FSV BUDISSA BAUTZEN gegen BFC DYNAMO 0:2 am 24.05.15:

N´DIAYE VOR DEM TOR EISKALT! Scharlau bindet den Sack schließlich endgültig zu. "Es war ein ansehnliches Spiel. Beide Mannschaften haben versucht, nach vorn zu spielen und Tore zu erzielen", fasste BFC-Thomas Stratos die 90 Minuten zusammen. Die Berliner, als frisch gebackener Pokalsieger angereist, brauchten eine gewisse Anlaufzeit, um auf Touren zu kommen. Bautzen bestimmte zunächst deutlich das Geschehen, aber Walther, Reber und Krahl verpassten das Führungstor. "Wir haben wieder einen riesigen Aufwand betrieben, uns aber leider nicht belohnt", bedauerte Budissas Trainer Thomas Hentschel, dessen Mannschaft von der Trefferquote her die schwächste der Liga blieb. "Ich bin trotzdem sehr stolz auf meine Truppe, dass sie den Ligaverbleib hinbekommen hat." Der BFC, der in der Endabrechnung Platz fünf belegt, kam nach gut 20 Minuten zu einem "Riesen", als Bautzens In- nenverteidiger Fröhlich patzte, aber nach dem Heber von Muhovic klärte Kolan auf der Torlinie. Wenig später scheiterte Preiß an Torhüter Jakubov, der eine glänzende Saison spielte. Den nächsten Abwehrschnitzer der Hausherren (Patka) bestrafte dann allerdings "Dieter" N´Diaye eiskalt. "Ganz ehrlich, zu diesem Zeitpunkt habe ich nicht mit einem Tor für uns gerechnet", gab Stratos später zu. "Es war der zweite Ballkontakt von N´Diaye, aber der Junge ist gut. Wenn er da sein muss, ist er zur Stelle." In der zweiten Halbzeit erspielten sich die Hauptstädter leichte Vorteile, aber Muhoviv (55., 75.) verpasste noch die Vorentscheidung. Dann rückte Schiedsrichter Stefan Prager aus Gera in den Mittelpunkt: Nach einem Laufduell zwischen Kolan und den einge- wechselten Hohmann, bei dem der Berliner zu Boden ging, schickte der 27 Jahre alte Referee den Bautzener Kapitän zur allgemeinen Überraschung mit "Rot" vom Feld. Prager hatte eine Tätlichkeit gesehen, was Thomas Hentschel auf die Palme brachte: "Ich bin wahnsinnig enttäuscht. In einem Spiel, in dem es um nichts mehr geht, so eine Entscheidung zu treffen, ist auch eine Frage fehlender Qualität." Kolan wird Bautzen zum Saisonstart 2015/16 somit fehlen. Symptomatisch für Budissa waren die Schlussminuten im Stadion "Müllerwiese". Während nämlich Schwitzky freistehend ein "Luftloch" im Fünf-Meter-Raum schlug (88.), schlossen die Berliner einen Konter kurz vor Ende der regulären Spielzeit über Hohmann und Preiß eiskalt durch Scharlau (89.) zur Entscheidung ab. "Wir haben unsere vielen Konterchancen nicht konsequent ausgespielt, mussten daher lange auf den zweiten Treffer warten", sagte Stratos.

FC CARL ZEISS JENA gegen BFC DYNAMO 1:1 am 02.08.14:

BERBIG VERHINDERT START-SIEG! BFC Dynamo holt zur Regionalliga-Premiere in Jena verdienten Punkt. Der FC Carl Zeiss ist wie im Vorjahr beim späteren Meister Neustrelitz mit einem 1:1 gestartet. Jovanovic sicherte Jena wenigstens einen Punkt; Shala hatte die starken Berliner in Führung gebracht. Damit erzielten jeweils Neuzugänge die ersten Treffer für ihre Vereine. Nimmt man die besseren Chancen als Maßstab, so dürfte Jena, das sich als einer der Titelfavoriten erklärt hat, mit dem Remis noch zufrieden sein. Trainer Lothar Kurbjuweit: "Das Ergebnis ist besser als unser Spiel. Ich glaube, der Druck war groß. Wir können es besser." Der frühere DDR-Auswahlspieler zollte den Berlinern aber allen Respekt. "Wir haben gegen eine starke Mannschaft ge- spielt. Man hat gemerkt, warum die Berliner durch die Oberliga marschiert sind." Lange Gesichter gab es bei den Thüringern bereits nach drei Minuten. Preiß spielte auf Novy, dessen Flanke von rechts köpfte Shala völlig frei aus fünf Metern ins Netz. Nach außen fiel sein Jubel verhalten aus. "Naja, ich habe hier mit Jena noch im Pokalfinale gestanden. Innerlich ist die Freude aber groß, dass ich gleich im ersten Spiel für meine neue Mannschaft getroffen hat- te", sagte Shala, der beim 5:0-Pokalsieg gegen Drittligist Erfurt eine starke Partie geboten hat. Schlechter konnte es für die Gastgeber kaum beginnen, zu- mal der BFC mit einem 4-4-2-System begann und damit hinten kompakt stand. Dadurch blieb Jena ohne nennenswerte Möglichkeiten. Der von Neustrelitz gekommene Torjäger Velimir Jovanovic kam zunächst ebenso über Ansätze nicht hinaus wie Alexander Hettich (Sportfreunde Siegen) im offensiven Mit- telfeld. Giebel versuchte sich mehrmals über rechts. Aber insgesamt war das zu wenig. Doch nach der Pause schien die Partie zu kippen. Den ersten An- griff schloss Jovanovic mit dem Ausgleich ab. Der Serbe spitzelte nach einer Ecke den Ball aus dem Gewühl heraus ins BFC-Tor. Die Führung vergab Het- tich (61.), der von der Strafraumgrenze knapp am linken Pfosten vorbeischoss. Doch der große Ruck blieb gegen den engagierten Aufsteiger aus. Dage- gen boten sich den Gästen um ihren Dreh- und Angelpunkt Brunnemann etliche Konter. Die Elf wirkte giftiger, trat selbstbewusst auf, scheiterte aber letztlich an Berbig, der mit guten Reaktionen gegen Shala, Brunnemann und kurz vorm Abpfiff gegen N´Diaye einen totalen Fehlstart der Thüringer verhin- derte. Auch wenn aus dem letztlich möglichen Sieg nur ein Punkt wurde, war BFC-Trainer Volkan Uluc angetan: "Für viele meiner Spieler war es das erste Regionalligaspiel. Wir wollten uns nicht verstecken. Im Großen und Ganzen muss ich meiner Mannschaft ein Kompliment machen. Wenn man bei dieser starken Jenaer Offensive so wenig zulässt, kann man zufrieden sein."
klingeltöne
FUWOSPIELBERICHTE VOM BFC DYNAMO DER SAISON 2014/15
BFC DYNAMO gegen HERTHA BSC BERLIN II 0:3 am 17.08.14:

LEHRSTUNDE FÜR DEN AUFSTEIGER! Herthas U23 mit Kontern erfolgreich - Mukhtar zieht die Fäden. Nunmehr dürfte auch der BFC Dynamo in der Regionalliga angekommen sein - vorerst allerdings auf dem Boden der dortigen Tatsachen. Denn diese Niederlage löste beim einstigen Oberliga-Souverän doch merk- liche Ernüchterung aus. Sowohl auf dem Rasen als auch auf den (gut besuchten Rängen) - und sicher auch auf der Trainerbank. "Wir haben defensiv viele Fehler gemacht und uns vorne nicht durchsetzen können", brachte Coach Volkan Uluc die ungewohnt schwache Vorstellung seiner Mannschaft auf den Punkt. Diese bekam von den spielerisch erstaunlich überlegenen Herthanern letztlich eine Lehrstunde erteilt und wohl auch die (momentanen) Grenzen aufgezeigt. "Wir haben sehr effizient gespielt und hochverdient gewonnen", fand nicht nur Hertha-Coach Anté Covic. Dabei mangelte es den Hausherren nicht an Mut und Courage, sie scheiterten vielmehr an individuellen Fehlern und mangelndem taktischen Geschick. Denn der BFC hatte forsch begonnen und durch Brunnemann auch früh die erste Chance (5.). Doch schon in dieser besten Phase konnte man ahnen, dass man es mit der defensiven Absich- erung nicht so genau nahm, was bei den sich häufenden Ballverlusten dem Gegner immer wieder Räume und Chancen für Konter bot. Und nach dem Rückstand verlor der BFC phasenweise jegliche defensive Ordnung. Hinzu kamen einige individuelle "Aussetzer" bei sonstigen Leistungsträgern, welche die allgemeine Verunsicherung nur noch steigerten. "Wir wussten, dass unsere Chance im schnellen Umkehrspiel liegen würde", hätte Covic auf die Konterstärke seiner Mannschaft gesetzt. Noch vor der Pause schlug sie auf diese Weise zu, als Born nach einem Steilpass von Mukhtar davonzog und den indisponierten Flauder aus spitzem Winkel überwand. "Wir waren nicht kompakt genug", hatte auch Volkan Uluc die viel zu großen Lücken gesehen und darauf zur Pause mit personellen Wechseln und taktischen Umstellungen reagiert. Doch seinem Team war offenbar schon zu diesem Zeitpunkt der Zahn gezogen, denn zu einer richtigen Aufholjagd war es nach dem Wechsel nicht mehr in der Lage. Der Schuss von Gutsche (55.) blieb ein Strohfeuer. Und die leichtfüßige Gäste, bei denen Andrich und der immer stärker werdende Mukhtar im Mittelfeld die Fäden zogen, ließen es nicht beim Verwalten des Vorsprungs bewenden, sondern suchten gegen zunehmend verzweifelten Dynamos weiterhin auch den Weg nach vorn. Einen Konter schloss der durch Mukhtar bediente Zingu zum endgültigen Knockout ab.
BFC DYNAMO gegen 1.FC UNION BERLIN II 1:3 am 29.08.14:

SKRZYBSKI AUF SCHNELLEN SOHLEN! Union Youngster triumphieren beim BFC Dynamo. Es hätte alles anders kommen können. Als der BFC nach der Pause zu einer vehementen Aufholjagd geblasen und folgerichtig den Ausgleich erzielt hatte, war das Momentum eigentlich auf Seiten der Hausherren. Doch dann ließ sich der eingewechselte Rehbein vor dem Strafraum zu einem Dribbling hinreißen und verlor prompt den Ball. Unions starke Stürmer Uzan und Skrzybski hebelten blitzartig die unsortierte BFC-Deckung aus und brachten die Gäste erneut in Front. Schon kurz darauf machte Oschmann mit einem trockenen 20-Meter-Schuss endgültig alles klar. "Solche Fehler darf man einfach nicht machen. Der Zeitpunkt des Gegentores und die Art und Weise, wie es zustande gekommen ist, waren für uns denkbar schlecht", sah BFC-Trainer Volkan Uluc den Knackpunkt der Partie. Doch er war irgendwie auch sym- ptomatisch für das gesamte Geschehen. Denn während der BFC im Bemühen, das eigene Spiel vorwärts zu treiben, einfach zu viele Fehler produzierte, nutze Union dies ein ums andere Mal aus. Und die Gäste wirkten dabei durchgängig schneller - im Kopf und auf den Füßen. Wenn sie im Ballgewinn um- schalteten und sich nach vorn die flinken Uzan und Skrzybski auf den Weg machten, gab es für die Gastgeber kein Halten mehr. Schon die Führung resul- tierte aus solch einem überfallartigen Konter, als Putze den Ball gegen Henning verdaddelte, dieser Skrzybski auf die Reise schickte und der den Rest souverän erledigte. Das Tor spielte den Gästen trefflich in die Karten und lähmte den BFC. Dieser brachte fortan nach vorn nicht viel zustande und lebte hinten stets gefährlich. "Wir hatten das Spiel gut im Griff, haben es aber versäumt, den Vorsprung auszubauen", sagte Union-Trainer Robert Jaspert. Das sollte sich nach dem Wechsel schlagartig ändern. Nun drängte der BFC mit enormer Wucht nach vorn und hatte Chancen fast im Minutentakt. Putze (49.), Shala (50.), Gutsche (53.), Preiß (56.) und Brendel (59.) hätten schon den Ausgleich erzielen können. Brendel schaffte es dann endlich. "Da hatten wir eine tolle Phase und ich hatte das Gefühl, wir könnten noch gewinnen.", machte sich nicht nur BFC-Coach Uluc Hoffnungen auf mehr. Doch als es ernst wurde, fing sich Union und verleitete den Gegner wieder zu Fehlern. Und nutze den entscheidenden eiskalt.
BFC DYNAMO gegen FC CARL ZEISS JENA 3:1 am 06.12.14:

