BFC DYNAMO gegen 1.FC KAISERSLAUTERN 0:3 am 30.07.11:

BFC DYNAMO NOCH GUT BEDIENT! Pokal-Aus gegen Kaiserslautern wird von Fan-Krawallen überschattet. Am Ende war der BFC Dynamo mit dem 0:3 in der 1. Runde des DFB-Pokal noch gut bedient. Hätte der 1.FC Kaiserslautern in der zweiten Hälfte nicht einen Gang zurückgeschaltet, der Sieg der Pfälzer wäre deutlich höher ausgefallen. "Man hat die Unterschiede gesehen", sagte BFC-Coach Heiko Bonan, "obwohl ich meiner Mannschaft auch ein Kompliment aussprechen muss: Sie hat sich nie aufgegeben." Der BFC bemühte sich vom Anstoß weg um Schadensbegrenzung. Trainer Bonan ließ mit zwei dichten Viererketten (was die Fuwo wieder gesehen hat!) vor dem eigenen Strafraum agieren. Steiner bildete die einzige Spitze. Der hochkarätigste BFC-Neuzu- gang, Stürmer Shergo Biran blieb dagegen draußen. "Ich brauchte im Sturm einen kopfballstarken Spieler, weshalb Steiner den Vorzug bekam", begrün- dete Bonan seine Entscheidung. Gäste-Coach Marco Kurz vertraute im Tor Kevin Trapp an Stelle von Tobias Sippel, der aus disziplinarischen Gründen kurzfristig aus dem Kader flog. In der Abwehr bekam Abel den Vorzug vor Amedick.  Der israelische Zugang Itay Shechter, von Hapoel Tel Aviv gekom- men, bildete die einzige Spitze, wobei die beiden Außen Ilicevic und Sahan oftmals mit nach vorne stießen. Kaiserslautern bestimmte vom Anstoß weg die Partie und ließ den Ball vor über 10.000 Zuschauern gekonnt in den eigenen Reihen zirkulieren. Der BFC wollte mit Einsatz dagegenhalten, kam aber überhaupt nicht in die Zweikämpfe. Bereits früh hätten die Gäste in Führung gehen können, als Petsos eine Hereingabe von de Wit nur knapp verpasste. Vor allem über die rechte BFC-Abwehrseite rollten die Angriffe der Lauterer im Minutentakt, wobei Rahmig und Wallschläger permant von Ilicevic und Jessen gefordert wurden. Die schnelle 2:0 Gästeführung war nur die logische Konsequenz aus der spielerischen Überlegenheit der Anfangsphase. Fak- tisch war die Partie damit nach 23 Minuten entschieden. Dynamo verzeichnete auch im weiteren Verlauf kaum nennenswerte Offensivaktionen. Zu stark war die Defensive der Gäste mit dem ehemaligen Herthaner Rodnei sowie mit Abel. Zudem bekam Stürmer Richard Steiner zu wenig Unterstützung von seinen Nebenleuten. Bester BFC-Stürmer war noch Gökhan Ahmetic, der über seine linke Abwehrseite wenig zuließ und zudem mit einem satten Schuss vom rechten Strafraumeck die einzig nennenswerte Dynamo-Chance fabrizieren konnte (62.). Lauterns Coach Marco Kurz war dementsprechend zufrie- den mit seinem Team: "Es ist nicht selbstverständlich, die erste Runde so souverän zu überstehen. Die ersten 35 Minuten waren von meiner Mannschaft hervorragend." Eigentlich hätten alle Beteiligten mit dem Ergebnis zufrieden sein können. Oberligist BFC Dynamo war ergebnismäßig nicht untergegan- gen, der Favorit aus der Bundesliga souverän eine Runde weitergekommen. Doch die unrühmlichen Vorkommnisse auf den Rängen nach Spielende, legten zum großen Leidwesen von Heiko Bonan und Marco Kurz dann doch einen dunklen Schatten über diese Partie.
klingeltöne
FUWOSPIELBERICHTE VOM BFC DYNAMO DER SAISON 2011/12
SV ALTLÜDERSDORF gegen BFC DYNAMO 3:1 am 20.05.12:

DYNAMO BELOHNT SICH NICHT! "Es war ein versöhnlicher Abschluss mit einer guten Hälfte und schönen Toren", sagte ein zufriedener SVA-Coach Ersan Parlatan nach dem 3:1-Sieg gegen den BFC, der nun mit dem 13. Tabellenplatz zum Abschluss der Saison seine schlechteste Platzierung aufweist. Für sein letztes Saisonspiel hatte sich der SVA nochmals einiges vorgenommen. Bereits in der 4. Minute scheiterte Gerhard nach Rückpass von Brechler an BFC-Keeper Hildebrandt. Das 1:0 von Brechler verdiente dann das Prädikat sehenswert: Von Erdil schön zugespielt, hämmerte der Stürmer den Ball un- haltbar in den rechten Winkel. Durch den ehemaligen SVA-Akteur Sven Marten kam Dynamo zu seinen ersten beiden Chancen. Eine Eingabe von ihm drük- kte Steinborn per Kopf über das Tor (27.), im Anschluss scheiterte Marten selbst aus spitzem Winkel an Schelenz (30.). Kurze Zeit später pennte Dynamos Defensive: Nach einem Abschlag war Enani plötzlich alleine vor dem BFC-Kasten schoss aber vorbei (36.). Eine Bilderbuchkombination der Lila-Weißen brachte aber noch vor der Pause das verdiente 2:0. Dynamos Trainer René Gritschke fand wohl die richtigen Worte in der Kabine, denn nach dem Wechsel kam der BFC deutlich besser ins Spiel. Steinborn fand zunächst in Schelenz seinen Meister (52.), ehe es der Mittelfeldmann eine Minute später besser machte und den Anschluss besorgte. Der SVA wankte, fiel aber nicht. Denn in der Schlussphase konnte man sich nochmals befreien. Und was dann fol- gte war die endgültige Entscheidung: Einen Freistoß von der rechten Seite zog der Ex-BFCer Özvatan auf den zweiten Pfosten, Brechler köpfte uneigen- nützig vor das Tor, wo Enani nur noch Resteverwertung betrieb und das Leder über die Linie drückte (88.). Riesenjubel beim Gastgeber, Enttäuschung bei den Gästen, die sich für ihren starken zweiten Abschnitt nicht belohnen konnten. Dynamos Trainer René Gritschke meinte nachher enttäuscht: "Da spie- len wir besser und verlieren trotzdem." Dem war nichts hinzuzufügen.
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VfB LICHTERFELDER FC BERLIN 1892 gegen BFC DYNAMO 0:4 am 07.08.11:

GUTSCHES HERRLICHER SCHLENZER! Topfavorit Dynamo startete mit einem auch in der Höhe verdienten Erfolg in die Saison. So weit, so gut. Über das wah- re Leistungsvermögen des BFC gab diese meist einseitige Begegnung keinen Aufschluss. In allen Belangen zu unterlegen präsentierten sich die blut- jungen LFCer. BFC-Coach Heiko Bonan mahnte deshalb an: "Warten wir für eine erste Bestandsaufnahme erst einmal das Spiel gegen Neustrelitz ab." LFC-Coach Peter Heinrich ist ob der Schwere seiner Aufgabe wahrlich nicht zu beneiden. Aus dem ohnehin ausgedünnten Kader fielen zum Auftakt mit Kapitän Johannes Felsenberg, Haase und Leitgeb sowie den ob internen Probleme nicht für die Startformation berücksichtigten Kalixto und Ince gleich fünf Mann aus. Dafür standen Huke, Zachow, Runge, Danko und Günay Akteure auf dem Feld, für die diese Leistungsebene völliges Neuland darstellt. An Einstellung, Kampfgeist und Willen mangelte es nicht. Gerade Danko ruckte in der Startphase so manches Mal vielversprechend an. Doch unnötige Fehler aus mangelnder Erfahrung waren halt programmiert und passieren: "Es gilt, sie so schnell wie möglich abzustellen", monierte Heinrich zu Recht. So wol- lte man Freistöße in Strafraumnähe in jedem Fall verhindern - zwei Gegentreffer fielen aus eben solchen. Noch ärgerlicher: Erst Gutsches herrlicher Frei- stoß-Schlenzer ebnete einen überaus nervös beginnenden BFC den Weg. "Mit der Führung im Rücken spielten wir uns langsam frei", fand Bonan. Wobei sich der  unpässlich gestartete Schimmelpfennig zum Mittelpunkt etlicher nun ansehnlicher Kombinationen aufschwang. Herrlich sein Knaller zum 2:0, Pech, dass sein weiteres Geschoss ans Gebälk klatschte (44.). Nach Halbzeit durfte der Gelb-Belastete pausieren. Nachrücker Steiner hatte viele gute Aktionen, während Routinier Biran trotz seines Treffers eher blass blieb. Dynamos Defensive wurde kaum noch gefordert. Dennoch hinterließ der hünen- artige Neuzugang Kwiatkowski einen ersten vorzüglichen Eindruck. Mit Steinborn, Malchow, Karaduman und dem noch gesperrten Cissé lauern weitere starke Leute. Beim LFC heißt es, die ersten Wunden zu lecken und weiterzuarbeiten. Das blutjunge Kollektiv (14 Spieler unter 20 Jahren, kein Zugang kostete Geld) wird sich steigern müssen, soll das Saisonziel realisiert werden: wenigstens einen Kontrahenten hinter sich zu lassen. Angesprochen auf ein mögliches Torwartproblem stellte Heinrich fest: "Der Feies ist ein guter Junge, hat vielleicht zwei Zentimeter zu wenig an Körpergröße, dafür einen Meter mehr an gutem Charakter."
BFC DYNAMO gegen TSG NEUSTRELITZ 0:1 am 13.08.11:

EIN DÄMPFER FÜR DYNAMO! Der Stachel der Enttäuschung saß tief bei Dynamo. So tief, dass Emotionen den Blick für Erkenntnisse zu verstellen drohten. Fakt war: In einem hochinteressanten, vorzüglichen Spiel war der BFC vielleicht einen Tick besser, unterlag aber einem ebenbürtigen Gegner, weil sich in eine Portion Pech auch ein wenig Unvermögen gemischt hatten. Und da waren noch der Referee Nixdorf und seine Winker, die alles darstellten, nur keine Heimschiedsrichter. Vordergründig spielentscheidende Fehler beging das schnell zum Feindspiel stilisierte Trio zwar nicht, doch unzählige Male sahen sich die BFCer aus mehr oder weniger verdächtigen Abseitspositionen zurückgepfiffen, einmal sogar nach einem Einwurf (!). Der exakt auf Höhe postier- te BFC-Trainer Heiko Bonan schwor Stein und Bein, Birans Kopfballtreffer (15.) sei nie und nimmer abseits gewesen: "Und wenn wir 1:0 in Führung gehen, läuft das Spiel doch ganz anders." In der Tat kam Dynamos Torlosigkeit den Neustrelitzern sehr gelegen. Sie, die notfalls auch mit einem Punkt zufrieden gewesen wären, durften über die gesamten 90 Minuten auf Kontern lauern, was sie im Übrigen sehr geschickt taten. Das stete Bemühen um durchdach- ten Aufbau (statt wilder Schläge) war unverkennbar. Vors BFC-Tor kamen sie selten, aber wenn, dann kreuzgefährlich: Kahlert (47.) in ähnlicher Szene wie beim Siegtor sowie zweimal der lebendige Neuhaus (49. und 90./Unterkante) hätten durchaus das 2:0 machen können. "Wir sind noch nicht in der Phase, in der wir gepflegteren Fußball spielen können", kritisierte zwar übertrieben TSG-Trainer Rastislav Hodul, ließ sich aber auch zu dem vorsichtigen Lob hin- reißen: "Eine Entwicklung geht in die richtige Richtung." Vielleicht nicht verkehrt, dass Dynamo bereits am zweiten Spieltag diese harte Nuss auf den Kopf gefallen ist - Niederlagen sind häufig lehrreicher als Siege und sollten Selbstgefälligkeit im Keim ersticken. Bonan lobte zu Recht "viele schöne Situation- en" im Spiel seiner Leute, befand aber auch: "Die letzte Konsequenz hat gefehlt, den Ball über die Linie zu drücken." Die besten Gelegenheiten vergaben Gutsche (16.) und Steiner (67.), die jeweils schon am Torwart vorbei waren, aber in spitze Winkel gerieten: Gutsches Versuch wehrte Franke auf der Linie ab, Steiners Ding landete krachend am Pfosten, ehe Gutsches Nachschuss ein Verteidiger traf. So zwingend spielte der BFC freilich nicht durchgängig, das kann sowieso keiner. Die Kunst ist, seine Sturm- und Drangphasen mit Toren zu dekorieren.
MALCHOWER SV 90 gegen BFC DYNAMO 1:1 am 19.08.11:

