZ 5:1 am 29.04.2011:

EIN GUTSCHE IN GLANZFORM! Manchmal kann eine einzige Situation richtungsweisend für den Ausgang einer Partie sein. Eine solche Kernszene trug sich diesmal nach knapp zwanzig Minuten zu, als Kaveny den davoneilenden Lemcke kurz vor der Strafraumgrenze via Notbremse stellte. Der Platzverweis war folgerichtig, und als Gutsche den Freistoß mit zweiminütiger Verzögerung (so lange brauchte Kaveny, um das Feld zu verlassen) im Kasten versenk- te, waren die Messen für Neustrelitz eigentlich schon gesungen. Dynamo wusch gleich scharf nach und lag zur Pause bereits uneinholbar vorn. Klasse der Auftritt des BFC-Angriffsduos! Der kräftige Lemcke gab der TSG immer wieder Rätsel auf, und Gutsche zeigte sich als technisch feiner Nebenmann mit Abschlussqualitäten. Im Vorjahr hatte der Youngster noch in der A-Jugend der Füchse zur Berliner Meisterschaft geführt. Diesmal ein toller Freistoß- treffer, dazu zwei Torvorlagen, da fühlt man sich doch in der Oberliga angekommen. Ordentlich auch der couragierte Auftritt des A-Jugendlichen Maxi- milian Walter. Dazu traf Steinborn nach wochenlanger Auszeit endlich mal wieder das Tor - es herrschte pure Seligkeit beim BFC. Da wirkte der Auftritt der Neustrelitzer doch um einiges unglücklicher. Nachdem die Viererkette frühzeitig zerrissen war, brachte Coach Hodul für Stürmer Schrödter mit Ermel einen Defensivmann. Duggert rackerte unermüdlich, geriet aber ins Fadenkreuz des Unparteiischen und musste in Hälfte zwo etwas Gas rausnehmen. Der frühere Herthaner Pütt lieferte eine abgeklärte Vorstellung, während Roggentin zumindest beim ersten Treffer - es war die Torwartecke - keine gute Figur machte.
TENNIS BORUSSIA BERLIN gegen BFC DYNAMO 0:3 am 07.05.2011:

NUR WENIG PLATZ FÜR MITLEID! Dynamo zeigt nicht alles und beherrscht TeBe trotzdem sicher. Gründe gibt es immer, die Dinge nett zu reden. Die Reak- tionen nach dem am Ende einem Testspiel gleichenden Derby standen leicht konträr zu den Bildern, die sich während des Geschehens eingeprägt hatten. BFC-Trainer Heiko Bonan etwa lobte sehr höflich die Borussen: "Vor Halbzeit sind wir von einer Verlegenheit in die andere gestolpert und konnten über das 0:0 zur Pause heilfroh sein." Und sein Kollege Markus Schatte wäre ein schlechter Trainer, hätte er nicht das (unterrepräsentierte) Positive bei seinen Borussen heraus gekitzelt: "Wie schon in Malchow und Brandenburg waren wir spielerisch auf Augenhöhe." Freilich schränkte Schatte, ganz Fachmann, sogleich ein: "Auf einzelnen Position sind wir nicht so gut besetzt, da fehlt die Qualität." Das kam der Wahrheit schon ziemlich nahe. Fakt blieb: Die gün- stige Gelegenheit, einen voll auf das Pokalspiel gegen Türkiyem fokussierten und nur wenig Ehrgeiz versprühenden BFC zu schlagen, ließen die Borus- sen ungenutzt verstreichen. Sie strotzten einmal mehr vor allen Schwächen, die auch der beste Trainer in so kurzer Zeit nicht beseitigen kann: kein Zu- sammenhang, keine Automatismen, zahllose technische und taktische Irritationen - selbst der unbedingte Wille, das schier Unmögliche noch zu stem- men, war nur schemenhaft und nicht bei allen erkennbar. Klar, hinterher wurden die vergebenen Chancen der ersten Hälfte bemüht, als Voutsis mit einem Kopfball aus nächster Nähe an Rothe gescheitert war (2.), oder als Fummler Taflan den Torwart bereits ausgetrickst hatte, aber nur auf der Linie postierten Jechow traf (23.). Die Frage blieb: Hätte ein Führungstor den Borussen wirklich entscheidend auf die beine geholfen? Oder wäre nur der BFC eher aus dem Dornröschenschlaf erwacht? Als das 1:0 dann für Dynamo fiel, spürte man bis unters Tribünendach: Das war´s. "Danach mussten wir mehr aufmachen", erklärte Schatte. Doch die Borussen bauten zu keiner Zeit Druck auf, entwickelten keinen Plan, halfen nicht dem Mitspieler, rannten vielmehr kopf- und  widerstandslos ins Verderben - der Körpersprache verriet eine gebrochene Moral. "Vielleicht war auch der Kraftaufwand zu hoch", sinnierte Schatte, derweil Bonan bei seinen Leuten "eine deutliche Steigerung" registrieren durfte. In den von TeBe bereitgestellten Räumen konnte sich fortan der BFC nahezu ungestört austoben und seine leidige Pflichtübung zu einem versöhnlichen Ende bringen. Auch die fünf Ex-Borussen, Neubert, Turan, Jechow, Lange, Lemcke, kannten kein Erbarmen. Für Mitleid ist auf dieser Welt wenig Platz.
BFC DYNAMO gegen SV ALTLÜDERSDORF 2:1 am 11.05.2011:

SIEGTOR DURCH JOKER EMERSON! Die Gäste legten zügig los, gingen früh durch den Strafstoß des starken Blazynski in Führung. Danach fiel dem BFC nicht viel ein, während Altlüdersdorf gute Gelegenheiten vergab. Dafür wurde man später bestraft, als Stepiens Rettungsaktion einen Elfmeter plus Platzver- weis nach sich zog. Gleich darauf entriss Dynamos Hoffnungsträger Emerson den Gästen noch einen Zähler. "Ich bin trotzdem zufrieden", lobte SVA-Trai- ner Oertwig, "wir haben das Spiel lange offen gehalen." BFC-Coach Bonan meinte: "Unsere neue Qualität ist, dass wir es immer weiter probieren."
BFC DYNAMO gegen BRANDENBURGER SC SÜD 05 3:1 am 14.05.2011:

STARKER "QUIRL" SCHIMMELPFENNIG! Der BFC Dynamo befindet sich weiterhin stark im Aufwind, landete zuletzt sechs Siege und dürfte für den ausgedün- nten Regionalligisten Türkiyemspor am Mittwoch im Pokal einen ernsthaften Stolperstein darstellen. Zugleich bestätigten die Brandenburger ihre deut- liche Abwärtstendenz der Rückrunde. BSC-Coach Mario Block wirkte ein wenig frustriert, als er nach Spielende die malade Personalsituation erklären sollte. Sentürk und Neumann fehlten derzeit verletzt, der Trainer will vor Spielbeginn keinen Überblick über die Personalsituation gehabt haben. Eine ge- platzte Einwechslung zog zwei Minuten Spielunterbrechung nach sich, weil die Nummer des Ersatzspielers nicht mit der auf dem Spielberichtsbogen übereinstimmte. Routinierte Organisation ist es nicht, was die Brandenburger derzeit bieten. Kein Wunder, dass sich der Trainer vom Acker macht. Nach- dem man sich zuletzt über die Rückkehr einer Vielzahl verletzter Akteure (Ahmetcik, Paepke, Karaduman) erfreuen konnte, lebt Trainer Heiko Bonan der- zeit besonders im Angriff im absoluten Überfluss. Gutsche und Lemcke waren Leistungsträger der vergangenen Wochen. Karaduman ist zurück, Stein- born und Steiner drängen, auf der Bank lauert mit dem Brasilianer Emerson ein antrittsstarker Neuling, der vor allem im Nachholspiel gegen Altlüdersdorf zu überzeugen wusste. "Gegen Türkiyem werden wir nicht so viele Chancen bekommen, wie wir heute vergeben haben", warnte Bonan. Der kleine Kampfquirl Schimmelpfennig bot die beste Vorstellung auf Seiten des BFC, beim BSC waren Scholl und Penava stark. Noch-Trainer Block beklagte den be- reits siebten oder achten vergebenen Elfmeter der Saison und wünschte dem BFC: "Alles Gute für Mittwoch."
BFC DYNAMO gegen BFC TÜRKIYEMSPOR 1978 3:0 am 18.05.2011:

DYNAMO JETZT DER FAVORIT! Klarer 3:0 Erfolg im Halbfinale - Steiners Kurzeinsatz. Im Halbfinale am Mittwochabend schaltete der BFC mit starkem Auftritt nach der Pause Türkiyemspor klar mit 3:0 aus. Die Kreuzberger hatten Dynamo nicht viel entgegenzusetzen. Und es lief wie so oft in dieser für Türkiyem enttäuschenden Saison. Retteten sich die defensiv ausgerichteten Gäste noch mit einem 0:0 in die Pause, bedeutete der erste Gegentreffer kurz darauf den Anfang vom Ende von Türkiyems Finalhoffnungen. Nun zog Dynamo kräftig die Zügel an. Mit Wucht drängten Gutsche, Steinborn und M. Lange, und mit Paepkes Abstauber zum 2:0 war die Entscheidung gefallen. Selbst der rekordverdächtig kurze Auftritt von BFC-Joker Steiner, der keine 20 Sekunden (!) nach seiner Einwechslung vom Platz flog, änderte nichts mehr am Dynamo-Sieg. Grund für den Platzverweis: Steiners unnötiges Einsteigen gegen Selcuk auf Höhe der Mittellinie. "Glatt Rot" durch Schiedsrichter Lasse Koslowski war allerdings eine harte Entscheidung. Steiner wird Dynamo im Finale fehlen. Überhaupt verlor der Referee im zweiten Durchgang seine Linie. Die Partie entglitt ihm jedoch nicht vollends. Nach dem verdienten Ausscheiden ging Türkiyemspor-Trainer Bahman Foroutan mit seinen Akteuren streng ins Gericht: "Ich halte gerne meinen Kopf hin, wenn wir verlieren. Heute kann ich das nicht. Diese Mannschaft hat nach der Winterpause nur zwei Tore geschossen. Wenn die ein Gegentor bekommen, merk man, es reicht nicht. Das ist ein Verliererteam, sind Losertypen." Foroutan gratuliert fair und wünschte anschließend "den Pokalgewinn und im DFB-Pokal den FC Bayern München" als ersten Gegner. BFC-Coach Heiko Bonan war hochzufrieden und gönnte den Seinen das ausgiebige Feiern. "Danke an unsere Fans, ich verspreche, dass diese Mannschaft auch im Finale nicht überheblich sein wird. Unsere Qualität kommt nach und nach durch, die Entwicklung ist durchweg positiv."
VfB LICHTERFELDER FC BERLIN 1892 gegen BFC DYNAMO 2:1 am 22.05.2011:

DIEDERITZ: AUFTRAG ERFÜLLT! Mario Diederitz hatte einen klaren Auftrag, als er kurz vor Spielende für den ausgepumpten Gümüsdag eingewechselt wur- de. "Ich habe ihm gesagt, dass er ein Tor machen soll", erzählte LFC-Trainer Michael Wolf nach der Partie und musste schmunzeln. Diederitz ließ den Wun- sch seines Coaches nicht unerfüllt, in der zweiten Minute der Nachspielzeit zirkelte er den Ball von der rechten Strafraumecke aus unhaltbar zum 2:1 in den Winkel des Dynamo-Tores. Die Partie wurde daraufhin gar nicht mehr fortgeführt, grenzenlos war der Jubel beim LFC Berlin, der damit den Ligaver- bleib endgültig besiegelt hat. Dazu hätte es nicht mal mehr eines Dreiers bedurft, doch mit einem Sieg im anschließenden Heimspiel lässt sich das Errei- chen des Saisonziels doch viel besser genießen. Während beim LFC also Feierlaune herrschte, kam der BFC Dynamo nach dem berauschenden 3:0 Sieg im Pokalhalbfinale über Türkiyemspor am vergangenden Mittwoch auf den Boden der Tatsachen zurück. Dynamo-Coach Heiko Bonan zeigte sich verärgert über den Auftritt seiner Elf. "Am Mittwoch haben wir ein überragendes Spiel gemacht, heute war genau das Gegenteil der Fall", sagte er. Einige Spieler hätten Arroganz an den Tag gelegt. Dabei begann die Gäste zunächst forsch und kamen sogleich zu Chancen. So fiel ihr 1:0-Führungstreffer durch da Silva Santos (17.) nicht überraschend. Danach allerdings ließ die Bonan-Elf die nötige Konzentration vermissen. Pässe landeten oftmals beim Gegner, darüber hinaus ging der BFC läuferisch nicht an seinen Grenzen. Offenbar wollten die Spieler Verletzungen vermeiden, die eine Teilnahme am Pokalfinale gegen Stern 1900 (8. Juni) verhindern könnten. Doch nicht einmal das gelang, schon nach 24 Minuten musste Turan mit Adduktorenproblemen ausgewechselt werden. "Wie lange er ausfällt, wird sich erst in dieser Woche zeigen", sagte Bonan besorgt. Nachdem die Hausherren unmittelbar vor dem Pausenpfiff durch Kalixto zum Ausgleich gekommen waren, bewahrte sie im zweiten Spielabschnitt Torhüter Bittner vor dem erneuten Rückstand. So sparte Wolf nicht mit Lob für seinen Schlussmann: "Er ist womöglich der beste Torwart der Oberliga." Nachdem Bittner selbst durch einen Strafstoß nicht zu überwin- den war (66.), schien es, als würden die Mannschaften die Punkte teilen. Doch kurz vor Schluss wurde ja noch Dieteritz eingewechselt. Und der bekam von seinem Trainer einen ganz speziellen Auftrag auf den Weg …
BFC DYNAMO gegen LUDWIGSFELDER FC 7:2 am 29.05.2011:

DREI TREFFER VON STEINBORN! Dynamofeierte im letzten Meisterschaftsspiel noch einmal ein wahres Schützenfest und konnte den höchsten Saisonsieg bejubeln. Und das, obwohl der Ludwigsfelder FC noch darauf hoffen durfte, mit einem Sieg den Relegationsplatz zu erreichen. Daraus wurde nichts. Lud- wigsfeldes Abstieg steht nun endgültig fest, während der BFC die Saison auf dem siebten Platz beendet. Anfangs schien es, als würde das Schlusslicht den letzten Strohhalm tatsächlich noch ergreifen können. Jedenfalls keimte bei den Ludwigsfeldern nach ihrer frühen Führung Hoffnung auf. Doch genau- so schnell wurde diese auch wieder erstickt. Nach dem Ausgleich übernahm Dynamo die Initiative, so dass die weiteren Treffer zwangsläufig fielen. "Die Messe war doch nach dem 3:1 schon gelesen", stellte LFC-Coach Klaus Kornmüller fest. Er zeigte sich konsterniert und bezeichnete sein Team als "ver- dienten Absteiger." Ob Kornmüller dem Klub erhalten bleibt, ist mehr als fraglich. Er wirkt sehr enttäuscht.  Beim BFC Dynamo hingegen hängt das Saison- fazit maßgeblich vom Ausgang des Pokalfinales am 08 Juni gegen Stern 1900 ab. "Wir sind Favorit und wollen die Riesenchance unter allen Umständen nutzen", sagte BFC-Trainer Heiko Bonan. Erfreut zeigte sich der Coach darüber, dass Alexander Rahmig nach langer Verletzungspause wieder zur Verfü- gung steht. Auch scheint es, als könne Richard Steiner trotz seiner Roten Karte im Halbfinale auflaufen. Beim BFC geht man davon aus, dass Steiner seine Sperre in der Meisterschaft abgesessen hat. Diese Woche wird diesbezüglich die endgültige Zusage des Berliner Fußball-Verbandes erwartet. Voraus- sichtlich verzichten muss Bonan auf Ertan Turan (Adduktorenprobleme). Derweil gab der BFC bekannt, für die kommende Saison von der TSG Neustrelitz Dennis Rehausen und Özgür Özvatan verpflichtet zu haben.
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