BFC SPIELT JENA SCHWINDLIG! Christopher Mandiangu trifft wie versprochen. Es war keine Minute in der zweiten Halbzeit gespielt, da war Christopher Mandiangu nicht mehr aufzuhalten. Der Offensivspieler des BFC Dynamo hatte soeben das 2:0 für seine Mannschaft erzielt und kannte nur ein Ziel, Tho- mas Stratos. Seine jubelnden Mitspieler ließ Mandiangu hinter sich, zeigte auf seinen Trainer und sprang ihm in die Arme. Dem Sommerneuzugang war nach seinem ersten Saisontor die Erleichterung förmlich anzusehen. "Ich habe ihm gesagt, dass ich ihn an Toren messe und er hat mir heute eins ver- sprochen. Das hat ganz gut geklappt", sagte der hochzufriedene Stratos nach dem Prestigeduell schmunzelnd. Und der BFC hatte auch sonst allen Grund zur Freude. Gegen den alten Rivalen zeigten die Hohenschönhauser eine hervorragende Leistung. Die Gäste fanden zu keinem Zeitpunkt ins Spiel und sind in dieser Form meilenweit von den eigenen Ansprüchen entfernt. "Wir haben über 90 Minuten nicht stattgefunden und hochverdient verloren. Selbst in der Höhne ist das Ergebnis für uns noch schmeichelhaft", nahm Jenas Trainer Karsten Hutwelker kein Blatt vor dem Mund. Während die Berliner immer wieder im richtigen Moment energisch pressen und nach der Balleroberung schnell umschalteten, wirkte Jena lust- und kraftlos. Obwohl die Thüringer bei eigenem Ballbesitz durch das Vorrücken der offensiven Außen fast mit vier Spielern auf einer Höhe agierten, waren die Angriffsbemühungen einfalls- los und ungefährlich. Der Spielaufbau der Gäste war viel zu behäbig und im letzten Drittel kam kaum ein Pass beim Mitspieler an, so dass die Dynamo-Ab- wehr keine Probleme hatte, die Bälle abzufangen und die überfallartigen Gegenangriffe einzuleiten. Torwart Nico Hinz war lange Zeit beschäftigungslos und musste in der 71. Minute erstmals eingreifen, als Tom Geißler einen Freistoß über die Mauer schlenzte. Da stand es bereits 3:0 für den BFC, der durch Björn Brunnemann (40.) und Mandiangu (52.) hochkarätige Chancen für weite Treffer besaß. "Wir haben schnell und direkt gespielt und wunderbare Tore geschossen", freute sich Stratos. Selbst nach dem Ehrentor machte Jena nie den Eindruck, die Niederlage noch abwenden zu können. Ganz im Ge- genteil: Dynamo nutzte die Räume im Mittelfeld zu gefährlichen Kontern, ließ in der Schlussphase aber die Genauigkeit beim finalen Pass vermissen.
1.FC UNION BERLIN II gegen BFC DYNAMO 0:1 am 15.03.15:

ZURAWSKY TRIFFT ZUM DERBYSIEG! Über 8000 Zuschauer sehen den seit 2003 ersten BFC Dynamo-Erfolg. Der BFC hat seine schwarze Serie gegen den 1.FC Union II beendet. Nach fünf Niederlagen in Serie (in NOFV-Oberliga und Regionalliga) seit 2010 gewannen die Hohenschönhausener erstmals mal seit 2003 (damals Verbandsliga Berlin) wieder gegen die Union-Reserve. In einem packenden Regionalliga-Spiel kam Union deutlich besser aus den Startlöchern. Der flinke Razeek scheiterte aber an BFC-Keeper Flauder (3.). Die Gäste ihrerseits agierten als kompakte Einheit und kamen zur ersten Möglichkeit durch ihren wuchtigen Kapitän Brunnemann, der Union-Schlussmann Kroll zur Parade zwang (17.). Aber Brunnemann wollte an alter Wirkungsstelle auch Zeichen setzten und sah nach hartem Einsteigen gegen Zejnullahu (22.) zeitig Gelb. Danach scheiterte Preiß an Kroll (30.), auf der Gegenseite versuchte es Union Kapitän Hollwitz (17., 33.) aus der Distanz. Im Gegensatz zum Hinspiel beging der BFC nicht den Fehler, in schnelle Union-Konter zu laufen. Vielmehr lauerte Dynamo diesmal selbst auf auftretende Fehler im Aufbauspiel der teilweise übermotivierten Wuhlheider. Kurz nach Wiederanpfiff gelang Dynamo der letztlich siegbringende Paukenschlag. Nach schneller Balleroberung kam das Leder über Preiß und Muhovic zu Zurawsky, der, von Eglseder nur begleitet, kurzerhand aus 18 Metern abzog. Die abgefälschte Kugel senkte sich über Kroll hinweg ins Netz - der BFC war im Derby-Glück. In der Folge versuchte Union zwar in die Endzone zu kommen, aber abgezockt zeigte sich die von Brendel zusammengehaltene BFC-Defensive. Selbst als Aggressiv-Leader Brunnemann nach zu spätem Tackling gegen Razeek (71.) mit Gelb-Rot vom Platz flog, verlor Dynamo nicht die nötige Kompaktheit. Die jungen Unioner griffen letztlich zu ungestüm an, auch 13:2 Ecken brachten am Ende nichts ein. Den Ausgleich am nächsten kam noch Joker Uzan (82.), der knapp links vorbei schoss. Nach der Pressekonferenz strahlte Dynamo-Trainer Thomas Stratos erleichtert. Schließlich war ihm im Vorfeld aus dem BFC-Umfeld die Brisanz dieses Duells mitgeteilt worden. "Auf jeden Fall bin ich mit dem Ergebnis und der Einstellung der Mannschaft hochzufrieden. Wir sind unter den Umständen glücklich, die drei Punkte mitzunehmen." Union-Coach Robert Jaspert konstatierte: "Eine bittere Niederlage, uns fehlte auch das Quäntchen Glück." Gerade die Situation zum Gegentor gehörte dazu. "Ein unglückliches, abgefälschtes Tor. Aber so ist nun mal der Fußball."
SC CHARLOTTENBURG gegen BFC DYNAMO 0:4 am 25.03.15:

JETZT FORDERT TASMANIA DEN BFC DYNAMO! Regionalligist BFC Dynamo ließ von Anfang an keine Zweifel daran aufkommen, welche Mannschaft ins Pokal- finale einziehen würde. Auch gegen den drei Klassen tiefer spielenden Landesligisten SC Charlottenburg wagte Dynamo-Trainer Thomas Stratos keine Experimente und bot mehr oder minder seine A-Elf auf. "Wir haben dieses Spiel sehr ernst genommen und wollten konzentriert agieren", sagte Stratos nach dem auch in der Höhe verdienten 4:0-Sieg des BFC. Die Weinroten erfüllen diese Marschroute mit Leben und stellten schon früh die Weichen auf Sieg. Spätestens nach dem 3:0 in der 23. Minute war die Partie entschieden. Bei den ersten drei Treffern erwiesen sich Andis Shala und Djibril N´Diaye  als kongeniales Duo. "Dieter" N´Diaye der in der dieser Saison oft nur zu Teileinsätzen kommt, rief sogar bei seinem Trainer Erstaunen hervor: "Ein Tor und zwei Vorlagen von Dieter - das ist ja unglaublich", sagte Stratos. SCC-Trainer Bernd Upmeier betonte derweil, dass es für die Charlottenburger keines- wegs nur um Schadensbegrenzung  gegangen sei: "Schade, dass wir schon so früh die Gegentore bekommen haben, ansonsten wäre hier vielleicht eine Überraschung möglich gewesen." Dennoch attestierte er seiner Mannschaft eine gute Leistung. So zog Dynamo wie schon vor zwei Jahren souverän ins Pokalfinale ein. §Das wird ein absolutes Highlight für uns", sagte Stratos, dessen Freude jedoch einen Wermutstropfen erhielt: Schon nach 13 Minuten musste Björn Brunnemann verletzt ausgewechselt werden. Der Dynamo-Kapitän klagte über große Schmerzen an der Leiste, ihm droht ein längerer Aus- fall. Kevin Gutsche hingegen befindet sich derzeit im Vollbesitz seiner Kräfte, dennoch stand der Aufstiegsheld der vergangenen Oberliga-Saison nicht mal mehr im Kader. Dies habe allein sportliche Gründe, erklärte Stratos. Gutsche verfolgte in Zivil das Geschehen, glücklich sah er dabei nicht aus. Sein Abschied vom BFC zeichnet sich ab.

1.FC MAGDEBURG gegen BFC DYNAMO 1:1 am 10.05.15:

ZURAWSKY KRÖNT STARKE PARTIE! BFC bringt Spitzenreiter Magdeburg an den Rand einer Niederlage. Die starke Serie des BFC Dynamo mit nunmehr elf ungeschlagenen Spielen hält auch nach dem Gastspiel beim Spitzenreiter 1.FC Magdeburg. Mehr noch: Die Berliner sorgten für ein bemerkenswertes Ausrufezeichen und bringen den ausgemachten Titelkandidaten am Rand einer Niederlage. Aus Magdeburger Sicht hingegen hat die Partie diese Aus- wirkungen: Die Elbestädter nutzen die Steilvorlage des 3:0-Erfolgs der Union-Zweiten bei Mitkonkurrent FSV Zwickau nicht, kommen gegen die spielfreu- digen Berliner nicht über ein 1:1 hinaus, bleiben aber dennoch im 18. Spiel in Folge ungeschlagen. Die Gastgeber, mit Matthias Tischer anstelle des am Knie verletzten früheren Unioners Jan Glinker im Tor, drängten auf eine schnelle Führung. Doch Christian Beck traf im Anschluss an die erste Ecke nur die Latte. Auf der Gegenseite setzte Christian Preiß mit seinem Kopfball knapp links am Tor vorbei ein erstes Achtungszeichen (14.), das den  Platzbe- sitzer ein wenig durchschüttelte. Die Antwort der Magdeburger war nicht von schlechten Eltern. Der 1.FC M machte weiter mächtig Druck. Scheiterte So- wislo zunächst noch an BFC-Keeper Flauder, machte es Beck im Nachsetzen besser, traf per Kopf zum 1:0 (25.). Wenig später verpasste der Torjäger nur knapp das mögliche 2:0 und damit vielleicht schon den Sieg. Anderseits wurden die Gäste immer munterer. "Die ersten Minuten haben wir verschlafen, das 0:1 war dann ein Wachmacher", meinte BFC-Mittelfeldantreiber Lukas Rehbein. Nur: Wer beim Tabellenführer antritt, braucht einen solchen Warn- schuss eigentlich nicht, er sollte besser von Anfang an hellwach sein. Wie auch immer, der BFC blieb im Spiel. Allerdings mussten die Gäste nach Wie- derbeginn zunächst einen Schock verdauen, weil Kapitän Björn Brunnemann mit Oberschenkelproblemen passen musste. Lange brauchten die Dynamos nicht, um sich wieder zu sortieren. So ließ der starke Martin Zurawsky die gut 2000 mitgereisten BFC-Fans jubeln, als er Tischer mit einem schönen He- ber aus 13 Metern zum 1:1 überwand (65.). Weniger stark war der anschließende Böller, der im BFC-Block gezündet wurde und der zu einer vierminütigen Unterbrechung führte. So kurios es sein mag, aber dieser Böller wirkte auf die Elf von Trainer Thomas Stratos eher stimulierend. Während die Gastgeber immer mehr ihre spielerische Linie verloren, mut- und mitunter auch kraftlos wirkten, ließen die Berliner jetzt Ball und Gegner laufen, wenngleich aber auch sie nicht mehr die ganz großen Möglichkeiten herausspielten, sodass das Remis am Ende in Ordnung geht. Für die Magdeburger zeichnete sich der enttäuschende Ausgang ziemlich früh ab. "Wir haben in der zweiten Halbzeit förmlich um ein Tor gebettelt, hatten einfach keinen Zugriff mehr", erklärte ihr Kapitän Marius Sowislo, der im Spiel bei Hertha BSC II aufgrund seiner fünften Gelben Karte gesperrt ist. BFC-Trainer Thomas Stratos zeigte sich dagegen angetan von der Spielweise und natürlich auch vom Ergebnis: "Das war ein intensives, ein gutes Spiel. Wir wollten, der Gegner aber musste gewinnen. In der zweiten Halbzeit haben wir ein sehr gutes Spiel abgeliefert, waren dem Sieg näher als die Magdeburger. Da hat die Mannschaft über weite Phasen so gespielt, wie ich mir das vorstelle."

