BFC DYNAMO gegen SV BABELSBERG 03 0:0 am 20.05.16:

SEHENSWERTE NULLNUMMER! Babelsberg scheint für das Pokalfinale gut gerüstet. Dynamo konnte noch auf Abschlussrang drei spekulieren, die Babels- berger mit einem Erfolg an den Berlinern in der Tabelle vorbeiziehen. Zugegeben; Es gibt zum Saisonende sicherlich prickelndere Situationen in einem Fußballerleben. Was die 28 zum Einsatz kommenden Akteure ihren Fans am Freitagabend deshalb boten, war im Punkte Unterhaltungswert aller Ehren wert. Natürlich: Zwischen beiden Vereinen herrscht eine schon seit längerem anhaltende Rivalität. Was sich in vielen harten, teilweise auch nicklig ge- führten Zweikämpfen auch optisch niederschlug. Die Grenzen zur Unfairness wurden dennoch nie überschritten. Dynamo besaß die erste Möglichkeit. Und was für eine: Yildirim hatte sich gegen Mihm durchgesetzt. Muhovic schoss aus Nahdistanz den vor der Linie postierten Akdari ab (2.). Im schnellen, abwechslungsreichen, auf technisch gutem Niveau ablaufenden Geschehen besaßen die Filmstädter danach ein bis zur Pause deutliches Chancenplus. Vom wieder einmal kaum vom Ball zu trennenden Cubukcu geführt, boten sich dem ehrgeizigen Shala allerbeste Gelegenheiten, die Torjägerkanone zu sichern. Aber: Sein 20-Meter-Versuch aus zentraler Position zischte am Tor vorbei (20.). Seinen Nahdistanzkopfball setzte er exakt auf Siegemeyer (22.). Kurz vor dem Pausenpfiff musste er dann eigentlich treffen. Mit der Pieke lotste Shala das Spielgerät aus fünf Metern am rechten Pfosten vorbei (44.). Erst danach doch eine Dynamo-Möglichkeit, als Yildirim verzog (45.). Gleich nach der Pause bediente Cubukcu mit einem Schmankerlpässchen den allein auf Siegemeyer zugehenden Shala. Der aber blieb an dem in seinem ersten Punktspieleinsatz tadellos aufspielenden Goalie hängen. Auch wenn das Tempo im weiteren Verlauf ein wenig nachließ, auch wenn die Zweikämpfe nicht mehr mit ganz so großer Intensivität geführt wurden: Die Partie blieb sehenswert und spannend. "Da waren zwei Teams auf dem Feld, die Fußball spielen, die Treffer erzielen wollten", durfte der scheidende Dynamo-Coach Thomas Stratos mit Fug und Recht festhalten. In seiner Mannschaft imponierte der immer besser Fuß fassende Youngster Breitfeld erneut mit einer starken Leistung, auch Djengoue wies einem offensichtlichen Qualitätssprung nach. Chancen gab es für Muhovic, nach dessen scharfer Eingabe von Pie- chowski fast ein Selbsttor unterlaufen wäre. Den folgenden Eckstoß köpfte der aufgerückte Haastrup an den linken Torpfosten (67.). Schließlich verpas- ste Djengoue mit seinem 18-Meter-Schuss haarscharf das Gehäuse (81.). Die Filmstädter scheinen für das anstehende Landespokalfinale in Luckenwalde bestens gerüstet. Trainer Cem Efe saß (fast versteckt) schon wieder auf der Bank. Der lange verletzt ausfallende Sindik gab sein Comeback. In den letz- ten vier Spielen gab es nun bereits kein Gegentor. Körperlich wirkt die Mannschaft absolut fit. Co-Trainer Enrico Große hatte "eine gute Leistung, eine den Sieg verdient habende Mannschaftsleistung" gesehen. "Wir sind gerüstet." Sollte nur noch versucht werden, dem in wohl jeder Partie ein halbes Dutzend Mal ins Abseits laufenden Steinborn in seiner Ungestümheit zu bremsen. Dann könnte es mit dem Pokalsieg klappen.


BFC DYNAMO gegen FSV ZWICKAU 0:3 am 24.07.15:

EINE GANZ KLARE NUMMER! Zwickau setzt beim BFC Dynamo eine Duftmarke. Der FSV Zwickau hat zum Auftakt beim hoch gehandelten Mitfavoriten BFC Dynamo gleich mal eine Duftmarke gesetzt und in überzeugender Art und Weise auch in einer kaum erwarteten Höhe und Deutlichkeit triumphiert. Dabei setzten die durch Trainer Torsten Ziegner glänzend eingestellten Westsachsen ihre Vorgaben beeindruckend um. "Wir wollten den spielstarken Kontra- henten bereits am eigenen Strafraum im Aufbau stören, ihm so die Freude am Spiel nehmen. Dies ist meiner taktisch wie läuferisch alles einbringenden Mannschaft überzeugend gelungen", stellte Ziegner zufrieden fest. Vom Start weg überraschte der Vorjahrs-Zweite mit seiner offensiven Grundeinstel- lung, hielt die darüber wohl irritierten Berliner in der eigenen Hälfte fest. Mai (per Freistoß) und Öztürk vergaben erste, vage Möglichkeiten. Deshalb über- raschte die frühe Führung durch Frick kein bisschen. "Abgezockt" (BFC-Trainer Thomas Stratos), aggressiv, auch mal bewusst zum Mittel des taktischen Fouls greifend - alles hatten die Gäste zu bieten. Derart schlicht behielt der FSV, sich seiner Stärken ganz und gar bewusst, durchgehend die Kontrolle über den eines Spitzenspiels nun würdigen, intensiven Kampf. "Wir hätten noch stundenlang spielen können, ohne einen Treffer zu erzielen", meinte ein enttäuschter Stratos. Tatsächlich gab es bei allem Elan (Weidlich) gegen die ihren Defensivverbund gekonnt verschiebenden Gäste keine wirkliche Tor- chance für seine Elf. N`Diaye (46.) war da in der stärksten Phase des BFC noch am dichtesten dran. In die fiel dann schon die Entscheidung. Nach eigener (!) Ecke sorgten eine technische Unpässlichkeit (Pröger) und ein zögerliches Eingreifen (Güntner, Zurawsky) durch den allein auf Hendl zusteuernden (star- ken) Öztürk für das 2:0. Letztlich leitete der indisponierte Zurawsky (setzte einen 20-Meter-Freistoß in den Nachthimmel (73.) mit einem Katastrophen-Zu- spiel auf Rehbein den Schlusspunkt ein. Nietfeld durfte unbedrängt aus zentraler Position vollstrecken. "Im Abschluss waren wir gnadenlos effektiv", hielt Ziegner fest. Keiner mochte ihm widersprechen.
klingeltöne
FUWOSPIELBERICHTE VOM BFC DYNAMO DER SAISON 2015/16
RASENBALLSPORTCLUB LEIPZIG II gegen BFC DYNAMO 1:2 am 22.11.15:

STRATOS WECHSELT DEN SIEG EIN! Nachrücker Muhovic und Pröger sorgen für den Sieg in Markranstädt. Die Leipziger wussten, was für ein schwieriger Gegner mit dem BFC Dynamo in Markranstädt anreist. Dementsprechend waren die Aufstellungen aus der ersten Mannschaft zahlreich. Bruno, der vor reichlich einem Jahr für 5 Millionen Euro von Anderlecht in das Red Bull-Imperium wechselte, war dabei der Prominenteste. Daneben kamen mit Bellot, Sebastian, Kalmar, Gipson und Quaschner weitere Spieler mit Zweitligaerfahrung zum Einsatz. Auf solche "Reserven" kann Thomas Stratos nicht zurück- greifen. Trotzdem wechselte auch Stratos dreimal gegenüber dem verlorenen BAK-Spiel. Göwecke verteidigte links, Steinhauer kam im defensiven Mit- telfeld zum Einsatz und Yildirim positionierte sich auf Linksaußen. Im zunächst verteilten Geschehen sorgten ein Freistoß von Bruno und eine Direktab- nahme des starken Srbeny für die ersten Gefahrenmomente. Die Leipziger Führung fiel nach einem von Hendl noch gut abgewehrten Quaschner-Schuss, den Kalmar im Nachsetzten eindrücken konnte. Den Führungsausbau verpasste Mauer, als er nach schönem Konter aus 16 Metern knapp verzog. Auch nach Wiederanpfiff deutete recht wenig auf eine Wende hin. Doch dann bewies Thomas Stratos (nicht zum ersten Mal) sein glückliches Händchen, wechs- elte mit Muhovic und Pröger die zur Wende herhaltenden Akteure ein. Nach Weidlich-Vorarbeit (schon seiner achten) gelang Muhovic mit Saisontreffer sieben der Ausgleich. Pröger umdribbelte nach seiner ersten Ballberührung mehrere Gegenspiel, traf zur Entscheidung. Angefeuert von ihren ca. 1300 mitgereisten Anhängern überstanden die Berliner dann auch die Schlussphase. Die brachte zwar einige RB-Möglichkeiten. Doch entweder offenbarten die Jungbullen Unvermögen, oder der gute Hendl parierte prächtig. Dynamo bleibt dem Spitzenquartett auf der Pelle, empfängt nun am Freitag Neugersdorf.
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VfB GERMANIA HALBERSTADT gegen BFC DYNAMO 2:6 am 31.07.15:

N`DIAYE VIERFACHER TORSCHÜTZE! Dynamo bestraft Germanias Abwehrfehler eiskalt. Diesen Auftakt vor den eigenen Fans ist ordentlich nach hinten los- gegangen. Mit 2:6 kassierte Germania Halberstadt eine kräftige Klatsche gegen den BFC Dynamo. Gerade einmal 44 Sekunden waren vergangen, als der BFC das erste Mal zuschlug, und wie: Perfekt, was die Gäste da über drei, vier Stationen demonstrierten. Fünfmal hatte der Minutenzeiger eine volle Um- drehung hinter sich, da musste VfB-Keeper Pascal Nagel das zweite Mal hinter sich greifen. Zwei Torschüsse, zwei Treffer - mehr ging nicht aus Sicht der Hauptstädter. Als Halberstadts neuer Kapitän Telmo Teixeira vom Strafstoßpunkt erfolgreich war, schien der Anschluss getätigt zu sein. Der Eindruck täuschte, denn auch danach war die Germania in der Defensive völlig durcheinander. Fehlendes Zweikampfverhalten war auch ursächlich beim dritten Gegentreffer, als Djibril N´Diaye einen zweiten Ball versenkte. Nach Wiederanpfiff sorgte erneut Teixeira für einen Funken Hoffnung, sein Freistoß krachte direkt unter die Querlatte. Die Gäste zeigten sich zum Ende der Begegnung jedoch eiskalt und bestraften die eklatanten Fehler der VfB-Defensive. Als "Mister Gnadenlos" entpuppte sich dabei "Dieter" N´Diaye, der im zweiten Durchgang dreimal zuschlug und damit einen lupenreinen Hattrick produzierte. VfB-Trainer Henri Fuchs war erkennbar angesäuert: "Wir haben uns viel zu naiv verhalten, die Niederlage geht in dieser Höhe in Ordnung." Gästetrainer Thomas Stratos zeigte sich trotz des halben Dutzend nur bedingt zufrieden: "Wir haben ein sehr intensives Spiel unsererseits gesehen, das wollten wir auch - früh Chancen erspielen. Das erste Tor war gut herausgespielt, das sah gut aus, aber bis zur Halbzeithätten wir schon deutlich höher führen kön- nen. Wir waren nicht konsequent genug, hätten nachlegen müssen, denn Chancen waren ja da." Den vierfachen Torschützen N´Diaye wollte er nicht un- erwähnt lassen: "Ich bin froh, dass "Dieter" noch drei Tore erzielt hat, so haben wir zwar spät getroffen, aber den Sieg nehmen wir mit nach Hause."
Fußball-Woche
FC SCHÖNBERG 95 gegen BFC DYNAMO 2:3 am 23.08.15:

KURZAUFTRITT VON HAASTRUP! In Unterzahl kommt der BFC zum glücklichen Sieg. Riesenjubel beim BFC Dynamo - Niedergeschlagenheit beim FC Schön- berg. In der vierten Minute der Nachspielzeit erzielten die Berliner vor 1128 Zuschauern im Palmberg-Stadion den 3:2-Siegtreffer und bescherte Aufstei- ger Schönberg damit die erste Saisonniederlage. "Ich glaube, dass wir den BFC so schnell so schwach nicht wieder vor die Flinte bekommen werden", ärgerte sich Schönbergs Trainer Axel Rietentiet über den verschenkten Punkt. Dynamo-Coach Thomas Stratos sprach dem Aufsteiger trotz der Nieder- lage immerhin ein großes Lob aus, sagte aber auch: "Am Ende haben wir das Spiel gewonnen, weil wir mehr Luft hatten." Die Berliner hatten ja einen mäßigen Saisonstart mit nur drei Punkten aus drei Spielen. Das wollten die Gastgeber nutzen und agierten dementsprechend mutig. Nach einem Foul an Matern - auch für BFC-Coach Stratos ein berechtigter Strafstoß - verwandelte Schönbergs Neuzugang Gladrow nach fünf Minuten vom Elfmeterpunkt zur frühen Führung. Ein Fehler von Kapitän Müller, der nicht energisch genug klärte, brachte die Berliner dann ins Spiel zurück. Pröger nutzte den Patzer und glich mit einem sehenswerten Heber über FC-Torwart Hahnel aus. Als sich dann auch der Ex-Hansa-Profi einen Fauxpas leistete und eine harmlose Flanke von Steinhauer nicht festhalten konnte, reagierte Pröger am schnellsten. Seinen Pass verwertete N´Diaye mit seinem bereits fünften Saisontor zur doch überraschenden Führung. Nach der Pause dann ein starker Auftritt der Gastgeber. Vom BFC war fast nichts mehr zu sehen. Haufe belohnte das engagier- te Spiel mit dem Ausgleich. Danach boten sich K. Schulz und Schlatow weitere Möglichkeiten. Doch statt der Führung kassierte der Aufsteiger den Knock- out. Und das sogar in Überzahl. In der 86. Minute sah der zehn Minuten zuvor eingewechselte Haastrup nach einem Foul zuerst Gelb und anschließend wegen Meckerns Gelb-Rot. Trotzdem kamen die Berliner in den letzten Minuten immer wieder zu gefährlichen Standards. Einen davon nutzte Steinhauer zum umjubelten Erfolg.
BFC DYNAMO gegen FSV FRANKFURT 1899 0:2 am 07.08.15:

HOFFNUNG ZERSCHELLT AM PFOSTEN! Der BFC Dynamo hält gut mit, vergibt Elfer und bleibt erneut torlos. Thiago Rockenbach da Silva konnte es nicht fas- sen. Ganz langsam trottete Dynamos  Neuzugang auf das Tor zu und schaute in den Abendhimmel. Es lief die 63. Minute, als sich dem Brasilianer, die gro- ße Chance bot, das DFB-Pokalspiel gegen den FSV Frankfurt noch einmal spannend zu machen. Im Strafraum wurde Rockenbach von Torwart Weis gelegt. Der Gefoulte trat selbst an - und traf nur den linken Außenpfosten. So blieb es beim 0:2 und die Luft war raus beim Berliner Pokalsieger. "Dynamo hat den Elfmeter glücklicherweise nicht verwandelt, sonst hätten sie uns das Leben richtig zur Hölle gemacht", sagte FSV-Trainer Tomas Oral. Insgesamt war es ein verdienter Sieg für den Zweitligisten, der besonders in der ersten Halbzeit reifer wirkte. Die Hausherren agierten nervös und wurden schon früh eis- kalt bestraft. Ein plumpes Foul von Zurawsky im Strafraum war die Pläne von Thomas Stratos schnell über den Haufen. "Wir hatten uns viel vorgenom- men, der frühe Elfmeter hat uns richtig wehgetan", resümierte der BFC-Trainer. Auch danach eröffneten die Berliner den Gästen durch Fehler im Spielauf- bau hochkarätige Chancen und nur dem sensationell reagierenden Torwart Hendl war es zu verdanken, das Kapllani (15., 34.) und Dedic (22.) nicht schon früh das 2:0 erzielten. Nach einer halben Stunde kam Dynamo zwar besser ins Spiel, mehr als zwei Halbchancen waren aber nicht zu verzeichnen. Kurz vor der Pause kassierten die Berliner dann das zweite Gegentor nach einer Standardsituation. Dabei war es ausgerechnet Torwart Hendl, der bei einer Frei- stoßvariante des FSV patzte. In der Halbzeitpause stellte Stratos auf 4-1-4-1 und läutete die beste Phase des BFC ein. Besonders Joker Pröger sorgte mit seinen schnellen Antritten für Gefahr. In Strafraumnähe fehlte aber immer wieder die nötige Entschlossenheit. Aussichtsreiche Chancen werden durch zu langes Zögern und Quergeschiebe vergeben. Am Ende reichte es für Dynamo trotz ordentlicher Leistung wieder nicht zum ersten Torerfolg im DFB Pokal. "Nächstes Jahr versuchen wir es erneut", blickte Stratos kurz nach dem Spiel schon wieder nach vorne. Während sich die Mannschaft gut präsen- tierte, konnten es einige "Fans" wieder einmal nicht lassen. Beim Gang in die Kabine musste das Schiedsrichtergespann von einem Dutzend Polizisten in schwerer Montur eskortiert werden. Von Haupt- und Ehrentribüne flogen volle Bierbecher und es gab wüste Beschimpfungen. Einige Idioten werden es wohl nie lernen.
BFC DYNAMO gegen FC CARL ZEISS JENA 1:2 15.08.15:

GÜNTNERS FATALER AUSRUTSCHER! Der BFC Dynamo kann zu Hause nicht gewinnen. Drei Heimspiele, drei Niederlagen - und jeweils mit einem ähnelnden Spielverlauf. Denn wie schon gegen Zwickau und im DFB-Pokal gegen den FSV Frankfurt musste der BFC nun auch gegen die Pokal-Helden aus Jena einen frühen Rückstand hinnehmen. Und wieder absolut vermeidbar. Denn ganz easy durfte sich da Starke gegen einen zögerlichen Haastrup am Strafraumeck drehen. Völlig unbedrängt  konnte der von Güntner "vergessene" Eckhardt dessen butterweiche Flanke aus Nahdistanz einköpfen. Dynamo zeigte sich aber keineswegs geschockt und übernahm schnell die Initiative. "Wir haben dann auch ganz ordentlich kombiniert", stellte Trainer Thomas Stratos richtig fest. Allein nach einem Rockenbach-Freistoß musste Koczor mit einem Wahnsinns-Reflex einen Brendel-Kopfstoß aus dem unteren Eck kratzen (10.). Und Jena? Man stand tief und lauerte auf seine Möglichkeiten. Die dann auch kamen. Zweimal lief Jovanovic (nach Aussetzern von Haastrup und Putze) allein auf Hendl zu. Zunächst hob Starke seinen Querpass über das leere Tore hinweg (31.). Dann schoss er lieber selbst, um am guten Hendl zu verzweifeln (35.). "Da müssen wir uns abgezockter zeigen", sagte Trainer Volkan Uluc. Eher unerwartet fiel deshalb kurz vor der Pause der Ausgleich. Güntner traf aus zwölf Metern ins kurze Eck. Stratos brachte für Göwecke (angeschlagen) den offensiven Pröger, zog Preiß ("Ich wollte das Spiel unbedingt gewin- nen") in die Abwehr zurück. Und Pröger erwies sich wie bereits im Pokal gegen Frankfurt als der erhoffte "Schnellstarter". Zwei beherzten Dribblings fol- gten zwei gefährliche Abschlüsse. Erst parierte Koczor (54.). Dann zischte sein Flachschuss knapp am Tor vorbei (56.). Das Spiel war nun offener. Allein: Klare Möglichkeiten blieben Mangelware. Jenans Gerlach prüfte Hendl (69.). Dynamo Weidlich köpft drüber weg (81.). Und so entsprang auch die spielent- scheidende Gäste-Führung allein einer Zufälligkeit. Der ausrutschende Güntner verpasste einen Pröger-Querpass, Eckhardt bediente Wienzik, der aus zwölf Metern in den linken Torwinkel traf. Weit in der Nachspielzeit hielt Koczor dann mit einer "Monsterparade" (Uluc) gegen Brendel. den Sieg fest.
VfB AUERBACH 1906 gegen BFC DYNAMO 4:1 am 27.08.15:

Kein Fuwobericht
BFC DYNAMO gegen FC VIKTORIA 1889 BERLIN LICHTERFELDE-TEMPELHOF 3:0 am 30.08.15:

MERZ VERHINDERT EIN DEBAKEL! BFC Dynamo spielt sich gegen eine schwache Viktoria aus der Krise. Wer nach den Wochentagsresultaten an ein offenes Spiel gedacht hatte, der wurde schwer enttäuscht. Bereits nach 17 Sekunden lief der erstmals als Sturmspitze beginnende Pröger allein Richtung Merz, der bravourös parierte. Ein Prozedere, das sich in dieser vollkommen einseitig gestaltenden Bewegung noch häufiger wiederholen sollte. Um es kurz und knackig auf den Punkt zu bringen: Diese Viktoria kam einem vielleicht an der eigenen Stärke zweifelnden BFC Dynamo gerade recht. In wirklich allen Belangen (Spielfreude, Zweikampfführung, Schnelligkeit, Aggressivität) turmhoch überlegen, versäumte es der Gastgeber, noch deutlich mehr für seine Tordifferenz zu tun. Das Aluminium, mehrfach auf der Linie angeschossene Abwehrspieler und ein um guten halben Dutzend glänzend parierender Merz verhinderten ein für die Südberliner mögliches Debakel. Dynamo-Trainer Thomas Stratos meinte denn auch nachvollziehbar: "Heute ist unsere schlechte Chancenverwertung einmal nicht bestraft worden. Dennoch war mir erst nach unserem zweiten Treffer richtig wohl." Wobei sich die Frage nach einem möglichen Treffer Viktorias eigentlich nicht stellte. Allein der zu schwach abschließende Jelitto hätte Ergirdis Zuspiel vielleicht egalisierten können (49.) Und erst in Minute 89 durfte der sonst beschäftigungslosen Hendl einen Böttcher-Versuch parieren. Stratos hatte nach der Auerbach-Schlappe umgestellt - auch im System. Die defensive Viererkette agierte altdeutsch konservativ. Die Außenverteidiger (nebst Sechser Schünemann) schalteten sich kaum in das Offensivspiel ein. Dennoch wurde vorn mächtiger Wirbel entfacht. Die Außen Weidlich und Yildirim (später Pröger) waren in ihrem Taten- und Sturm- drang nie zu bremsen, verschlissen insgesamt vier Außenverteidiger (nach Hentschel und Zingu versuchten sich Hofmann und Borowski). Vorn war Sprinter Pröger ein steter Unruheherd. Dazu stießen Muhovic und Putze häufig ins Zentrum vor. Der zur Führung herhaltende Strafstoß war berechtigt. Später entschied der erneut nur eingewechselte Rockenbach mit zwei Treffern das Spiel. Geht es nun aufwärts?
BFC DYNAMO gegen ADLERSHOFER BC 08 7:0 am 05.09.15:

Landesligist ABC hielt 52 Minuten hinten die Null, dann brach Zlatko Muhovic den Bann und brachte den Titelverteidiger auf Kurs. Dynamo war von Beginn an klar überlegen, scheiterte aber im ersten Durchgang immer wieder am gut aufgelegten Gäste-Keeper Nawrocki, an der Latte (28., Muhovic) oder an der eigenen Abschlussschwäche. Eine deutliche Pausenansprache von BFC-Coach Thomas Stratos zeigte Wirkung: Die Gastgeber boten nach dem Wechsel eine klare Leistungssteigerung und nutzten nun endlich auch ihre Chancen.
ZIPSENDORFER FC MEUSELWITZ gegen BFC DYNAMO 1:2 am 11.09.15:

DER KRACHER VON SCHÜNEMANN! Dynamo macht in Meuselwitz einen Rückstand wett. Der BFC Dynamo hat seinen dritten Saisonsieg eingefahren. Dabei startete Gastgeber Meuselwitz verheißungsvoll: Nach einer kurzen Abtastphase kam die durch Heiko Weber trainierte ZFC-Truppe am Freitagabend unter Flutlicht besser ins Spiel: Und zur Führung: In der 15. Minute trat Sebastian Albert eine Ecke, die direkt zum lauernden Kapitän Frank Müller kam. Und der fackelte nicht lange und zog aus mehr als 20 Metern ab - 1:0. Jubel unter den Meuselwitzer Anhängern, die 150 Dynamo-Fans hingegen waren erst einmal bedient. Die BFC-Spieler indes zeigten sich keineswegs geschockt. Die Hauptstädter kamen immer gefährlicher vor das Meuselwitzer Tor. Die Standard führte schließlich zum Ausgleich: In der 27. Minute landete ein Eckball direkt bei Kevin-Okyere Weidlich, der per Kopf einnetzte. Nur zehn Minuten später hatten die Berliner das Spiel sogar gedreht: Wieder war es eine Ecke für den BFC, die eigentlich schon geklärt schien. Doch Sascha Schünemann zog aus rund 30 Metern ab und überwand Teichmann im ZFC-Tor. Im zweiten Durchgang machten die Meuselwitzer mehr Druck und drängten auf den Ausgleich. Die Gäste hingegen blieben mit Kontern gefährlich. Auf der Gegenseite zogen die ab der 76. Minute durch eine Gelb-Rote Karte für Kamm Al-Azzawe ge- schwächte Meuselwitzer aber nochmals an und berannten das Berliner Tor. Doch alle Vorstöße wurden abgeblockt oder verpufften vor dem BFC-Straf- raum. "Wir sind froh, dieses Spiel gewonnen zu haben. Denn uns war klar, dass die Meuselwitzer eine zweikampfstarke Truppe sind, die es uns schwer macht. Insgesamt allerdings haben wir verdient gewonnen", sagte BFC-Sportdirektor Angelo Vier, der den wegen eines kurzfristigen privaten Termins sofort abgereisten BFC-Trainer Thomas Stratos auf der Pressekonferenz vertrat. ZFC-Trainer Heiko Weber hingegen bemängelte die Abwehrschwäche bei gegnerischen Standards: "Solche Fehler werden in der Regionalliga sofort mit Gegentoren bestraft. Diese Niederlage ist sicher ärgerlich, aber sie wird uns nicht umhauen."
BFC DYNAMO gegen FSV BUDISSA BAUTZEN 1:0 am 19.09.15:

FRAGWÜRDIGER ELFER ENTSCHEIDET! Bautzen hadert beim 0:1 mit der Schiedsrichterin. Mit dem hart erarbeiteten 1:0-Sieg gegen Budissa Bautzen gelang dem BFC Dynamo der dritte Punktspielsieg in Serie. Spielerisch war die Partie kein Leckerbissen und alles andere als ein Selbstläufer für Dynamo. Die äußerst defensiv auftretenden Gäste setzten auf Verhinderungsfußball. So war Gastgeber BFC gefordert die Budissa-Abwehr irgendwie auszuhebeln. Schon in der 2. Minute war der Weg vorgezeichnet. Über Außen zog der kurzfristig fit gewordene Weidlich zur Grundlinie und legte flach in den Fünfme- terraum, wo Pröger heranrutschte, aber aus vier Metern, von Kolan bedrängt, übers Tor schoss. Fortan wusste Budissa Linksverteidiger Krahl die Vor- stöße Weidlichs zu verhindern. So wurde Dynamo vor allem dann gefährlich wenn Muhovic das Heft in die Hand nahm. Der Bosnier scheiterte am guten Gästekeeper J. Jakubov (26.), ein guter Weidlich-Versuch wurde von Pfanne (31.) gestoppt. Und nach einem Muhovic-Pass spitzelte Pröger den Ball nur knapp vorbei (35.), ehe Pröger (40.) und Zurawsky scheiterten (45.). Die Gäste setzten immerhin zwei Lebenszeichen. Hänsch (22.9 verzog und A. Jakubov traf die Latte (42.), nur war die Partie da bereits unterbrochen. So ging es für die Gäste schmeichelhaft mit einem 0:0 in die Pause. Nach dem Seitenwech- sel geriet Schiedsrichterin Sandra Stolz in den Fokus. Die Spielleiterin bewertete zwei strittige Szenen jeweils zugunsten des BFC. Als Güntner im Straf- raumgetümmel A. Jakubov umriss, blieb der der durchaus angebrachte Elfmeterpfiff aus (48.). Auf der Gegenseite fiel sie auf einen fast schon lachhaften Faller von Yildirim herein (56.) und gab tatsächlich Elfmeter. Bautzens Klippel klagte: "Ich mache da überhaupt nichts. Das war kein Elfmeter." Nach dem Spiel suchte Klippel die Schiri-Kabine auf und bat um Erklärung. Dynamos Putze war´s egal, ganz sicher erzielte der BFC-Abräumer vom Elfmeterpunkt das Tor des Tages. In der Folge passierte nicht viel, Dynamo verschluderte einige Konter und die Gäste blieben weitgehend harmlos. Einzig Rosendo prüfte BFC-Keeper Hendl einmal ernsthaft (67.).
FSV OPTIK RATHENOW gegen BFC DYNAMO 1:5 am 27.09.15:

DEN KANTERSIEG EINGEWECHSELT! Muhovic schießt zu mutige Optiker so richtig ab. "Fünf Tore ist ein bisschen viel." Dies meinte nicht etwa Optik-Trainer Ingo Kahlisch, sondern sein Kollege Thomas Stratos. Tatsächlich deutete bis 15 Minuten vor Schluss nichts auf ein derartiges Ergebnis hin. Optik spielte gut, Dynamo noch einen Tick besser. So ließ sich das über weite Phasen flott daherkommende Geschehen trefflich beschreiben. Ehrlich: Bei der Vier- schanzentournee wäre der FSV wohl über die Lucky-Loser-Regel weitergekommen. Ohne Abtasten suchten beide von Beginn an den Weg zum gegner- ischen Tor. Bei den Hauptstädtern sah das etwas strukturierter aus, Rathenow wirkte manchmal zu ungestüm. Anfangs lief bei den Gästen fast alles über rechts, vor allem Pröger wirbelte ein ums andere Mal die Abwehr durcheinander. Auch Yildirim deutete seine Gefährlichkeit an, drang aber nicht ent- scheidend durch. Auf der Gegenseite sorgten zwei umstrittene Strafraumszenen für Aufregung. Bei der Attacke von Haastrup gegen Ismaili lag ein Elf- meter durchaus im Bereich des Möglichen; als Wilcke das Leder volley dem kaum zwei Meter entfernt stehenden Weidlich an den Arm ballerte, war die Entscheidung, weiterspielen zu lassen, richtig. Eben jener Weidlich schwang sich in der Folge zum besten Akteur auf dem Feld auf. Die größte Möglichkeit resultierte freilich aus einem Fast-Eigentor der Optiker (30.). Auch beim 0:1 benötigte der BFC Unterstützung. Yildirims Freistoß wurde unhaltbar abge- fälscht. Zu Beginn der zweiten Halbzeit schienen die Berliner alte Fehler zu wiederholen. Allerbeste Gelegenheiten wurden da teils kläglich vergeben (Pröger, Rockenbach). Dann aber wurde Rathenow immer mutiger. Phantastisch, wie Hendl Murat Turhans Kopfball um den Pfosten drehte (60.) Doch schnell mutierte Angriffsmut zu Übermut. "Heute wurden uns unsere Grenzen aufgezeigt. Wir haben völlig die vorgegebene Ordnung verloren", sagte Kahlisch. Entscheidend: Der zuletzt in der Dynamo-Startelf stehende Muhovic beantwortete seine einstündige Verbannung auf die Bank mit positiver Wut. Seine Abschlüsse gegen eine kaum noch existente FSV-Defensive waren einer schöner als der andere. Printemps beherztes Nachsetzen zum 1:3 war so noch nicht einmal Ergebniskosmetik. Am Ende blieb Kahlisch nur eins: "Zum Schluss wurden wir verdient abgeschossen. Ehrlich, an fünf Dingern hab auch ich zu kauen."
BFC DYNAMO gegen FSV 63 LUCKENWALDE 4:1 am 02.10.15:

WECKRUF DURCH HENDL-PATZER! Mit dem Dreier gegen Luckenwalde baut der BFC seine Siegesserie aus. Die Siegesserie des BFC Dynamo setzt sich munter fort. Durch das letztendlich überzeugende 4:1 (2:1) gegen den Gast aus Luckenwalde bauten die Schützlinge von Trainer Thomas Stratos ihre Serie nun fünf Dreier am Stück aus. Aufsteiger Luckenwalde hingegen hielt nur eine Stunde gut dagegen und kassierte beim fünften Auswärtsanlauf trotz Führung die fünfte Niederlage. Hausherr BFC begann wie schon so oft mit einem Riesen, der aber mal wieder vergeben wurde. Pröger wieder als "falscher Neuner" unterwegs - scheiterte nach 50 Sekunden an FSV-Keeper Roggentin. Danach zeigte sich Aufsteiger Luckenwalde defensiv mit zwei Viererketten für Dynamos zeitweise behäbiges Aufbauspiel wenig anfällig. Zumal durch Doppeln auf den Außenpositionen die BFC-Flügelzange mit Weid- lich und Yildirim noch nicht zur vollen Wirkung kam. So lag Dynamo nach einem Aussetzer von Keeper Hendl plötzlich wie aus dem Nichts hinten. Ein eher harmloser Brendel-Rückpass versprang dem Keeper und FSV-Stürmer Diouf spritze in Torjägermanier zum 0:1 dazwischen. Aber es war fast wie ein Weckruf. Die Stratos-Elf blieb bei ihrem Programm und schaffte nach Weidlich-Flanke durch Rockenbach schnell das 1:1. Noch vor dem Wechsel drehte Favorit Dynamo die Partie, als der quirlige Yildirim freistehend zum 2:1 traf. Ein Klassepass von Rockenbach hatte zentral die Gästeabwehr ausgehebelt. Für Luckenwalde prüfte Blazynski (Freistoß, 44.) den nun sicheren Hendl. Mit neuem Elan kam der Aufsteiger aus der Kabine. Stober (47., Außennetz) und Repetylo (49.) aus 16 Metern sorgten für Gefahr vor dem BFC-Gehäuse. Auf der Gegenseite verpassten Rockenbach (51.) nach Weidlich-Flanke per Kopf die frühe Vorentscheidung. Deshalb blieb es eng. Den größten Riesen für die Gäste hatte erneut der spielstarke Diouf (60.), der erst Haastrup und Brendel narrte, aber aus 14 Metern frei vor Hendl scheiterte. Auch Blazynski kam Dynamos Kasten nochmal sehr nahe. Allerdings schwanden nun den FSV-Ak- teuren die Kräfte und ihr nach der Pause deutlich riskanteres Verteidigen wurde nach mustergültigem Muhovic-Pass durch den nun unaufhaltsamen Weidlich zum 3:1 bestraft. Das war dann schon die Entscheidung für den BFC. Fast eine Kopie des 2:1 lieferte dann Schünemann, der zentral eine Lücke fand, die der gestartete Putze zum 4:1 nutzte. Nun hatte der BFC richtig Spaß. Aber Muhovic (76., 83.) und Güntner (90.) nach erneutem Weidlich-Vorstoß, vergaben weitere gute Möglichkeiten. So durften die Luckenwalder froh sein, dass es beim 4:1 blieb.
BFC DYNAMO gegen FSV HANSA 07 BERLIN 5:0 am 10.10.15:

REGIONALLIGIST SIEGT ZU NULL! BFC-Coach Thomas Stratos rotierte ordentlich durch und veränderte die Startaufstellung im Vergleich zum 4:1-Sieg gegen Luckenwalde in der Vorwoche auf acht Positionen. Trotz der vielen Wechsel dominierte Dynamo den Bezirksligisten über die vollen 90 Minuten. Kapitän Björn Brunnemann gab nach einer Verletzung sein Comeback, fügte sich direkt wieder gut ein und traf prompt zum 1:0. Weiterhin feierte Sommerneuzu- gang Dennis Srbeny, der sich in der Vorbereitung den Mittelfuß gebrochen hatte, sein Pflichtspieldebüt. Der Treffer zum 5:0 rundete seinen gelungenen Einstand ab.
FSV WACKER 90 NORDHAUSEN gegen BFC DYNAMO 1:0 am 16.10.15:

RISCHKERS FREISTOSS INS GLÜCK! Dynamo verliert spannendes Spitzenspiel knapp. "Wir haben heute ein spannendes Spiel gesehen. Ab der ersten Minu- te, war es für mich klar, dass es ein 0:0 oder ein ganz knappes Ergebnis geben wird", sagte Thomas Stratos, Trainer des BFC Dynamo, nach der knappen Niederlage im Spitzenspiel beim FSV Wacker Nordhausen, der damit zunächst einmal die Tabellenführung übernahm. Dabei habe Stratos die ganze Zeit gehofft, "dass es für uns ausgeht, aber so ist es eben nicht passiert". In der Tat. Freud und Leid liegen im Fußball oft eng beieinander, so auch am Frei- tagabend. Nach einer abwechslungsreichen ersten Halbzeit, in der die Hausherren zunächst gefährlicher agieren und durch Benjamin Förster (4., 5.) sowie Tino Semmer (8., 12.) gute Möglichkeiten in der Anfangsphase hatten, traute sich der BFC mit zunehmender Spieldauer mehr zu und übernahm Mitte der ersten Halbzeit sogar das Kommando. Kai Pröger (25., 33.) hatte aber nicht das Glück des Tüchtigen. Sein erster Schuss verfehlte knapp das Tor, beim Zweiten war Wacker-Akteur Kevin Schulze zur Stelle, der den Ball im letzten Moment von der Linie schlug. Kurz vor der Pause fasste sich dann Wacker Spieler Lasse Schlüter (41.) ein Herz und stiefelte von der Mittellinie auf das Berliner Tor zu. In dieser Situation sah die Hintermannschaft der Gäste alles andere als gut aus. Aber Stürmer Rafael Makangu vergab, nach Zuspiel von Schlüter die Gelegenheit kläglich, Wacker in Führung zu bringen. Nach dem Seitenwechsel verflachte die Partie zunächst. Nur jeweils ein Freistoß auf jeder Seite sorgte für ein bisschen Gefahr. Vielmehr wurde das Spiel durch vie- le Fouls auf beiden Seiten geprägt. Erst in der Schlussphase nahm die Begegnung wieder richtig Fahrt auf. Der nicht immer glücklich agierende Schieds- richter Martin Bärmann leitete mit seiner Gelb-Roten Karte für BFC-Kapitän Andreas Güntner die beste Phase der Einheimischen ein. Christoph Rischker war es dann, der zehn Minuten vor Schluss mit einem unhaltbaren Freistoß an den Innenpfosten die Entscheidung zu Gunsten von Wacker Nordhausen herbeiführte. Wenig später sah der Nordhäuser Tino Semmer die Ampelkarte. Das wiederrum war das Startsignal für die Berliner Schlussoffensive, die allerdings nicht belohnt wurde.
BFC DYNAMO gegen TSG NEUSTRELITZ 3:1 am 23.10.15:

MUHOVIC MACHT ALLES KLAR! Der BFC Dynamo hält Anschluss nach oben. Mit dem 3:1-Heimsieg gegen Neustrelitz schaffte der BFC Dynamo den achten Saisonsieg und kehrte in die Erfolgsspur zurück. Entscheidend war die größere Effektivität der "Weinroten" und die deutlich besser bestückte Dynamo Ersatzbank. Im ersten Durchgang hatte BFC-Angreifer Srbeny bei seinem Startelfdebüt nach überstandenem Mittelfußbruch gleich die erste klare Gele- genheit zur Führung für Dynamo genutzt. Die Vorlage von Preiß hämmerte der Neuzugang unhaltbar links ins Netz. Die Führung kam nicht überraschend, da die TSG etwas zu abwartend in dieses Treffen startete. Danach hätte Rockenbach (20.) beinahe TSG-Keeper Braunsdorf überrascht. Erst jetzt kam Neustrelitz langsam auf Betriebstemperatur und war mit guter taktischer Ausrichtung dem BFC ebenbürtig. Bei der feinen Freistoßvariante von Trkulja auf Adamyan (12.) war Dynamo-Keeper Hendl auf dem Pfosten. Der BFC vergab eine weitere Möglichkeit, als Weidlich eine Putze-Hereingabe (41.) nicht erreichte. Nach der Pause wurde die Angelegenheit deutlich lebendiger. Das lag vor allem daran, dass die TSG nun deutlich Risiko ging. So boten sich Dynamo einige Räume zum Kontern. Als Srbeny steil ging, klärte Müller im letzten Moment (48.). Für den ausgepowerten Srbeny ("Ich bin schmerzfrei und hole mir jetzt nach und nach die Fitness") kam bei Dynamo der wuseliger Pröger. Neustrelitz indes schaffte durch einen sehenswerten Pütt-Schuss das 1:1. Die Partie war nun wirklich offen, die offensiv ausgerichteten Gäste waren voll da. Den Faller von Albrecht (62.) gegen Haastrup wertete Schiri Klemm zu Recht als nicht elfmeterreif. Fünf Minuten später spielte der soeben erst Eingewechselte BFC-Joker  Muhovic die perfekte Vorlage auf Pröger, der die Kugel zum 2:1 direkt in den linken Winkel donnerte. Die riskante Spielweise der TSG-Abwehr war damit bestraft worden. Aber die Neustrelitzer gaben nicht auf, bei dem Freistoßgeschoss von Pütt (71.) musste Hendl all sein Können aufbieten, um den erneuten Ausgleich abzuwenden. Der direkt folgende Gegenzug sollte dann die Entscheidung bringen. Rockenbach legte für den ebenfalls eingewechselten Steinhauer auf, dessen Flanke der TSG-Keeper komplett unterschätzte. Muhovic bedankte sich dahinter per Kopfball zum 3:1.
HERTHA BSC BERLIN II gegen BFC DYNAMO 3:4 am 01.11.15:

BRENDEL PATZT - BRENDEL TRIFFT! Dynamo entscheidet Spektakel in der Nachspielzeit. Was für eine Dramatik. Was für ein Spektakel. Tempo, Dynamik, ein ganz frühes und ein ganz, ganz spätes Tor. Dazu Chancen in Hülle und Fülle, die auch ein 8:8 gerechtfertigt hätten. Die Zuschauer kamen in jedem Fall auf ihre Kosten. Die Trainer - zumeist Freunde eines von Unpässlichkeiten freien Spiels - wohl eher nicht. "Zu viele Fehler", hatten Ante Covic wie auch Tho- mas Stratos unabhängig vom Ausgang gleichermaßen ausgemacht. Dennoch schob Covic, noch gezeichnet vom Geschehen, nach: Es war aber dennoch eine tolle Werbung für den Fußball Marke Liga vier." Seine Jungspunde starteten wie die Feuerwehr. Der gute Mirbach nutzte bereits nach 25 Sekunden ein Missverständnis zwischen Brunnemann und Brendel und tunnelte Hendl zur Führung. In den nächsten Minuten fühlte man sich an Dynamos 2:5-Unter- gang vom Jahresbeginn erinnert. Bei Chancen für Mirbach, Kauter, zweimal Eisele und einem von Hendl bravourös parierten Rausch-Volley lag ein deut- licherer Rückstand in der Luft. Stratos schickte seine Reservisten zum Aufwärmen, der BFC-Anhang skandierte lautstark "Aufwachen". Klappte gut. Vor allem Weidlich sorgte nun für Musik. Zum Ausgleich traf aber Preiß, dessen 25-Meter-Schuss über Gersbeck hinweg unter der Latte einschlug. Mit Wie- deranpfiff agierte der Favorit deutlich stärker. Fuchs rettete auf der Linie. Srbeny schoss über das Tor. Auf Weidlich-Vorarbeit besorgte Schünemann schließlich die Führung. Die Entscheidung schien bereits gefallen, als wieder Weidlich davonzog und Pröger uneigennützig den vollstreckenden Rocken- bach bediente. Preiß, Schünemann, Rockenbach, drei ehemaliger Herthaner hatten für den BFC getroffen. Doch Hertha gab nicht auf und wurde dank des groß auftrumpfenden Mlynikowski belohnt. Der ließ Zurawsky ein ums andere Mal stehen. Sein abgefälschter Freistoß bedeutete den Anschluss, sein Pfostenabpraller drückte Henning acht Minuten später ein. Doch der Wahnsinn war noch nicht zu Ende. Rockenbach brachte die letzte Ecke in den Fünfmeterraum - und Brendel köpfte den Ball ohne Begleitschutz ein.
BFC DYNAMO gegen BERLINER ATHLETIK KLUB 07 1:3 am 06.11.15:

KALT WIE HUNDESCHNAUZE! An Effizienz kaum zu überbietender Berliner AK gewinnt das Derby. Nicht immer gewinnt das bessere Team. Das war auch am Freitagabend so, was beim strahlenden Sieger auch niemand ernsthaft bestreiten wollte. BAK-Trainer Steffen Baumgart gab zu: "Vor der Pause haben wir schon Glück gehabt." Kollege Thomas Stratos sagte zur eigenen Darbietung: "Mehr und besser geht nicht." Der BFC Dynamo hatte vor großer Kulisse vom Anpfiff weg wahnsinnig viel in dieses als würdiges Spitzentreffen zu sehende Spiel investiert. Die Dominanz in den ersten dreißig Minuten schien die Athleten erdrücken zu müssen. Tempo, Zweikampfstärke, Flügelspiel, flüssige Kombinationen - das alle zeichnete die wild entschlossen wirkenden Dy- namos dabei aus. Manko: Die wirklich klare, hundertprozentige Möglichkeit gab es gegen die gewohnt starke BAK-Defensive (überragend: Kahlert) nicht. Srbeny (3., vom klug den Winkel verkürzenden Flauder nach außen gedrängt) und Rockenbach (18.), dessen schwierige Direktabnahme aus 10 Metern ge- nau auf Flauder flog, waren noch am ehesten dran. Dazu schien ein Preiß-Versuch vom einfliegenden Lichte mit dem Arm geblockt (30.). "Da hätte man durchaus Strafstoß geben können", gab der Routinier später ehrlich zu. Zu nur halbwegs entlastenden Aktionen war der Berliner AK bis dahin nicht ge- kommen. Schnelle, einfache Ballverluste ließen dies nicht zu. So fiel die Führung denn auch aus völlig heiterem Himmel und dazu glücklich. Stephan zog aus gut 25 Metern ab. Haastrup gab dem im linken oberen Eck einschlagenden Ball den entscheidenden Effet. Mit Wiederanpfiff agierte der BAK dann aber deutlich mutiger, setzte vom guten, dazu überaus fleißigen Yelen geführt, manch verheißungsvollen Konter. Der von halbrechts allein auf Hendl zusteu- ernde Kapitän Benyamina schoss aber weit am Tor vorbei (55.). Ins Dynamo-Spiel zog derweil Hektik ein. Der unermüdlich antreibende Rockenbach schei- terte ebenso (57., 59., 72.) wie Brunnemann (52.). Ein permanent das Dribbling suchender Weidlich rieb sich in rassigen Duellen mit Corbin Ong auf. Die Ballstafetten der Gäste wurden dank der sich bietenden Räume nun immer sicherer. So überraschte der Führungsausbau nicht wirklich. Die Ausführung aber schon: Kelbel traf mit einem Sonntagsschuss aus rund 25 Metern in den rechten Torwinkel und machte danach brav fü den bereits auf seine Ein- wechslung wartenden Wunderlich Platz. Als dann Pröger genau auf Flauder (an alter Wirkungsstätte mit souveräner Leistung) kanonierte und Yazgan im Gegenzug mit seiner ersten Ballberührung eine geniale Benyamina-Vorbereitung zum dritten BAK-Treffer nutzte, war die Entscheidung endgültig gefal- len. Muhovic Treffer zum 1:3 nur noch Makulatur.
BFC DYNAMO gegen CFC HERTHA 06 BERLIN 3:1 am 15.11.15:

KEINE ÜBERRASCHUNGEN! Hertha 06 tritt an und unterliegt Dynamo 1:3. Die Überraschungen blieben aus. Weder gab es eine sportliche noch eine in Form ei- ner Spielverweigerung seitens Hertha 06. "Lassen Sie sich überraschen", hatte Ergün Cakir, Vorsitzender von Hertha 06, vor der Partie noch angekündigt. Die Charlottenburger hatten ernsthaft erwägt, das Pokalspiel am Sonntag zu boykottieren, weil das Heimrecht getauscht wurde. Da nach Ansicht des Ber- liner Fußball-Verbandes die Partie aus Sicherheitsgründen nicht auf dem Kunstrasenplatz an der Brahestraße ausgetragen werden konnte, wurden sie ins Sportforum nach Hohenschönhausen verlegt. "Ich wollte wirklich nicht antreten", sagte Cakir nach dem Spiel, "doch die Mannschaft und die anderen Vorstandsmitglieder wollten unbedingt spielen." In der Oberliga hinkt Hertha 06 den eigenen Ansprüchen hinterher. Beim vermeintlich übermächtigen Regionalligisten BFC Dynamo zogen sich die Charlottenburger am Sonntag aber achtbar aus der Affäre. "Ich bin stolz auf meine Mannschaft", sagte CFC Trainer Murat Tik nach der 1:3-Niederlage seines Teams vor gerade mal 265 Zuschauern. "Dynamo ist eine Profimannschaft, die wir lange geärgert ha- ben." Gleichwohl gab Tik unumwunden zu, dass der BFC verdient gewonnen habe. Allerdings musste der DDr-Rekordmeister geduldig sein. Mit großer taktischer Disziplin zogen sich die Herthaner weit in die eigene Hälfte zurück. Aus der Viererabwehrkette der Gäste wurde bei gegnerischem Ballbesitz häufig eine Sechserkette, da sich die beiden Mittelfeldspieler auf den Außenpositionen mit zurückzogen. Dynamo hatte so nur wenig Raum und kam sel- ten zu Chancen. Dass die Seiten beim Stand von 0:0 gewechselt wurden, verwunderte angesichts einer ereignisarmen ersten Hälfte nicht. "In der Pause habe ich den Spielern gesagt, dass sie ruhig bleiben und auf ihre Chance warten sollen", sagte Dynamo-Coach Thomas Stratos. Bezeichnend war aber, dass das 1:0 aus einem Distanzschuss resultierte. Über das 1:1 durften sich die Hertha-Spieler ganze zwei Minuten freuen, bis das 2:1 fiel. Danach konnte der CFC nicht mehr zurückschlagen. Das 3:1 war die endgültige Entscheidung.
SV BABELSBERG 03 gegen BFC DYNAMO 0:0 am 06.12.15:

CUBUKCU SCHEITERT VOM PUNKT! Babelsberg bereits zum siebten Mal in der Saison mit torlosen Remis. Trainer lieben solche Spiele, Zuschauer schätzen sie dagegen weniger: Zwei wohlorganisierte und hochengagierte Teams neutralisierten sich im Karl-Liebknecht-Stadion derart, dass es in der zweiten Hälfte überhaupt keine nennenswerte Torchance gab und sich das 0:0 schon lange vor Spielschluss nicht nur andeutete. Vor allem die Heimmannschaft geizte über die gesamten 90 Minuten mit gefährlichen Offensivaktionen, während die spielstarken Gäste früh zwei dicke Gelegenheiten nicht nutzen kon- nten: 03-Keeper Otremba parierte einen Weidlich-Kopfball (8.) aus nächster Distanz und einem abgefälschten Schuss Steinhauers von der Strafraumgren- ze (13.). Das hätte sich beinahe gerächt: Die Babelsberger, bis dahin gegen ein scharf pressendes und schnell vertikal spielendes BFC-Team überhaupt nicht im Spiel, bekamen die Riesenchance zur Führung regelrecht auf dem Tablett serviert: Ein hoher Ball aus dem Halbfeld segelte in Richtung von 03 Stürmer Shala, der unsanften Körperkontakt mit dem starken Innenverteidiger Brendel bekam. Eine Szene, die die Gemüter erhitzte: War es ein ahnungs- wertes Foul oder war Brendels Einsatz gerade noch an der Grenze des Erlaubten? Schiedsrichter Rohde und sein Linienrichter schienen sich zunächst nicht einig, schließlich entschied der Referee auf Strafstoß (17.). Cubukcu aber scheiterte mit einem unplatzierten Schuss mit der Innenseite an BFC-Kee- per Hendl. Was zu diesem Zeitpunkt noch keiner ahnte: Das sollte auch schon der letzte echte Aufreger der Partie gewesen sein. Der in der ersten Hälfte überlegene BFC näherte sich zwar noch zwei-, dreimal Otrembas Gehäuse, verlor aber im Lauf des Spiels mehr und mehr an Präzision im offensiven Passspiel. Die Gastgeber bissen sich ihrerseits immer besser in die Partie, schoben sich höher und gewannen mehr Zweikämpfe. Das Resultat war eine zweite Halbzeit ohne nennenswerte Strafraumaktionen. Dabei war die Partie keineswegs schlecht. Aber intensive Zweikämpfe und ballsichere Innenver- teidiger entschädigen eben nur bedingt für den fühlbaren Mangel an Chancen und Toren.
BFC DYNAMO gegen FC OBERLAUSITZ NEUGERSDORF 2:1 am 27.11.15:

BRUNNEMANN SORGT FÜR SPANNUNG! BFC Dynamo setzt sich im Verfolgerduell knapp, aber verdient durch. Die Ausgangslage war klar. Für beide Teams ging es am Freitagabend darum, mit einem Sieg den Anschluss in Richtung Tabellenspitze zu wahren. Dafür sahen die Zuschauer bei ungemütlichen Wit- terungsbedingen ein richtig schönes, frei von größeren taktischen Zwängen ablaufendes Spiel, das sich in puncto Spielkultur zumindest vor der Pause als absolut sehenswürdig erweisen sollte. Der Aufsteiger hätte nach dem Sieg über Schönberg einige Ausfälle zu beklagen. Ohne Innenverteidiger Peric (angeschlagen), Sisler (5. Gelbe) und Nezmar (als Sportdirektor vom Euro-Ligisten Slovan Liberec) nicht rechtzeitig aus dem portugiesischen Braga zu- rück) begann der Gast dennoch kombinationssicher und selbstbewusst. Der bewegliche Dittrich hatte sogar die Führung auf dem Fuß (5.). Zwei Minuten später bot sich dem nach dem Auswärtssieg gegen RB Leipzig allein mit Pröger anstelle von Yildirim beginnenden BFC dann für Rockenbach die Möglich- keit zur Führung. Der traf durch Zuspiel von Weidlich (herrlicher Doppelpass mit dem ganz stark beginnenden Schünemann) aber nur die Lattenoberkan- te. Nach 20 Minuten übernahmen die Berliner eindeutig das Kommando. Es war wieder einmal Weidlich, der mit seiner Dribbelstärke viele Gefahrenmo- mente initiierte. Die Führung gelang aber Pröger, der von links nach innen ziehend knallhart den hinteren Innenpfosten traf.  Zwei Minuten später wäre dem unberechenbaren Stürmer mit einem Lupfer über den erstaunten Louka fast der zweite Streich geglückt. Weitere, richtig gute Chancen für Srbeny und Rockenbach ließen die Pausenführung fast ein wenig dürftig erscheinen. Kurz nach Wiederanpfiff stellte Kapitän Brunnemann die Uhren aber wieder auf Null. Sein Klärungsversuch nach eher harmlosen Kunze-Flanke schlug aus 14 Metern bildschön ein ("Das muss man erstmal so machen …", Trainer Thomas Stratos). Prompt wurde das Spiel offener. Nachdem der freigespielte Huth aus zentraler Position verzog (51.), führte ein unnötiger Ballverlust in der Vorwärtsbewegung ("Das darf uns nicht passieren" … FCO-Coach Vragel da Silva) zur erneuten BFC-Führung. Flückiger konnte Weidlichs Schräg- schuss nur abklatschen. Rockenbach staubte ab. In der Folge versuchten die Oberlausitzer mit drei frischen Kräften zu egalisieren. Gefahr drohte aber allein nach einem Kopfball von Wesley da Silva (79.). Und da die Berliner ihre Konteraktionen fortan "ungewohnt fahrig" (Stratos) ausspielten, bot sich le- diglich Srbeny (88.) die Chance zur endgültigen Entscheidung. Der aber blieb blitzeblank vor dem zunächst patzenden Flückiger am Keeper hängen.
BFC DYNAMO gegen FSV ZWICKAU 3:2 am 13.12.15:

AUFHOLJAGD FAST BELOHNT! Dynamos Muhovic trifft die Latte anstatt zum 3:3. Das Spitzenspiel zwischen dem Tabellenzweiten aus Zwickau und dem Ta- bellenvierten BFC Dynamo zum Rückrundenauftakt mit einem knappen 3:2-Sieg für die Gastgeber. Nachdem der FSV im Juli schon das Hinspiel mit 3:0 ge- wonnen hatte, gab´s nun den zweiten Dreier gegen den DDR-Rekordmeister. "Der Gegner hat eine gewisse Qualität. Es war ein richtig gutes Spiel. Wir ha- ben alles gegeben", sagte BFC-Trainer Thomas Stratos. Innerhalb von 13 Minuten erzielten die in der ersten Halbzeit sehr stark auftrumpfenden Zwick- auer drei Treffer. Zunächst gelang dem 21-jährigen Stürmer Jonas Nietfeld ein Doppelpack, dann erhöhte Christoph Göbel auf 3:0. Der BFC spielte zwar recht gefällig, aber Tore blieben zunächst aus. Der FSV präsentierte sich indes in seinem letzten Heimspiel des Jahres in deutlich besserer Verfassung als zuletzt beim 2:0 gegen Aufsteiger FC Schönberg. Ein Spiel, das zur Pause schon endschieden schien, wurde aber noch einmal spannend. Dem Zwick- auer Kapitän Toni Wachsmuth unterlief ein unglückliches Eigentor und dann sorgte Nils Göwecke mit einem Schuss aus 15 Metern ins kurze Eck für den Anschlusstreffer des BFC. Der für den verletzt ausgeschiedenen Stammkeeper Martin Unger eingewechselte Tom Neukam machte dabei keine gute Fi- gur. Während Torschütze Göwecke wenig später einen Nachschuss von Marc-Philipp Zimmermann auf der Linie rettete (76.), traf der mit Beginn der zwei- ten Halbzeit eingewechselte Zlatko Muhovic aus 20 Metern die Latte (84.) - Pech für Dynamo. Der BFC setzte nun alles auf eine Karte, aber zum Unentschie- den reichte es nicht. "Es ist ganz bitter. Wenn wir das erste Tor gemacht hätten, läuft das heute anders. Zwickau hat eiskalt seine Chancen genutzt. In der zweiten Halbzeit waren wir die bessere Mannschaft und hatten auch einige Möglichkeiten. Leider haben wir es nicht geschafft", gestand BFC-Kapitän An- dreas Güntner. Erleichterung hingegen bei Eigentorschütze Wachsmuth: "Die Berliner haben eine richtig gute Mannschaft. Auch nach dem 0:3-Rückstand waren sie immer gefährlich. Von der ersten Minute an haben wir totales Pressing gespielt, das geht natürlich nicht 90 Minuten lang gut."
BFC DYNAMO gegen VfB GERMANIA HALBERSTADT 1:1 am 05.02.16:

ZU SPÄT IM HOHEN GANG GEFAHREN! Dynamo verpatzt gegen Halberstadt den Start - Srbeny-Führung reicht nicht aus. Damit hat beim BFC Dynamo sicherlich niemand gerechnet. Zum Pflichtspiel-Jahresauftakt stand gegen das Schlusslicht aus Halberstadt ein am Ende kümmerliches Remis, das allerdings als absolut leistungsgerecht bezeichnet werden muss. Hatten die Berliner die Gäste vielleicht unterschätzt? Trainer Thomas Stratos wollte davon nichts hören: "Die Mannschaft ist gut vorbereitet, gut eingestellt worden. Sie hat von den Vorgaben mangels fehlender Einsatz- und Laufbereitschaf zunächst aber wenig umgesetzt." Ganz anders Germania. Trainer Thomas Waldow konnte zufrieden bilanzieren: "Aus einer kompakten Defensive haben wir teil- weise gut heraus kombiniert. Unser deutliches Chancenplus hätte vor der Pause eigentlich zu einer Führung reichen müssen." Tatsächlich stand das neu formierte Abwehrzentrum mit Friebertshäuser und Denz sicher, wurde schnelle Ballgewinne in ein gut vorgetragenes, gut anzusehendes Umkehrspiel umgesetzt. Frieberthäuser (16.), Beil (19., 26.) und Dadashov, der eine herrliche Flanke des stark beginnenden Hoffmann eigentlich nutzen musste (41.), besaßen Möglichkeiten. Dazu traf Bremer aus acht Metern den linken Innenpfosten (21.). Dem standen zunächst allein ein knapp am langen Eck vorbeigeh- ender Srbeny-Versuch (24.) und der durch Aubele entschärfte Rockenbach-Knaller gegenüber (32.). Stratos muss in der Pause die passenden Worte ge- funden haben. In puncto Geschwindigkeit war ein nun in allen Belangen (Lauftempo, Ballzirkulation) "neuer" BFC zu konstatieren. Weidlich war am rechten Flügel endlich der im höchsten Tempo für Unruhe sorgende Vorbereiter. Und nachdem Schünemann wie der wuselige Rockenbach mit der ersten Mög- lichkeit noch gescheitert waren, sorgte eine herrliche Kombination über Breitfeld und Weidlich durch den leicht vollendenden Srbeny zur Führung. "Da- nach ist uns der letzte Wille abgegangen, mit letzter Konsequenz den wohl  spielentscheiden zweiten Treffer erzwingen zu wollen", hielt Stratos später fest. Bei nun drückender Überlegenheit boten sich nur Rockenbach und Weidlich weitere Gelegenheiten. Und so kam es wie es kommen musste: Einen aus dem Halbfeld getretenen Hoffmann-Freistoß verlängerte der von Güntner nur inkonsequent beschattete Denz per Kopf ins lange Eck. Was folgte, wa- ren wütende, sich endlich durch Leidenschaft auszeichende BFC-Attacken. Zu spät: Ein abgefälschter Schuss des nun stürmenden Brendel wurde geblockt. Ein Yildirim-Versuch flog hoch über das Tor hinweg.
BFC DYNAMO gegen FC SPANDAU 06 5:0 am 09.02.16:

PFLICHTAUFGABE LOCKER ERLEDIGT! Nach 26 Minuten war es geschehen. Fast an der Torauslinie wurde BFC-Stürmer Dennis Srbeny ohne Not zu Fall ge- bracht und verwandelte den Elfmeter gleich selbst. Zwei Minuten später legte Christian Preiß das 2:0 nach und der Titelverteidiger hatte die Pflichtauf- gabe gegen den Bezirksligisten praktisch schon erledigt. Die Spandauer verteidigten zwar leidenschaftlich, eine echte Chance hatten sie gegen den Regi- onalligisten aber nie. Der BFC hatte stets die Kontrolle über den Ball und ließ den Gegner laufen. Großes Esprit versprühten die Dynamos dabei aber nicht. Mit fortschreitender Spielzeit verließen den Underdog zunehmend die Kräfte und so wären für den mit einigen Spielern aus der zweiten Reihe antreten- den BFC durchaus noch drei oder vier Treffer mehr möglich gewesen.
BFC DYNAMO gegen FC SCHÖNBERG 95 4:1 am 20.02.16:

SRBENY SCHNÜRT DEN DREIERPACK! Dynamo siegt nach spielerisch überzeugender Vorstellung gegen Schönberg souverän. Der BFC Dynamo hat seine Hausaufgabe erfüllt und den zuletzt mit drei Siegen überzeugender Aufsteiger nach überaus kurzweiligen 90 Minuten auch in der Höhe verdient besiegt. Trainer Thomas Stratos hatte für den suspendierten Brendel Winterzugang Lachheb in die Innenverteidiger gestellt, dazu das Mittelfeld durch Muhovic (für Djengoue) noch offensiver ausgerichtet. Dies ließ nach einer von mancher Unkonzentriertheit geprägter Startphase schon Ärgeres befürchten. Rausch (setzte 20-Meter-Freistoß drüber) und Gladrow (prüfte Hendl mit gewaltiger Schrumme) hätten da für einen eng pressenden Gast früh treffen können. Eine erste BFC-Möglichkeit setzte Srbeny hoch drüber. Doch eine Minute später nutzte der bewegliche Angreifer einen Weidlich-Durchstecker aus abseitsverdächtiger Position zur Führung. Was folgte, war ein munterer Schlagabtausch zweier spielerisch anspruchsvoller Kontrahenten. Gäste Coach Axel Rietentiet meinte: "Wir haben gut und mutig mitgespielt und uns einige richtig gute Chancen herauskombiniert. Deshalb kann und will ich meiner Mannschaft nach der klaren Niederlage auch überhaupt keinen Vorwurf machen." Ganz stark agierte am linken Flügel der dribbelstarke Matern, der dem jungen Breitfeld so manches Rätsel ausgab. Zwei zum Schüsschen mutierende Haufe-Versuche erschreckten Hendl jedoch nicht. Dann  aber doch der Ausgleich, als Matern den Pfosten traf und Gladrow im Nachsetzen wuchtig egalisierte. Die Berliner zeigten sich aber nicht geschockt. Der Ball lief nun zügig durch die Reihen. Weidlich schlug die gewohnten Breschen. Rockenbach (traf die Lattenoberkante/36.) und Srbeny scheiterten noch an Hahnel. Schließlich aber doch die erneute Führung . In der Vorpausen-Nachspielzeit drückte Srbeny eine schöne Schünemann-Flanke am langen Pfosten ein. Zwar blieben die Gäste auch nach der Pause um Struktur und Offensivdrang bemüht, doch zu Chancen reichte es bis auf einen Versuch von Haufe (51.) nicht mehr. Dynamo hatte die Partie nun deutlich im Griff. Der allein auf Hahnel zusteuernde Rockenbach scheiterte eher kläglich. Der für ihn gekom- mene Pröger flankte gleich mal von links - Srbeny schaltete zum 3:1 am schnellsten. Für den Endstand sorgte mit Yildirim ein weiterer Nachrücker. Von Rainer Müller gefoult, schnappte sich der kleine Wirbler das Leder und vollstreckte flach unten rechts. Das zum Kuriosum dienende Finale blieb aber Gäste-Keeper Hahnel vorbehalten. Der stand, unangegriffen, regungslos mit dem Ball am Fuß wohl zwei Minuten am Elfmeterpunkt … Laute Pfiffe von den Rängen - dann pfiff Wartmann leise ab.
BFC DYNAMO gegen VfB AUERBACH 1906 2:0 am 27.02.16:

ZWEI FRÜHE TORE ENTSCHEIDEN! Dynamo verpasst gegen Auerbach einen  höheren Sieg! Es gibt Tage, an denen man am liebsten gar nicht aus dem Bett aufgestanden wäre. Der vergangene Sonnabend gehörte für den VfB Auerbach sicherlich in diese Kategorie. Erst auf der Autobahn im Stau steckengeblie- ben, dadurch deutlich zu spät zum Spiel gekommen und dann auch noch verloren - die Gäste aus dem Vogtland waren wirklich nicht zu beneiden. Nach acht Minuten musste man für den VfB sogar mit dem Schlimmsten rechnen. Die Mannschaft von Trainer Michael Hiemisch verschlief die Anfangsphase vollkommen. Der BFC Dynamo war in allen Belangen überlegen und Auerbach wusste sich nur mit teilweise rüdem Zweikampfverhalten zu wehren. Zu- dem hatten die Hausherren das Glück auf ihrer Seite. Ein Freistoß von Thiago Rockenbach da Silva wurde von der Mauer abgefälscht und ließ Maik Ebers- bach im Tor der Gäste schlecht aussehen (5.). Beim 2:0 befand sich gleich die gesamte Hintermannschaft im Tiefschlaf  und vergaß Kai Pröger, der den gelbgesperrten Dennis Srbeny im Sturmzentrum exzellent vertrat und sicher verwandelte (8.). "Diesmal waren wir von der ersten Minute voll da und die frühen Tore haben uns das Leben natürlich deutlich einfacher gemacht", erklärte BFC-Trainer Thomas Stratos. Nach einer Viertelstunde reagierte Hie- misch, stellte taktisch von einem 4-3-1-2 auf ein klassisches 4-4-2 um und die Maßnahme zeigte erste Erfolge. Nach einer flachen Hereingabe von Marcel Schuh scheiterte Stanley Ratifo am gut reagierenden Bernhard Hendl. "Gegen eine Mannschaft wie den BFC hätten wir unsere Chancen schon nutzen müssen, um noch einmal ins Spiel zurück zu finden", sagte Hiemisch. Auch wenn Auerbach nun wacher war, kontrollierten die Hausherren das Gescheh- en meist sicher. Zehn Minuten vor der Pause verpassten die Weinrot-Weißen das wohl vorentscheidende dritte Tor gleich dreimal innerhalb weniger Se- kunden. Einen Kopfball von Joshua Putze wehrte Eberbach ab, den Nachschuss von Kevin Weidlich kratzte Marcel Schlosser von der Linie (und verletzte sich dabei an der Leiste), während Sascha Schünemanns 30-Meter-Knaller zur Ecke abgewehrt wurde. Nur wenige Sekunden  nach Wiederanpfiff hätte Schuch allerdings beinahe verkürzt; seinen Schuss aus etwa zehn Metern lenkte Hendl mit dem Fuß aber stark zur Ecke. Auerbach hatte danach nur noch eine Chance durch einen Volley des eingewechselten Björn Lambach (60.), während der BFC im letzten Drittel zu verspielt agierte und zu selten den Ab- schluss suchte. "Dass wir das 3:0 nicht gemacht haben, ist das Einzige, was ich meinem Team vorwerfen kann", bilanzierte Stratos.
FC VIKTORIA 1889 BERLIN LICHTERFELDE-TEMPELHOF gegen BFC DYNAMO 3:2 am 04.03.16:

HOFMANNS SCHÖNER SCHLENZER! Ungewohnt effektiv: Viktoria kontert BFC Dynamo aus. Als dem eingewechselten, für viel Betrieb sorgenden Yildirim nach einer knappen Stunde mit feinem Schrägschuss der Anschlusstreffer gelang, keimte hörbare Hoffnung im fast schon verstummten Dynamo-An- hang auf. Doch nur kurz darauf unterlief dem sonst richtig gut spielenden Schünemann tief in der Viktoria-Hälfte ein folgenschweres Fehlabspiel. Ergirdi schickte den im D-Zug-Tempo abgehenden Özcin. Der bediente Hofmann. Ein kurzer Schlenker, ein bildschöner Schlenzer - fertig war das vorentschei- dende 3:1. Wann hat man ein Viktoria-Team wohl zuletzt derart effektiv und gradlinig kontern sehen? Trainer Ersan Parlatan schien das Erlebte fast ein wenig peinlich: "Schön sah es sicherlich nicht aus, wie wir hier und heute agiert haben." Der Trainer darf beruhigt werden. Nicht allein, dass die gewähl- ten Mittel den Zweck heiligten. Viktorias Akteure setzten die vom Trainerteam ausgeklügelte Marschroute auch mustergültig um. "Dynamo stellt ein spielerisch starkes Team. Und so wollten wir die Räume vor dem eigenen Tor so eng als möglich halten", meinte Parlatan. Das sah dann so aus, dass sich bis auf Hofmann bei gegnerischem Ballbesitz alle Akteure tief in die eigene Hälfte zurückzogen. Erst 30 Meter vor dem Tor wurden Dynamos-Spieler - dann meist gedoppelt - attackiert. Und nach eroberten Bällen ging gehörig die Post ab. Die Viktoria betrieb einen läuferischen Aufwand, der imponierte. Und den Gegner überraschte. Schon nach dreißig Sekunden zischte ein abgefälschter Watzka-Versuch am Tor vorbei. Dann die schön herausgespielte Führung, die Sprinter Trianni mit einem Heber über Hendl erzielte. Der Favorit präsentierte die bekannten Stärken, kombinierte auch auf engstem Raum gekonnt und zügig. "Leider konnten wir unsere vielen Chancen wieder einmal nicht nutzten", stellte Trainer Thomas Stratos enttäuscht fest. Rockenbach (35., Lattenfreistoß) und Srbeny (44., Außennetz) waren da am dichtesten dran. Zu diesem Zeitpunkt hatte Haubitz für eine mit überfallartigen Kontern für Entlastung, aber auch für Gefahr (33. Özcin) sorgende Viktoria bereits erhöht. Dabei köpfte der wie kaum ein Zweiter präsente Abräumer einen Watzka Eckstoß ohne erkennbaren Begleitschutz ein. "Es ist nicht schön, gegen einen nur verteidigen Gegner agieren zu müssen", meinte Stratos, was derart krass ausgedrückt allein für die Schlussphase galt, als Konter des entkräfteten Gastgebers tatsächlich zur Rarität verkümmerten. Als dann Pröger Sr- beny den Anschlusstreffer aufgelegt hatte, verlor Dynamo seine spielerische Linie, drängte mit der Brechstange - Lachheb und ganz spät Haastrup bil- deten das Sturmzentrum - für den Ausgleich. Ohne Erfolg. Viktorias Defensive, aus der Eglseder und der Weidlich durchgehend unter Kontrolle haltende da Silva noch herausragten, stand sicher, ließ keine wirkliche Möglichkeit mehr zu. Nach dem Abpfiff von Schiedsrichter Lossius brach grenzenloser Jubel aus. In diesem Maße in Lichterfelde schon lang nicht mehr gesehen.
SC STAAKEN 1919 gegen BFC DYNAMO 4:1 n.E. am 09.03.16:

SC STAAKEN GELINGT SENSATION! Torwart Hesse pariert beim Viertelfinalsieg gegen Dynamo gleich zwei Elfmeter. Als Tim Binting gegen 21:33 Uhr den letzten Elfmeter zum 4:1-Endstand eiskalt vollstreckte, gab es kein Halten mehr. Da verwandelten sich die Staakener Spieler in ein riesiges, jubelndes Knäuel. Held des Abends war zweifellos Keeper Lukas Hesse, der seine Mannschaft vor allem in der zweiten Hälfte der Verlängerung mit Klasseparaden im Spiel hielt und auch die ersten beiden Elfmeter von Pröger und Yildirim parierte. Zuvor hatten die Staakener den Regionalligisten und Pokalverteidiger BFC Dynamo mit viel Kampfkraft und nimmermüden Einsatz in die Schranken gewiesen und letztlich auch verdient den Einzug ins Halbfinale geschafft. Von Beginn an baute der BFC sein Spiel technisch nahezu perfekt auf, war aber im Spiel nach vorne nicht zwingend genug. Das Staakener Team agierte sehr konzentriert und zupackend und ließ das Präzisionsspiel des BFC nur bis kurz vor dem eigenen Strafraum zu. Da kam den Hausherren sicherlich auch der kleine Kunstrasenplatz am Bahnhof Staaken entgegen. Erst kurz vor dem Seitenwechsel kam der BFC durch Weidlich und Rockenbach zu den ersten dik- ken Chancen. Unmittelbar nach der Pause hatte BFC-Keeper Siegemeyer einen Abspielfehler begangen, doch Staakens Sturmspitze Bahceci war wohl zu verblüfft, um das Geschenk anzunehmen. Die zweite Halbzeit verlief weitgehend ausgeglichen mit wenigen Möglichkeiten hüben wie drüben. So schei- terten Weidlich an Hesse (74.) und Mielke an Siegemeyer (82.). Die erste Hälfte der Verlängerung verlief nicht so ereignisreich, in der zweiten schien den Hausherren mit nur noch zehn Mann die Puste auszugehen, doch letztlich retteten sie sich mit Glück und einem überragenden Keeper Heese ins Elfme- terschießen. Kurz davor präsentierte sich Staakens Sturmspitze Erhan Bahceci als coole Socke. Die zweite Hälfte der Verlängerung war gerade vorüber, da wagte er schon ein Tänzchen mit dem Spandauer Publikum. Anschließend schnappte er sich das Spielgerät und verwandelte den ersten Elfmeter eiskalt. Auch alle drei weiteren Staakener Schützen trafen sicher. Staakens Vorsitzender Claus-Dieter Krebs freute sich nicht nur über den Besuch der Dynamo-Fans, sondern auch über einen zahlreichen Zuspruch der Spandauer Fans. Niemand konnte sich erinnern, wann er das Stadion am Kurzen Weg zuletzt so gut gefüllt gesehen hatte. Und Staakens Trainer Jörg Riedel war einfach nur stolz auf seine jungen Wilden: "Ich habe meiner Mannschaft gesagt: Wenn uns Dynamo den Strohhalm reicht, dann werden wir ihn ergreifen."
BFC DYNAMO gegen ZIPSENDORFER FC MEUSELWITZ 2:0 am 12.03.16:

SCHÖNES TOR - SCHÖNES SALTO! Nach dem peinlichen Pokal-Aus am vergangenen Mittwoch gegen Berlin-Ligist SC Staaken kehrte der BFC Dynamo mit ei- nem ungefährdeten 2:0-Heimsieg gegen ZFC Meuselwitz in den Regionalligaalltag zurück. Allerdings waren die über 90 Minuten komplett harmlosen Thü- ringer dabei auch ein mehr als dankbarer Gegner. Im Vergleich zum 2:3 bei der Viktoria gab der BFC-Trainer Thomas Stratos Haastrup und Pröger den Vorzug vor Preiß und Rockenbach. Die Hausherren zogen von der ersten Minute an ihr gewohntes Spiel mit enormen Ballbesitz auf. Indes begann die Par- tie für Meuselwitz nach kaum 60 Sekunden mit einem kräftigen Nasenstüber. Im Zweikampf mit dem robust an der Seite von Haastrup verteidigenden Dynamo-Winterzugang Lachheb zog sich ZFC-Routinier Carsten Sträßer durch einen unglücklichen Zusammenprall einen Nasenbeinbruch zu. So ging die- ses Auswärtsspiel für Sträßer, (dessen Vater Ralf in den frühen 80er Jahren das BFC-Trikot trug) ausgerechnet in seiner Heimatstadt schnell und schmerzhaft zu Ende. Nach einer Viertelstunde setzte der BFC seine optische Überlegenheit auch zahlenmäßig um und nutzte dank Weidlichs Dynamik und Srbenys Torriecher die erste Chance zur Führung. Allerdings unter tätiger Mithilfe von ZFC-Keeper Naumann, wie hinterher auch Gästecoach Heiko Weber befand: "In meinen Augen war der Treffer haltbar." In der Folge hatte Dynamo alles unter Kontrolle, da von den Gästen wirklich keine Gefahr aus- ging. Zudem war Wiezik bei Lachheb komplett abgemeldet. Der BFC kam durch den gut aufgelegten Pröger (18.) und Muhovic (36.) zu passablen Abschlüs- sen. Aber auch nach der Pause hatte die zu knappe Führung trotz deutlicher Überlegenheit der Berliner lange Bestand. Denn Dynamo konnte einfach nicht nachlegen. Die besten Chancen dazu boten sich Weidlich, dessen Volley nach Srbeny-Flanke geblockt wurde (56.), und Srbeny, dessen 16-Meter-Schlen- zer der zuvor nicht sattelfeste Naumann parierte (70.). So blieb es bis in die Schlussphase zumindest vom Spielstand her spannend. Es folgte die Aktion des Tages, als der nach Yildirims Einwechslung ins Zentrum beorderte Pröger, von Muhovic bedient, sehenswert zur Entscheidung abzog. Seinen Treffer feierte der blonde Wirbelwind mit einem Seitwärtssalto mit beachtlicher Haltungsnote. Hinterher gab Pröger gelöst Auskunft: "Ich freue mich, wenn ich in der Startelf stehe. Egal, ob auf dem Flügel oder im Sturm, ich will der Mannschaft helfen und natürlich treffen." Denn auch Pröger gehörte zu den Fehl- schützen beim Elfmeterdrama in Staaken: "Ich bin jetzt schon lange dabei. Das habe ich schon abgehakt."
FSV BUDISSA BAUTZEN gegen BFC DYNAMO 3:2 am 20.03.16:

ROSENDO LÄSST DIE BUDISSA JUBELN! Wieder drei Gegentore für Dynamo - Der Zug nach oben ist wohl endgültig abgefahren. Am 30. Oktober 2015 hatte Bautzen zum letzten Mal gewonnen. Nach dem 4:1 in Luckenwalde blieben die Spreestädter in elf Partien in Folge ohne Sieg. Cheftrainer Thomas Hent- schel wurde beurlaubt, sein Assistent Reimund Linkert übernahm - und feierte gegen den BFC Dynamo seinen ersten Sieg. "Wir brauchten einen Befrei- ungsschlag. Die Köpfe der Spieler sind jetzt hoffentlich wieder frei", hofft Linkert. Der Berliner Coach Thomas Stratos erkannte die bekannten Probleme bei seinem Team: "Wir erspielen uns frühzeitig Chancen, aber wir nutzten sie nicht. So kommt der Gegner, der zunächst nur versucht, unser Spiel zu un- terbinden, ins Spiel und erzielt am Ende drei Tore. Wahnsinn!" Bis auf eine Änderung schickte Linkert die gleiche Elf wie eine Woche zuvor in Schönberg (2:2) auf den Rasen. Lediglich Chris Reher rückte für Florian Hansch in die Startelf. Stratos musste auf Kevin Weidlich (Gelbsperre) verzichten. Die erste klare Chance verpasste Pröger, der freistehend an Bautzens Torhüter Jakubov scheiterte (10.). Auf der Gegenseite fand ein Freistoß des Argentiniers Ezequiel Horacio Rosendo überraschend den Weg ins Berliner Tor (21.). Und während der BFC durch Joshua Putze einen Freistoß ans Außennetz setzte (29.), erhöhte Maik Salewski kurz darauf für die Gastgeber. Der noch vor der Pause fallende Anschlusstreffer des Bosniers Zlatko Muhovic ließ die Berli- ner dann aber doch wieder hoffen. Die kamen dann auch wild entschlossen aus der Kabine und wurden tatsächlich mit dem schnellen Ausgleich belohnt. Der Treffer von Torjäger Dennis Srbeny schien die Weichen doch noch auf den erwarteten Erfolg des Favoriten zu stellen. "Noch vor drei Wochen wären die Scheuklappen herunter gegangen, und wir hätten noch verloren", mutmaßte Linkert. Diesmal aber hielten die Hausherren richtig gut dagegen und kamen durch den (abfälschten) Ball von Rosendo zum lange herbeigesehnten Dreier. Zwar versuchten die Berliner auch in der Folge noch einmal alles, wurden aber durch den Platzverweis des eingewechselten Björn Brunnemann in ihren Tatendrang gebremst. Bei Chancen für Reher (hüben) sowie Rok- kenbach und Pröger (drüben) war vor beiden Toren noch einiges geboten. Zu einer Ergebnisveränderung reichte es aber nicht mehr. Für die Dynamos dürfte es mit dem Traum von der Meisterschaft damit nun endgültig gewesen sein. Trainer Thomas Stratos musste tief betrübt bilanzieren. "Wir haben so viel wahnsinnige Erfahrung auf dem Platz, bekommen es aber einfach nicht gebacken, mal einige Spiele erfolgreich zu gestalten. Mal bekommen wir zu viel Gegentore - mal treffen wir vorne zu wenig. Auch hier und heute war für uns wohl deutlich mehr drin gewesen. Es reicht nicht."
BFC DYNAMO gegen FSV OPTIK RATHENOW 0:0 am 01.04.16:

DYNAMO ENTTÄUSCHT SEINE FANS! Nur 0:0 gegen Liga-Schlusslicht Optik Rathenow - Leroy-Knaller landet an der Latte. Pfiffe für das eigene Team sind ja eher selten beim BFC Dynamo, aber nach dem 0:0 gegen Schlusslicht Optik Rathenow entluden sich die grellen Töne über den im Spielertunnel ver- schwindenden Akteuren. Bis zur letzten Sekunde der etwas lang geratenen, vierminütigen Nachspielzeit hofften die Dynamo-Fans wohl, dass nach der dürftigen Leistung noch jemand "April, April" ruft und der Ball irgendwie über die Linie geht. Aber es geschah nicht, und so fand Optik-Trainer Ingo Kah- lisch den Zähler nach langer Durststrecke "sehr erfreulich", während beim BFC laut Thomas Stratos "alle enttäuscht" waren. Am Ende waren die Dynamo sogar noch ganz nah am glücklichen Dreier dran: Bei ihrer vorletzten Ecke wurde aus dem Gewühl auf das Optik-Tor geköpft, aber der immer wieder sensationell haltende Hobbs lenkte auch diesen Ball um den Pfosten. Die kampfstarken und spielerisch erfreulich locker auftretenden Gäste entführten damit hochverdient einen Punkt ins Havelland. Die Enttäuschung der 90 Minuten lang anfeuernden Fans war nur zu verständlich, schließlich schienen die Gäste einen Dreier phasenweise näher als das eigene Team. In die eigene Spielhälfte zurückgezogen, wartete Rathenow auf das, was den Dynamos einfiel, und vielleicht war das bereits der große Unterschied: Dynamo kämpfte erst mal mit sich selbst. Optik setzte seinen Plan um. Der hieß: Den Platz nutzen und kontern. Die beste Chance setzte Leroy in Wembley-Manier an die Latte (21.) und weckte damit die Gastgeber auf. Die wurden nun sicherer, erarbeiteten sich Standards. Und waren dabei am gefährlichsten; Haastrup und Lachheb (beide 44.) hätten fast zur schmeichelhaften Führung geköpft. Dennoch war es eine Partie auf Augenhöhe. Gelegentlich ragten Putze und Muhovic mit ihren Ideen aus dem Weinrot-Grau etwas heraus; das Tempo anzuziehen, gelang aber kaum. Nach der Pause wirkte zunächst alles wieder neu für die Gastgeber. Optik präsentierte sich weiterhin flinker im Kopf; Ismail erlief einmal Putzes katastrophalen Rückpass (52.) und kam wenig später frei zum Kopfball (54.). Erst mit Weidlichs Einwechslung kam neuer Schwung in die Partie. Nach Srbenys Pfostenschuss aus der Drehung (61.) wurde Dynamo dominanter, aber an Hobbs kamen weder Lachheb (72.) noch Weidlich (90.) vorbei. Optik guckte nur noch einmal raus - bei Dulijevic` Lattenfreistoß aus 30 Metern (82.) - und brachte mit viel Engagement das Remis über die Zeit.
FC CARL ZEISS JENA gegen BFC DYNAMO 2:1 am 06.04.16:

ECKHARDT TRIFFT ERNEUT GEGEN DEN BFC! Gut gespielt, aber nicht belohnt worden - so beurteilte BFC-Trainer Thomas Stratos seine Elf, die den Thürin- gern wie im Hinspiel mit 1:2 unterlag. Seinerseits hatte Eckhardt die Führung erzielt, diesmal war der Siegtreffer, als er in der Nachspielzeit erfolgreich war. Die Nachholpartie ging munter los. Buval vergab die Führung (5.), in der Folge scheiterte der Gastgeber mehrmals an Hendl, bevor Starke aus Nah- distanz die Führung gelang. Doch die spielstarken Gäste wurden durch einen 20-Meter-Schuss von Schünemann mit dem Ausgleich belohnt. Als die Berliner in Hälfte zwei die Partie immer mehr in den Griff bekamen, sah in einer hektischen Szene Schünemann (62.) die Ampelkarte. Jena konnte das Überzahlspiel zunächst nicht nutzen. Schmidt musste sogar mehrfach - wie gegen Brunnemann (88.) - einen Rückstand verhindern, ehe Eckhardt die kurzweilige Partie entschied.
FSV 63 LUCKENWALDE gegen BFC DYNAMO 1:0 am 09.04.16:

BFC-TALFAHRT SETZT SICH FORT! Trotz Überzahl gelingt in Luckenwalde kein Tor. Mittlerweise hat man in Luckenwalde offensichtlich die Devise von Coach Nachtigall verinnerlicht, wirklich nur noch von Spiel zu Spiel zu denken und sich als Mannschaft vernünftig zu präsentieren. Diese Gelassenheit scheint den FSV-Kickern gut zu tun. Und nach ansprechenden Leistungen gegen Jena, Schönberg und Neugersdorf kam nun gegen den haushohen Favoriten BFC Dy- namo sogar wieder etwas Zählbares heraus. Die anfangs an Höhepunkten arme Begegnung begann ausgeglichen. Ein erster Aufreger dann nach 19 Minu- ten. Srbeny setzte Rockenbach in Szene. Doch Luckenwaldes Schlussmann Petereit parierte reaktionsschnell zur ersten BFC-Ecke. Nach der hatte Stein- hauer die Gäste-Führung auf dem Fuß. Aus Nahdistanz hämmerte er den Ball an die Lattenunterkante. Es gab einige, die das Spielgerät hinter der Torlinie gesehen haben wollten - Schiri Klemm jedoch nicht. Und der hatte schließlich das Sagen auf dem Platz. Auf Luckenwalder Seite hatte Häsen mit einem satten 25-Meter-Schuss vom linken Strafraumeck die beste Möglichkeit der ersten Hälfte. Doch Keeper Hendl war auf dem Posten und lenkte den Ball zur Ecke. Das war´s dann trotz deutlicher optischer Überlegenheit der Gäste aber auch schon mit nennenswerten Torszenen in Halbzeit eins. Nach dem Wech- sel wurde es dann spektakulär. Als Leimbach den schnellen Pröger zu ungestüm von den Beinen holte, zweifelte niemand im Stadion, dass es ein Foul- spiel war. Die Betrachtungen, ob es sich um eine Notbremse Leimbachs handelte und ob er wirklich der letzte Mann war, waren jedoch recht unterschied- lich. Dieses Mal entschied Schiri Klemm gegen die Luckenwalder und schickte Leimbach zum Duschen (49.). Nicht wenige meinten, dass damit eine Vor- entscheidung gefallen sei. Das sollte sich zwar bewahrheiten, wenngleich man eigentlich eine solche zugunsten des BFC erwartet hatte. Die Luckenwal- der konzentrierten sich fortan noch intensiver auf die Sicherung des eigenen Tores und nur noch ganz selten auf Entlastung in Form eigener Angriffe. Als bei einem dieser wenigen Konter Guthke den Ball Florian Schmidt geschickt in den Lauf spielte und dieser problemlos Hendl per Flachschuss zum 1:0 überwand, lief das Spiel vollends in eine nicht für möglich gehaltene Richtung. Den Berlinern blieb zwar noch gut eine halbe Stunde Zeit. Allerdings ließen sie sich erschreckend wenig einfallen, um die aufopferungsvoll kämpfenden Gastgeber in Verlegenheit zu bringen oder gar zu eigenen Torerfolgen zu kommen. Letztlich war der 1:0-Sieg der Luckenwalder zwar glücklich, aber alles andere als unverdient. Die Stimmung unter den BFC-Fans gegen das ei- gene Team hingegen wurde von Minute zu Minute kritischer. Und ein sichtlich niedergeschlagener Thomas Stratos fand nach dem Spiel auch nicht wirk- lich Erklärungen für den schwachen Auftritt seiner Elf.
BFC DYNAMO gegen FSV WACKER 90 NORDHAUSEN 1:1 am 15.04.16:

JOKER FÖRSTER STICHT SOFORT! Dynamo gibt gegen Nordhausen den Sieg noch aus der Hand. Björn Brunnemann lag ausgestreckt am Fünfmeterraum und schlug mit beiden Fäusten auf den nassen Rasen. In seinem ersten Startelf-Einsatz seit November hatte der Kapitän auf ungewöhnlicher Position in der Innenverteidigung 85 Minuten lang ein souveränes Spiel gemacht. Doch in der 86. Minute köpfte Brunnemann einen langen Ball im eigenen Strafraum unglücklich in den Lauf von Förster, der locker zum Ausgleich einschob. Ob der BFC-Routinier die Kugel zurück zu Torwart oder ins Toraus bugsieren wollte, weiß wohl nur er selbst. Die Art und Weise wie das 1:1 fiel, passte jedoch zu einem sehr niveauarmen Spiel. Beide Mannschaften leisteten sich auf rutschigem Boden eine extrem hohe Fehlerquote. Da Ballannahmen, Zuspiele und Torabschlüsse meist viel zu ungenau erfolgten, entwickelte sich eine unansehnliche Partie mit wenigen Highlights. Dabei war der BFC in der ersten Halbzeit noch das bessere Team. Zwar hatte Nordhausens Semmer die er- ste gute Möglichkeit, als er nach einer Flanke von rechts knapp am Kasten vorbeiköpfte (16.). Danach wurde es aber vor allem im Strafraum der Gäste ge- fährlich. Der junge Breitfeld hatte frei vor dem Tor eine Hundertprozentige, scheiterte aber an Keeper Berbig (21.). Eine Minute später machte es Srbeny besser und überwand Berbig mit einem überraschenden Schuss aus fast unmöglichem Winkel. "Da haben wir ein Tor gemacht aus einer Aktion, die ei- gentlich nicht einmal eine Chance war", sagte BFC-Trainer Thomas Stratos. Nach etwa einer halben Stunde wurde Wacker langsam wach, Hendl lenkte Pfingsten-Reddigs Distanzschuss aber über die Latte (32.) und auch zwei brenzlige Standardsituationen überstand der BFC unbeschadet (39., 45.). Nord- hausens Martin Hauswald ging mit seiner Mannschaft dennoch hart ins Gericht. "Ich verstehe nicht, wie man sich so präsentieren kann wie wir in der ersten Halbzeit", kritisierte der Trainer. Die Pausenansprache zeigte zwar nicht unmittelbar Wirkung, mit der Zeit wurde Wacker aber druckvoller. Dabei hatten die Gäste aber Glück, dass es nicht schon 2:0 stand. Denn ein Freistoß von Rockenbach aus 17 Metern tippte auf der Lattenoberkante auf (51.) und bei mehrenen klaren Konterchancen fehlte dem BFC die Geschwindigkeit von Weidlich (Muskelfaserriss im Oberschenkel) und Pröger (Mandelentzün- dung). So war es schließlich der keine zwei Minuten zuvor eingewechselte Förster, der Brunnemanns Fehler nutzte. Stratos wirkte ratlos. "Ich weiß gar nicht, was ich sagen soll und wiederhole mich hier ständig. Wie schon in der gesamten Saison haben wir wieder ein Geschenk verteilt."
TSG NEUSTRELITZ gegen BFC DYNAMO 2:1 am 20.04.16:

Ausgerechnet Djibril N´Diaye, "Dieter" genannt und Ex-Dynamo-Torjäger, der seit Januar das Trikot der TSG Neustrelitz trägt, schoss für die Hausherren nach 0:1-Rückstand in der zweiten Halbzeit den Siegtreffer heraus.
BFC DYNAMO gegen HERTHA BSC BERLIN II 2:0 am 24.04.16:

SHAWN KAUTER BÖSE VERLETZT! Frühes Ausscheiden zieht gut startender Hertha den Nerv. An einen rasanten Start der Hertha-Bubis ist man mittlerweise ja fast schon gewöhnt. Dies sah auch im Spiel beim BFC Dynamo nicht anders aus. Früh attackierend und schnell kombinierend, hielt man den Gastgeber in der Defensive fest. Hasse stand allein gegen Hendl haarscharf im Abseits (5.). Dann stieg Göwecke gegen Kauter - auch den Ball spielend - knallhart ein. Mit schlimmen Folgen. Herthas Jungprofi verletzte sich schwer. Es dauerte 20 Minuten bis die herbeigerufene Feuerwehr für dessen Abtransport gesorgt hatte. Den nach der Unterbrechung - beide Mannschaften waren in der Kabine - direkt folgenden Freistoß köpfte Morack am langen Pfosten vorbei. Es sol- lte die für lange Zeit letzte Möglichkeit der sichtlich geschockten Herthaner bleiben. Ganz langsam übernahm der schwer in die Gänge kommende BFC nun das Kommando. Engagiert und auffallend kampfstark, führte das Plus an gewonnenen Zweikämpfen bald zu einer nicht nur optischen, sondern im Spielverlauf stetig wachsenden spielerischen Überlegenheit. Schünemann und der diesmal offensiv hinter den Spitzen aufgebotene Putze dominierten nun das Mittelfeld. Bis zur Pause wurde Srbeny im Abschluss geblockt (21.), traf Schünemann den Pfosten (28.), blieb der links durchgehende Pröger an Wiesner hängen (44.). Auch nach dem Wechsel sahen sich Herthas Youngster sofort unter Druck gesetzt, es gab nur wenig Entlastung. Nach Chancen für Yildirim, Pröger und zweimal Srbeny wollte Ante Covic mit den Einwechslungen der frischen Fuchs und Abderrahmane auf den Spielverlauf reagieren. Doch dann verletzte sich Mirbach am Knie, humpelte nach einem kurzen Versuch endgültig raus. Hertha agierte fortan in Unterzahl. Es war deshalb nur ei- ne Frage der Zeit, wann die weiterhin ehrgeizig an der Führung arbeitenden Dynamos treffen würden. Ein schönes Solo schloss der Ex-Herthaner Schüne- mann noch mit einem Böller an den Querbalken ab (66.). Dann rückte Srbeny einen Steinhauer-Kopfball aus Nahdistanz ein. Nur einmal drohte dem BFC in der Folge noch Gefahr, als Kohls zentral aus 18 Metern zum Abschluss kam und Hendl gerade noch zur Ecke klären konnte. Die sich nun bietenden Räume wusste der BFC aber auch nicht wirklich zu nutzen. Ganz zum Schluss zog es Hertha Innenverteidiger Morack nach vorn. Srbeny nutzte den Platz, setzte sich gegen Mlynikowski durch und traf zum dritten Mal für den BFC ans Aluminium (89.). Schließlich die Entscheidung, als Referee Müller einer artistisch- en, von Wiesner abgefangenen Fuchs-Einlage Absicht unterstellte. Muhovic ließ sich nicht zweimal bitten und netzte nach dem fälligen Indirekten humor- los ein. Ein irgendwie passendes Ende für einen alle andere als gelungenen Hertha-Tag.
BERLINER ATHLETIK KLUB 07 gegen BFC DYNAMO 3:0 am 01.05.16:

FLAUDER PARIERT ELFMETER VON PUTZE! BFC Dynamo weiß beim 0:3 gegen den BAK seine vielen Möglichkeiten nicht zu nutzen. Der Berliner AK hat auf das torlose Remis von Schönberg eine deutliche Reaktion gezeigt und in einem intensiv geführten Stadtderby einem keineswegs enttäuschenden BFC Dyna- mo klar und deutlich besiegt. Dass die in der Nachbetrachtung von einigen Verletzungen getrübte Auseinandersetzung dabei durchaus einen anderen Verlauf, gar Ausgang hätte nehmen können, wusste ein über den Sieg froher BAK-Trainer Steffen Baumgart zu bestätigen: "Da lag selbst ein 4:4 im Be- reich des Möglichen." Vor erneut erfreulich großer Kulisse hatten die euphorisch startenden Athleten schnell ins Spiel gefunden. Kahlert und der für den angeschlagenen Yelen ins Team gerückte Stephan konnten bereits treffen, ehe Slavov eine scharfe Akyörük-Flanke veredelte. Es war dies der bereits achte Treffer des sich als absoluter Glücksgriff erweisenden Winterzuganges. Der BFC zeigte sich vom Rückstand aber alles andere als geschockt und erspielte sich gegen eine an diesem Tage wenig sattelfest agierte BAK-Defensive viele klare Möglichkeiten. Allein Srbeny hätte bei deren konsequenter Nutzung wohl noch ernsthaft in den Kampf um die Torjägerkanone eingreifen können. Fast schon fahrlässig, wie er Schünemanns glänzende Vorberei- tung aus zentraler Position hoch über das Tor semmelte (20.). Dazu scheiterte Kapitän Putze mit einem nicht einmal schlecht geschossenen Strafstoß am ehemaligen Mannschaftskameraden Flauder. Zu diesem Zeitpunkt hatte der BAK bereits erhöht. Dabei profitierte der überragende Akyörük zwar von Breitfelds unglücklicher Rettungsaktion. Der Heber über Hendl war dennoch bemerkenswert schön. Der weitere Verlauf ist schnell erzählt. Zweimal Srbe- ny, Djengoue und Göwecke versäumten es, für einen nun deutlich feldüberlegenen BFC zu verkürzen. Köhnes, durch Schiri Koslowski regelkonform mit "Rot" bestraftes Slavov-Ummähen schob den Anstrengungen einen ersten Riegel vor. Und als dann noch Schünemann (Muskelfaserriss) raus musste, war der Drops für die verbleibende "Neun" gelutscht. Die im zweiten Abschnitt "vieles schuldig bleibenden Athleten" (Baumgart) erhöhten durch Zimmer. Weitere Möglichkeiten, um in der Tordifferenz noch näher an Zwickau heranzurücken, blieben aus. Ob sich das vielleicht noch rächen wird?
BFC DYNAMO gegen RASENBALLSPORTCLUB LEIPZIG II 2:0 am 06.05.16:

NA BITTE: ES GEHT AUCH EFFEKTIV! Nach schwacher Startphase gibt die Führung durch Preiß dem BFC Dynamo Sicherheit. Wer nach zehn Minuten diesen am Ende ungefährdeten und verdienten Sieg des BFC Dynamo vorausgesehen hatte, ist wahrlich im Kreis der Fußballexperten anzusiedeln. Oder noch besser der Hellseher. Nach ihren jüngsten drei Erfolgen startete die jungen Leipziger nämlich wie die Feuerwehr, erspielten sich, meist vom ungemein wuselig beginnenden Palacios initiiert, über ihre rechte Angriffsseite diverse richtig gut anzusehende Möglichkeiten. Doch weder Strauß (7., 9.) noch Gi- pon (11.) fanden mit ihren Versuchen das eigentlich recht nahe Tor. Der überhaupt erste BFC-Besuch im Leipziger Strafraum war dagegen sofort von Er- folg gekrönt. Bellot hatte eine scharfe Eingabe prallen lassen, Preiß war zur Stelle und schob ein. Trainer Thomas Stratos staunte nach dem Spiel nicht schlecht: "Derart effektiv haben wir uns während dieser Spielzeit nur recht selten gezeigt." Danach sei "das Spiel gekippt", meinte RB-Coach Tino Vogel, der zudem anmahnte, nach einer Attacke an Gipson (18.) "einen ganz klaren Strafstoß" nicht erhalten zu haben. Insgesamt schleppte sich das Geschehen bis zur Pause nun mehr schlecht als recht hin. Der stark umgebaute BFC (gegenüber den BAK ohne Putze, Schünemann, Srbeny, Göwecke und Köhne) hatte Anpassungsprobleme. Nach dem ersten konstruktiven Angriff und schöner Weidlich-Vorarbeit blieb Muhovic an Bellot hängen (43.). Die Spielanteile nach Wiederanpfiff waren mehr oder weniger verteilt. Nur dass die Berliner in ihren Aktionen nun deutlich engagierter, wesentlich strukturierter und da- mit gefährlicher agierten. Während Tino Vogel "den oft nicht genutzten Raum, den letzten nicht den eigenen Mann findenden Pass" bemängelte, kamen die Berliner nun häufiger zum Abschluss. So prüfte der sich steigernde Yildirim einen gut abwehrenden Bellot (62.). Kurz darauf der Ausbau  der Führung, als Djengoue einen Yildirim-Freistoß per Direktabnahme im langen Eck versenkte. Der erste Saison-Treffer des im Winter von Cottbus nach Hohenschön- hausen gewechselten Kameruners. Ein vom letzten Einsatz geprägten Aufbäumen der Jungbullen blieb danach aus. Dazu stand Dynamo Defensive, aus der ein kompromisslos abräumenden Brunnemann und ein mit vielen Offensivaktionen auffallender Breitfeld noch herausragten, nach der etwas unsi- cheren Startphase erfreulich sicher. Zwar versuchte Vogel mit der Einwechslung dreier Offensivkräfte noch einmal für Schwung zu sorgen. Doch dürfte sich Hendl allein gegen Rabiega (77.) und den aufgerückten Reddemann (87.) auszeichnen. Da Dynamo trotz einiger hübsch anzuschauender Ballpassagen auch den letzten Drang vermissen ließ, nur Yildirim (85.) noch einmal an Bellot hängenblieb, durfte Stratos unwidersprochen bilanzieren: "So richtig toll war es ja nicht. Dennoch bin ich über den Sieg, bin ich mit der Leistung dieser zusammengewürfelten Formation insgesamt zufrieden." Wer mag ihm diese Auslegung, nach häufig besseren, im Resultat dann aber nicht so schönen Resultaten ernsthaft verdenken?
FC OBERLAUSITZ NEUGERSDORF gegen BFC DYNAMO 2:6 am 15.05.16:

BFC BEENDET AUSWÄRTSFLUCH! Nach sieben Niederlagen gewinnt Dynamo in der Fremde. Sieben Niederlagen kassierte der BFC zuletzt auf fremden Ter- rain, nun spielte er richtig stark auf. Mit 6:2 fegte er den guten Aufsteiger von seinem eigenen Platz und zog damit auch am FC Oberlausitz in der Tabelle vorbei. Trainer Thomas Stratos fand bei einem halben Dutzend Tore seiner Mannschaft trotzdem noch ein Haar in der Suppe: "Wir haben so viele Chancen, um noch deutlich mehr Treffer zu erzielen." Ein richtiger Nimmersatt … Seine Mannschaft bestimmte von Beginn an die Partie und hätte sie eigentlich schon in der ersten Halbzeit für sich entscheiden können. Muhovic traf den Außenpfosten (9.), Djengoue und Preiß vergaben gegen den zweimal glänzend reagierenden Flückiger (23.) große Möglichkeiten. Gut für die Berliner, dass Weidlich nach herrlichem Pass des starken Breitfeld seine Mannschaft schon früh in Führung gebracht hatte. Als Yildirim mit seinem sehenswerten Freistoß das zweite Tor erzielte, schien die Partie schon früh entschieden zu sein. Denn zu deutlich war die Überlegenheit des BFC, der kombinationssicherer, gedankenschneller und spritziger agierte. Ein Treffer von Preiß wurde nicht anerkannt (30.), ein Kopfball desselben Akteurs strich um Zentimeter am Kasten vorbei. So kam es fast, wie es kommen musste. Dem nur nach Stand- ards von Banaskiewicz auffallenden Gastgeber gelang der Anschluss. Dafür verantwortlich: der sein letztes Spiel in Neugersdorf bestreitende Jan Nez- mar. Der 38-Jährige traf nach einem Banaskiewicz-Eckball zum Pausenstand. Die Oberlausitzer kamen mit Sisler und deutlich mehr Schwung aus der Kabi- ne. Sie setzten die Berliner nun ihrerseits unter Druck und kamen, gemessen an den Leistungen der zweiten Halbzeit, durch Kusic zum verdienten Aus- gleich, der dem Geschenk in Form eines Fangfehlers von Torwart Hendl auch nicht mehr ausweichen konnte. Doch noch in Jubellaune ließ man bereits im Gegenzug Muhovic aus den Augen. Nur drei Minuten später gelang dem wuchtig treffenden Putze die Vorentscheidung. Mit diesem Treffer wurde den Gastgebern schließlich der Zahn gezogen. Dass Pröger und Djengoue in der Schlusssequenz das Resultat noch erhöhten, hatte lediglich statistischen Wert.