FREUDE NUR 70 SEKUNDEN LANG! Der Gastgeber überraschte nicht nur seine Fans mit den durchdachteren Angriffen, auch die aus Berlin Mitgereisten staunten nicht schlecht, wie selbstbewusst die Malchower ihrem Gegner, der als ein Aufstiegsanwärter für die Regionalliga gilt, entgegen traten. Warum sollten sie auch nicht, denn im Vorjahr unterlag ihnen der BFC im Waldstadion 0:3 und im Heimspiel kam er nicht über ein 1:1 hinaus. Da war die Devise der Hausherren deutlich zu erkennen, es erneut zu probieren. So wurde es ein sehr intensives Spiel. Von beiden Seiten. Angriffe wurden allerdings möglich- st schon im Keim erstickt. Wenn dennoch Gefahr heraufbeschworen wurde, warfen sich beide Abwehrreihen entschlossen den Attacken entgegen. So sehr die Spitzen der Berliner - Steiner und Karaduman - auch immer wieder den Weg zum Tor suchten, irgendwie war immer noch ein abwehrender Fuß zur Stelle. Da hätte Karaduman die anfänglichen Stockfehler seines Gegenspielers Bartelt besser nutzen müssen. Ungenutzt von den Gastgebern wieder- um blieben einige Schwächen in der engeren Abwehr des BFC. Fast wäre den Dynamos kurz vor der Pause doch ein Treffer gelungen, doch Malchows Keeper Kornfeld rettete, Kopf und Kragen riskierend, gegen Marten. Nach Wiederanpfiff zwang Karaduman den Tormann erneut zu einer Parade. Auch ein Freistoß von Voß, aus halbrechter Position flach abgefeuert, strich äußerst knapp am langen Pfosten vorbei. Das torlose Geschehen bis zur Pause schien sich also fortzusetzten. Es blieb dennoch ein Spiel auf guten Oberliga-Niveau, bei dem zwar die Fans beider Seiten auch ein Tor für ihre Mannschaft her- beiriefen, aber wenn es eben ohne geblieben wäre, hätte das der Freude wohl auch keinen Abbruch getan. Aber Tore fielen ja doch noch. Lemcke, der bis dahin schon nahezu jedes Kopfballduell für sich entschieden hatte, schraubte sich bei einer gefühlvollen Eingabe am höchsten und ließ den MSV-Kee- per überhaupt nicht gut aussehen. Nur, die Freude über diesen Führungstreffer genossen die Berliner ein wenig zu lange - so blieb sie nur kurz. Denn gleich nach dem Anstoß nahm Blumenthal eine Linksflanke direkt und hämmerte sie etwa von der Strafraumgrenze unhaltbar ein. Nur 70 Sekunden wa- ren zwischen beiden Treffern vergangen. Und sie blieben auch die einzige Ausbeute. Wenn BFC-Coach Heiko auch beteuert, mit dem Ziel, gewinnen zu wollen angereist zu sein, und sich auch nicht mit allen Entscheidungen des Schiri-Trios einverstanden zeigte, das Remis war schon ein gerechtes Resul- tat.  Dem schloss sich Malchows Trainer Sven Lange an. Malchows Vereinsführung lobte zudem die faire Atomsphäre, die von den mitgereisten BFC-Fans ausging.
BFC DYNAMO gegen TORGELOWER SV GREIF 1:1 am 26.08.11:
BIRAN DROHT LÄNGERE PAUSE! Es war eine Partie, die den erwarteten hohen Ansprüchen nicht ganz gerecht wurden. Aber dies dürfte man bei saharaähn- lichen Temperaturen vielleicht auch nicht erwarten. Die Gäste aus Torgelow erwischten den besseren Start. Sie gingen durch Lange, der nach einem Standard ungedeckt durch den Strafraum spazierte, per Kopf in Führung. Als wenn die Protagonisten der BFC-Defensive die Fachpresse nicht lesen und ihnen entgangen war, dass eben jener Torschützenkönig des Vorjahresberst letzte Woche viermal per Kopf getroffen hatte. Trainer Bonan bemängelte nachher die zuvor klar abgesprochene Zuordnung. Den Reiter dieses Rosses mochte er wohl aus purer Höflichkeit nicht nennen. Überhaupt: Der kräftige Lange spielte erneut eine starke Partie, traf später noch einmal aus spitzem Winkel den Pfosten (36.), wie auch Pankau in Hälfte zwei an der Latte schei- terte (66.). Der BFC wirkte zunächst alles andere als präsent. Coach Bonan reagierte früh und ersetzte Gutsche ("Der hat nicht genug gegen den Ball ge- arbeitet") durch Marten. Der bot auf dem rechten Flügel eine starke Vorstellung und wurde mit seinen beherzten Offensivantritten zum Initiator von Dyna- mos stark verbesserter zweiter Hälfte. Die fing dramatisch an, denn der quirlige Biran verlängerte einen Kopfball von Lemcke in den Torgelower Kasten. Der Treffer zählte aber wegen einer vermeintlichen Abseitsstellung nicht. Schlimmer noch, Biran prallte in dieser Situation mit Keeper Greulich zusam- men und musste wenig später mit Verdacht auf Kreuzbandriss vom Feld (53.). Auch Karaduman musste kurz darauf passen, hatte aber nach Angabe von Bonan nur einen Krampf. Die große Hektik brach dann in der Schlussphase aus, als Steiner gegen Greulich grätschend nachsetzte und postwendend von mehreren Greifen attackiert wurde. Cisse wollte seinen Kameraden verteidigen und bekam von Keyser die Faust in den Unterleib geschlagen. Platzver- weis für Keyser und jeweils Gelb für die beiden Dynamos lautete die Regelauslegung des Referees. Aufgrund vieler Spiel- und Verletzungsunterbrech- ungen wurden gute fünf Minuten nachgespielt. In dieser Zeit erwischte es auch noch BFC-Teammanager Jörn Lenz, der mehrfach das Schiedsrichter- kollektiv verbal attackierte. Logische Konsequenz: Der Verweis auf die Tribüne.
BFC DYNAMO gegen TSV ORANKE 5:1am 03.09.2011:

ORANKE HÄLT EINE HALBZEIT MIT! Die erste Pokalrunde bescherte Hohenschönhausen ein echtes Ortsderby. Pokalverteidiger Dynamo empfing im Sport- forum B-Ligist Oranke, nur fünf Minuten entfernt auf der anderen Seite der Konrad-Wolf-Straße beheimatet. Trotz des 1:5 war Oranke-Coach Olaf Reinhold zufrieden: "Wir haben eine gute erste Halbzeit gespielt. Für die Jungs war es ein Erlebnis. Wir wollten möglichst lange die Null halten." Dieses Vorhaben gelang, die Kreisligakicker verkauften sich prächtig. Der kleine Oranke-Anhang dankte es den Akteuren mit sangesfreudiger Anfeuerung. Die Partie mit klar verteilten Rollen sah einen Favoriten BFC, der sich schwer tat. Dazu präsentierten Dynamos Angreifer vor dem Oranke-Kasten einige Abschluss- schwächen. Mehrfach fehlte dem BFC die Präzision und manche Aktion grenzte an Fahrlässigkeit, so als Rehausen frei vorbei schob (26.). Zudem hatte Oranke in Keeper Galle einen starken Rückhalt. Es dauerte aus Dynamo-Sicht mehr als eine halbe Stunde, ehe Rahmig wie im Vorjahresendspiel die 1:0 Führung besorgte. Der fünf Klassen tiefer spielende Kreisligist hielt dagegen und kam überraschend zum Ausgleich. Einen gradlinigen Oranke-Konter schloss Tabler resolut zum 1:1 ab. Die Darbietung vor der Pause enttäuschte BFC-Interimscoach René Gritschke gehörig: "Hut ab vor Oranke, die haben den Einsatz gezeigt, den ich von uns erwartet hatte. Ich musste in der Pause sehr deutlich werden. Fazit: Hauptsache weiter." Nach dem Wechsel zeigte sich der BFC zielstrebiger, und nach einer Stunde war die Vorentscheidung gefallen. Der Rest wäre für Dynamo Formsache gewesen, wären nicht drei Minuten vor Spielende Ahmetcik und Turan unglücklich zusammengeprallt. BFC-Verteidiger Turan verletzte sich am linken Knie und musste ins Kranken- haus. Die faire Partie endete im beiderseitigen Einvernehmen vor Ablauf der 90 Minuten.
BFC DYNAMO gegen FSV OPTIK RATHENOW 2:0 am 09.09.2011:

HEIMSIEG BEIM GEISTERSPIEL! Vor leeren Rängen sieht Neu-Trainer Lazic einen 2:0-Sieg gegen Optik. Das erste der zwei vom DFB gegen den BFC für die Oberliga angeordneten Geisterspiele im Jahn-Sportpark gewannen die Hohenschönhausener am Freitag gegen Rathenow mit 2:0. Unter dem neuen Coach Igor Lazic brillierte Dynamo dabei keineswegs. Dennoch war es ein verdienter erster Heimerfolg für den BFC - ausgerechnet vor leeren Rängen - gegen biedere Gäste aus dem Havelland. Für Optik, ungeschlagen angereist,  räumte Coach Ingo Kahlisch eine verdiente erste Saisonniederlage ein: "Der BFC wollte den Sieg mehr und hat ihn bekommen. Von uns war es ein hektisches, ungenaues Spiel. Dynamo war aggressiver." Erstmals von Coach Lazic eingestellt, wartete Dynamo mit taktischer Disziplin und Einsatzfreude auf. Der Schachzug, den robusten Lemcke neben Schimmelpfennig ins Mittelfeld zurückzuziehen, ging auf. Insgesamt hatte der BFC mehr vom Spiel und ließ gegen Optik wenig zu. Auch wenn es beim Pass von Karaduman vor dem 1:0 nach Abseits roch, entscheidend war die Balleroberung in der Zentrale und das schnelle Umschalten, ehe Marten die Chance frei vor Subke nutzte. Da- nach war der BFC um Kompaktheit bemüht. Bei den Gästen deuteten Fikic (Schlenzer, 24., Freistoß 34.) zweimal knapp. Nach dem Seitenwechsel wurde die Partie lebendiger, vor allem Dynamo drängte. Der zweite Treffer fiel in Folge eines der vielen Standards von Ahmetcik. Eine Ecke servierte er Lemcke im Fünfmeterraum zum 2:0 auf den Kopf. Optik-Keeper Subke machte dabei eine unglückliche Figur. Zu den Gegentoren meinte Optik-Coach Kahlisch la- konisch: "Das erste klares Abseits, das zweite Torwartfehler. So ist Fußball." Auf Seiten des BFC resümierte Igor Lazic zufrieden: "Die Mannschaft ist intakt und hat umgesetzt, was ich wollte. Wir haben konstant und ordentlich gespielt, das Spiel kontrolliert." Erst nach dem zweiten Gegentor tat Optik mehr. Doch Joker Gündogdu vergab zweimal aussichtsreich. Zuerst vergaß er den Abschluss (62.), dann traf er frei vor Rothe den Ball nicht voll (77.). Im Anschluss ging es den Hausherren um Ergebnissicherung. BFC-Einwechsler Özvatan geriet bei seinem Auftritt erst mit Coric aneinander, dann
F.C. HANSA ROSTOCK II gegen BFC DYNAMO 2:1 am 16.09.2011:

HANSA II MIT DEM LÄNGEREM ATEM!  Hansa Reserve gewann erneut ein Spiel in den Schlussminuten. Nach 0:1-Rückstand gegen einen gut organisierten BFC Dynamo drehten die Rostocker durch zwei späte Treffer von Manfred Starke (83.) und Dexter Langen (90.) die Partie. Die Rostocker, bei denen mit Dexter Langen und Stephan Gusche zwei Profis mitmachten, erwischten einen erfrischenden Start.  Nach einer Ecke von Max Kremer verpasste Langen am lagen Pfosten nur haarscharf (3.). Nach diesen hektischen Anfangsminuten fanden die Berliner etwas ihre Ordnung. Chancen für den BFC ließen auf sich warten. Nach einem Kopfballduell musste Langen mit blutender Augenbraune behandelt werden, kehrte aber zurück und wurde in der Pause genäht. In der Folgezeit verflachte die Partie, der erste Druck der Gastgeber war verpufft. Seine bis dato einzige Chance sollte Dynamo nach einer Ecke haben, als der Ex-Rostocker Rahmig freistehend über das Tor schoss (36.). "Die erste Hälfte war von Taktik geprägt. Wir wollten kompakt stehen, das hat geklappt. Nach vorne gelang, aber kaum etwas", sagte Hansa-Trainer Axel Rietentiet. Den besseren Start in die zweite Hälfte erwischten zwar die Platzherren, das Tor machte jedoch der BFC durch Kwiatkowski nach einem Karaduman-Freistoß. Hansa antwortete mit wütenden Angriffen, doch die starke BFC-Abwehr um Keeper Rothe hielt stand, ehe nach einem erneuten Standard und einem Kopfball von Starke der verdiente Ausgleich fiel. Die Gastgeber drückten wei- ter auf den Sieg und wurden nach einer Ecke von Kremer durch den "genähten" Langen belohnt. "Das 0:1 war so etwas wie eine Initialzündung für meine Mannschaft. Wie die Jungs nach dem Ausgleich den Ball aus dem Tor geholt haben und unbedingt diesen Sieg wollten, das war schon überragend. Wir haben eine tolle Moral gezeigt und deswegen ist dieser Sieg auch verdient", sagte Ritentiet.
BFC DYNAMO gegen SV GERMANIA 90 SCHÖNEICHE 0:2 am 24.09.2011:

BERGER SIEHT NEUE QUALITÄT! Der BFC enttäuschte beim zweiten Geisterspiel auf ganzer Linie und verlor verdient mit 0:2 gegen in der Defensive stark verbesserten Schöneicher.  "Ich bin heute sehr traurig, dass wir uns so präsentiert haben. Das war Angsthasenfußball ", sagte ein völlig konsternierter BFC-Coach Igor Lazic. Der baute die Hausherren im Vergleich zur Niederlage bei Hansa II in allen Mannschaftsteilen um: Neubert agierte für Rahmig in der Abwehr, dazu Özvatan für Malchow im Mittelfeld und Gutsche als hängende Spitze für Cissé. Germania-Coach Berger schickte Insa Bohiguis in die Ab- wehrkette und zog Linksfuß Schulz auf die rechte Außenbahn, dazu stürmte Korah für den Gelb-Rot gesperrten Hohmann. Die Partie im menschenleeren Jahn-Sportpark begann schleppend. Nach gut einer Viertelstunde bekam Germania zunehmende Ballsicherheit, bedingt durch viele Fehler Dynamo im Aufbauspiel. Schöneiche zeigte darüber hinaus die bessere Raumaufteilung im Mittelfeld, wo vor allem der emsige Siemund das Stürmerduo Kroah und Kousal mit intelligenten Pässen fütterte. Kausal hatte nach einer Schljachta-Ecke auch die erste Riesenchance auf dem Fuß (25.), doch der überraschte Tscheche verfehlte aus sechs Metern knapp den Kasten von Rothe. Die hohe Fehlpassquote Dynamos machte es der Germania im weiteren Verlauf leicht, das Spiel zu Kontrollieren. In der 35. Minute war es dann soweit: Neubert und Rothe zögerten im Verbund nach langem Zuspiel von Recklet, Sie- mund sprintete gedankenschnell dazwischen: 0:1! Die verdiente Führung für die Gäste. Nach dem Seitenwechsel hatte Dynamo seine beste Phase, doch Karaduman zögerte mit seinem Schuss zu lange, nach der starken Vorarbeit über die rechte Seite von Marten (50.). Trotz des kurzen Aufbegehrens blieb der BFC weiterhin konzeptlos, Özvatan und Gutsche waren im Mittelfeld kaum anspielbar, weshalb Dynamo zu häufig mit langen Bällen agierte, die für den kopfballstarken Boden in die Germanias Abwehr leichte Beute waren. So verwaltete der Gast die knappe Führung ohne Probleme, ehe der eingewechs- elte Bräuer sich durchsetzte und Wilson in der Mitte aus sechs Meter keine Mühe hatte, den mittlerweile vierten Auswärtssieg für Schöneiche perfekt zu machen. Germanias Coach Dirk Berger war dementsprechend sehr zufrieden: "Heute habe ich eine Qualität meiner Mannschaft gesehen, die für mich neu ist: Wir haben sehr gut verteitigt."
1.FC UNION BERLIN II gegen BFC DYNAMO 4:2 am 02.10.2011:

UNION ERNEUT IM DERBYGLÜCK! BFC ohne Chance beim 4:2 - Ex-Unioner Kurbjuweit trifft für Dynamo. Mit einem verdienten 4:2 Sieg im Derby gegen den BFC bleibt Unions Reserve dem Oberliga-Spitzentrio in der Tabelle dicht auf den Fersen. Dynamo hingegen hängt nach drei Niederlagen in Folge nun schon zehn Punkte hinter Rang vier und beträchtlich hinter den eigenen Erwartungen zurück. Dabei starteten die Gäste aus Hohenschönhausen per Pauken- schlag im Stadion An der Alten Försterei. Nach vier Minuten brachte Kurbjuweit einen listigen Freistoß aus dem Halbfeld um die Mauer. Union-Keeper Pruschke kam erst hinter der Linie dran - 0:1. Hinterher meinte BFC-Rückkehrer (und Ex-Unioner) Tobias Kurbjuweit: "Für uns hat das Spiel gut angefan- gen, aber die Konzentration hat gefehlt, das 1:0 möglichst lange zu halten." Denn der Rückstand wirkte für die jungen Unioner wie ein Weckruf. Wer weiß, wie die Partie für die Gäste gelaufen wäre, wenn Trapp nicht unbedrängt postwendend zum 1:1 getroffen hätte. Gerade mal drei Minuten hielt die Führung für Dynamo. In der Folge zog Union sein Spiel auf, auch wenn der Spielfluss immer mal wieder von Fehlern unterbrochen wurde. Die Gäste hingegen ver- steckten sich regelrecht. Wie wenig gefestigt der BFC derzeit spielt, verdeutlichte Neuberts kurioser Klärungsversuch (16.), der ohne Not nur dank des Innenpfostens kein Eigentor fabrizierte. Exemplarisch für die BFC-Misere die Entstehung von Gegentor zwei und drei. Er flankte Savran unbedrängt, wäh- rend Dynamo-Torwart Rothe auf der Linie klebte und Kwiatkowski und Wienbreyer Selcuk nicht hindern konnten am entfernten Pfosten zum 2:1 einzu- köpfen. Beim 3:1 störte kein Dynamo-Akteur den beweglichen Skrzybaki, der trocken abzog und traf. Auch nach dem Wechsel änderte sich das Bild kaum. Dynamo setzte keine gezielten Angriffe und schien froh, weil Union sich selbstgenügsam an Ballbesitz und Spielverwaltung versuchte. Zwischendrin vergab Mrkaljevic (60.) nach Selcuk-Flanke den "Riesen" zur Entscheidung. So dauerte es bis zur Schlussphase, ehe der starke Mrkaljevic per Einzelaktion alles klar machte. Passend allerdings, dass die letzte Aktion den vom Ergebnis gefrusteten Gästen gehörte. Pruschke wehrte Gutsches Freistoß vor die Füße von Wallschläger ab, der zum 2:4 traf. Aber das machte Dynamos Niederlage nicht erträglicher.
KÖPENICKER SC gegen BFC DYNAMO 4:6 n.E. am 09.10.2011:

KNAPP AN DER BLAMAGE VORBEI! In diesem Pokalkrimi hatte Landesligist Köpenicker SC den haushohen Favoriten am Rande der Niederlage, doch Stein- born rettete in der letzten Minute der Verlängerung einen schwachen BFC ins Elfmeterschießen, in dem den KSC dann die Nerven versagten. "Dieses Spiel macht Mut für die kommenden Aufgaben", meinte dennoch KSC-Trainer Schickram. Dynamos Trainer Igor Lazic schonte einige seiner Stammspieler und so bekamen Hildebrandt, Walter, Wienbreyer und Steiner ihre Chance. Der KSC stand tief, agierte anfangs nervös und drosch zahllose Bälle blind aus der Gefahrenzone. Dynamo war um klare Spielstruktur bemüht, doch fehlten Bewegungen und Ideen. Distanzschüsse von Gutsche (18.) und Walter (21.) waren das einzige, was der Oberligist lange zustande brachte. Kurz vor der Pause nutzte dann Gutsche einen Querschläger von Wolgast und besorgte per Flachschuss die 1:0-Führung. Wer dachte, dass der BFC danach die Partie locker nach Hause schaukelte würde, hatte weit gefehlt. Die Köpenicker gin- gen selbstbewusst und zweikampfstark in die zweite Hälfte.  Der ständige Unruheherd Simon Stassen beglückte den KSC-Anhang mit dem Ausgleich. Dy- namo rannte danach kopflos an. Gutsche hatte mit einem Pfostenschuss Pech (80.). In der Verlängerung hatte der beim Köpenicker SC eingewechselte Chadi Hamze seinen großen Auftritt, als er eine Flanke von Simon Stassen volley zum umjubelten 2:1 für den KSC einschoss. Die Gastgeber gaben alles, um ihre Führung über die Zeit zu bringen. Doch Steinborn traf in der 120. Minute zum 2:2. Im Elfmeterschießen blieb Dynamo dann bis auf Wienbreyer ner- venstark.
BFC DYNAMO gegen BRANDENBURGER SC SÜD 05 3:0 am 16.10.2011:

KARADUMAN ZWEIMAL GANZ COOL! Dynamo-Sieg fällt zu deutlich aus - Cissé fliegt wegen Tätlichkeit. Es war das erste Heimspiel mit Publikum nach zwei Geisterspielen infolge der Ereignisse rund um das DFB-Pokalspiel gegen den 1. FC Kaiserslautern - und aus BFC-Sicht endlich wieder erfolgreich. Bekom- men die Dynamos nun die seit Wochen erwartete Kurve nach oben? Im Duell zweier Enttäuschter der letzten Spieltage behielt der vermeintliche Auf- stiegsfavorit aus Hohenschönhausen letztlich die Oberhand. Dabei benötigte Dynamo aber auch eine Portion Glück für den souveränen Sieg. Denn die Brandenburger, zuletzt mit zwei deftigen 1:6 Klatschen gegen Neustrelitz und Malchow abgefertigt, waren beileibe nicht das einfache Opfer. Sie hätten gar in der ersten Hälfte mehrfach in Führung gehen müssen, doch Keeper Hildebrandt und einmal das Quergestänge nach Kopfball von Marko Görisch (16.) verhinderten Schlimmeres für die Hausherren. Die Verunsicherung nach den mäßigen Resultaten aus den letzten Spielen war beim BFC unübersehbar. Besonders der Spielaufbau aus der eigenen Defensivreihe klemmte spürbar, weil sowohl Marten als auch Wallschläger und Hildebrandt sich gedankliche Auszeiten nahmen. Wenigstens waren die Offensivleute besser drauf: Der Franzose Cissé, letztes Jahr noch in Altlüdersdorf, war ein absoluter Aktiv- posten, trübte seine Leistung aber durch viele vergebene Möglichkeiten und den abschließenden Platzverweis, als er Gegenspieler Marko Görisch ins Gesicht langte. Karaduman hingegen fiel kaum auf, vollendete aber zweimal mit abgezockter Coolness. "Wir hatten ein wenig Glück, dass wir kein Tor kassiert haben", räumte Dynamo-Coach Igor Lazic ein, erwähnte aber auch, "dass wir nach dem 3:0 angefangen haben, Fußball zu spielen". Deutlicher kann die aktuelle Unsicherheit des BFC über das eigene Leistungsvermögen kaum zum Ausdruck kommen. Eigentlich kann es für die Lazic-Elf nur auf- wärts gehen, und selbst in den eigenen Reihen mehren sich derzeit die kritischen Stimmen gegen die Leistung einiger Spieler. Die Brandenburger ver- loren unangemessen hoch und daher lautete das verständliche Fazit von Trainer Udo Richter: "Ich bin mit der Leistung meiner Mannschaft zufrieden, ich habe Kampf und Leidenschaft gesehen. Uns hat nur ein Tor gefehlt." Richter bemängelte jedoch das Fehlen einer "Führungsperson" im Defensivbereich. Innenverteidiger Scholl kann er damit nicht gemeint haben, denn der zählte zu den Aktivposten des BSC. Stark war die Vorstellung des früheren BFCers Becke auf der linken Außenbahn. Einen permanenten Reizpunkt stellte Marko Görisch dar, seine Duelle mit Kurbjuweit waren oftmals grenzwertig. Und sein theatralisches Verhalten beim Platzverweis erscheint - zumindest nach der Aussage von Lazic - fragwürdig.
BFC TÜRKIYEMSPOR 1978 gegen BFC DYNAMO 1:0 am 21.10.2011:

DEPP UND HELD JANUSCHOWSKI! Ernüchterung pur im Dynamo-Lager nach diesem Resultat im Jahn-Sportpark. Am Freitagabend unterlag der BFC einem personell gebeutelten Türkiyemspor trotz 60 Minuten Überzahl mit 0:1. Das hatte sich Dynamo allerdings selbst zuzuschreiben. Und wer nach dem 3:0 Heimsieg gegen den BSC Süd 05 im Sportforum schon das zarte Pflänzchen der sportlichen Erholung sichtete, wurde enttäuscht. Stattdessen setzte es für den BFC Dynamo einen weiteren Rückschlag, weil die blutjunge Türkiyem-Truppe - ausnahmslos mit U 23-Akteuren besetzt - mit Glück und Geschick in Unterzahl die drei Punkte über die Zeit brachte. Dabei begann die Partie für Dynamo verheißungsvoll, als Karaduman nach 75 Sekunden volley Türkiyem Keeper Türkoglu erstmals prüfte. Aber die Gastgeber nutzten ihre erste Standardsituation, als Podrygala einen Freistoß genau auf den Kopf des aufge- rückten Januschowski servierte, der unbehelligt zum 1:0 für Türkiyem einköpfte. Dynamo hatte nun mehr Spielanteile, aber keine klaren Möglichkeiten. Erst ein Gäste-Konter brachte die zweite Schlüsselszene der Partie. Kurbjuweit ging steil und kreuzte Januschowskis Laufweg, der ihn von den Beinen holte. Schiri Siebert entschied auf Platzverweis wegen Notbremse - hart, aber vertretbar. In Unterzahl geraten, schien nur in Frage zu stehen, wie lange Türkiyemspor dem steigenden Druck der Gäste standhalten würde. Jetzt häuften sich die BFC-Chancen, wobei Dynamo eklatante Abschlussschwächen zeigte. Karaduman (55.) und Kurbjuweit (82.) scheiterten am starken Türkiyem-Rückhalt Türkoglu. Steinborn (57.) vergab unbedrängt. Zudem war der gute Türkoglu mit Glück und Torgestänge im Bunde: Gutsche (Latte 65., Außenpfosten 69.) scheiterte. Steinborn brachte es fertig, aus drei Meter nur den Pfos- ten (82.) zu treffen. Schließlich knallte Kurbjuweit (86.) freistehend drüber. Das war´s und Türkiyem rettete den Sieg ins Ziel. Damit avancierte der 19-jähr- ige Philip Januschowski - im Sommer aus der Füchse-Jugend geholt - vom Depp zum Mann des Tages. Zu seinem Platzverweis meinte der Linksvertei- diger, der im Frühjahr erstmals bei den Füchsen Oberligaluft schnupperte: "Kurbjuweit macht das clever und läuft mir in die Beine. Für mich keine Rote Karte, denn Lucas Bähr war noch neben mir. Das war unglücklich." Zum Zuschauen verdammt musste Januschowski auf seine Kollegen vertrauen: "Man zittert mit und zählt jede Minute runter. Der BFC hatte gute Chancen. Ich bin froh, dass die Mannschaft so stark für mich gekämpft hat. Respekt."
BFC DYNAMO gegen FC ANKER WISMAR 1997 2:0 am 29.10.2011:

MARTEN HEISST DER MATCHWINNER! Souveräner 2:0-Sieg gegen Anker - Kriegt Dynamo endlich die Kurve? Die wohl entscheidende Szene der Partie gab es schon in der zehnten Minute. BFC-Keeper Hildebrandt hatte knapp außerhalb seines Sechzehners einen auftickenden Ball unterschätzt und war unter dem Leder durchgelaufen. Giermeier besaß aus spitzem Winkel die große Möglichkeit zum frühen Führungstreffer, doch setzte er das Spielobjekt am leeren Kasten vorbei. "Wenn er hier trifft, wäre für uns durchaus auch mehr möglich gewesen", trauerte Wismar-Coach Timo Lange der vergebenen Rie- senchance nach. Bereits in der Vorwoche waren die Dynamos bei Türkiyemspor früh in Rückstand geraten und verloren letztlich die Partie trotz einstün- diger personeller Überzahl und einem deutlichen Chancenplus. Da lief es diesmal deutlich besser, weil Steinborn gleich seine erste Möglichkeit konse- quent ausnutzte. Der linke BFC-Flügelmann lieferte sich 90 Minuten hochspannende Duelle mit dem kleinen Dauerrenner Rosinski, stand aber klar im Schatten seines Teamkollegen Marten auf der rechten Außenbahn. Dieser wurde mit der Vorarbeit zum ersten Treffer und seinem beeindruckenden Antritt vor Tor zwei letztlich zum Matchwinner auf Hohenschönhausener Seite. Und somit stellt sich wieder einmal die Frage: Kriegen die Dynamos end- lich die Kurve und finden zu konstanteren Leistungen? Oder folgt dem vermeintlichen Schritt vorwärts umgehend der nächste Rückschlag? Vom Kader her haben die BFCer  fast zwei oberligataugliche Mannschaften zu bieten, warum sich dies nicht auch in Resultaten ausdrückt, bleibt ein Rätsel. Nächste Woche folgt mit dem Derby bei Viktoria erneut ein ambitionierter Kontrahent, folgt nun auch endlich die Wende zum Guten oder gibt es wieder was auf die schon arg ramponierte Mütze? Bei Anker gefiel der aufmerksame Schlussmann Höcker, der mit einigen guten Paraden größeren Schaden von seinem Team abhielt. Offensiv dagegen erschienen die Gäste vor der Nordsee zu harmlos. Auch die späte Einwechslung des einstigen Hansa-Torjägers Neitzel konnte an diesem Eindruck nichts mehr ändern. BFC-Allrounder Lemcke, vor zwei Wochen noch im defensiven Mittelfeld eingesetzt und diesmal in vor- derster Angriffsfront aktiv, vergab die wohl beste Gelegenheit zu einem deutlichen Resultat, als im Anschluss an eine Ecke den Ball aus fünf Meter volley über das Tor drosch (58.).
BFC VIKTORIA 1889 gegen BFC DYNAMO 1:0 am 06.11.2011:

HANDSPIEL VON LEMCKE? Es war, wie so oft, wenn die Hohenschönhausener mit ihren beachtlichen eigenen Fanlager antreten, eine hochemotionale Par- tie ausgerechnet jener beider Berliner Teams, die hinter den eigenen Erwartungen bislang zurückgeblieben sind, auch aufgrund ihrer permanenten Berg- und Talfahrten. Hektik, viele Verletzungsunterbrechungen und vor allem zwei strittige Situationen prägten die Partie. Doch der Reihe nach: In der ersten Halbzeit wirkten die Tempelhofer in einer relativ ausgewogenen Begegnung ein klein wenig überzeugender, weil ihre Angriffe wesentlich gradliniger vorgetragen wurden. Über den starken Spieleröffner Keser, eigentlich ein defensiver Mittelfeldmann der klassischen Prägung, und den zumindest pha- senweise auffällige Lekavski inszenierten sie immer wieder bemerkenswerte Angriffe. Hildebrandt entschärfte einen Distanzschuss des Kroaten in sou- veräner Manier (21.). Der ausgeglichene Halbzeitstand ging letztlich in Ordnung. Auch Hälfte zwei begann mit leichten optischen Vorteilen von Viktoria, ehe es zur entscheidenden Szene kam. Eine Hereingabe vom rechten Flügel wurde von Lemcke im Strafraum abgewehrt, nur wie? Aus unserer Position nicht zu beurteilen, doch Schiedsrichter Stolz und einer seiner beiden Assistenten waren sich sicher, per herausgefahrenem Arm! Eine im Stadion vorhandene Videokamera war nicht wirklich hilfreich, der Monitor war zu klein, die Entfernung zu groß. Den folgenden Elfmeter verwandelte Özgöz sicher und setzte hierdurch den Startpunkt für dauerhafte Offensivbemühungen der Dynamos. Viktoria zog sich zu weit zurück und begünstigte hierdurch das Erstarken der Gäste. Der in dieser Phase extrem starke Viktoria-Keeper Stillenmunkes rettete bei der besten Situation nach einem Freistoß von Gutsche aus 27 Me- tern zur Ecke (57.). Der Torhüter musste kurz vor dem Ende angeschlagen ausgewechselt werden, nachdem er zwei Minuten zuvor mit Dynamos Angrei- fer Cissé an der Strafraumgrenze zusammengeprallt war. Dann kam die zweite strittige Situation in der vierminütiger Nachspielzeit. In einer aufgrund der totalen Dynamo-Offensive völlig unübersichtlichen Situation soll irgendeiner der Tempelhofer das Leder im eigenen Strafraum mit der Hand gespielt ha- ben (90. + 2.), Schiri Stolz ignorierte die Szene. Und Dynamo-Trainer Igor Lazic sprach ob der beiden vermeintlichen Elfmeter-Situationen von einer "kras- sen Fehlentscheidungen".
BFC DYNAMO gegen FSV UNION FÜRSTENWALDE 3:2 am 20.11.2011:

BFC-KRAFTAKT NACH DER PAUSE. Steinborn und Steiner retten Dynamo - Kritik an Trainer Lazic wächst. Wenn man ein halbwegs regelmäßiger Besucher der Auftritte des BFC ist, dann wird bei diesen irgendwann ein gewisses Grundmuster erkennbar. Dazu gehören Begeisterung und manchmal auch unan- gemessene Hektik von Publikumsseite, eine wackelige Defensive, permanente personelle Rotation auf den Positionen im dfensiven Mittelfeld, zwei star- ke Außenbahnspieler mit Marten und dem diesmal besonders überzeugenden Steinborn und ein langer Hellblonder namens Lemcke, der von Partie zu Partie und gelegentlich auch während einer solchen zwischen Angriff und defensivem Mittelfeld rochiert. Und schließlich auch seit einigen Monaten ein Trainer namens Lazic, der permanent Optimismus verbreitet, obwohl die Resultate und die gezeigten Leistungen diesen nicht rechtfertigen. Im Umfeld jedenfalls mehren sich die kritischen Stimmen, wenngleich der einstige Coach Jürgen Bogs, der mal wieder vorbeischaute, sich eine erstaunlich kritik- freie Betrachtung auf seine frühere Erfolgsstation des DDR-Serienmeister vorbehielt.. Es war diesmal einem Kraftakt in der ersten Viertelstunde nach der Pause zu verdanken, dass der nicht unverdiente Halbzeitrückstand noch einmal gedreht werden konnte. Bis dahin hatten die früf angreifenden Gäste die Dynamos in einige Nöte getrieben. Vor allem der extrem rackernde Mlynarczyk in der Spitze, aber auch sein Nebenmann Richter trieben die Viererkette der Hohenschönhausener von einer Verlegenheit in die nächste. Der durch individuelle Fehler begünstigte Ausgleich durch Steinborn wurde postwen- dend mit einem Traumtor von Maik Haubitz beantwortet. Doch es folgten noch 45 Minuten. Und in denen drehte der BFC zunächst richtig auf, wobei sich Union - trotz des langen Loder - in der defensiven Zentrale vor allem der Luft als anfällig erwies. Alle drei Tore des BFC Dynamo waren Kopfballtreffer nach Flankenläufen. Nach dem Rückstand warfen die Brandenburger noch einmal alles nach vorne, wechselten auch offensiv ein. Doch es fehlte erkenn- bar die Kraft, um der Partie eine erneute Wende zu geben, die Fürstenwalder ereiferten sich nach Spielschluss vor allem am Ausgleichstreffer, als plötz- lich zwei Bälle im Spiel gewesen sein sollen und sich die halbe Abwehr auf das falsche Spielobjekt konzentrierte. Schiri Sather soll dies auch zugegeben haben, sah hierin aber keinerlei Veranlassung, das Tor abzuerkennen.
1.FC NEUBRANDENBURG 04 gegen BFC DYNAMO 3:2 am 27.11.2011:

BFC FEHLT DIE LEIDENSCHAFT! Durch einen über weite Strecken an Lustlosigkeit grenzenden Auftritt hat der BFC in Neubrandenburg eine verdiente Nie- derlage einstecken müssen. "Der FCN hat gezeigt, was man mit Kampf und Leidenschaft erreichen kann. Mit nur ein bisschen Schönspielerei kann man in der Oberliga nicht bestehen", zeigte sich BFC-Coach Igor Lazic wenig erfreut über den Auftritt seiner Jungs. Die Gastgeber mussten den Ausfall eines halben Dutzends Stammspieler verkraften, viele junge Spieler ins Feuer schicken und konnten dennoch ihren Aufwärtstrend der letzten Wochen fort- setzen. In der Innenverteidigung ließen Holz und Buschke kaum etwas zu. Hinter den Spitzen wirbelte der seit Wochen in Topform spielende Fuchs. Nach vorsichtigem Beginn auf beiden Seiten erarbeiteten sich die Gastgeber ersten Chancen, die vorerst ungenutzt blieben, bis sich nach einer halben Stunde der aufgerückte Toni Schmidt ein Herz fasste und entschlossen aus 12 Metern ins linke Eck vollendete. Der BFC straffte sich und kam durch einen der wenigen zielstrebig vorgetragenen Angriffe über die rechte Außenbahn zum Ausgleich. Es erwies sich aber nur als Strohfeuer. Fast mit dem Gegenzug ging der Gastgeber erneut in Führung. Eine Ecke von Lukaschik köpfte Kleßny unbedrängt ein. Nach der Pause nutzte der eingewechselte Ahmetcik die Verwirrung in der FCN-Abwehr und stocherte den Ball aus sechs Metern zum 2:2 ins Netz. Doch die Gastgeber wollten sich den Lohn für ihren großen Aufwand abholen. Einen schon verlorenen Ball erkämpfte sich Schmunck zurück, passte weiter zu Lukaschik, der aus 16 Metern abzog - der Ball schlug unhaltbar für Hildebrandt flach neben dem linken Pfosten ein. Als die Gäste in der Abwehr von Vierer- auf Dreierkette umstellten, kam der FCN, insbeson- dere Fuchs, zu mehreren dicken Konter-Chancen, die aber vertändelt wurden. So blieb es spannend, allerdings konnte sich der BFC bis auf einen Frei- stoß in der 89. Minute keine klare Torchance mehr erspielen. "Meinem Team gebührt ein dickes Lob für seinen großen Einsatz", freute sich FCN-Trainer Jürgen Decker. Lazic hingegen hofft, bei den jetzt anstehenden zwei Heimspielen "endlich Stabilität in die Mannschaft zu bekommen".
BFC DYNAMO gegen SV ALTLÜDERSDORF 0:1 am 04.12.11:

VERUNSICHERT UND IDEENLOS! Schwache Dynamos ernten Galgenhumor - Turan fliegt vom Platz. Mit einem nicht unverdienten 1:0-Auswärtssieg entführ- ten die Gäste aus Altlüdersdorf drei unerwartete Zähler aus Hohenschönhausen. Beim arg geschrumpften BFC-Restanhang im Sportforum machte sich schon während des erschreckenden Auftritts der Weinroten blankes Entsetzen über Dynamos Darbietung breit, welches später reinstem Galgenhumor wich. BFC-Coach Lazic krempelte die Formation nach dem 2:3 in Neubrandenburg kräftig um. Für Neubert, Wienbreyer, Wallschläger, Lemcke und Steiner rückten diesmal Ahmetcik, Cissé, Gutsche, Karaduman und Turan in die Startelf. Dieser Umbau schien zunächst zu fruchten, denn der BFC startete mit Schwung in die Partie. Cissé und Gutsche wirbelten die noch unsortierte SVA-Defensive durcheinander. Aber schon nach etwa zehn Minuten sammelten sich die Gäste und fanden ins Spiel. Der anfängliche Druck Dynamos war schnell verpufft. Auf der Gegenseite nutzte der agile Waled Enani gleich die erste Möglichkeit zum 1:0. Nun machte sich seltsam rasch die Verunsicherung und kollektive Ratlosigkeit in den BFC-Reihen breit. Insgesamt fehlte es Dynamo über 90 Minuten im Spielaufbau an Ideen. Dazu mangelte es an Laufbereitschaft, Räume und Anspielstationen für die Mitspieler zu schaffen. Und so hatten die komplett auftretenden Gäste von der Oberhavel nur wenig brenzlige Situationen zu überstehen. Zu allem Überfluss geriet Dynamo nach 35 Minuten auch noch in Unterzahl. Ertan Turan - nach langer Verletzungspause gleich mit Kapitänsbinde im ersten Oberligaeinsatz der Saison - wusste sich als letz- ter Mann nicht anders zu helfen, als den durchgebrochenen Enani umzureißen. Schiri Kuhardt blieb keine Wahl: Rot für Turan. In der Folge verflachte das Geschehen. Dynamo hatte mit sich zu tun und die Gäste spielten weiter konsequent ihren Stiefel runter. Auch nach der Pause kam der SVA durch das trostlose BFC-Bemühen lange Zeit nicht in Schwierigkeiten. Vielmehr hätten die Gäste bei ihren Kontern den Sack zumachen müssen, allein Enani (53., 66.) köpfte nach Gerhards Flanken zweimal in aussichtsreicher Position daneben. Erst nach der Einwechslung des kantigen Lemcke kam der BFC in den letz- ten zwanzig Minuten auf. Mit der vielsagenden Brechstange und langen Bällen versuchte es Dynamo. Schüsse von Lemcke (71.) und Cissé (76.) wurden abgeblockt. Die beste Möglichkeit zum Ausgleich vergab Karaduman, der aus der Drehung an der Latte scheiterte (83.). Auch der allerletzte BFC-Angriff brachte nichts ein, da Arsovic den Kopfball von Lemcke noch vor der Linie wegköpfte.
BFC DYNAMO gegen VfB LICHTERFELDER FC BERLIN 1892 1:0 am 10.12.11:

VIEL SAND IM GETRIEBE! Nach der Entlassung von Trainer Igor Lazic unter der Woche konnte Dynamo zwar einen verdienten 1:0-Erfolg gegen Schlusslicht LFC Berlin feiern, der erhoffte Befreiungsschlag nach den zuletzt dürftigen Leistungen war dieser Sieg jedoch nicht. Zu statisch und einfallslos präsen- tierten sich die Dynamos über die 90 Minuten. "Man sieht, dass viel Sand im Getriebe ist", sagte Interimstrainer René Gritschke. Dessen Umstellungen in der Startelf verpufften. Schimmelpfennig bekam neben Özvatan seine Chance im defensiven Mittelfeld, konnte diese aber nicht nutzen. Die Spieleröff- nung lahmte, auch weil zu behäbig agiert und zu wenig Überraschungsmoment im Zentrum zu Stande gebracht wurde. So war es zunächst einfach für die ersatzgeschwächten Gäste, die Räume eng zu machen und auf Konter zu lauern. Gefährlich wurde es nur, wenn die Gastgeber schnell kombinierten, was jedoch viel zu selten passierte. Der auffällige Kwiatkowski passte zielstrebig auf Steinborn, der setzte sich über rechts durch und bediente Rehausen in der Mitte, der völlig frei den Ball nicht traf (12.). Acht Minuten später machte es Dynamos Linksaußen besser und erzielte in einer nahezu identischen Si- tuation die 1:0-Führung, nur dass Lemcke sich diesmal als Vorarbeiter auszeichnete. LFC-Trainer Peter Heinrich erkannte in dieser Situation die taktische Schwäche seines Teams: "Die Innenverteidigung hatte zu Beginn nicht die Tiefe", weshalb Dynamo der ein oder andere Durchbruch gelang, es aber vor dem Tor an Kaltschnäuzigkeit vermissen ließ. Wie etwa bei der Doppelchance durch Steinborn (31.), als Hinz stark gegen den BFC-Stürmer reagierte. Der LFC-Keeper sollte auch in der Hälfte zwei die Hauptrolle spielen. Zunächst aber hatten seine Vorderleute die Chance zum Ausgleich durch den einge- wechselten Dittmann, der frei an Hildebrandt scheiterte (52.). Im Gegenzug sank Gutsche zu Boden nach leichtem Kontakt mit Johannes Felsenberg. Elf- meter! Doch Hinz parierte den keineswegs schwach geschossenen Strafstoß von Lemcke. Kurios: Sieben Minuten später scheiterte Ahmetcik ebenfalls an "Elfmeterkiller" Hinz. Auf den Rängen herrschte zu diesem Zeitpunkt längst Galgenhumor. Der LFC-Torwart (Ex-Dynamo-Akteur) wurde mit Sprechchö- ren von den gegnerischen BFC-Fans gefeiert. Die Rote Karte gegen Dittmann in der Schlussphase war hart, aber vertretbar. In Unterzahl konnte sich die tapfer kämpfenden Gäste keine Torchance mehr erarbeiten und so schaukelte Dynamo den glanzlosen Sieg nach Hause. 
BFC DYNAMO gegen FV WANNSEE 6:0 am 17.12.11:

STEINBORN SETZT WANNSEE MATT! In einer einseitigen Partie bezwang Oberligist BFC Dynamo den tapferen Vertreter aus der Bezirksliga deutlich und zog damit erwartungsgemäß in die nächste Runde ein. Der neue Trainer René Gritschke verzeichnete damit binnen kurzem das zweite Erfolgserlebnis mit seinem Team und war damit naturgemäß sehr zufrieden. Nach einem derart klaren Sieg sah es zunächst nicht aus. Wannsee vertraute auf eine kompakte Defensive, die das Ergebnis lange Zeit in Grenzen halten konnte. Die frühe Führung durch Steinborn hätte dem Favoriten eigentlich etwas Ruhe geben müssen, stattdessen reagierte Verunsicherung. Der zu langsame Spielaufbau hemmte die Aktionen, zudem wurde zu viel mit dem Ball gelaufen. So hatte Wannsee wenig Mühe, zunächst weitere Tore zu verhindern, die Offensivaktionen der Gäste waren im ersten Abschnitt aber überschaubar. Nach dem Wechsel zog der BFC mit den eingewechselten Karaduman und Gutsche das Tempo deutlich an und nach vier Treffern binnen weniger Minuten war das Spiel natürlich entschieden. Kurioserweise wurde die bis dahin völlig faire und friedliche Begegnung nach dem 5:0 plötzlich für einige Minuten "giftig", so dass Schiedsrichter Pawlowski gleich zweimal mit Gelb für beide Teams wegen Rudelbildung eingreifen musste. Die Gemüter beruhigten sich jedoch schnell wieder. Gästecoach Ilic, der Ersatzkeeper Thumser als Feldspieler einwechselte, sah nach dem Spiel die Ursache für die Höhe der Niederlage vor allem in der konditionellen Überlegenheit des höherklassigen Gegners. Der Oberligist gab nach dem Spiel bekannt, dass Alexander Rahmig und Richard Steiner den hohen zeitlichen Aufwand für die Oberliga nicht mehr bewältigen können. Ihre Verträge werden zum Jahreswechsel aufgelöst.
BFC DYNAMO gegen SV SPARTA LICHTENBERG 1911 3:0 am 22.02.12:

GUTSCHE BRICHT SPÄT DEN BANN! Landesligist Sparta verlangte mit einer guten Leistung Oberligist Dynamo alles ab. In einem offenen Spiel folgten die Lichtenberger mehr als 70 Minuten der Defensivmarschroute von Sparta-Coach Voigt. Für Dynamo vergab im ersten Durchgang Cissé per Kopfball (Latte, 2.) die Führung. Dann bot sich Sparta die große Chance vom Elfmeterpunkt, aber Hildebrandt wehrte den Schuss von Feiler (42.) reaktionsschnell ab. In der zweiten Hälfte erhöhte Dynamo den Druck. Besonders Gutsches Einwechslung belebte das BFC-Angriffsspiel.
TORGELOWER SV GREIF gegen BFC DYNAMO 2:2 am 25.02.12:

CISSÈ VERPASST DIE ENTSCHEIDUNG! "Man kann sagen, wir hatten Pech, aber auch Glück", sah Greif-Stürmer Clemens Lange die 90 Heimminuten gegen den BFC. Recht hatte er. Am Ende konnten beide Teams sehr gut mit dem 2:2 leben. Nach den ersten 45 Minuten drohte den Torgelowern gar ihre erste Heimpleite der laufenden Saison. Dynamo präsentierte sich auf dem Kunstrasenplatz in der Gießerei-Arena bärenstark und führte nach Toren von Cissé (26., 31.) hoch verdient mit 2:0. Greif hatte sogar Glück, dass der Rückstand nicht noch höher ausfiel. "Ohne zu übertreiben: Zur Pause muss es eigentlich 4:0 für uns stehen", haderte BFC-Coach Jörn Lenz mit einigen Nachlässigkeiten. So verfehlte Tomasz Sajdak aus Nahdistanz mit einem Heber das Tor (24.). Noch mehr Haareraufen verursachte Cissé in der 40. Minute: Völlig freistehend traf der Franzose nicht das leere Tor, sondern nur den Pfosten. Es wäre die frühzeitige Entscheidung gewesen. Denn Greif hatte im ersten Durchgang große Schwierigkeiten, das Tempo der  Berliner mitzugehen. Trotzdem kam Torgelow zu zwei guten Möglichkeiten durch Torjäger Clemens Lange (17., 42.). In Hälfte zwei stellte Greif-Trainer Grzegorczyk taktisch um. Für den schwachen Novacic rückte Stoeter ins Mittelfeld. Ermel agierte als Innenverteidiger. Die Vorpommern stemmten sich nun mit aller Macht gegen die droh- ende Niederlage. Mit Erfolg: Lange und Zschiesche sorgten mit zwei sehenswerten Kopfbällen für den Ausgleich. Der BFC kam danach kaum noch zu Ent- lastungsangriffen. In der Schlussphase war dann sogar noch der Sieg für Greif drin. Aber zweimal Benjamin Brandt (80, 89.), Clemens Lange (90.) und Ron- ny Ermel (92.) scheiterten. Greif-Coach Tomasz Grzegorczyk war am Ende zufrieden mit dem Remis. "Die 2. Halbzeit stärkt uns für die nächsten Aufgaben. Und Markus Zschiesche sagte: "Wenn wir, diesen Willen wie in der 2. Hälfte zeigen, hält uns niemand in der Oberliga auf."
FSV OPTIK RATHENOW gegen BFC DYNAMO 2:0 am 03.03.12:

BFC FEHLERHAFT - OPTIK ABGEBRÜHT! "Gegen einen starken, gut organisierten BFC haben wir uns nach der Pause reingebissen." Optiks Trainer Ingo Kah- lisch wirkte nach dem Erfolg seiner Jungs keineswegs euphorisch. Stand er immer noch so unter Anspannung, oder war es eher Ausdruck eines ge- wissen Selbstbewusstseins? Fakt ist, in einer Partie, bei der die überragenden Akteure beiderseits in der Abwehr standen, setzte sich Rathenow am Ende verdient durch. Oder wie es BFC-Coach Jörn Lenz ausdrückte: "Wir wollten nicht mit leeren Händen nach Hause fahren. Wenn sich keine Chancen ergeben, halt mit einem 0:0. Aber solche Fehler beim Aufbau im Zentrum …" Vor der Pause gab es nur wenige Gelegenheiten. Viel verpuffte, da es hüben wie drüben zahlreiche Abspielfehler im Mittelfeld gab. Die Standards brachten noch am ehesten Gefahr. So schlug Schimmelpfennig einen Delvalle-Kopf- ball nach einem Eckstoß von der Linie (38.). Das gelang ihm beim Versuch von Murat Yilmaz in der wesentlich intensiveren zweiten Hälfte nochmals. Beide riskierten jetzt zwar mehr, dennoch war es irgendwie logisch, dass beim Tor ein Assistpunkt an den Zufall ging. Hildebrandts Abschlag landete an Kurb- juweits Rücken. Cankaya schaltete am schnellsten und schickte Yilmaz steil. Als darauf Sajdak vom Platz flog ("diskussionswürdig, aber keine Ausrede für unsere Nachpausenleistung", so Lenz) waren die Messen gesungen. Beim 14. Saisontor von Turhan, der nach toller Vorarbeit von Ferrera nur ein- schieben musste, war der BFC-Keeper Hildebrandt zum zweiten Mal machtlos. Dynamo stürmte weiter, Optik hätte gegen die völlig entblößte Defensive erhöhen können, ja müssen. Bemerkenswert (und undfreiwillig kurios): In Anwesenheit des NOFV-Sicherheitsbeauftragten Dieter Rieck, den Kalisch statt im Hintergrund als im "Untergrund" wirkend darstellte, bedankte sich der Optik-Coach bei den Verantwortlichen des BFC Dynamo für die gute Zusam- menarbeit. Trotz der Pleite blieb es im ordentlich gefüllten Gäste-Block friedlich.
BFC DYNAMO gegen F.C. HANSA ROSTOCK II 0:1 am 11.03.12:

HANSA SIEGT OHNE GROSSE MÜHE! Am Ende einer streckenweise wenig ansehnlichen Oberligapartie setzte sich der Tabellenführer Hansa II im Sportforum mit 1:0 beim BFC durch und entführt drei Punkte an die Ostseeküste. Den ersten Aufreger aus Dynamo-Sicht lieferte eine falsche Abseitsentscheidung (6.). Unklar, wieso das Schiri-Gespann um Savoly den einem weiten Ball nacheilenden Rehausen zurückwinkte, selbst wenn zentral Kurbjuweit (passiv) abseits war. BFC-Coach Gritschke meckerte zurecht: "Das ist einfach nur schlecht, das war nicht knapp. Ich kann es nicht nachvollziehen, eine Katastro- phe." Allerdings kann eine verunglückte Schiri-Entscheidung keine Ausrede seine, wenn man so wie Dynamo in der Folge sein Angriffsspiel zu durch- sichtig gestaltet oder fast einstellt. Ein paar arg harmlose Flankenläufe (Ahmetcik, Marten und Wallschläger) brachten die robuste Innenverteidigung der Rostocker überhaupt nicht aus der Ruhe. Gästecoach Rietentiet bemerkte dazu: "Es war kein gutes Spiel, geprägt von Defensive. Wir haben wenig zuge- lassen, hatten die reifere Spielanlage." Den ersten Riesen hatte Hansas Pett, der nach schönen Doppelpass mit Starke aus 15 Metern das linke Toreck nur knapp verfehlte (31.). Das wurde kein Weckruf für die Hausherren, im Gegenteil. Eine gekonnte Aktion von Pannewitz leitete das 0:1 ein und hebelte die BFC-Abwehr aus. Seinem Übersteiger folgte ein herrlicher Steilpass in den Rücken der Dynamo-Abwehr. Pett entwischte Kwiatkowski und schloss eis- kalt ab. Der im BFC-Kasten ordentlich debütierende Torwarnicki war chancenlos. Hinterher monierte BFC-Trainer Gritschke: "Wir waren oft zu weit weg, auch beim eigenen Spielaufbau." Mit doppelter Einwechslung versuchte Dynamo nach der Pause, Schwung ins Spiel zu bringen. Die Angriffsaktionen wur- den dank der Joker Paepke und Steinborn zwar etwas besser, aber keineswegs zwingend. Nur drei einigermaßen gute BFC-Chancen durch Steinborn (65.) und Paepke (60., 67.) sprangen im zweiten Durchgang heraus. Viel zuwenig, um den Spitzenreiter ernsthaft in Schwierigkeiten zu bringen. Relativ un- gefährdet kam Hansa so über die Zeit und machte bei schwachen Kontern durch Rausch (85.) und Klak (90.) spät den Sack nicht zu. Auch Rietentiet wußte: "Die zweite Halbzeit stellte ich mir anders vor. Natürlich müssen wir besser Fußball spielen." Aber gegen eine an diesen Tage wirkungslose Dynamo-Elf kamen die Ostseestädter ganz schlicht über die Runden.
SV GERMANIA 90 SCHÖNEICHE gegen BFC DYNAMO 3:0 am 17.03.12:

SIEMUND GEFÄLLT ALS ABRÄUMER! Schöneiche siegt souverän - Dynamo fehlt erneut ein Vollstrecker. Germania Schöneiche feierte einen verdienten, aber am Ende etwas zu hohen Sieg gegen einen harmlosen BFC Dynamo, dem im Angriff erneut ein Vollstrecker fehlte. Kurios: Die erlittene Zerrung von Schiedsrichter Nixdorf hatte eine fast halbstündige Unterbrechung zur Folge. Bereits in der Anfangsphase stand der Referee im Mittelpunkt. Cissé war nach einem Kurbjuweit-Pass auf und davon und wurde im Laufduell von Germania Abwehrchef Boden per Grätsche abgeräumt. Anstatt folgerichtig auf Platzverweis gegen Boden zu entscheiden, zückte Nixdorf nur Gelb - eine Fehlentscheidung (6.). Mitten in der Anfangsoffensive der Gäste dann die schönste Kombination des Spiels: Adriano fand nach Doppelpass mit Bräuer auf dem rechten Flügel Dolezal, der bediente in der Mitte Landsmann Kousal, der mit seinem Schlenzer aus 18 Metern Dynamos Keeper Torwarnicki keine Abwehrchance ließ. Die komplette Defensive des BFC hielt bei diesem Tref- fer respektvoll Abstand. Nach der langen Unterbrechung agierten beide Teams behäbiger. Dynamo hatte zwar optisches Übergewicht, fand aber gegen die stabile Defensive der Germania kein Mittel. In der 26. Minute fabrizierte BFC-Kapitän Wallschläger beinahe ein Eigentor, doch Torwarnicki lenkte des- sen Querschläger an die Latte. Das Sturmduo Steinborn/Cissé blieb zur Pause in der Kabine, Gutsche und Sajdak stürmten fortan für den BFC. Für mehr Torgefahr konnten diese auch nicht sorgen. Marten hatte die größte Chance der Gäste, traf aber im Fünfmeterraum nach Kurbjuweits Pass den Ball nicht richtig (48.). Danach war Schöneiche die präsentere Mannschaft. Co-Trainer Guido Schmidt zeigte sich voll des Lobes für Christian Siemund, der im defen- siven Mittelfeld einen starken Abräumer ab und intelligent das Spiel eröffnete. "Der Sieg war verdient, wir haben viel Druck gemacht und viele zweite Bäl- le erobert", so das Fazit von Siemund. Den Unterschied machte zudem Germanias Offensive. Während Dynamo kaum Schüsse auf das Tor brachte, nutz- ten auf der Gegenseite Kousal und Gawe ihre Chancen eiskalt zum entscheidenden 3:0. "Wir haben im Angriff große individuelle Klasse. Und heute haben wir aus wenigen Chancen viel gemacht", sagte ein zufriedener Co-Trainer Schmidt nach dem Heimsieg seiner Germania.
BFC DYNAMO gegen 1.FC UNION BERLIN II 0:1 am 26.3.12:

SELCUK-SOLO ENTSCHEIDET DERBY! Die U23 des 1.FC Union feierte einen verdienten Derby-Sieg gegen den BFC Dynamo und wahrt damit seine Aufstiegs- chance. Allerdings überschatteten schwere Verletzungen den Erfolg der Elf von Trainer Engin Yanova in einem ansonsten relativ friedlich geführten Der- by, das aus Sicherheitsgründen in den Jahn-Sportpark verlegt worden war. Der BFC zeigte sich zu Beginn als das engagierte Team. Union hatte zwar mehr Spielanteile, doch über läuferischen Einsatz und Zweikampfstärke kam Dynamo ein ums andere Mal in Tornähe. Unions Keeper Pruschke war schon geschlagen, als jener Sajdak einen 18-Meter-Freistoß in der siebenten Minute an den Innenpfosten setzte. Dagegen blieben die Gäste in dieser Phase häufig in Dynamos engmaschiger Defensive hängen, die dann ihrerseits schnell umschaltete: Sajdak brachte mit einem 40-Meter-Pass Rehausen in Position, der aber freistehend vor Pruschke scheiterte. Sajdak musste danach mit Oberschenkelproblemen passen, ebenso wie auf der Gegenseite Stürmer Djan-Okai, der sich eine schwere Verletzung an der Kniescheibe zugezogen hatte. Der Höhepunkt kam kurz vor der Pause: Selcuk eroberte sich im Mittelfeld den Ball, tanzte auf dem Weg zum Strafraum drei Gegenspieler aus und vollendete sehenswert ins linke, untere Eck. Im zweiten Abschnitt kontrollierte Union das Geschehen, auch weil Uaferro im defensiven Mittelfeld eine starke Partie bot. Zusätzliches Pech für Union: Mayoungou musste nach einem Zweikampf mit Kwiatkowski ebenfalls mit Verletzung ins Krankenhaus gebracht werden. Dass es durch eine BFC-Drangperiode am Ende hektisch wurde, erzürnte Union-Coach Yanova: "Wir führen 1:0, haben viele Räume, spielen aber die Konter zu schlampig." Außer in der  65. Minute, als Selcuk eine schöne Kombination über Malinovski mit einem Schuss an die Latte abschloss. Dynamo-Coach René Gritschke gestand nach Spielende zwar die verdiente Niederlage ein, wollte sich aber nicht weiter zum Sportlichen äußern.
BRANDENBURGER SC SÜD 05 gegen BFC DYNAMO 1:5 am 01.04.12:

PLATZVERWEIS ALS SCHLÜSSELSZENE! Die Schlüsselszene dieser vornehmlich in der ersten Hälfte umkämpften Partie gab es, so unisono die Trainer Richter und Gritschke, nach 30 Minuten. Da nämlich riss Becke als letzter Mann den äußerst agilen Ahmetcik (ist falsch, denn es war Steinborn) um, sah Rot, und Kurbjuweit verwandelte sicher vom Elfmeterpunkt. Bis zu diesem Zeitpunkt sah es für die Berliner noch keinesfalls nach dem ersten Oberliga- sieg des Jahres 2012 aus. Der geschickt konternde, mehr denn je von Personalsorgen geplagte Gastgeber - diesmal fehlten Coach Richter die gesperrten Marko Görisch und Hahn in der Abwehr - hatte zwei gute Einschusschancen durch den späteren Rotsünder Becke (8.) und Angreifer René Görisch (11.). Dynamos Keeper Torwarnicki sowie danach Ahmetcik auf der Linie verhinderten aber den Rückstand für die Gäste, bei denen überraschenderweise Ab- wehrmann Malchow von Beginn an im Sturm agierte. Mit Eifer und Übersicht kurbelte indes Ahmetcik als Dreh- und Angelpunkt das Spiel der Dynamos an im Zusammenwirken mit dem flinken Rehausen sowie einem geschickt sich in Szene setzenden Kurbjuweit. Es gab aber bis zur Pause, zumal die Null- fünfer mit ihrem Ausgleich fast postwendend geantwortet hatten, kaum gravierende Vorteile für die Gäste. Die Weichenstellung gegen nun dezimierte Havelstädter, bei denen zudem der noch angeschlagene Abwehrmann Neumann passen mußte, gelang den Hauptstädtern dann relativ schnell. Der BFC nutzte mit weiten Pässen die sich jetzt bietenden Räumen ebenso wie eklatante individuelle Fehler von Brandenburg Süd. Symptomatisch für den BSC: Der inzwischen zumeist auf sich alleine gestellte René Görisch scheiterte nach mit einem Foulelfmeter (87.) am starken Torwarnicki.
BFC DYNAMO gegen SV LICHTENBERG 47 2:1 am 04.04.12:

DYNAMO MÜHT SICH INS HALBFINALE! Gegen Berlin-Ligist Lichtenberg 47 hatte Pokalverteidiger BFC Dynamo im Viertelfinale trotz einer 2:0-Pausenführung gehörige Mühe, die Vorschlussrunde zu erreichen. In einem Pokal-Duell auf Augenhöhe versteckte sich L47 nicht und setzte Akzente. 11:2 Ecken holte Lichtenberg heraus, aber dem Außenseiter fehlte vor dem BFC-Tor die Abgeklärtheit. Dynamo indes genügten zwei Einzelaktionen des starken Rehau- sen, um zur Pause mit 2:0 zu führen. Nach dem Wechsel schaltete der Oberligist zurück und geriet gegen mutige 47er unter Druck. Schadow markierte den verdienten 1:2 Anschlusstreffer. Dynamo überstand die hektische Schlussphase, weil Doumbia (67.), Bandermann (84.) und Götze (90.+1) beste Aus- gleichschancen vergaben. Stolz konnte 47-Coach Daniel Volbert über seine Mannschaft sagen: "Wir haben dem BFC alles abverlangt und können erhoben- en Hauptes vom Platz gehen." BFC-Interimstrainer René Gritschke war nach dem Halbfinal-Einzug erleichtert: "Vielleicht kommt es im Halbfinale unserem Spiel gelegen, gegen BAK nicht Favorit zu sein."
TSG NEUSTRELITZ gegen BFC DYNAMO 0:0 am 10.04.12:

ABWEHRSTARKER BFC PUNKTET IN NEUSTRELITZ! Mit einem torlosen Remis mussten sich die Kicker der TSG Neustrelitz im Nachholspiel gegen den BFC Dy- namo zufrieden geben. Zwei Punkte zu wenig für den Gastgeber, der nach dem Pokal-Aus unbedingt den Dreier einfahren wollte. Gegen die von Coach René Gritschke defensiv gut eingestellten Gäste, die auch die verletzungsbedingte Auswechslung von Keeper Piotr Towarnicki bereits in der 14. Spielmi- nute wegsteckten, schafften es die Neustrelitzer nicht, wenigstens eine ihrer zahlreichen Chancen zu nutzen.
BFC DYNAMO gegen MALCHOWER SV 90 2:0 am 18.04.12:

KURBJUWEIT FÜHRT DYNAMO ZUM SIEG! Maßgeblichen Anteil am verdienten BFC-Erfolg hatte Kurbjuweit. Der Ex-Profi überzeugte als Spielmacher und lei- tete nicht von ungefähr den Sieg ein - mit einem schönen Freistoß ins Tordreieck. Auch Steinborn (rechte Flanke) gefiel. Die frühe Entscheidung war mög- lich: Ein Kassian-Tor (32.) wurde wegen einer vermeintlichen Abseitsstellung aberkannt. Cissé (58.) traf per Fallrückzieher nur die Latte. "Wir waren nicht präsent auf dem Platz", monierte MSV-Coach Lange.
FC ANKER WISMAR 1997 gegen BFC DYNAMO 2:1 am 22.04.12:

ANKER RESOLUT - DYNAMO HADERT! Der 2:1-Erfolg war der erste Sieg von Anker gegen eine Mannschaft des BFC Dynamo. In den bisherigen neun Aufein- andertreffen holten die Hansestädter bislang erst einen Punkt und mussten achtmal als Verlierer den Platz verlassen. Auch diesmal hatten die Gäste die bessere Spielanlage und optische Vorteile. Doch gelang es ihnen nicht, diese Überlegenheit auch in Treffer umzumünzen. Ein Freistoß von der rechten Seite, den Kassian nur knapp verpasste, und ein schöner Schuss von Matthias Steinborn, der am hinteren Pfosten vorbeistrich, waren die besten Gele- genheiten zur Gäste-Führung. Die einsatzstarken Gastgeber, die beim Spielaufbau zu oft leichte Fehler machten, nutzten dagegen ihre wenigen Möglich- keiten resolut zur 2:0-Pausenführung. Dynamo kam mit noch mehr Power aus der Kabine. Schon nach 62 Sekunden lag der Ball auch im Tor der Hanse- städter. Allerdings sorgte der Treffer für reichlich Diskussionsstoff. Der Schiedsrichterassistent hatte auf Abseits entschieden, doch der Unparteiische ließ die Begegnung weiterlaufen. Die Irritationen nutzte Steinborn zum Anschlusstreffer. Danach drückten die Hauptstädter vehement auf den Ausgleich, doch im Abschluss blieben sie zu harmlos. Zudem verlagerte die Elf von Trainer René Gritschke ihr Spiel zu sehr auf die linke Angriffsseite, sodass sich die Anker-Abwehr gut darauf einstellen konnte. In der 86. Minute noch einmal Aufregung im Anker-Torraum, doch Anker-Abwehrspieler Dennis Martens schlug den Ball von der Linie. Einige BFC-Anhänger hatten die Kugel bereits hinter der Linie gesehen. BFC-Coach Gritschke sprach auf der Pressekon- ferenz einerseits von einer starken Mannschaftsleistung, haderte andererseits mit der Abschlussschwäche seiner Elf. "Zwei Abwehrfehler haben uns das Genick gebrochen. Trotzdem war zumindest ein Punkt möglich. Doch es gewinnt nur die Mannschaft, die auch Tore schießt."
BFC DYNAMO gegen BFC VIKTORIA 1889 0:1 am 28.04.12:

VIKTORIA EILT VON SIEG ZU SIEG! Sicherlich hat es in der Oberliga schon bessere Spiele gegeben als jenes Aufeinandertreffen zwischen Dynamo und Vik- toria. Während die Gäste, die als Fünfter noch mit dem Regionalliga-Aufstieg liebäugeln, nicht mehr als nötig taten, schienen es die Hausherren schlicht- weg nicht besser zu können. Der 1:0-Auswärtssieg war für die Viktoria trotz durchwachsener Leistung daher verdient. Beide Trainer zeigten nach dem Spiel jedoch Verständnis für die dürftigen Darbietungen und verwiesen auf die schwierigen äußeren Umstände. "Ich kann die murrenden Zuschauer nicht verstehen", sagte etwa Dynamos Coach René Gritschke. "Bei diesem Wetter schwitzt  man ja alleine schon beim Zuschauen von der schattigen Tribüne aus. In dieser Hitze Fußball zu spielen, ist einfach schwer." Darüber hinaus habe seine Elf erneut mit personellen Problemen zu kämpfen gehabt. So fiel am Sonnabend kurzfristig auch noch Kurbjuweit mit einer Adduktorenverletzung aus. Fürwahr lässt sich der Auftritt beider Mannschaften treffend unter dem Begriff "Sommerfußball" zusammenfassen. Das Spieltempo war überschaubar, gefährliche Torszenen waren Mangelware und man konnte kaum den Eindruck gewinnen, dass die Teams bis an ihre Schmerzgrenze gingen. So war eine langweilige, ausgeglichene Partie zu sehen, in der Viktoria et- was mehr Spielanteile hatte. Vereinzelte Verlegenheitschancen waren nur mit viel Wohlwollen zu verzeichnen. Und diese hatten dann die Gäste, die ihre erste gute Möglichkeit prompt nutzten - ein überaus sehenswerter Kopfballtreffer von Mentes nach schöner Özgöz-Flanke. Nach ihrer Führung verwal- tete die Mannschaft von Trainer Thomas Herbst ihren Vorsprung. So kam ihr Gehäuse fortan nur selten in Gefahr. Glück hatten die Gäste etwa in der 44. Minute, als ein Schuss von Dynamos Steinborn nur knapp über die Latte strich. "Ich kann meiner Mannschaft eigentlich keinen Vorwurf machen, sie hat eine gute Ordnung in ihrem Spiel gehabt", sagte Gritschke. Nur die vereinzelten Möglichkeiten hätten sie nutzen müssen, fügte er an. Im zweiten Durch- gang hatten seine Mannen allerdings exakt null Chancen, so dass es beim 0:1 blieb. Viktoria 89 bleibt mit dem vierten Sieg in Folge weiter auf Regionalliga Kurs. Der momentan fünfte Platz reicht zurzeit aus für Aufstiegsspiele gegen eine Mannschaft aus der Oberliga Süd. Druck auf seine Spieler wollte Trai- ner Herbst indes nicht ausüben, Er ließ die üblichen Plattitüden verlauten: Wir denken weiterhin nur von Spiel zu Spiel."
FSV UNION FÜRSTENWALDE gegen BFC DYNAMO 1:1 am 05.05.12:

EIN REMIS, ZWEI MEINUNGEN! Das Ergebnis deutete Eintracht an, aber in ihrer Analyse drifteten die Meinungen der beiden Trainer noch um einiges ausein- ander. BFC-Trainer René Gritschke beklagte den kurzfristigen Ausfall einiger Stammkräfte wie Schimmelpfennig, Wallschläger oder noch beim Warm- machen Rehausen. "Unter diesen Umständen muss man mit der Leistung zufrieden sein. Wir haben gut begonnen, das 0:1 war folgerichtig. Fürstenwalde hatte auch seine Chancen. Deshalb ist es ein gerechtes Ergebnis." Sein Gegenüber Mario Reichel sah das etwas anders: "Wir hatten schon vor der Pause vier klare Chancen und waren spielbestimmend. Erst nach dem 1:1 ist die Ordnung etwas verloren gegangen, weil wir auf Sieg gespielt haben, uns aber die Kräfte ausging." Sicher kein Wunder, war es nach den Spielen gegen Malchow (1:1) und Brandenburg (2:1) für die Fürstenwalder die dritte Partie bin- nen einer Woche. Keine zwei Meinungen gab es bei einer der spielentscheidenden Szenen. "Den Ball muss der Torwart haben, wenn er rauskommt", sagte Gritschke. "Da sind wir sicherlich beschenkt worden", fand Reichel. Der zuvor so starke BFC-Torwart Hildebrandt und Abwehrmann Malchow ras- selten bei einer hohen Eingabe zusammen. Profiteur war Unions Torjäger Christian Mlynarczyk, der den freiliegenden Ball nur noch zum 1:1 einschieben brauchte. Vielleicht benötigten die Platzherren vor erneut prächtiger Kulisse aber auch dieses Geschenk, um überhaupt zum Torerfolg zu kommen. Bis dahin versiebten die Fürstenwalder tatsächlich reichlich Möglichkeiten. Es begann mit einer Dreifach-Chance als Richter, Mlynarczyk und Steven Haubitz im Sekundentakt an Hildebrandt und dem Pfosten scheiterten (13.). Jener Haubitz traf dann den Ball freistehend nicht richtig (25.), ehe er und Mlynarczyk erneut in Hildebrandt ihren Meister fanden (38.). Wer seine Chancen nicht nutzt, wird bestraft. Insofern tatsächlich folgerichtig nutzte, Steinborn eine Schlafmützigkeit von Mark Schmidt, tunnelte noch den insgesamt guten Torwart Schulz und traf zur Führung. Sehr zur Freude der rund 200 Dynamo-Fans, von denen 60 den Weg von Berlin per Schiff auf der Spree nach Fürstenwalde fanden. Deren Freude hielt auch nach dem Wechsel zunächst an. Fürstenwal- de stellte zwar mit der Einwechslung von Neuzugang Ergiligür und Griebsch auf Dreierkette und mehr Offensive um. Aber die BFC-Defensive mit dem lautstarken Kurbjuweit sowie den soliden Kwiatkowski und Malchow ließen Richters Kopfball einmal abgesehen, den Hildebrandt entschärfte (73.), nur wenig anbrennen. Nur nach vorne kam wenig vom BFC. Erst als der Ausgleich gefallen war, bäumten sich die Berliner auf. Doch Marten und Kamga (87.) scheiterten an Schulz.
BERLINER ATHLETIK KLUB 07 gegen BFC DYNAMO 2:1 am 09.05.12:

WERBUNG FÜR DEN BERLINER FUSSBALL! "Das war Werbung für den Berliner Fußball", sagte BAK-Trainer Jens Härtel nach dem Einzug ins Finale um den Ber- liner Pilsner-Pokal. Am 26. Mai hat der Berliner AK nun die Möglichkeit, seinen Titel im Endspiel gegen den SC Gatow zu verteidigen (Anmerkung: Pokal- verteidiger ist der BFC Dynamo). Es war wahrlich ein ansehnliches Halbfinale. Dabei spiegelte das Ergebnis nicht unbedingt den Spielverlauf wieder. Der Regionalligist zeigte sich größtenteils überlegen und hätte bei konsequenter Ausnutzung seiner Konterchancen den Sieg durchaus höher gestalten kön- nen. Unnötig spannend machte es seine Elf in der Schlussphase. Der kampfstarke BFC drückte auf den Ausgleich und die nun "schwimmenden" Gast- geber hatten sogar etwas Glück, als ein Ahmetcik-Freistoß aus 18 Metern knapp am Haker-Gehäuse vorbeistrich (86.). Bis zu Wallschlägers Anschluss hatten die Gastgeber das Geschehen dominiert. Bei Ballbesitz schalteten sich die Außenverteidiger Lichte und Nikol permanent in die Angriffe mit ein. Brunnemann gefiel als agiler Antreiber und die rochierenden Cakmak und Altinparmak waren von der BFC-Defensive nie in den Griff zu kriegen. "Wir sind zu oft hinterher gelaufen" analysierte BFC-Coach René Gritschke, der erneut zahlreiche Ausfälle von Stammspielern zu verkraften hatte. Unter diesen Vorzeichen hielt sich Dynamos Aufgebot (auf der Bank saßen fünf A-Jugendliche, wovon auch Drei spielten). Zunächst beachtlich. Zwei Unachtsamkeiten bei Standards brachten aber den BAK kurz vor der Pause verdient in Front, wobei besonders der Volleykracher zum 1:0 durch Brandt die Zuschauer von den Sitzen riss und im Detail den Klassenunterschied beider Teams deutlich machte. Denn René Gritschke wusste: "Uns fehlen solche torgefährlichen Spieler." Doch einen Vorwurf wollte der BFC-Coach seinem Team nicht machen: "Die Truppe hat alles versucht."
BFC DYNAMO gegen 1.FC NEUBRANDENBURG 04 1:4 am 13.05.12:

NUR STEINBORN HÄLT DAGEGEN! Es war der Heimabschied aus einer Horrorsaison, und der als einer der Favoriten gestartete BFC bestätigte zum wieder- holten Male in dieser Saison viele negative Attribute. Ein unsicher wirkender Keeper, eine wackelige Abwehr mit vielen Ballverlusten im Spielaufbau, mangelhafte Körpersprache, dazu fehlende Durchschlagskraft in der Offensive. Da verwunderte es nicht, dass die in der Rückrunde enorm starken Neu- brandenburger drei Punkte mit in die Heimat nahmen. Es war bezeichnend, dass in der zweiten Hälfte ein gelungener Rückpass bei Dynamo von Applaus begleitet wurde - Galgenhumor in Reinkultur bei den BFC-Fans. Einzig Steinborn bot auf dem rechten Flügel eine akzeptable Leistung. Es fehlte Dynamo in dieser Saison mit insgesamt drei Trainern (Bonan, Lazic, Gritschke) an echten Führungsfiguren, nur Kwiatkowski, Kurbjuweit und Steinborn können an- satzweise diese Fähigkeit für sich beanspruchen. Werner traf noch das Lattenkreuz (80.), viel mehr war an Gegenwehr nicht zu verzeichnen. Da stellt sich die Frage, wie der BFC die neue Saison in Angriff nehmen wird. Trainer René Gritschke konnte hierauf keine exakte Antwort geben. "Ich würde gerne weiter machen, das ist für mich eine Herzenssache. Aber es wird schon einen Schnitt geben", kündigte er ob der Unsicherheit um seine Situation an. Völlig entspannt wirkte hingegen sein Kollege Jürgen Decker, der sich gemäß Sprachgebrauch, "einvernehmlich" von seinem Verein zum Saisonende trennt. Hervorragend war bei seinem Team erneut Tony Fuchs, seine Rückennummer 7 nach eigentlich ein Außenbahnspieler. Doch gebührt ihm vielmehr das Trikot mit der 10, denn er ist ein technisch feiner und torgefährlicher Spielmacher allererster Güte. Dem Vernehmen nach sollen dem 21-jährigen Talent bereits mehrere Angebote aus höheren Ligen offeriert worden sein.
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