BFC DYNAMO gegen VfB AUERBACH 1906 0:0 am 10.08.14:

BFC LÄSST ZWEI PUNKTE LIEGEN! Dynamo kommt gegen den VfB Auerbach nicht über ein 0:0 hinaus. Zehn Minuten vor dem Ende wurden nochmal alle Re- gister gezogen. Über Lautsprecher wurden im Jahn-Sportpark die Zwischenstände von den anderen Plätzen durchgegeben, so auch das zwischenzeit- liche 1:2 der U23 des 1.FC Union. Die Abneigung der Dynamo-Fans gegenüber der Köpenicker ist groß, so brandete enormer Jubel auf. Der Plan war wohl, die Anhänger aufs Neue zu mobilisieren, damit sie den BFC doch noch zum Sieg schreien. Die rund 2000 Zuschauer taten zwar ihr Bestes, dennoch langte es nicht für den ersten Sieg des Aufsteigers in der Regionalliga. Trotz einer klaren Dominanz, einer Vielzahl an Chancen und einer nummerischen Über- legenheit in den letzten 20 Minuten kam das Team von Trainer Volkan Uluc gegen den VfB Auerbach nicht über ein 0:0 hinaus. Die Enttäuschung darüber, dass der BFC Dynamo seine ansehnliche Vorstellung nicht mit drei Punkten krönte, hielt sich jedoch in Grenzen. "Ich muss meiner Mannschaft ein gros- ses Kompliment machen", sagte Uluc. "was gefehlt hat, ist dieses eine Tor." Niemand mochte ihm da widersprechen, zu einseitig verlief die Begegnung, in der die Gäste enttäuschten. Auerbachs Trainer Andreas Richter bezeichnete den Auftritt seiner Elf gar als "Angsthasen-Fußball". Sie habe insbesonde- re in der ersten Hälfte Leidenschaft vermissen lassen, monierte er. Taktisch flexible möchte er agieren, hatte Uluc vor dieser Saison stets betont. Er hielt Wort und überraschte am Sonntag mit einer ausgeklügelten Finesse. Patrick Brendel, Philipp Haastrup und Rico Steinhauer bildeten in der Abwehr eine Dreierkette, die sich bei gegnerischem Ballbesitz zu einer Fünferkette verdichtete, da sich auch Lukas Novy und Philip Saalbach, auf den Außenpositionen zurückfallen ließen. Bei eigenem Spielaufbau trieben beide auf ihre Seiten mit an. Uluc´ Konzept griff von Anfang an, schon früh hätte Dynamo anhand gu- ter Chancen durch Andis Shala (2.), Christian Preiß (3.) und Saalbach (7.) in Führung gehen zu können. Allerdings stand dem BFC immer wieder Markus Dölz im Weg. Bis auf eine Unsicherheit hielt der VfB-Torwart tadellos, so auch in der 27. Minute nach einem Shala-Kopfball. Dann ereignete sich Auerbachs einzige Chance (37.), als Dynamo etwas Glück hatte, nicht in Rückstand zu geraten. Anschließend hatten nur noch die Gastgeber Möglichkeiten. Doch Preiß (44.), Brendel (59., 85.) und Saalbach (86.) waren nicht abgezockt genug, so dass die Uluc-Elf zwei Punkte liegen ließ. Gejubelt wurde nach Spielende trotz- dem - als das 1:3 der U23 von Union durchgesagt wurde.
Fußball-Woche
FC VIKTORIA 1889 BERLIN LICHTERFELDE-TEMPELHOF gegen BFC DYNAMO 1:3 am 22.08.14:

DREI CHANCEN - DREI TREFFER! Dynamo bei seinem ersten Sieg gnadenlos - Preiß tunnelt Rickert. Die beste Phase der Viktoria wurde durch den gut leiten- den Müller mit dem Pausenpfiff gebremst. In Minute 33 warf sich Brunnemann in einen 18-Meter-Schuss des auffallend fleißigen Kruschke. Weckruf und zugleich Mutmacher für einen sich bis dahin unverständlich lethargisch präsentierenden Gastgeber. Für kurze Zeit war nun erkennbar, wozu die Mann- schaft doch eigentlich in der Lage scheint. Nach einem Grundlinienrückpass von Fritsche wurde Watzkas Direktabnahme geblockt. Einen Schröder-Kopf- ball "klärte" Huke vor der Linie. Dann aber doch der zu diesem Zeitpunkt verdiente Ausgleich, als der mit einer Brust-Ablage Özcins bediente Huke frei vor Flauder vollstreckte. Dynamo-Coach Volkan Uluc hatte in der Pause zweifelfrei Wichtiges zu verkünden. Die Truppe ließ die schon lange auf dem Feld be- reite Viktoria zwar einige Zeit warten, setzte des Trainers Vorhaben dafür aber umso schneller um. Nun deutlich aggressiver führten leichte Ballerober- ungen zu einem gradlinigen Umkehrspiel. Ein Beispiel: Ablage Shala, Direktpass Putze und schon tauchte Preiß allein vor Rickert auf. Per "Tunnel" traf das BFC-Laufwunder zur erneuten Führung. Gallig und auf eine schnelle Entscheidung ausgehend blieb der Aufsteiger dran. Und tatsächlich nagelte der star- ke Putze eine zu kurze Faustabwehr von Rickert unter den Balken. Viktoria-Coach Thomas Herbst reagierte, stellte mit den vorgenommenen Wechseln auf ein offensives 4-4-2-System um. Mit Lensinger und seiner nun angestammten Rechtsverteidigerposition war das Bemühen um eine Ergebniskorrek- tur auch erkennbar. Aber Kapitän Ergirdi kam dank guter Bewachung wenig zum Zuge. Und da auch Watzka seit Wochen seiner Form hinterherläuft, gab es gegen geordnete und robuste Gäste nur wenige Möglichkeiten, die eher Zufälligkeiten denn gelungenen Vorbereitungen entsprangen. Zweimal Yigi- tusagi (66., 78.) und Huke (70.) hätten da vielleicht noch einmal für Spannung sorgen können. So aber stand ein am Ende hoch verdienter erster Sieg des BFC. Trainer Volkan Uluc war natürlich zufrieden: "Gratulation an meine Mannschaft. Die war heute gnadenlos effektiv." Darf man so sehen. Drei Chancen - drei Treffer. Mehr geht nicht. Es wurde bei ernsthafter Betrachtung aber auch belegt, dass es im konstruktiven Aufbauspiel für den Aufsteiger noch vie- les zu verbessern gilt. Uluc: "Natürlich müssen und werden wir in Zukunft noch deutlich besser spielen. Aber für uns war es extrem wichtig, überhaupt den ersten Sieg in dieser sich so unglaublich ausgeglichen präsentierenden Liga zu erzielen. Und das ist uns heute dank einer mannschaftlich geschlos- senen Darbietung auch geglückt." Sprach´s und zog lächelnd von dannen.
BFC DYNAMO gegen FSV BEROLINA STRALAU 1901 6:0 am 06.09.14:

Dynamo gab sich keine Blöße. "Ich bin sehr zufrieden mit unserem Spiel, das war eine konzentrierte Vorstellung", sagte Dynamo-Coach Volkan Uluc, der aber auch Stralau lobte. Berolina habe gut verteidigt und sich teuer verkauft, befand er.

VfB GERMANIA HALBERSTADT gegen BFC DYNAMO ?:? am 14.09.14:

AUSWÄRTS LÄUFT`S FÜR DEN BFC! Halberstadt nach der ersten Heimniederlage nun am Tabellenende. Sechs Ligaspiele - vier Niederlagen. Beim Regionalli- gisten Germania Halberstadt sieht es düster aus. Nach dem 0:3 (0:1) gegen den Berliner FC Dynamo haben die Vorharzer nun auch noch die Rote Laterne übernommen. Gegen den BFC nahm VfB-Trainer Achim Hollerieth eine personelle Änderung im Vergleich zum letzten Spiel in Jena (0:1) vor. Max Worbs begann der Offensive. Dazu gab es die Umstellung im taktischen Bereich. Halberstadt versuchte es im 4-1-4-1. Es ging vom Start weg ordentlich zur Sache. Beide Teams waren darauf aus, ein frühes Tor zu erzielen. Der Gegner wurde früh gestört, keinem Zweikampf aus dem Weg gegangen. Dabei hatte der BFC zunächst die besseren Möglichkeiten. Gleich dreimal vergab Mittelstürmer Andis Shala (6., 12., 13.). Germania wurde nach einem Worbs-Freistoß das erste Mal torgefährlich (19.). Jubeln durfte dann aber die Hauptstädter, als Ex-Germane Philip Saalbach aus der Distanz maßgenau in das rechte untere Eck traf (26.). Den Unmut der VfB-Fans zog schließlich Jens Klemm auf sich. In den ersten 30 Minuten zeigte er der Heimelf gleich viermal Gelb. Bis auf das forsche Einschreiten Philip Schuberts waren die übrigen Zweikämpfen jedoch kaum weiter erwähnungswert, zumal die Dynamos ihrerseits auch kein körperbetontes Duell scheuten - ohne dabei einen Karton zu sehen. "Das ist zweierlei Maß", kommentierte Hollerieth von der Seitenlinie. Die Emotionen waren jedenfalls geschürt. Auch im zweiten Abschnitt ging es beherzt zur Sache - und einer stand dabei mehrfach im Mittelpunkt: Andis Shala. Als Ge- foulter, aber auch als der Foulende. Beide Seiten geizten nicht mit Provokationen bei Zweikämpfen. Nach einer Stunde trat Berlins Angreifer dann auch als Torschütze in Erscheinung. Mustergültig von Kevin Gutsche nach einem Konter bedient, musste er nur noch einschieben. Bei der Germania lief nun im- mer mehr aus dem Ruder. Was nun den Halberstädtern in der zweiten Halbzeit auf den BFC-Tor gelangte, war reiner Zufall. Berlins Innenverteidigung hielt den Laden dicht. Die endgültige Entscheidung leitete dann BFC-Keeper Stephan Flauder ein. Sein Zuspiel verlängerte Christian Preiß auf Djibril N´Diaye. Die- ser köpfte völlig alleingelassen zum deutlichen Endstand ein. Spätestens jetzt verließen viele der VfB-Fans doch ziemlich enttäuscht das Friedensstadion. Nun erwarten die Berliner den SV Babelsberg im Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark. Dabei soll es endlich den ersten Heimsieg geben. Damit wäre der An- schluss an die Ligaspitze hergestellt.
BFC DYNAMO gegen SV BABELSBERG 03 1:0 am 20.09.14:

FRÜHE BELOHNUNG DURCH PREISS! Nach zwei Auswärtssiegen stößt Dynamo auch zu Hause den Bock um. Auf dem Weg zum ersehnten Heimsieg hätte sich der BFC kurz vor Schluss fast noch selbst ein Bein gestellt. Eine ungefährliche Flanke verleitete Abwehrrecke Steinhauer zu einer Kopfballrückgabe, die der Babelsberger Mihm vor BFC-Keeper Flauder - für den sie eigentlich gedacht war - erreichte, den Ball aber am Tor vorbeispitzelte (84.). "Solch einen Fehler darf man natürlich nicht machen, aber es ist ja noch einmal gut gegangen", war nicht nur BFC-Coach Volkan Uluc das Herz vor Schreck in die Hose gerutscht. Es spricht allerdings Bände, dass die Gäste für ihre größte Ausgleichschance die Hilfe des Gegners benötigen. Ansonsten brachten sie in der Offensive nicht viel zustande. Auch deshalb ging der Erfolg der Hausherren in Ordnung. "Wir waren das eine Tor besser", fand Uluc. Das fiel schon früh und war der Lohn für eine schwungvolle Anfangsphase, in der die Gastgeber beherzt angriffen. Da lief der Ball gut durch die eigenen Reihen und schnell nach vorn. Wobei es sich auszahlte, dass dort der umtriebige Preiß dem wuchtigen Shala attestierte. Die Führung war ein Beleg dieser Spielweise, als Putze mit mutigem Solo die Gäste-Abwehr aufriss und Preiß bediente, der das Werk trocken vollendete. Die Gäste taten sich dagegen schwer. "Wir sind nicht ins Spiel gekommen und haben uns in einigen Szenen richtig blöd angestellt", ärgerte das Trainer Cem Efe. Bis auf ein kurzes Zwischenhoch, als Flauder bei Albrechts Kopfball und Zimmers Schuss auf den Posten war (19.), gelang den Gästen kaum ein strukturierter Angriff. Dafür produzierten sie hinten einige Kapriolen. Den dicksten Bock schoss der anfangs völlig indisponierte Cepni, als er Shala glänzend "bediente", der aber an Gladrow schei- terte (26.). Kurios war auch die zaudernde Abwehr von Schönwälder, der den eigenen Keeper mit einer Bogenlampenrückgabe, die der auch nicht ganz fachgerecht zur Ecke "veredelte", in arge Not brachte (41.). Nach dem Wechsel änderte sich die Szenerie. Babelsberg erreichte ein deutliches optisches Übergewicht, ohne dies in zwingende Toraktionen umzumünzen. "Bis zum Strafraum sah unser Spiel besser aus, aber wir hatten kaum Chancen", meinte Efe. Denn dem Spiel der Gäste fehlte das Tempo. So schloss der im Gegensatz zu vorigen Heimspielen defensiv deutlich besser organisierte BFC mit großem Laufaufwand immer wieder die Lücken. Das reichte bis kurz vor Schluss, ehe Steinhauer die Lust am Risiko entdeckte. Noch in letzter Minute missriet ihm eine Abwehr, die als Querschläger gefährlich über die Latte sauste. Das Shala zuvor den endgültigen Matchball vergeben hatte, soll nicht unerwähnt bleiben, hatten aber keine Folgen.
VOGTLÄNDISCHER FC PLAUEN gegen BFC DYNAMO 1:2 am 28.09.14:

OHNE MOOS RECHT WENIG LOS! Dynamo gelingt im Vogtland der dritte Auswärtssieg. Nicht weniger als 14 Jahre mussten die Fans beider Mannschaften warten, bis diese in einem Regionalligaspiel wieder aufeinander trafen. BFC-Trainer Volkan Uluc wird diesen Ausflug ins Vogtland mit Sicherheit in woh- liger Erinnerung behalten. Und dies nicht allein, weil seine Mannschaft drei Punkte erkämpften konnte. Nein, bereits vor dem Anpfiff bereiteten ihm die BFC-Fans eine kleine Überraschung aus Anlass seines 150. Pflichtspiels bei Dynamo, indem sie einen großen Bilderrahmen mit Schnappschüssen aus dieser Zeit überreichten. Schön. Aber auch die Spieler von Uluc sorgten bald für Freude im Berliner Tross. Das tat noch nicht Andis Shala dem frei vor dem Tor eine Flanke über den Scheitel rutschte (2.). Der Schuss des Plaueners Brusch (10.), der sich noch aus dem Dreiangel heraus drehte, und eine von Zimmermann verpasste Brusch-Flanke (12.) bereiteten dagegen eher Unbehagen. Doch dann war es eine mustergültige Kombination über Shala und Novy, die durch Putze mit dem Führungstreffer abgeschlossen wurde und die Berliner zunächst Erleichterung verschaffte. Damit konnten sie sich in der Folge- zeit noch besser auf das kompromisslose Stören des Plauener Spielaufbaus konzentrieren. Gelegentlich entstanden daraus taktisch klug vorgetragene Angriffszüge, die vor dem Plauener Tor häufig für Gefahr sorgten. Dem zweiten Treffer ging dann allerdings ein überflüssig erscheinendes Ebersbach Foul an Preiß voraus. Brunnemann verwandelte den fälligen Elfmeter nahezu mittig. Die Plauener zeigten zwar in der ersten Hälfte ihr Können, doch es fehlte die Leidenschaft. Das ist irgendwie auch nicht verwunderlich, wenn man bedenkt, dass einmal mehr die Gehaltszahlungen stocken. VFc-Coach Michael Hiemisch schien in der Pause dann aber die richtigen Worte gefunden zu haben, denn in Durchgang zwei spielten nur noch seine Mannen. Der BFC konnte nur noch reagieren und blieb mit allein einem wirkungsvollen Angriff (Novy verzog/74.) nun weit unter seinen Möglichkeiten. Chancen des VFC: Ein Abschluss von Wild aus spitzem Winkel ging um Zentimeter am Tor vorbei (57.). Flauder wusste sich bei Versuchen von Schindler und Ocovan auszuzeichnen. Als dann Brusch im Strafraum zu Fall kam, blieb Müllers Pfeife stumm (59.). Der Anschlusstreffer von Wild war richtig schön - fiel aber viel zu spät. So durfte sich Uluc über Dynamos bereits dritten Auswärts-Dreier freuen, der den Aufsteiger bis auf zwei Punkte an die Tabellenspitze heranführt. Und nun kommt Schlusslicht Meuselwitz.
BFC DYNAMO gegen ZIPSENDORFER FC MEUSELWITZ 3:1 am 04.10.14:

AGILER NOVY BRICHT DEN BANN! Aufsteiger BFC feiert den vierten Sieg in Folge. Der BFC Dynamo bleibt in der Erfolgsspur. Mit einem am Ende ungefährdet- en Sieg hatte der Aufsteiger damit für wenigstens 24 Stunden den zweiten Tabellenplatz erklommen. Dabei war es gegen das Tabellen-Schlusslicht bei- leibe keine Gala, die der BFC seinen Fans bot. Trainer Volkan Uluc hatte dafür auch eine Begründung parat: "Du hast im Vorgriff auf solche eine Partie ge- gen einen erwartet tief stehenden Kontrahenten zwei Möglichkeiten: Entweder du attackierst früh, oder du spielst geduldig und wartest auf deine Mög- lichkeiten. Wir haben uns für die zweite Variante entschieden, diese gut umgesetzt und sind belohnt worden. Ich denke auch dieses Umsetzen setzt eine gewisse Qualität voraus." Tatsächlich spielte sich das zunächst langatmig, träge Geschehen meist zwischen den Strafräumen ab. Der Gastgeber hatte da- bei deutlich mehr Ballbesitz, entwickelte aber erkennbaren Zug zum Tor. Gefahr versprechende Distanzschüsse von Preiß (13.), Shala (25.) oder Gutsche (35.) verfehlten relativ deutlich das Tor. Die wenigen ZFC-Konter gingen ausnahmslos über die rechte Angriffsseite, wo der quicklebendige Boltze etliche Male bis zur Grundlinie durchdrang, mit seinen Eingaben aber partout keinen Abnehmer fand. Beim sich kurz vor der Pause ergebenden "Dosenöffner" (Uluc) stand dann Gäste-Kapitän Frank Müller Pate. In seine zu kurz geratene Kopfball-Rückgabe spitzelte der agile Novy und traf zur psychologisch wich- tigen Pausenführung. "Und als wir uns dann nach der Pause noch einmal berappeln wollten, fingen wir schnell den zweiten Gegentreffer", stellte Meusel- witz´ Co-Trainer Karsten Oswald treffend gest. Gutsche hatte den halbrechts davonziehenden Novy bedient, dessen Querpass der fleißige Shala ins leere Tor schob. Der Rest war dann die irgendwie vorhersehbare Formsache. Der Gast wollte, aber konnte nicht so richtig, brachte das vom Debütanten Varrel- mann fehlerfrei gehütete Tor bis in die Nachspielzeit nicht einmal wirklich in Gefahr. Dynamo verwaltete die Führung ohne wirklich zwingend auf einen Resultatsausbau aus zu sein. Chancen ergaben sich für Shala, der auf Novy-Vorarbeit an Naumann scheiterte (63.) und Preiß (71.), der am ZFC-Keeper vor- bei wohl etwas die Orientierung verlor. Später machte die "Laufmaschine" es dann besser, tunnelte Naumann zum 3:0. Schönheitsfehler. In der Nachspiel- zeit hämmerte Weinert das Leder bildschön ins rechte Eck. Schiri Herde pfiff gar nicht mehr an.
BFC DYNAMO gegen CIMBRIA TRABZONSPOR 1900 BERLIN 13:0 am 12.10.14:

BFC ZEIGT TORGALA UND SPASSFUSSBALL! Der Favorit sah das Pokalspiel nicht bloß als lässige Pflichtaufgabe an: Die Schützlinge von BFC-Coach Volkan Uluc gingen mit Spaß an die Sache an - und brachten das über die gesamte Distanz zum Ausdruck. Die Regionalliga-Kicker hielten das Tempo stets hoch und spielten die Tore schön heraus. "Das war auch spielerisch überzeugend, das war mir wichtig", so ein zufriedener Uluc.
FSV ZWICKAU gegen BFC DYNAMO 0:0 am 18.10.14:

NULLNUMMER IM SPITZENSPIEL! BFC Dynamo kann auch beim FSV Zwickau bestehen. Der BFC Dynamobleibt auswärts ungeschlagen, erreichte beim Spit- zenreiter FSV Zwickau ein leistungsgerechtes Remis. Während sich die Mannschaft nach Abpfiff des gut leitenden Referees Hösel bereits von ihren gut 800 mitgereisten Fans feiern ließ hatte Erfolgscouch Volkan Uluc bereits ein erstes Statement parat: "Ich denke, dass wir von der gezeigten Spielanlage das diesmal bessere Team waren. Da der FSV  auf der anderen Seite die etwas größeren Hochkaräter an Möglichkeiten besaß, können wir mit dem Er- gebnis gut leben. Wir sind auf einem weiterhin guten Weg." Es stand fast zu erwarten, dass sich im Sportforum "Sojus 31" zwei Spitzenteams messen würden, die ihr Hauptaugenmerk zunächst auf eine funktionierende Defensivarbeit legen. Und so kam es dann auch. Das von vielen rassigen Zweikämp- fen geprägte Geschehen spielte sich meist zwischen den Strafräumen ab. Torszenen, geschweige denn Tormöglichkeiten blieben eher rar. Für den Spitzenreiter köpfte Genausch einmal knapp drüber weg. Berlins Shala wurde dicht vor Unger im letzten Moment vom zur Ecke klärenden Patrick Göbel gebremst. Dennoch bleibt als Fazit der ersten Hälfte festzuhalten: Etwas strukturierter wirkten die Aufbauversuche der von Kapitän Brunnemann klug di- rigierten Dynamos schon. Aber: "Brunne" kassierte seine fünfte Gelbe Karte und ist am Sonntag im Heimspiel gegen Wacker Nordhausen gesperrt. Auch nach der Pause konnte man sich des Eindrucks nicht erwehren: Hier spielten zwei Vertretungen mit eher gebremstem Schaum. Sah auch Zwickaus Trainer Torsten Ziegner so, als er nüchtern bilanzierte: "Ich denke schon, dass beide Teams großen Respekt voreinander hatten und den dann vielleicht schon spielentscheidenden Gegentreffer unbedingt vermeiden wollten." Bei den Berlinern kam hinzu, dass sich ihr gefährlicher Angreifer Shala am Knöchel verletzte. Aber richtige Torgefahr vermittelte der BFC im fortschreitenden Spielverlauf auch mit Joker N´Diaye nicht mehr. Dafür stand die Defen- sive weiter ordentlich. In der Luft dank des vieles abräumenden Brendel kaum gefährdet geriet man nur einmal wirklich in Gefahr, als Wachsmuth nach einem verlängerten Standard mit ganz langem Beim den Pfosten traf. Doch selbst Zwickaus Kapitän bilanzierte: "Da hätte ich schon ein wenig Pech. Aller- dings haben sich die hier stark präsentierten Berliner den Punktgewinn auch redlich verdient." Ehrlich gemeinte Komplimente auf beiden Seiten. Sowohl mit Zwickau als auch mit Dynamo wird zu rechnen bleiben.
BFC DYNAMO gegen FSV WACKER 90 NORDHAUSEN 0:2 am 26.10.14:

OHNE ACHSE FEHLT DIE STRUKTUR! Niederlage gegen Wacker zeigt, wie wertvoll die Stützen des BFC sind. Das erste von drei aufeinanderfolgenden Heim- spielen ging für den BFC Dynamo verloren. Im Spitzenspiel des elften Spieltages behielt Wacker Nordhausen mit 2:0 die Oberhand. Und dies absolut ver- dient. Mit dem gelbgesperrten Kapitän Björn Brunnemann sowie den verletzten Leistungsträger Patrick Brendel (Außenbandriss im Sprunggelenk) und Andis Shala (Mittelfußbruch) brach BFC-Trainer Volkan Uluc seine zentrale Achse weg. Ausfälle, die - das wurde mehr als schmerzhaft deutlich - sein Team noch nicht kompensieren kann. Uluc hatte auf die Ausfälle mit einer Systemumstellung reagiert und seine Elf anfangs im ungewohnten 4-3-3-Sys- tem angeordnet. Die Initiative ergriff jedoch Nordhausen, das sich von Beginn an dominant und kompakt präsentierte, allerdings eine Viertelstunde brau- chte, ehe Kapitän Pfingsten-Reddig erstmals gefährlich zum Abschluss kam. Mitte der ersten Halbzeit kehrte der BFC zwischenzeitlich zum bewährten 4-1-4-1 zurück, präsentierte sich jedoch weiterhin uninspiriert. Besonders das Fehlen von Angreifer Shala war dem BFC anzumerken, in der Spitze fehlte der Mannschaft häufig eine geeignete Anspielstation. So blieb auch die einzige Großchance der ersten Hälfte den Gästen vorbehalten: Nach gutem Zuspiel von Farrona Pulido war es Goslar, der freistehend an BFC-Torhüter Flauder scheiterte (34.). Mit Beginn des zweiten Durchgangs schaltete Wacker kurzzei- tig einen Gang nach oben und wurde prompt belohnt. Zuerst war es Angreifer Semmer, der sich auf links durchsetzte und Farrona Pulido via Querpass bediente (49.), kurz darauf konnte der Deutsch-Spanier nach Vorlage des gut freigespielten Hauswald erneut jubeln (57.). Dem BFC fehlten anschließend offenkundig Mittel und Struktur, um Nordhausens Defensive vor ernsthafte Probleme zu stellen. Uluc wollte seinem Team dennoch keinen Vorwurf machen: "Wir haben alles reingeworfen, was möglich war. Aber mit Top-Teams wie Nordhausen können wir hier und da einfach noch nicht mithalten." Erstmals hatte der Trainer dabei die Offensivspieler Martin Zurawsky und Lukas Rehbein in der Startelf aufgeboten. Während Zurawsky einer der weni- gen Lichtblicke im BFC-Spiel war, konnte Rehbein seine Bewährungschance nicht nutzen. Ein Abgang im Winter scheint nicht unwahrscheinlich. Gleiches gilt auch für Angreifer Djibril N´Diaye, der selbst in Abwesenheit des gesetzten Shala nicht von Beginn an zum Zuge kam.
BFC DYNAMO gegen BERLINER ATHLETIK KLUB 07 0:0 am 02.11.14:

NULLNUMMER IM LETZTEN SPIEL! Der Rücktritt von Volkan Uluc überschattet kampfbetontes Derby. Während das torlose Remis im Aufeinandertreffen die- ser beiden Teams keine wirkliche Überraschung war, gab es diese am Rande des Spielfeldes. Dort, wo eigentlich bislang der Arbeitsplatz von BFC-Er- folgscoach Volkan Uluc war, wird ab morgen eine unerwartete Vakanz bestehen. Uluc hatte am Sonntagmorgen die sportliche Leitung des BFC nach eini- gen Tagen Bedenkzeit davon in Kenntnis gesetzt, dass das Derby gegen den BAK sein letzter Arbeitstag in den Diensten Dynamos sein würde. Diesen Arbeitstag bestritt er gewohnt temperamentvoll, nahezu immer an der Außenlinie stehend, hörbar lenkend und leitend. Und Aufreger hatte das Spiel für Trainer und Zuschauer in der Tat einige zu bieten: Es war die intensive Zweikampfführung auf beiden Seiten, die für die überschaubare Anzahl an Tor- chancen und die unübersehbare Abschlussschwäche entschädigte. Die klarsten Gelegenheiten des Spiels vergaben für die Gastgeber Putze, der sich frei vor Keeper Grof den Ball zu weit vorlegte (6.) und der eingewechselte N´Diaye (82.), der eine flache Hereingabe des ebenfalls eingewechselten Gut- sche aus Nahdistanz am Pfosten vorbeischob. Auf der anderen Seite vergab Benjamina eine Riesenchance, als er nach schöner Kombination am Fünfme- tereck zum Schuss kam, aber denkbar knapp am langen Eck vorbei zielte. Davon abgesehen spielte sich die Partie nur sehr selten in den jeweiligen Strafräumen ab. Beide Teams warfen ihre Defensivstärke in die Waagschale, wobei der BFC meist mit physischem Einsatz und Robustheit punktete, der BAK hingegen mit guter Organisation und meist sicherem Passspiel. Im letzten Spielfelddrittel allerdings fiel beiden Teams nicht allzuviel Gefährliches ein. Ein Manko, das BAK-Coach Özkan Gümüs schon beim ebenfalls torlosen Punktgewinn in Jena moniert hatte. Was aber beim BAK ein strukturelles Problem der vor der Saison weitgehend neu zusammengestellten Mannschaft zu sein scheint, ist beim BFC wohl eher auf prominente Ausfälle wie Andis Shala, Patrick Brendel und den in diesem Spiel eine Gel-Rot-Sperre absitzenden Christian Preiß zurückzuführen. Dadurch ergab sich ein Spiel, das die je- weiligen Defensivverbünde dominierten: DER BFC hatte zwar mehr Ballbesitz, konnte aber - abgesehen von einer Drangperiode in den Schlussminuten - das von Skoda und Kapan sehr gut kontrollierte Mittelfeld meist nur mit langen Bällen überbrücken, die nicht leicht zu verarbeiten waren. Der BAK hinge- gen war im Umschalten meist ein wenig zu langsam, um aus dem an sich guten, flachen Kombinationsspiel ernsthaft Kapital schlagen zu können. Insge- samt also ein "gutes 0:0-Spiel, mit dem jeder leben kann", wie Özkan Gümüs nach Spielschluss resümierte.
BFC DYNAMO gegen 1.FC MAGDEBURG 0:1 am 08.11.14:

KRATZEN, BEISSEN UND SPUCKEN! Ex-Europapokalsieger bezwingt DDR-Rekordmeister. Passend zu den Feierlichkeiten anlässlich des Mauerfalls vor 25 Jah- ren trafen am Sonnabend mit dem BFC Dynamo und dem 1.FC  Magdeburg zwei ehemalige DDR-Großmächte aufeinander. Das rief nochmal Erinnerungen wach an jene Mauerzeiten, als der Ruhm beider Klubs sogar den eisernen Vorhang überstrahlte. Das Gastspiel des einzigen ostdeutschen Europapokal- siegers beim DDR-Rekordmeister lockten rund 5100 Zuschauer in den Jahn-Sportpark. So wurde dem einstigen Ostklassiker ein würdiger Rahmen ver- liehen. Zuletzt spielten beide Vereine am 5. Februar 2000 in einem Punktspiel gegeneinander. Seinerseits verlor der BFC Dynamo in der Regionalliga Nordost daheim 0:2, und auch 14 Jahre später behielt der 1.FC Magdeburg die Oberhand. Ihren 1:0-Auswärtssieg musste sich die Mannschaft von Trainer Jens Härtel allerdings hart erkämpfen. "Für die Zuschauer war es kein schönes, dafür aber ein intensives Spiel", sagte der erleichterte Härtel, dessen Team durch den Sieg Dynamo in der Tabelle überholte. Man habe "dreckige drei Punkte" eingefahren und diese durch "Kratzen, Beißen und Spucken" verteidigt. Freilich erschwerten die Turbulenzen in der vergangenen Woche mit dem Rücktritt von Trainer Volkan Uluc beim BFC die Vorbereitung auf die Partie. "Dafür haben wir es aber ordentlich hingekriegt", fand Dynamo-Kapitän Björn Brunnemann. In der Tat war bei den Gastgebern von Verunsicherung wenig zu spüren, beide Mannschaften lieferten sich ein ausgeglichenes Kräftemessen. Dynamo hatte in der 25. Minute nach einem schönen Spielzug über Lukas Novy, Christian Preiß und Christopher Mandiangu sogar in Führung gehen können. Mandiangus Schuss wurde vom aufmerksamen Magde- burger Torwart Jan Glinkert jedoch zur Ecke geklärt. Dann hatten die Gäste Pech bei einem Kopfball von Silvio Bankert, der die Latte traf (34.). Zehn Minu- ten später allerdings durften die Magdeburger jubeln, nachdem Christian Beck das Tor des Tages erzielt hatte. Im zweiten Durchgang drängte Dynamo auf den Ausgleich, schließlich fehlte es bei einem Kopfball von Martin Zurawsky (51., Latte) sowie einem Schuss von Richard Ohlow (53., knapp darüber) aber an der Genauigkeit.
BFC DYNAMO gegen SV SPARTA LICHTENBERG 1911 2:0 am 12.11.14:

NEUE IMPULSE DANK ZURAWSKY! Favorit BFC Dynamo tat sich gegen Spartas massive Abwehr lange schwer. Die Gäste aus Lichtenberg setzten auf mann- schaftliche Geschlossenheit und hatten in Keeper Martin Zaumseil zudem einen starken Rückhalt zwischen den Pfosten. Für die Hausherren kam er- schwerend hinzu, dass im Angriff mal wieder gehörig die Säge klemmte. Denn trotzt Spartas Gegenwehr waren genügend Möglichkeiten da, doch einige Dynamo-Spieler "glänzten" am Mittwochabend mit nachlässiger Chancenverwertung. Mandiangu (23., 36., 45.) und N´Diaye (35., 37.) sündigten vor der Pau- se, Oberknüller in Sachen Fahrlässigkeit war der Aussetzer Mandiangu  (38.), der nach einer Kombination über Rehbein und Preiß völlig freistehend am leeren Tor vorbeischoss. Daher wurde es für den BFC eine verkrampfte Angelegenheit, was auch dem neuen Dynamo-Cheftrainer Thomas Stratos einen Tag vor seinem offiziellen Amtsantritt nicht entgangen sein dürfte. In Durchgang zwei scheiterten dann Mannsfeld (49., 60.), Rehbein (50.), Preiß (53.), ehe Co-Trainer Martino Gatti, der die BFC-Elf hauptverantwortlich coachte, per Doppelwechsel den entscheidenden Impuls setzte. Als Glücksgriff erwies sich die Hereinnahme von Zurawsky, der kaum 30 Sekunden auf dem Platz das 1:0 einleitete  und auch bei der Entscheidung zum 2:0 mitwirkte. Dynamos Sportlicher Leiter Kevin Meinhardt ordnete das Weiterkommen "nach schwierigen Wochen" wie folgt ein: "Haupsache, wir sind weiter." Trotz Ausschei- den zufrieden war hingegen Sparta-Trainer Dragan Kostic: "Wir haben gut dagegengehalten. Die Jungs haben alles gegeben."
TSG NEUSTRELITZ gegen BFC DYNAMO 0:0 am 21.11.14:

MISSGLÜCKTE HAASTRUP-RÜCKKEHR! Dynamos Innenverteidiger fliegt beim 0:0 in Neustrelitz vom Platz. Thomas Stratos hat bei seinem Debüt als Trainer des BFC Dynamo beim Vorjahrsmeister Neustrelitz einen Punkt geholt. Es war ein 0:0 der besseren Sorte in einem rassig geführten Spiel. "Viel von dem, was wir in eineinhalb Wochen trainiert haben, war zu sehen. Das stimmt mich positiv. Am Ende war es ein gerechtes Remis", sagte der 48-Jährige. Auch TSG-Coach Andreas Peterson, der mit seiner Elf seit mittlerweile drei Partien ungeschlagen ist, war mit dem Punkt einverstanden, denn: "Wir haben ja nicht gegen irgendeinen Gegner gespielt." Petersen trauerte allerdings einigen guten Chancen nach. Denn die Residenzstädter starteten wie die Feuer- wehr. In den ersten drei Minuten hatten Schied, Weidlich und Franke die Chance zur Führung. Doch bei dem dichten Nebel, der im Neustrelitzer Parksta- dion herrschte, verfehlten alle drei TSG-Spieler das gegnerische Tor knapp. Mit zunehmender Spieldauer konnten sich aber auch die Berliner, bei denen mit Lukas Novy und Christopher-Massamba Mandiangu zwei ehemalige Neustrelitzer in der Startelf standen, einige Hochkaräter erspielen. Doch TSG-Kee- per Bittner parierte gleich mehrfach gänzend. In der zweiten Halbzeit plätscherte die Partie lange Zeit zwischen den Strafräumen hin und her. Aufregung herrschte erst wieder 20 Minuten vor dem Ende, als Schiedsrichter Lämmchen BFC-Abwehrspieler Haastrup wegen einer Notbremse mit der Roten Karte vom Platz schickte. Ausgerechnet Haastrup: Er stand erstmalig seit seiner Suspendierung unter Stratos-Vorgänger Uluc wieder auf dem Rasen. "Das ist natürlich schade für Philipp, der bis dato gut gespielt hat", sagte Stratos. In Überzahl drängten die Gastgeber plötzlich auf den Siegtreffer. Doch ein Frei- stoß von Pütt (70.) und Chancen von Weidlich (75.), Adamyan (89.) und Schied (76.) wurden nicht genutzt. So blieb es beim 0:0.
BFC DYNAMO gegen FSV BUDISSA BAUTZEN 1:1 am 30.11.14:

DYNAMO VERGIBT VIELE CHANCEN! Trainer Stratos muss weiter auf ersten Sieg warten. Der BFC bleibt unter der Leitung des neuen Trainers Thomas Stra- tos weiter sieglos - und ungeschlagen! Dem 0:0 in Neustrelitz folgte nun ein 1:1 gegen Budissa Bautzen. Stratos hatte sein Team im Vergleich zur Vor- woche notgedrungen auf zwei Positionen verändert: Für die etatmäßige Nummer 1 Stephan Flauder rückte Nico Hinz ins Tor, den bei seiner Rückkehr mit Rot vom Platz gestellten Innenverteidiger Philipp Haastrup ersetzte Philipp Saalbach. Dem BFC bot sich bereits früh die Chance, in Führung zu gehen, doch Christopher Mandiangu scheiterte an Bautzens Schlussmann Jakub Jakubov. Anschließend zeigten beide Teams viel Leerlauf, einzig Bautzens Karel Vra- bec, ein Innenverteidiger, diesmal als Stürmer aufgeboten, kam per Kopf zu einer guten Gelegenheit (17.). Jäh beendet wurde die wenig ansehnliche Pha- se  durch das 1:0 für den BFC, das vierte Saisontor von Christian Preiß. Christopher Mandiangu hatte Lukas Novy freigespielt, dieser den Ball zu Preiß durchgesteckt (29.). Die Führung wirkte auf den BFC wie ein Weckruf. In der Folge hätte die Stratos-Elf für klare Verhältnisse sorgen können, doch Chris- tof Köhne, Lukas Novy und Robin Mannsfelde vergaben in aussichtsreicher Lage. Die Gäste boten in den letzten 20 Minuten der ersten Hälfte "Katastro- phen-Fußball", wie ihr Trainer Thomas Hentschel anmerkte. Auch nach dem Seitenwechsel suchte der BFC weiter den Vorwärtsgang, doch Torschütze Preiß offenbarte wiederholt Mängel in der Ballverarbeitung und scheiterte zudem aus guter Position an Jakubov (60.). Die Strafe folgte prompt: Nach Pass von Paul-Max Walther trat Stürmer Roy Blankenburg erst über den Ball, ehe er ihn kurz darauf nur noch über die Linie zu drücken brauchte - der unver- diente Bautzener Ausgleich (62.). Die Folge waren zahlreiche Fehlpässe und technische Unzulänglichkeiten im Offensivspiel der Berliner, die erst in den letzten Minuten ihr Konzept wiederfanden, abgesehen von einer guten Einzelaktion samt ansehnlichem Distanzschuss von Novy jedoch nicht mehr zwin- gend wurden.
BSV EINTRACHT MAHLSDORF gegen BFC DYNAMO 0:3 am 14.12.14:

DJIBRIL N´DIAYE ÜBERRAGT ALLE! Der Klassenunterschied war von Anfang an zu sehen. Dafür sorgte in erster Linie der überragende Djibril N´Diaye. Spät- estens mit seinem dritten Treffer band er nach einer Stunde den Sack endgültig zu. Es dauert etwas, bis der Regionalligist auf Betriebstemperatur kam. Immer, wenn der BFC angriff, zog Mahlsdorf die defensiven Außen Sinan und John zurück, sodass aus einer Dreier- eine Fünferkette wurde. Aber auch so - womöglich aber auch aufgrund einer merkwürdigen Aktion - konnte die Eintracht den BFC auf Dauer nicht kontrollieren. Kurioserweise tauschte Gäste-Trainer Thomas Stratos den Mahlsdorfer Ball schon in der Anfangsphase gegen einen selbst mitgebrachten aus. Nicht aber deswegen dominierte der BFC. So spielte der wendige Mandiangu auf der linken Seite zweimal hintereinander die Mahlsdorfer Abwehr schwindlig, scheiterte aber an Keeper Müller (13.). Erst N´Diaye ließ auf Flanke von Zurawaky Müller mit einem Flachschuss keine Chance. Weiter ging´s: Einen Weitschuss von Putze konnte Müller noch entschärfen (40.). Sekunden später aber wehrte er einen Schuss von Brunnemann nach vorn' ab, genau zu N´Diaye - das 2:0. Dagegen waren die Zuspiele von Mahlsdorf in der Spitze zu durchsichtig, um für Gefahr zu sorgen. Dennoch besaß Heller nach dem Seitenwechsel mit der besten Ein- tracht-Gelegenheit  die Chance zum 1:2, scheiterte aber an Hinz (48.). Trotzdem bestimmte der BFC weiterhin die Partie - nach Bedarf zogen die Gäste das Tempo an oder drosselten es. Auf diese Art fiel auch das 3:0.Leichtfüüßig tanzte N´Diaye Eintracht´s Außenverteidiger Jakubietz aus und vollendete mit einem Flachschuss. Gegen Ende hatte der BFC noch eine Reihe von Chancen, traf aber nicht mehr. Dynamos Coach Stratos war letztlich zufrieden: "Wir haben gut unseren Rhythmus gefunden und mit einer souveränen Leistung den Erfolg eingefahren." Dagegen beklagte Eintracht-Trainer Sven Orbanke das Fehlen von fünf Stammspielern. Und: "Letztlich hatten wir zu viel Respekt."
HERTHA BSC BERLIN II gegen BFC DYNAMO 5:2 am 01.03.15:

EIN GANZ STARKER ROCKENBACH! Flauder verhindert eine noch höhere Niederlage. Zum Lieblingsgegner des BFC Dynamo eignen sich die jungen Hertha- ner eher nicht. Der bereits deutlichen 0:3-Heimniederlage folgte zum verspäteten Jahresauftakt nun ein überdeutliches 2:5. Wobei Torwart Stephan Flau- der mit einem halben Dutzend erstklassiger Paraden eine noch höheren Trefferquote verhinderte. Hertha-Coach Ante Covic hatte gegenüber der 1:4-Nie- derlage von Jena einige Änderungen vorgenommen. Im Tor ersetzte Nils-Jonathan Körber den dort unglücklich agierenden Sprint. Auf den offensiven Außenbahnen gaben A-Junior Kauter und Niklas Körber ihr Saison-Startelfdebüt. Vom Start weg legten die Blau-Weißen ein Höllentempo vor. Körber tau- chte allein vor Flauder auf, schob aber knapp links vorbei (3.). Kurz darauf die Gäste-Führung, als Preiß einen Syhre-Fauxpas im zweiten Versuch nutzte. Was den Elan der Jung-Herthaner eher och verschärfte. Von einem überragend aufspielenden Rockenbach (wirkt fit wie zu seinen besten Zeiten) diri- giert, erspielte sich der Gastgeber schnell eine Fülle klarster Möglichkeiten. Körber (13., nach brillantem Kauter-Solo) wie Stephan (14.) blieben allein vor Flauder am "Goalie" hängen. Gegen Rockenbachs technisch akkuraten Linksschuss war aber auch für Flauder nichts zu machen. Defensiv mit doch über- raschenden Schwierigkeiten, wusste Dynamo auch im Spiel nach vorn nur ganz wenig Akzente zu setzen. Ein agiler Preiß, dazu ein dank robuster Körper- präsenz sich einbringender Brunnemann waren unter dem Strich recht wenig. Allein eine schöne Kombination galt es zu notieren, nach der N´Diaye Kör- ber prüfte (32.). So stellte der Doppelschlag von Körber und Stephan (jeweils durch Rockenbach aufgelegt) die überfällige Pausenführung der Hertha her. Dynamo-Coach Thomas Stratos reagierte mit zwei Wechseln. Und nachdem Rockenbach allein vor Flauder scheiterte (46.), war dank vermehrt kämpfer- ischer und körperlicher (Shala) Präsenz schon ein Aufbäumen zu sehen. Dies wurde mit dem Anschlusstreffer des abstaubenden Muhovic belohnt. Aller- dings: Weitere Möglichkeiten galt es nicht zu registrieren. Und als dann Syhre und Körber (glänzendes Fuchs-Zuspiel) in kurzen Abständen erhöhten, er- gab sich der BFC in sein Schicksal.
BFC DYNAMO gegen FC CARL ZEISS JENA 3:1 am 06.12.14:

BFC SPIELT JENA SCHWINDLIG! Christopher Mandiangu trifft wie versprochen. Es war keine Minute in der zweiten Halbzeit gespielt, da war Christopher Mandiangu nicht mehr aufzuhalten. Der Offensivspieler des BFC Dynamo hatte soeben das 2:0 für seine Mannschaft erzielt und kannte nur ein Ziel, Tho- mas Stratos. Seine jubelnden Mitspieler ließ Mandiangu hinter sich, zeigte auf seinen Trainer und sprang ihm in die Arme. Dem Sommerneuzugang war nach seinem ersten Saisontor die Erleichterung förmlich anzusehen. "Ich habe ihm gesagt, dass ich ihn an Toren messe und er hat mir heute eins ver- sprochen. Das hat ganz gut geklappt", sagte der hochzufriedene Stratos nach dem Prestigeduell schmunzelnd. Und der BFC hatte auch sonst allen Grund zur Freude. Gegen den alten Rivalen zeigten die Hohenschönhauser eine hervorragende Leistung. Die Gäste fanden zu keinem Zeitpunkt ins Spiel und sind in dieser Form meilenweit von den eigenen Ansprüchen entfernt. "Wir haben über 90 Minuten nicht stattgefunden und hochverdient verloren. Selbst in der Höhne ist das Ergebnis für uns noch schmeichelhaft", nahm Jenas Trainer Karsten Hutwelker kein Blatt vor dem Mund. Während die Berliner immer wieder im richtigen Moment energisch pressen und nach der Balleroberung schnell umschalteten, wirkte Jena lust- und kraftlos. Obwohl die Thüringer bei eigenem Ballbesitz durch das Vorrücken der offensiven Außen fast mit vier Spielern auf einer Höhe agierten, waren die Angriffsbemühungen einfalls- los und ungefährlich. Der Spielaufbau der Gäste war viel zu behäbig und im letzten Drittel kam kaum ein Pass beim Mitspieler an, so dass die Dynamo-Ab- wehr keine Probleme hatte, die Bälle abzufangen und die überfallartigen Gegenangriffe einzuleiten. Torwart Nico Hinz war lange Zeit beschäftigungslos und musste in der 71. Minute erstmals eingreifen, als Tom Geißler einen Freistoß über die Mauer schlenzte. Da stand es bereits 3:0 für den BFC, der durch Björn Brunnemann (40.) und Mandiangu (52.) hochkarätige Chancen für weite Treffer besaß. "Wir haben schnell und direkt gespielt und wunderbare Tore geschossen", freute sich Stratos. Selbst nach dem Ehrentor machte Jena nie den Eindruck, die Niederlage noch abwenden zu können. Ganz im Ge- genteil: Dynamo nutzte die Räume im Mittelfeld zu gefährlichen Kontern, ließ in der Schlussphase aber die Genauigkeit beim finalen Pass vermissen.
BFC DYNAMO gegen STEGLITZER FC STERN 1900 3:1 am 25.02.15:

Regionalligist BFC Dynamo steht im Pokal-Halbfinale: Allerdings war in der Neuauflage des Endspiels von 2011 (2:0 für den BFC) zu keinem Zeitpunkt ein Zwei-Klassen-Unterschied sichtbar. Aufopferungsvoll stemmte sich Stern 1900 über die gesamte Spielzeit gegen den Favoriten und war ein unbequemer Gegner. Dazu nutzte Simsek für die Steglitzer gleich die erste Möglichkeit zur Führung. Der BFC brauchte danach etwas um Druck aufzubauen. Am Ende stand ein klassischer Arbeitssieg. "Das war ein schweres Spiel, gerade nach der langen Pflichtspielpause", sagte Dynamo-Trainer Thomas Stratos. Bitter für den BFC: Lukas Novy musste mit Knöchelverletzung raus. Die Gäste durften trotz des Ausscheidens stolz auf ihre Leistung sein. Trainer Manuel Cor- nelius vermisste indes Schiller (Zahn-OP) und Woithe (Gelb-Rot-Sperre), dadurch fehlten "Offensivoptionen".
BFC DYNAMO gegen FC VIKTORIA 1889 BERLIN LICHTERFELDE-TEMPELHOF 1:1 am 07.03.15:

GLÜCKLICHES TRAINERHÄNDCHEN! Später Özcin-Treffer sorgt im Derby für ein Remis. Ein weiter Abwehrschlag wurde von Huke per Kopf auf Nishizawa ver- längert. Der bediente den halbrechts lauernden Özcin. Mit kurzem Antritt rechts an Köhne vorbei, traf der flinke Angreifer für Flauder unerreichbar flach ins lange Eck. Damit hatte Viktorias Einwechselspieler in einer Gemeinschaftsproduktion für den am Ende ein wenig schmeichelhaft anmutenden Punkt- gewinn gesorgt. Die Südberliner bleiben im neuen Jahr also weiterhin ungeschlagen, werden sich aber erheblich steigern müssen, soll die Mission Klas- senerhalt tatsächlich mit Leben erfüllt werden. Trainer Mario Block sah "eine gute erste Viertelstunde." Danach habe sein Team aber "die schwächste Darbietung des neuen Jahres geboten." Und wirklich war Dynamo in einem insgesamt eher zäh dahinplätschernden Geschehen das bei schwierigen Platzverhältnissen mehr Kreativität erzeugende Team. Während Watzka (fiel nur bei Standards auf) und Takyi bei der Viktoria kaum Impulse setzten, sor- gten Brunnemann, ein eleganter Muhovic sowie ein vor die Bälle sichernder Shala zumindest in Ansätzen für Spielkultur. Dazu rückten die Außenver- teidiger Novy und Köhne immer mal wieder mit an. Die deshalb fast logische Folge: Der BFC besaß ein deutliches Chancenplus. Zwei Treffer von Muhovic wurden da aufgrund enger Abseitsentscheidungen die Anerkennung verwehrt (8., 21.). Einen Brendel-Versuch klärte Brehmer auf der Linie (16.), ein Köhne-Volley zischte knapp am Tor vorbei (27.) - dann aber die verdiente Führung, als der günstiger zum Ball postierte Austermann viel zu zaghaft einen Zweikampf mit Köhne bestritt, dessen Flanke Muhovic tiefliegend nutzte. In der Folge verwaltete der Aufsteiger das Geschehen, ging aber zu wenig zwingend auf eine Resultatserhöhung aus. Dennoch lag bei Möglichkeiten für Köhne (47., 58.) und Hasani (62.), dessen Direktabnahme Patzler glänzend parierte, die Vorentscheidung in der Luft. So aber blieb Viktoria im Geschehen. Block wechselte, baute seine Formation dabei auch mehrfach um. Eine nun vor allem kämpferische Steigerung führte insgesamt zu mehr Hektik und sich auf beiden Seiten schnell freisetzendem Adrenalin. Schiedsrichterin Blumenthal zückte achtmal Gelb. Für Ruhe sorgte sie nicht. Schließlich sorgten die Gäste auch für Torgefahr, als Nishizawa und Brehmer aus durchaus günstigen Positionen noch verzogen. Özcins Ausgleich überraschte daher nicht mehr völlig.
BFC DYNAMO gegen VfB GERMANIA HALBERSTADT 3:2 am 22.03.15:

BFC GEWINNT OFFENSIVSPEKTAKEL! Mannsfeld, Rehbein und N´Diaye treffen beim 3:2-Sieg. Die Zuschauer im Sportforum Hohenschönhausen bekamen am Sonntag ein Offensivspektakel mit fünf Treffern und etlichen weiteren Torszenen geboten. Der 3:2-Sieg des BFC Dynamo war schließlich verdient, wenn- gleich Germania Halberstadt keineswegs enttäuschte. Im Vergleich zum 1:0-Derbysieg vor einer Woche bei der U23 des 1. FC Union musste Dynamo-Trai- ner Thomas Stratos zwei Veränderungen vornehmen. Für die beiden gesperrten Björn Brunnemann (hatte Gelb-Rot gesehen) und Lukas Novy (5. Gelbe) begannen Joshua Putze und Robin Mannsfeld. Was sich nicht allzu negativ auswirkte, denn Mannsfeld sorgte sogar für die 1:0-Führung der Hausherren (32.). Für den Rechtsverteidiger war es der erste Saisontreffer. "Das ist ein Super-Gefühl", sagte er. Lange wahrte der 1:0-Vorsprung der Gastgeber aller- dings nicht, schon in der 39. Minute glich Telmo Teixeira Rebelo per Kopf zum 1:1 aus. Bei diesem Stand wurden auch die Seiten gewechselt, obwohl es vor der Pause noch weitere gute Chancen gab. In der zweiten Hälfte war ein ähnliches Bild zu sehen. Trotz schwieriger Bodenverhältnisse bevorzugten beide Teams die spielerischen Mittel. Mit Erfolg, obschon das 2:1 durch Lukas Rehbein aus einem abgefälschten Fernschuss resultierte (59.). Auch für Rehbein war es in der Regionalliga das erste Saisontor. Der Jubel darüber ebbte aber erneut schnell ab, schon 60 Sekunden später glichen die Gäste mit einem sehenswerten Treffer durch Jan-Christian Meier aus. Dass der BFC schließlich doch noch gewann, war Djibril N´Diaye zu verdanken. Der für Martin Zurawsky eingewechselte Aufstiegsheld der vergangenen Oberliga-Saison traf in der 67. Minute zum 3:2. Nach der Partie zeigte sich Stratos zufrieden: "Wir wollen offensiv spielen und angreifen, das haben wir geschafft. Allerdings hätten wir es auch einfacher haben können, wenn wir unsere Chancen besser genutzt hätten." Dass er dadurch so spannend wurde, müsste er nicht immer haben, merkte Stratos schmunzelnd an. Sein Pendant, Halberstadts Trainer Henri Fuchs, sprach von einem "sehr interessanten, sehr offensiv geführten Spiel".
BFC DYNAMO gegen VOGTLÄNDISCHER FC PLAUEN 2:1 am 04.04.15:

DYNAMO VERPASST KANTERSIEG! Hochverdienter Erfolg gegen harmlose Plauener. In der 36. Spielminute war die Welt für den Dynamo-Anhang wieder in Ordnung. Muhovic hatte soeben das 2:1 erzielt, die Gäste waren in Unterzahl und eigentlich deutete alles auf einen deutlichen Sieg des BFC hin. Etwas mehr als eine Stunde später hatten die Hausherren zwar drei Punkt mehr auf ihrem Konto, das Murren auf der Tribüne war aber nicht zu überhören. Der 2:1-Sieg der Hohenschönhauser war hochverdient, aus dem möglichen Kantersieg wurde allerdings nichts. "Wir hätten heute auch vier, fünf oder sechs Tore machen können, die Chancen waren da", sagte BFC-Trainer Thomas Stratos, der einigen Spielern aus der zweiten Reihe eine Bewährungschance gab. Sein Traum hatte von Beginn an klare Vorteile beim Ballbesitz, leistete sich anfangs aber zu viele einfache Ballverluste. Nach einem Leichtsinnsfehler von Novy erzielten die Gäste mit dem ersten Torschuss das 0:1. Kurz darauf erhielt der bereits verwarnte Plauener Moraes Gelb-Rot. Er hatte dem Schiri seine Hand auf die Schulter gelegt - eine harte Entscheidung, die im Lager der Plauener zu Recht beklagt wurde. Nach dem Platzverweis wurde das Ballbe- sitzverhältnis noch deutlicher. Die Plauener standen nun in einem 4-5-0 extrem tief und kamen kaum noch an den Ball. Der BFC machte viel Druck und dreh- te das Spiel mit einem Doppelschlag durch Zurawsky und Muhovic. Kurz darauf rettete Torwart Klimo von N`Diaye (37.), hielt einen Rehbein-Schuss im Nachfassen (41.) und kratzte einen Flugkopfball von Scharlau sensationell aus dem Eck (43.). "Wir hätten schon in der ersten Halbzeit das dritte Tor machen müssen", konstatierte Stratos. Nach der Pause schlief das Angriffsspiel der Hausherren für knappe 20 Minuten ein. Der Ball lief zu langsam durch die ei- genen Reihen, im letzten Drittel fehlten zündende Ideen und so hatte die disziplinierte VFC-Abwehr leichtes Spiel. Stratos reagierte auf die Probleme sei- ner Mannschaft und brachte mit Shala und Preiß zwei Offensivkräfte. Die Aktionen des BFC wurden nun zwar wieder zielstrebiger, ein weiteres Tor gelang aber nicht mehr. Der glücklose N´Diaye traf mit einem schönen Linksschuss nur die Latte (62.), vergab zwei weitere Chancen und auch Mannsfeld, Shala und Scharlau konnten den guten Klimo nicht überwinden.

SV BABELSBERG 03 gegen BFC DYNAMO 0:0 am 28.03.15:

ANSPRECHENDE NULLNUMMER! Babelsberg wartet 2015 weiter auf den ersten Sieg. Auch eine Nullnummer kann unterhaltsam sein. Das bewiesen am Sonn- abend der SV Babelsberg 03 und der BFC Dynamo. Beide Mannschaften versuchten immer, mit spielerischen Mitteln den Gegner in die Knie zu zwingen. Unkontrollierte und lang nach vorn geschlagene Bälle waren die Ausnahme. Weil aber beide Mannschaften auch in der Defensive gut organisiert waren, blieb es fast zwangsläufig beim 0:0. "Den Punkt nehmen wir gerne mit. Das Unentschieden war verdient", sagte BFC-Trainer Thomas Stratos, der rund vier Wochen auf Brunnemann verzichten muss. Der Kapitän hatte sich am Mittwoch beim Einzug ins Berliner Pokalfinale (4:0 gegen den SC Charlottenburg) ei- nen Muskelfaserriss im Oberschenkel zugezogen. Dank kluger Umstellungen nach der Pause - Rehbein stabilisierte jetzt als Linksverteidiger die Ab- wehr, die eingewechselten Zurawsky und Muhovic waren sofort präsent - war der BFC fortan die spielbestimmende Mannschaft. Weil aber N´Diaye den Ball im zweiten Versuch an den Außenposten setzte (64.) und der BFC in den letzten 20 Minuten trotz Überzahl keine einzige Torchance kreierte, wurde es nichts mit dem fünften Auswärtssieg. Babelsberg hingegen nahm nach nervösem Beginn von der 20. Minute an das Heft in die Hand. Immer wieder ver- suchten die Filmstädter, über die Außenpositionen die BFC-Abwehr zu knacken. Uzun (rechts) und Zimmer im Zusammenspiel mit Cepni (links) kamen auch mehrfach gefährlich in Strafraumnähe, doch wirklich zwingend waren die Chancen nicht, die sich in erster Linie Albrecht boten. Drei Mal kam der Mittestürmer vor der Pause zum Abschluss (20., 27., 35.) der fehlerlose BFC-Torwart Flauder musste aber nur einmal ernsthaft eingreifen. Der doppelte Schussversuch des fleißigen Cubukcu wurde derweil von der Dynamo-Abwehr geblockt (42.). Und so wartet der SV Babelsberg, der sich über die Ver- tragsverlängerung von Tobias Grundler bis 2016 freut, in diesem Jahr weiter auf den ersten Sieg (drei Niederlagen, drei Remis). Einen kuriosen Verlauf nahm das Spiel für Julian Prochnow. Seit 2005 im Verein bestritt er am Sonnabend sein 200. Punktspiel im Babelsberger Trikot. Dass er in der 71. Minute mit Gelb-Rot vom Platz musste, ärgert ihn selbst wohl am meisten. Erst sah er ein überflüssiges Foul an der Mittellinie "Gelb", zwei Minuten später ang- elte sich "Jule" im Mittelkreis den Ball unbedrängt mit der Hand. Dem guten Schiedsrichter Herde blieb keine Wahl. "Das war eine ganz dumme Aktion von mir", sagte Prochnow. Er fehlt seiner Mannschaft am Ostermontag im Spiel gegen die U23 von Hertha BSC, darf aber am Mittwoch im Pokal-Halbfinale gegen Energie Cottbus auflaufen.
BFC DYNAMO gegen FSV ZWICKAU 0:0 am 17.04.15:

PREISS TRIFFT DEN INNENPFOSTEN! Der BFC Dynamo ärgert Titelaspirant FSV Zwickau. Am Freitagabend kam der FSV Zwickau wie auch bereits im Hinspiel nicht über ein 0:0 gegen den BFC Dynamo hinaus. Dadurch hat es der Titelkonkurrent aus Magdeburg nach monatelanger Verfolgung nun selbst in der Hand - oder besser gesagt in den Füßen, die Meisterschaft zu erringen. Unterm Strich war das Remis gerecht. Das sahen auch die Trainer so. Zwickau gehörte die erste, den Berlinern die zweite Hälfte. Dabei profitierten beide von einem durchgängig böigen, die jeweilige Überlegenheit unterstützenden Wind. Schon in Minute drei köpfte der als zentrale Sturmspitze aufgebotene Zimmermann eine Schlicht-Flanke am kurzen Pfosten vorbei. Der offensiv aufgestellte FSV kombinierte durchaus flüssig, hielt den ein wenig reserviert beginnenden BFC in dessen Hälfte fest. Ungemein auffällig startete dabei am linken Flügel Luge, mit dem Mannsfeld zunächst arge Probleme hatte. Luges Manko: ein wenig effektiver Abschluss. Von Schlicht herrlich freige- spielt, missriet sein allein vor Flauder gedachtes Querspiel auf Zimmermann völlig (11.). Später rauschte Grandner an einer Eingabe vorbei (18.), dann blieb der sichere Flauder bei seinem Schussversuch Sieger (44.). Ansonsten stand die von Brendel souverän dirigierte Defensive sicher. Zwickaus kopf- ballstarke Abwehrhünen Mai und Paul wussten sich bei hohen Bällen nicht wie gewohnt in der Offensive in Szene zu setzen. Vor der Pause nur bei einem Steinhauer-Distanzschuss gefährlich (23.), übernahmen die ohne Brendel (Muskelverhärtung im Oberschenkel) aus der Kabine zurückgekehrten Dyna- mos schnell die Initiative. Haastrup schoss nach einem Eckstoßknapp vorbei (48.), einem Zurawsky-Freistoß parierte Unger mit Mühe (56.). Zum spieler- isch auffälligsten Akteur avancierte nun Rehbein. Wie er nach feinem Dribbling Muhovic bediente, das atmete schon Klasse aus. Dessen 18-Meter-Schuss kratze Unger noch soeben aus dem unteren Eck (59.). Und endgültig hielt Zwickaus Goalie den Punkt dann fest, als er einen fast unhaltbar erscheinenden 22-Meter-Schuss des in Robben-Manier nach innen gekurvten Preiß an den Innenpfosten lenkte (77.). Ungers in den Himmel gereckte Siegesfaust war zu verstehen. Sein Trainer Torsten Ziegner meinte lapidar. "Dafür steht der doch bei uns im Tor - dass er auch mal einen Ball hält …"
ZIPSENDORFER FC MEUSELWITZ gegen BFC DYNAMO 0:0 am 12.04.15:

FLAUDER HÄLT EINEN PUNKT FEST! BFC kommt trotz überlegenen Spiels unter Druck. Hat der BFC Dynamo mit diesem mageren 0:0 beim ZFC Meuselwitz nun einen Punkt gewonnen oder doch eher zwei verloren? Am Ende war das Team von Thomas Stratos sogar froh über den Teilerfolg in Ostthüringen. Ehrlicherweise gab der Trainer zu: "Letztlich hatten wir sogar noch Glück, dass wir einen Punkt mitgenommen haben." ZFC-Joker Starke hätte in seinem samt Nachspielzeit nicht einmal fünfminütigen Einsatz der Mann des Tages werden können. Sekunden vor dem Schlusspfiff hatte er die ganz späte Ent- scheidung auf dem Fuß. Aber er hatte seine Rechnung ohne Flauder gemacht - der BFC-Schlussmann blockte den Angreifer im allerletzten Moment und hielt die Null für seine Elf fest. Nach der Nullnummer hatte es vor 910 Zuschauern, darunter rund 200 Berliner Fans, zunächst nicht auszugehen, denn es ging ziemlich schwungvoll los. Nur eines fehlte in diesem vor allem im Mittelfeld sehr ansehnlichen Spiel: Klare Torchancen gab es im ersten Durchgang praktisch nicht. Weil sich eben beide Teams nahezu neutralisierten oder im 16-Meter-Raum des Gegners nicht frei zum Zuge kamen. Gefährliche Aktion- en von Berliner Seite hatten ihren Ursprung bei Mannsfeld, Muhovic, Shala oder Preiß. Aber eben nicht ganz in der Nähe des ZFC-Kasten. Mit dieser Aus- nahme: Kurz vor dem Wechsel jagte Putze einen Freistoß aufs Tor, doch Meuselwitz-Keeper Naumann kratzte die Kugel spektakulär aus dem linken Drei- angel. Und auf der Gegenseite? Da gab es sporadische Vorstöße des nimmermüden Boltze oder von Albert. Aber zunächst musste Flauder keinerlei größere Gefahr bannen. Allerdings wurde es mit zunehmender Spielzeit für ihn immer brenzliger. Zwar kamen die Vorderleute auch nach dem Wechsel besser in die Partie, dann aber übernahmen die Meuselwitzer das Kommando und setzten den BFC mit einigen Hochkaräter von Lubsch, Weinert und zu- letzt eben Starke unter Druck. Während sich die Gastgeber nach ihrer starken Schlussphase als moralischer Verlierer wähnten (Trainer Dietmar Demuth: "Schade, dass sich die Jungs nicht belohnt haben."), konnten sich die Gäste mit dem Teilerfolg gut anfreunden. Stratos atmete auf: "Weil der Gegner immer besser aufkam, bin ich mit dem Punkt nicht unzufrieden."
VfB AUERBACH 1906 gegen BFC DYNAMO 0:1 am 22.04.15:

N´DIAYE STEHT GENAU RICHTIG! Der BFC Dynamo knüpfte nahtlos an seinen konzentrierten Auftritt gegen Zwickau (0:0) an. Dabei wurden die Berliner von, für einen Mittwochabend beachtlich 60 mitgereisten Fans unterstützt. Allerdings hatte der BFC zunächst Glück, nicht in Rückstand zu geraten. So klärte Mannsfeld gegen Hoffmann kurz vor der Linie (12.), dann rettete Zurawsky auf der Torlinie (18.), ehe Torwart Flauder gegen Wild hervorragend parierte (32.). Als dann Dynamo-Stürmer Shala einen Schuss ans Lattenkreuz hämmerte, verwertete N´Diaye den Abpraller zum Tor des Tages.
FSV WACKER 90 NORDHAUSEN gegen BFC DYNAMO 0:0 am 26.04.15:

TORWART STÜRMT FÜR DYNAMO! In einem flotten Spiel stand am Ende ein 0:0 auf der Anzeigetafel. Wacker begann stark, aber mit zunehmender Spieldau- er fanden auch die Berliner besser in das Spiel. Die erste gute Gelegenheit hatte Georgi (9.), doch seinen Schuss lenkte Berlins Schlussmann Flauder noch mit den Fingern zur Ecke. Glück hatte die Elf von Trainer Thomas Stratos dann bei einem Schuss von Hauswald (17.). Vom Pfosten sprang der Ball ins Aus. Auf der Gegenseite hätte Shala (37.) fast die Führung markiert, als er nach einem Eckball zentral am Fünfmeterraum völlig freistehend den Ball per Aufsetzer über das Tor köpfte. Nach dem Seitenwechsel wogte das Geschehen weiter hin und her. Der "Riese" schlechthin bot sich erneut den Dynamos. Fast sensationell entschärfte Wohlfeld da den Shala-Versuch. Den abprallenden Ball jagte N`Diaye - noch sensationeller - hoch über das Tor (53.). Nochmal Gefahr, als Wohlfeld einen Zurawsky-Freistoß mit Mühe entschärfte. Nun aber war Wacker endgültig wachgerüttelt - und übernahm immer mehr die Initi- ative. Schlitzohr Löhmannsröben erkannte, dass Flauder zu weit vor seinem Tor stand und wollte diesen mit einem gefühlvollen Heber überwinden. Doch Flauder konnte den Ball über das Tor lenken (69.). Eine brenzlige Situation hatte Wacker noch zu überstehen, als Wohlfeld einen Preiss-Schrägschuss er- neut entschärfte. Dann aber ging den personell gebeutelten Dynamos - Stratos wechselte Reservekeeper Hinz als Mittelstürmer ein - nach den letzten Belastungen spürbar die Luft aus. Die Endphase gehörte eindeutig dem Gastgeber. Doch bei Möglichkeiten für Peßolat (knapp drüber) und Rischker (Sie- ger Flauder) blieb der erlösende Torjubel wieder einmal aus. Und so durfte Trainer Jörg Goslar fast schon ein wenig desillusioniert bilanzieren: "Mit der Leistung der Mannschaft bin ich nach den zuletzt eher deprimierenden Partien zwar zufrieden. Aber wenn du vorne keine Bude machst, kann du eben auch nicht gewinnen …
"
BERLINER ATHLETIK KLUB 07 gegen BFC DYNAMO 1:3 am 02.05.15:

TOM SCHMIDTS FATALER PATZER! Torwartfehler bringt Dynamo im Derby auf Siegkurs. BAK-Torwart Tom Schmidt wusste, dass dieser Gegentreffer auf seine Kappe ging und hob entschuldigend die Hand. Beim Stand von 1.1 ließ der Schlussmann, dessen Vertrag gerade erst verlängert wurde,  eine eigent- lich ungefährliche Flanke von Gutsche durch die Finger gleiten und ermöglichte Dynamos N´Diaye so den einfachen Abstauber. "Der Torwartfehler hat uns etwas glücklich, aber nicht unverdient auf die Siegerstraße gebracht", beschrieb BFC-Trainer Thomas Stratos das 2:1 als Knackpunkt auf den Weg zum zehnten Spiel ohne Niederlage. Der BAK wartet nun hingegen seit fünf Partien auf einen Punktgewinn und rutscht in der Tabelle ins Mittelfeld ab. "Das ist bitter. Gerade als wir mehr investiert haben und am Drücker waren, kassierten wir das Tor", sagte Timo Szumnarski, der das Team nach der Entlassung von Özkan Gümüs bis zum Saisonende trainiert. Dabei hatte die Begegnung für die Hausherren sehr gut begonnen. Während die Gäste deutlich mehr Ball- besitz hatten, schlug der BAK durch Skoda mit dem ersten Angriff zu. Keine zwei Minuten später hatte Salhab die Chance auf das 2:0, schoss aber weit übers Tor. Der Angreifer war zwar engagiert, konnte Torjäger Benyamina, dessen Saison nach einem Teilabriss der Sehne im Sprunggelenk bereits be- endet ist, aber nicht adäquat ersetzen. Die Gäste zeigten sich von dem frühen Rückstand jedoch nicht geschockt und schlugen durch Muhovic zurück. Der Torschütze musste kurz nach dem Tor mit einer Leistenzerrung ebenso verletzt vom Platz wie Lichte (ebenfalls Leiste) und in der Schlussphase Reh- bein (Knöchelprellung). Auch nach dem 1:1 blieb der BFC, bei dem Brunnemann ungewohnt als Rechtsverteidiger aufgeboten wurde (Stratos: "Ich wollte das mal probieren und es hat mir gut gefallen"), aktiver und versuchte sein Glück mit flachem Passspiel durch die Mitte. N´Diaye (26.) und Shala (28./42.) verpassten allerdings den Führungstreffer. Nach dem Seitenwechsel wurde der BAK mutiger. Das Tor machte aber der BFC. Als Flauder kurz darauf einen Volley von Coric stark an den Pfosten lenkte (63.) und Steinhauer eine Viertelstunde vor Schluss das 3:1 köpfte, war das Berliner Derby entschieden.
BFC DYNAMO gegen TSG NEUSTRELITZ  4:2 am 17.05.15:

"DIETER" DREHT DIE PARTIE! Dank eines Hattricks von N´Diaye siegt Dynamo gegen Neustrelitz. Die erste Niederlage des BFC Dynamo seit dem 1. März (2:5 bei Hertha BSC II) war am Sonntag im Heimspiel gegen den Vorjahresmeister TSG Neustrelitz bedrohlich nahe. Nach dem Pausen-1:1 gingen die Gäste in der 47. Minute 2:1 in Führung. Es schien, als wären einige BFC-Spieler mit ihren Gedanken bereits beim Pokalfinale am Mittwoch gegen den SV Tasmania. Doch dann brachte Dynamo-Trainer Thomas Stratos mit einem Dreifachwechsel in der 52. Minute frischen Wind in die Partie. Für Philipp Haastrup, Kevin Gutsche und Andis Shala kamen Rico Steinhauer, Zlatko Muhovic und Tobias Scharlau. Gleichzeitig rückte Djibril N´Diaye von der linken Seite ins Sturmzen- trum. Ein Schachzug, der sich auszahlen sollte. Denn binnen 15 Minuten erzielte N´Diaye drei Tore und drehte das Spiel. Freilich avancierte der 25-jähre Senegalese mit seinem lupenreinen Hattrick zum Mann des Spiels und wurde mit "Dieter"-Sprechchören gefeiert. "Das war wohl mein bestes Spiel in der Regionalliga", sagte N´Diaye anschließend. Neustrelitz´ Co-Trainer Ersan Parlatan, der seinen verhinderten Chefcoach Andreas Petersen vertrat, geriet verständlicherweise nicht so ins Schwärmen. "Das war ein komisches Spiel", sagte er, "für die Zuschauer mag es interessant gewesen sein, für uns Trainer wurden zu viele Chancen zugelassen." Der Sieg des BFC sei aber verdient. In der Tat zeigte Dynamo einige ordentliche Ballstafetten. "Man hat gesehen, wozu wir in der Lage sind", freute sich Stratos über die spielerischen Fähigkeiten seiner Mannschaft. Weniger gefiel ihm jedoch die "kleine Schlafphase nach der Pause, als wir behäbig gespielt haben". Doch dann sorgte Stratos mit dem Dreifachwechsel für einen neuen Impuls. Den Rest be- sorgt "Dieter" N´Diaye.
BFC DYNAMO gegen SV TASMANIA GROPIUSSTADT 1973 1:0 am 20.05.15:

GOLDKÖPFCHEN ZURAWSKY KNACKT JACKPOT! BFC Dynamo neuer Berliner Pokalsieger - Ängstliche Tasmanen im Finale ohne Chance. Nur noch wenige Minuten waren zu spielen, als sich die deutlich in der Unterzahl befindlichen Tasmania-Fans im mit fast 7000 Zuschauern gut gefüllten Jahn-Sportpark noch einmal bemerkbar machten. "Rarara, Tasmania" - aber der Schlachtruf kam eher zaghaft denn mit voller Inbrunst rüber. Die Fans ahnten wohl auch, dass da nicht mehr viel zu löten ist. Am Ende war es wie im Vorjahr, als der Berlin-Ligist dem Regionalligisten Viktoria mit 1:2 unterlegen war. Nach (inklu- sive Nachspielzeit) 93 Minuten reckte der Regionalligist den Pokal in den Abendhimmel, diesmal der BFC Dynamo. Während die Weinroten mit ihren Fans den vierten Cupsieg nach 1999, 2011 und 2013 und den mit 140.000 Euro dotierten Einzug in die 1. Runde des DFB-Pokals feierten, standen die Tasmanen mit der Silbermedaille um den Hals wieder enttäuscht daneben. Martin Zurawsky erzielte das Tor des Tages, als er eine Flanke von Kevin Gutsche beina- he unbedrängt einköpfte. Neben dem Schützen rutschte Emre Demir weg, kurz zuvor hatte Tas fast schon geklärt, aber Preiß setzte gegen Kirli nach und Gutsche brachte den Ball nach innen. "Schade, dass durch unsere Fehler das entscheidende Tor fällt", sagte Tas-Coach Miroslav Jagatic. "Aber Glück- wunsch an Dynamo, die haben den Ball zirkulieren lassen und super Fußball gespielt." Im einstigen Wohnzimmer des DDR-Serienmeisters zeigte der BFC, dass er im Jahn-Sportpark immer noch Herr im Hause ist. Von Beginn an ließ der Regionalligist auch ohne den verletzten Kapitän Björn Brunnemann den Tasmanen kaum Luft zum Atmen. Der Underdog zog sich weit zurück, lauerte auf Konter. Die gab es auch: Nach einem langen Ball von Demir und einem Missverständnis zwischen Haastrup und Torwart Flauder konnte Gempf die Chance aber nicht nutzen (7.). Haastrup leistete sich noch eine weitere Un- sicherheit, bekam aber den Fuß noch vor Demir an den Ball (24.). "Ich bin heute früh schon um 5 Uhr aufgewacht, und das wird bei einigen Spielern nicht anders gewesen sein. Ein Pokalfinale ist einfach etwas anders als ein Punktspiel", warb Dynamo-Coach Thomas Stratos später um Verständnis für die Nervosität in einigen Situationen. Aber die ängstlichen Neuköllner konnten die Leistung des Vorjahres als man Viktoria alles abverlangt hatte, nicht wie- derholen. In der Defensive stand man zwar gut, wenn auch Isik seine Probleme mit dem schnellen N´Diaye hatte, aber im Spiel nach vorn ging fast nichts. Nach Eroberung des Balles war das Spielgerät meist sofort wieder weg, und der gelernte Innenverteidiger Lentz zeigte, dass er als zweite Sturmspitze gegen einen solchen Gegner eine glatte Fehlbesetzung ist. Dynamo hatte gefühlte 80 Prozent Ballbesitz, auffälligster Spieler in der ersten halben Stunde war Putze auf der Sechs, der viel für den Aufbau tat und zweimal gefährlich zum Schuss kam, zudem Rehbein das BFC-Spiel unermüdlich an. Die beste Chance der ersten Halbzeit hatte aber Shala, dessen Kopfball nach einer Ecke knapp über die Latte strich (8.). Nach dem Seitenwechsel rückte N´Diaye neben Shala in die Spitze, Gutsche auf links und Preiß auf rechts stürmten munter mit. "Das war fast ein 4-2-4-System", so Stratos. Die Offensivpower wurde schnell belohnt. Tasmania brachte nach dem Gegentreffer im Spiel nach vorn weiter nichts Brauchbares zustande, Dynamo blieb dominant und erarbeitete sich weitere Chancen. Die besten vergab N´Diaye, der erst an Schelenz scheiterte und nach einer Ablage von Preiß fast vom Elfmeterpunkt weit über das Tor schoss. Am verdienten Sieg des BFC Dynamo änderte das aber nichts.
This page created with Cool Page.  Click to get your own FREE copy of Cool Page!